Modeler, sind das wirklich Alleskönner?

@Dark
Falls ich nochmal in diese Richtung gehen sollte, könnte das in der Tat auch eine Alternative sein.
 
Hier im Fractal gab es auch eine Diskussion darüber:
Wenn man sich jetzt "bekannte" Größen wie Steve Vai, John Petrucci oder Metallica anschaut, dann haben die immer wieder ein "originales"Pedal vor dem Fractal sitzen (Die spielen alle Fractal FXIII und gehen dann in den Power Amp ihrer Röhrenamps).
Bei Steve Vai schaut das dann so aus :
1742892739854.png
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Zur Info: Dem TE geht es um Effekte und nicht darum wie ein Amp abgebildet bzw. nachgebildet wird.

Das ist richtig und in diesem Rahmen habe ich auch hier im Thread reagiert.

Aber um sich vernünftig austauschen bzw. unterhalten zu können ist es wichtig, das man zu den zahlreichen Dingen die es auf der Welt gibt die gleichen Wörter/Namen verwendet.

Nach meinem Dafürhalten ist es wichtig, zwischen Profiler und Modeller zu unterscheiden. Und diese Freiheit muss da sein, hier abzugrenzen. Denn wir reden über Modeller, nicht über Profiler.

Es wäre vermutlich sinnvoller die Aussagen von Herrn Kemper zum Design seines Geräts zu lesen.
Er hat das vor Jahren relativ ausführlich beschrieben... ohne Marketing-Geschwurbel. :D

Muss man die lesen? ...obwohl der Kemper von zahlreichen kompetenten Menschen seit seinem erscheinen ausgiebig beschrieben worden ist?! Und in diesem Zusammenhang erinnere ich nicht, das da das Wort "Modeller" gefallen ist, der Kemper wurde immer als "Profiler" bezeichnet.

Darüber hinaus hat das zuerst erschienene Küchenradio ein so grottenhässliches Designe, das sich mein Interesse schnell von diesem Gerät abwendete. Auch bei den Folgegeräten hat mit dem Designe - besonders die Farbwahl - die Firma Kemper so richtig tief ins Klo gegriffen. Wenn das jemand leiden mag, ist das selbstverständlich akzeptiert - ich habe da eine andere Empfindung.

Dennoch hat der Kemper auch seine Berechtigung: Wenn man eine Scheune voller Amps und Boxen hat -> die alle Profilen man hat seine "Scheune to go" mit dabei. Wobei ich da mittlerweile zu einer anderen Firma greifen würde, die auch Profiling anbietet. Denn die Fa. Kemper schießt sich für mich nicht nur wegen des Designes, sondern auch wegen ihrer Update-Politik ins aus.

Mal einen aktuellen Modeller von Fractal Audio probiert?
Bei denen werden Drives genau so aufwendig und genau nachgebildet wie die Amps.

Kann ich bestätigen!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Viel heisse Luft hier inzwischen... dabei kochen alle nur mit Wasser...

Dabei geht es doch um die einfache Frage, ob Effekte aus Modelern inzwischen so gut sind, dass sie sogar sehr gute Einzelpedale ersetzten könnten. Am Beispiel des FM3 habe ich das bereits oben bejaht.
Wenn man sich jetzt "bekannte" Größen wie Steve Vai, John Petrucci oder Metallica anschaut, dann haben die immer wieder ein "originales"Pedal vor dem Fractal sitzen
Ich habe auch noch ein paar Pedale die ich liebgewonnen habe oder sich ein Verkauf nicht rechnet, vor dem Amp oder Modeler. Das ist so weil ich die bereits habe und nicht wie die meisten anderen Einzelpedale verkauft habe. Hätte ich diese Pedale jedoch nicht, könnte ich die Sounds auch mit dem FM3 alleine erreichen und würde sie mir auch nicht kaufen.

Ich verwende diese Einzelpedale auch vor dem Amp aber auch hier muss ich sagen, dass wenn ich sie nicht bereits hätte diese auch mit dem FM3 ersetzten könnte.

Früher hatte ich dagegen bei Modeling eher den Eindruck, dass es mir nicht ganz das Spielgefühl vermittelt wie richtige Amps, allerdings eher aufgrund des Amp-Modeling was ja hier in diesem Thread nicht relevant ist. Somit ist Modeling in jeder Hinsicht eine Alternative zu analogen Lösungen geworden, zumindest wenn es am Ende aus einem Gitarrenlautsprecher tönt.

