Individuelle, selbstgewickelte Pickup

  • Ersteller Ben zen Berg
  • Erstellt am
Ich habe ein 30V-10A Labornetzteil, das sollte dann passen.
 
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Die Hardware ist bereit, jetzt muss die Software installiert werden und das 'how to' umgesetzt werden.
 
Am Wochenende habe ich schon wieder nur bedingt Zeit, mich um das Pickup Analyzer Project zu kümmern. Und dann hat sich bei mir auch ein weiteres Projekt aufgetan:
Ich kann mich zur Zeit schlecht gegen GAS-Attacken wehren, und so hat sich so etwas wie eine Stratosphäre in meinem Gitarrenwald gebildet.

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Als letztes hat sich die Guild Surfliner deluxe dazu gesellt. Die stand schon lange auf meiner Wunschliste - ich finde sie einfach megacool. Klanglich kann sie aber eigentlich nichts, was ich nicht schon habe.
Das was sie liefert, ist das, was ich mit einem Blick auf das Pickup-Layout erwarte. Ein PAF-Style-Humbucker mit mäßigem Output, so dass die Single Coils nicht an die Wand gefahren werden. Und Strat-Style PUs, die von dem offenen Metall-Cover in den Höhen beschnittene werden. Klanglich ist das schon nett, was die Surfliner abliefert, aber die Single Coils auf der Esche-Strat werden durch die Cover weniger in den Höhen bedämpft und ein PAF-Style-HB macht mich nicht wirklich glücklich.
Was sich mir als ehemaliger Layouter aber sofort aufzwingt: Bei diesem Pickguard-Design muss ein Filtertron verbaut werden. Was ich bisher auf Youtube gesehen habe, klingt so ein Filtertron auch sehr gut auf dieser Position. Doch - wie laut ist so ein vintage Gretsch PU? Es wird ein DIY-Tonabnehmer, ich suche hier also keinen neuen Tonabnehmer, sonder nach den spezifikationen für die Feinheiten.
Und dazu muss ich erst einmal wissen wie laut so ein PU überhaupt ist. Die Spulkörper sind ja noch kleiner als bei Mini-Humbuckern, dafür ist der Balkenmagnet doppelt so dick wie bei einem herkömmlichen Humbucker.

Das meiste Material für den Filtertron-Tonabnehmer ist schon bei mir eingetrudelt.

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Bobbins, Magnet, Inlay, Cover und zwei unterschiedliche Base Plates. Die Vintage korrekte 50s Base Plates gibt es nur mit 49 mm Polschraubenabstand. Die Surfliner hat an der Position des Tonabnehmers aber einen Saitenabstand von 51 mm. Dieses Maß habe ich nur bei einer Base Plate gefunden, die aber nach den Spezifikationen neuerer Produktionsserien gefertigt werden. Mit den deutlich niedrigeren Schürzen soll der Klang der Filtertrons aber eher in Richtung PAF gehen.

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Auf die Schrauben warte ich noch - die auf dem Foto verwendeten haben nur ein M3 Gewinde. Die original verwendeten SAE 6-40 Schrauben haben ein 0.133 Zoll Gewinde und somit einen Durchmesser von 3,4 mm. Das steigert den Weicheisenanteil in den Spulen um mehr als 28%.

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Der größere Polschraubenabstand kann aber auch mit der 50s Base Plates als Basis realisiert werden.

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Die von mir georderten Filtertron-Spulen mit 51 mm Polschraubenabstand sind aber leider noch schmächtiger als die original Fifties Bobbins. Das lichte Maß für den Wickeldraht ist leider nur 3 x 6 mm, sollte aber 4,9 x 6,4 mm sein. Und das ist wohl auch das Mindestmaß, was gebraucht wird, um gegen die Single Coils anstinken zu können. Zum Vergleich hab' ich mal eine Humbucker- und eine Single-Coil-Spule daneben gelegt.
Die auf der Surfliner verbauten Single Coils haben beide 6,24 kΩ Gleichstromwiderstand. Da müssten dann um die 6.300 Windungen auf der Spule sein. Dem zu Folge müssten weit über 3.000 Windungen auf jede Filtertron-Spule gewickelt werden. Scatterwound passt das niemals in einem 3 x 6 mm kleinen Querschnitt.
 
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