Vielleicht wußten die Babylonier auch etwas, was wir nicht wußten.
Ich schätze es, dass Du nicht behauptest, dass sie etwas wussten - natürlich können wir das nicht sagen.
Genauso könnte ich aber auch behaupten, die Dinos hätten vor 200 Mio Jahren schon auf 432 Hz gebrummt, und nun beweise mir mal das Gegenteil.
Oder noch schöner: Sind sie vielleicht ausgestorben, weil sie sich
nicht auf 432 Hz einigen konnten - und deshalb genau wie die Menschheit heute in eine existentielle Krise kamen?
Auch die Pyramide von Gizeh, deren Bauplan wir nicht nachvollziehen können, erlaubt Rückschlüsse auf Zahlen wie Pi und die Sekunde.
Das allerdings ist schon wieder eine leider haltlose Behauptung.
Erstmal musst Du unterscheiden:
Pi ist eine mathematische Konstante, jeder Kreis (in der Ebene) hat dieses Verhältnis zwischen d und Umfang.
Die Sekunde ist keine Zahl, sondern einfach nur eine festgelegte
Einheit, man könnte den Tag genauso in 25 Stunden a 100 Minuten einteilen.
Die Behauptung von der Pi-ramide hast Du sicher auch nur irgendwo aufgelesen und nicht näher drüber nachgedacht. Ist ja OK, aber lies einfach mal
diesen hervorragenden Beitrag (Bernd Thaller, Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, Karl-Franzens-Universität Graz) drüber, mit archäologischen und mathematischen Nachweisen. Man muss nicht alles verstehen, aber es wird - auch wenn Du nur den Text liest - ganz einfach und "natürlich" klar, warum Pi da näherungsweise (3.14) auftaucht.
Die Sekunde hat da wieder nichts verloren, wie kommst Du jetzt darauf?
Gern wird ja auch behauptet, die Lichtgeschwindigkeit sei in den Koordinaten versteckt. Das als Unsinn zu entlarven, überlasse ich jedem selbst bzw einer kurzen Internetsuche.
Ich finde, wir sind mit der Rückführung der 432 Hz auf die Sekunde schon ein ganzes Stück weiter gekommen
Wenn Du damit meinst, dass es komplett haltlos ist, dann ja.
Ob die Sekunde allerdings eine tiefere Bedeutung hat oder doch nur rein wilkürlich ist, das läßt sich so einfach dann nicht klären.
Sagen wir mal so
- es gibt eine vollkommen schlüssige Erklärung dafür, dass sie willkürlich ist, und
- eine Erklärung ohne jede Grundlage ("vielleicht wussten die Babylonier mehr als wir") dafür, dass sie irgendeinen Sinn hat.
Die Denkweise
"Ich behaupte das, und nun beweise mir mal das Gegenteil" führt eben leider oft in geistige Abwege.
Ja, klar wäre es cool, wenn die Babylonier ein Geheimwissen gehabt hätten. Oder Erich von Dänikens Zeugs stimmen würde. Aber es spricht eben sehr viel dagegen, und nur sehr wenig dafür - und man darf sich doch da nicht nur die wenigen dünnen Hinweise rauspicken und alles reale, was dagegen spricht, ignorieren.
Solange sowas auf einem persönlichen Level, Feelgood oder künstlerisch bleibt, bin ich voll dabei. Da kann ich auch den "Erdenton" und die anderen Planetentöne als cooles Projekt mit Ehrfurcht vor dem Weltraum anhören.
Wenn Du aber immer wieder anfängst, das Gegenteil von Sachen zu behaupten, die vollkommen klar sind, bewegst Du Dich ins Abseits. Es fehlt dir anscheinend an relativ einfachen mathematisch-physikalischen Grundlagen, und bist auch nicht bereit, Dir diese anzueignen - das ist OK, kann jeder machen wie er will, aber Du solltest Dir dessen auch bewusst sein.