Jetzt kann man sich darauf konzentrieren, was einem vom Bedienungscharakter her mehr liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Wenn man sich jetzt "bekannte" Größen wie Steve Vai, John Petrucci oder Metallica anschaut, dann haben die immer wieder ein "originales"Pedal vor dem Fractal sitzen
Ich habe auch noch ein paar Pedale die ich leibgewonnen habe, vor dem Amp oder Modeler.

...also bei Headrush soll es möglich sein, sich seine Lieblingspedale ins System zu profilen (ich meine Bernd KIltz hat da mal was in einem Video gemacht -> YT). Ansonsten ist es schier unmöglich alles das, was auf dem Markt ist in einem Modeller abzubilden. Daher verwundert es auch nicht, das da so einige immer ihre Extra-Pedale mit dabei haben.

Ich hatte z.B. den FreqOut Feedback-Creator von Digitech vor meinem FM9... ...bis zu dem Zeitpunkt, wo ich auch diesen Effekt Pedalgesteuert (!) in meinem FM9 abbilden konnte.

Man muss bei den Modellern auch immer das Argument sehen: Weniger ist mehr! ...oder minimaler Aufwand, maximaler Erfolg ;) ...also jetzt z.B. für die Rückenkranken unter uns - zu den ich auch gehöre - ist es immer besser so wenig wie möglich mit sich rumzuschleppen. Ich versuche alles - wenn ich es gerne haben möchte - im FM9 abzubilden. Es ist gewaltig was Fractal da einem bietet. Fairerweise muss ich aber auch sagen, das der Umgang mit einem hochwertigen Modeller sehr von der Erfahrung abhängig ist. Es kostet Zeit, mit dem Grundsätzlichen zurecht zu kommen*** und dann nochmal Zeit, eine ungewöhnliche Idee umzusetzen (z.B. einen Feedback-Creator). Bei mir war es die Gesundheit die mich "gezwungen" hat, andere Wege zu gehen. Und btw: Den Feedback-Creator brauche ich im "normalen" Betrieb nicht, da bekomme ich meine Gitarren auch so ins Feedback - aber es gibt auch Situationen, da greift man gerne auf solche Helferlein zurück.

*** ...Berufsmusiker arbeiten sich in der Regel recht schnell ein und haben schon nach wenigen Wochen erstklassige Presets am Start - da zwingt sie das Leben zum schnellen Lernen , während die, die noch anderes um die Ohren haben da schon länger brauchen. Da kann es zwischen einem halben Jahr bis zu 2 Jahren dauern, bis man zufrieden mit dem ist, was man da macht. Es sind Geräte mit einer sehr komplexen Technik -> aber diese Mühe macht man sich einmal UND (!) was man bei einem Gerät lernt, ist auch von unschätzbarem Vorteil bei einem anderen Gerät: Es geht dann immer relativ schnell ;)
 
einen bestimmten Modeler recherchieren, ob der deine Vorbilder an Bord hat.
Ergänzung hierzu: und selbst wenn nicht, dann hat möglicherweise ein Tüftler den Sound des gewünschten Effekts nachgebaut.
Konkretes Beispiel: bis heute hat der Helix keinen Boss BD-2 (Blues Driver) an Bord. Allerdings findet man im Internet mehrere, teils sogar kostenlose Presets, welche den Sound mehr oder weniger gut imitieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
..... welche den Sound mehr oder weniger gut imitieren.
Das gilt leider auch für die Effekt-Models, von denen es ein dezidiertes Vorbild gibt und letztlich verhalten sich auch die Amp-Modellerierungen zwar sehr ähnlich, aber auch nicht 100% identisch, wie die Vorbilder.
Während das bei den Verstärkern für mich nicht so das Problem ist, weil der Sound, den ich hinbekomme, trotzdem sehr gut und brauchbar ist bzw. es auch kaum einen fairen Vergleich gibt, weil realer Amp im Raum und die modellierte Kette mit Mikrophonierung unterschiedlich klingen müssen, ist das bei den Pedalen IMO jedoch etwas anders. Wenn ich ein Overdrive zum "Soundshaping" nutze, um z.B. Zerre oder Frequenzen zu pushen, dann ist das IMO von Cab-Simulation und Mikrophonierung weniger abhängig. Wenn ich da statt eines "echten" TS, das Model aus dem Helix genommen habe, war das für mich zu sehr anders und vorallem eben nicht so, wie ich es haben wollte. Mit dem realen Pedal hingegen bekam ich das erwartete Ergebnis dann hin. (... bei den Fuzz Modellen im Helix gab es nicht eins, das ich brauchbar fand...
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Hier im Fractal gab es auch eine Diskussion darüber:
Wenn man sich jetzt "bekannte" Größen wie Steve Vai, John Petrucci oder Metallica anschaut, dann haben die immer wieder ein "originales"Pedal vor dem Fractal sitzen (Die spielen alle Fractal FXIII und gehen dann in den Power Amp ihrer Röhrenamps).t das dann so aus

Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass der jeweilige Musiker diesen Sound partout nicht mit dem Modeller abbilden könnte.

Es geht schon los bei Endorsement-Vereinbarungen, die den Musiker wirtschaftlich motivieren oder verpflichten das Pedal Live zu nutzen.

Es kann aber auch schlicht praktischer sein, Live direkten Zugriff auf die Regler eines vertrauten Pedals zu haben, als dafür jedes mal an den Modeller zu müssen.

Und in jedes Preset noch die ein bzw. zwei Gainstufen sinnvoll schaltbar hineinzuprogrammieren ist am Ende auch mehr Aufwand, als einfach das Pedal davor zu packen. Ich sehe es eher so, dass die meisten "Profis" viel undogmatischer an die Sache herangehen als viele Hobbyisten.

Erlaubt ist was gefällt und funktioniert. Digital und Analog schließen sich nicht aus und man macht einfach das, was einen schnell zum gewünschten Sound bringt.

Warum stundenlang am Modeller Sounds tüfteln und Belegungen ändern, wenn man mit 3 Minuten Arbeit das Pedal davor klemmt und bei jedem Sound sofort zwei schaltbare Gain-Stages mit dem bekannten und gewünschten Sound hat?

Grundsatzdiskussionen führen am Ende nicht zum Ergebnis. Es gibt zig Modeller mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Stärken und Schwächen. Wenn man so ein Gerät haben möchte, sollte man eben testen was für die eigenen Bedürfnisse am Besten passt. Und dann ggf. noch Effekte die der Modeller nicht oder nicht in der gewünschten Ausprägung liefern kann, extern ergänzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Meiner Meinung nach ist es auch der falsche Ansatz, ob jetzt irgend ein Modell eines Amps/Effektes so klingt wie das Original. Es ist doch viel wichtiger, mit dem jeweiligen Gerät den Sound zu erzeugen, den man haben will. Dabei ist es doch ganz gleich, wie das jeweilige Modell in diesem Gerät dann genannt wird.

Noch etwas .... Modell oder Profile ist nur Marketing ... beim Modell wird bereits beim Hersteller das Abbild erstellt und in das Gerät integriert. Beim Profiler kann jeder Nutzer ein Abbild erstellen und dann in das Gerät integrieren. Das ist dann auch ein Modell, wird aber marketingtechnisch Profile genannt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Warum stundenlang am Modeller Sounds tüfteln und Belegungen ändern,

Ganz ehrlich, das ist doch ein Quatschargument. Wenn man weiß, was man will und wie man das erreicht braucht man bei einem Modeller doch nicht deutlich mehr Zeit, seine Kette einzustellen als beim rein analogen Setup. Und wenn man nicht weiß, was man tut dauerts mit beiden Varianten entsprechend lange. Immerhin muss man Verkabeln, Klett auf die Unterseite machen, Knöpfchen drehen bis der Sound gefällt und umstecken, weil der Chorus doch vor den Kompressor (Beispiel beliebig) muss.

Klar KANN man im Modeller noch alles verformen, verdrehen und ziemlich wilde Effektketten bauen, aber man sollte nicht so tun, als ob das in analog nicht genau so lang dauern würde.
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 4 Benutzer
Ganz ehrlich, das ist doch ein Quatschargument. Wenn man weiß, was man will und wie man das erreicht braucht man bei einem Modeller doch nicht deutlich mehr Zeit, seine Kette einzustellen als beim rein analogen Setup.

Du hast meinen Punkt vollkommen missverstanden. Es geht nicht um den Vergleich Modeller gegen analoges Setup. Beides kann man sehr schnell einstellen oder ewig tüfteln.

Es geht darum, dass man für das Einprogrammieren eines zweistufigen Gain Pedals (wie bei Steve Vai als Beispiel gennant) zunächst zwei passende Gain-Stufen am Modeller finden müsste die man dann ggf. noch im Sound etwas zum gewünschten Ergebnis hin editieren muss.

Diese zwei Gain-Stages muss man dann sinnvoll einzeln schaltbar programmieren, was je nach Modeller leicht, kompliziert oder auch garnicht geht. Jedenfalls wird man sich neue Schalterbelegungen merken müssen, was alleine schon ein Problem sein kann.

Sich bei bspw. für 10 Patches zu merken wo jetzt die neuen Gainstages schaltbar sind ist viel schwerer als einfach auf das vertraute Swirl-Overdrive-Pedal zu treten.

Wenn man ein bereits vorhandenes (und hier sogar für einen selbst designtes) Pedal hat, kann es daherzielführender sein, dass einfach vor den Modeller zu packen. Dann hat man sofort in jedem Preset die beiden schaltbaren Gainstages mit dem bekannten Verhalten der Regler.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Noch etwas .... Modell oder Profile ist nur Marketing ... beim Modell wird bereits beim Hersteller das Abbild erstellt und in das Gerät integriert. Beim Profiler kann jeder Nutzer ein Abbild erstellen und dann in das Gerät integrieren. Das ist dann auch ein Modell, wird aber marketingtechnisch Profile genannt.

Da Modelling und Profiling durchaus im Detail unterschiedliche Ansätze verfolgt und insbesondere auch andere Herangehensweisen bei der Nutzung bedingt, sehe ich die Unterscheidung nicht als bloßes Marketing sondern als relevante Information darüber, was ich von dem Gerät erwarten darf.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ganz ehrlich, das ist doch ein Quatschargument...

Nicht unbedingt. Ich habe schon gemodelt, bevor es das Wort gab und vor ca. 30 Jahren einem Yamaha FX500 (kennt den noch jemand? shice Effekt, tolle Möglichkeiten der Steuerung über MIDI) einen Solo-Sound abgerungen. Wenn ich bei meinem MIDI-Board das Controller-Pedal durchgetreten habe, sind die folgenden Dinge gleichzeitig passiert: der Pegel wurde angehoben, die tiefen Mitten leicht geboostet und die Höhen dezent abgesenkt, damit der Solosound der Strat nicht so scharf kam. Die richtigen Frequenzen und Verhältnisse für Boost und Cut zu finden, hat mich mehrere Wochen gekostet mit diversen Tests im Bandkontext und weiteren Optimierungsrunden. Und ich wusste schon recht genau, was ich wollte und im Prinzip auch, wie ich es erreiche, aber die Abstimmung im Kontext hat Ewigkeiten gedauert.

Zur Ausgangsfrage, sind Modeller Alleskönner - im Prinzip ja, es kommt halt auf die Qualität des Captures oder der Simulation an. Ein Bekannter, ehemaliger Mitmusiker, hatte das erste Fractal Audio FM2 in Europa, und das war schon erhebend, was das Ding damals vor über zehn Jahren bereits konnte. Das riesige Effektboard verschwand, und der zugehörige Controller nahm nur ca. 40% der Fläche ein. Dann gab es immer wieder Updates, welche neue Sounds gebracht und bestehende verbessert haben. Der Spielt das Ding heute noch, die Band klingt fantastisch,.

Als Tontechniker bei gut gebuchten Bands erlebe ich den Wechsel von Amps zu Modelling ebenfalls mit, und wer Modeller spielt, hat normalerweise einen besseren BANDsound und PA-Sound, ganz einfach weil die Bühne leiser ist und ich den Sound im Saal besser kontrollieren kann. Ob die Dinger da im 1:1-Vergleich zu Amps und Pedalen besser abschneiden, ist mir offen gesagt egal, denn das Gesamtergebnis verbessert sich, die Arbeit wird leichter. Auch muss der Musiker mit Modeller und IEM viel weniger schleppen, die Auf- und Abbauzeiten verkürzen sich deutlich, der Transport ist einfacher - der ganze Gig wird besser.

Und dann gibt es da noch von Fender die Serie, die gar nicht vielseitig sein will, sondern nur genau EINEN Amp kopiert, den aber nahezu in Vollendung. Finde ich ein tolles Konzept (bestimmt nicht für jedermann, aber für manche halt genau das richtige), und wenn ich eine Band mit fenderigen Gitarrensounds hätte, würde ich mir die Anschaffung ganz genau überlegen, zumal die Dinger nur halb viel wiegen wie das röhrenbestückte Original.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Bereits mit einem Boss GT-3, also sehr, sehr viele Monde her, klangen viele der integrierten digitalen Effekte schon sehr gefällig. Da habe ich auch auch schon erstklassige Live-Geschichten gesehen und gehört. Hatte seinerzeit auch selbst schon so ein Ding. Oder mein mein sehr altes Eleven Rack, das war auch schon ganz klasse, was viele gängige Effekte betrifft. Vom Kemper und dem neueren Zeug gar nicht zu reden.

Als Spieler hat man sicher oft ganz persönliche Wünsche und Vorstellungen. Wir hören ja auch manchmal das Gras wachsen, bzw. die Saiten rosten...oer so. ;-)

Für die Zuhörer dürfte es wohl keine Rollen spielen, woher Reverb, Delay, Chorus, etc. kommen.
Ich selbst bin da auch völlig schmerzfrei und benutze alles was mir in den Kram passt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Und dann gibt es da noch von Fender die Serie, die gar nicht vielseitig sein will, sondern nur genau EINEN Amp kopiert, den aber nahezu in Vollendung. Finde ich ein tolles Konzept (bestimmt nicht für jedermann, aber für manche halt genau das richtige), und wenn ich eine Band mit fenderigen Gitarrensounds hätte, würde ich mir die Anschaffung ganz genau überlegen, zumal die Dinger nur halb viel wiegen wie das röhrenbestückte Original.

...oder was da von der Fa. Universal Audio kommt. Jetzt mal als Beispiel den Marshall Plexi, der mit dem Lion Kleinst-Modeller nahezu perfekt abgebildet wird. Dazu hier ein gutes Video - guten Kopfhörer aufsetzen.

Das ist eine - wie ich finde - sehr schöne Entwicklung bei den Modellern: Die Reduktion auf das Wesentliche -> dadurch werden die Geräte noch kleiner und leichter. Auch die anderen UA Pedale können sich hören lassen.

Btw: Die Marshall Plexi bei Fractal Audio (3. Generation) spielen in der gleichen Liga -> sogar die berühmten "Ghost-Notes" der alten Plexis werden perfekt abgebildet - können aber hier im Gegensatz zum alten Original raus geregelt werden.

Ich begrüße die Entwicklung, die Universal Audio mit ihren kleinen "Bodentretern" betreibt. Eine Kritik habe ich dennoch: Für diese Preise, die für diese Geräte ausgerufen werden, kann man zum Beispiel eine MIDI-Anbindung erwarten.

Allerdings, um bei der Thread-Überschrift "Modeller! Sind das wirklich Alleskönner?" zu bleiben: In diesen Fällen der Reduktion natürlich nicht mehr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo Zusammen,

Meine Erfahrung mit einem Line 6 Pod Go und E-Gitarren:

Ein Preset in Kombination mit Laney IRT SLS (4 Kabel Methode) und Kammler Mini Kai => passt. Dabei werden nach Bedarf ein TS 808 oder ein Fultone OCD-Model aus dem Pod Go vor dem Amp, bzw. Hall, Delay, Chorus etc. im Einschleifweg genutzt,
Bei Benutzung ohne Amp direkt in eine PA, funktioniert ebenfalls einwandfrei. Da habe ich je 1 Preset für Clean und Crunch/Lead. Effekte je nach Bedarf.

Ich habe zwar auch ein paar Pedale von Boss und Fultone, nutze die aber kaum noch.

Ein weitere Anwendungsbereich ist die Kombi vom Pod Go mit meinen A-Gitarren und PA.
Den Klang über GEQ und/oder PEQ einmal fix eingestellt, je nach Räumlichkeiten evtl. eine kleine Anpassung über PA. Kompressor, Hall, Delay etc. nach Bedarf vom Pod.
2 Presets gespeichert, 1 x Martin und 1 x Taylor.

Das Teil ist für meine Bedürfnisse als Hobbymusiker mit ca. 5 bis 10 Auftritten/Jahr vollkommen ausreichend und kann somit alles was ich brauche. Dabei nutze ich bestimmt nur 5-10% der Möglichkeiten die das Gerät bietet.

Viele Grüße

Gaddy
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das Teil ist für meine Bedürfnisse als Hobbymusiker mit ca. 5 bis 10 Auftritten/Jahr vollkommen ausreichend und kann somit alles was ich brauche.

Denkst Du, Du würdest zwingend mehr benötigen, wenn aus den 10 Auftritten im Jahr 80 Auftritte im Jahr würden die auch noch gut bezahlt würden (was dich per Definition zum (Semi)Profimusiker machen würde)?

Hättest Du Sorge, die Sounds deines jetzigen Setups zahlendem Publikum anzubieten? Glaubst Du, dass der POD 80 Gigs im Jahr rein von der Haltbarkeit nicht packen würde?

Das reine Brauchen kann man als Gitarrist in aller Regel mit sehr wenig sehr adäquat abdecken.

Die Wahrheit ist doch vielmehr, dass wir eben auch Spieltrieb haben und temporär mangelnde musikalische Inspiration gerne mal mit neuem Spielzeug überbrücken bzw. im besten Fall uns daraus sogar Inspiration holen. Und das heutzutage im Verhältnis zum Einkommen auch guter Musik-Kram doch recht günstig ist.

Ich versuche nicht mehr, mir Equipment Käufe mit einem wirklichen "Brauchen" schönzureden. Es geht ums Wollen, ums Ausprobieren und Spaß. Und solange man halbwegs vernünftig einkauft kann man irgendwann auch ohne relevanten Verlust (bzw. hier mal Verlust, da mal ein kleiner Gewinn) weiterverkaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7 Benutzer
Hallo @wary,

Danke für Deine Anmerkungen.

Der Pod Go mit seinen Möglichkeiten und vom Klang her schafft das sicherlich (im Gegensatz zu mir ;)). Ich hätte und habe ja auch keine Probleme den Klang einem zahlendem Publikum anzubieten (entweder Hutsammlung in Kneipen etc. oder Festgage bei Geburtstagen oder sonstigen Feiern).
Mir ging es in meinem Beitrag hauptsächlich darum, die verschiedenen Möglichkeiten vom Pod aus meiner Erfahrung in der Praxis zu zeigen.
Rein von der Praktikabilität könnte ich eher auf den Laney mit der Kammler Box verzichten. Das ist aber mein „Nice to have“ und wird auch recht häufig genutzt.

Grüße

Gaddy
 
Es kann aber auch schlicht praktischer sein, Live direkten Zugriff auf die Regler eines vertrauten Pedals zu haben, als dafür jedes mal an den Modeller zu müssen.
Ein Profi sollte im Optimalfall keinen Bedarf haben, live nachzuregeln

Und in jedes Preset noch die ein bzw. zwei Gainstufen sinnvoll schaltbar hineinzuprogrammieren ist am Ende auch mehr Aufwand, als einfach das Pedal davor zu packen. Ich sehe es eher so, dass die meisten "Profis" viel undogmatischer an die Sache herangehen als viele Hobbyisten.
Deshalb nutzt man immer häufiger und gerne digitale Lösungen, da mit dieser Funktion stets derselbe Sound im optimalen Verhältnis abgerufen werden kann.

Warum stundenlang am Modeller Sounds tüfteln und Belegungen ändern, wenn man mit 3 Minuten Arbeit das Pedal davor klemmt und bei jedem Sound sofort zwei schaltbare Gain-Stages mit dem bekannten und gewünschten Sound hat?
Siehe oben

Aber ob jemand gerne Modeling, Profiler, Rack, Topteil, nur Monitor, 4x12, Pedale usw. spielt, ist – wie du schon sagst – Geschmackssache - Und schön das es heute so eine breite Produktpalette gibt
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Noch etwas .... Modell oder Profile ist nur Marketing ... beim Modell wird bereits beim Hersteller das Abbild erstellt und in das Gerät integriert. Beim Profiler kann jeder Nutzer ein Abbild erstellen und dann in das Gerät integrieren. Das ist dann auch ein Modell, wird aber marketingtechnisch Profile genannt.
Nein, das sind 2 völlig unterschiedliche Konzepte - Die haben nicht annähernd etwas gemeinsam

Habe Mooer, Helix, Bias, EZMix3, und andere & Kemper - Mooer, Helix, Bias usw. gerne vergleichbar, aber Kemper ist was völlig anderes ...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben