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Aynsley
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Inklusion ist nur ein Hilfsbegriff und bedeutet Abwesenheit von Aussonderung. Bezogen auf Deine „Präsenz in der Regelschule“ (was soll da überhaupt der Begriff „Regel“?) bedeutet Inklusion, dass die eine Schule für alle Kinder offen sein muss. Ohne Wenn und Aber. Die physische Präsenz muss ermöglicht werden! Damit beginnt es.Inklusion bedeutet für mich nicht zwangsweise die physische Präsenz in einer Regelschule bzw. gar im selben Unterrichtsraum. Diese Lesart von Inklusion wäre für mich viel zu kurz gesteckt, zu oberflächlich, zu einfältig... Sowas ist im gegenwärtigen Schulsystem auch nicht zu leisten und schon gar nicht einer ohnehin schon am Limit seienden Lehrkraft noch zu allem anderen oben drauf zu laden.
Ein Sonderpädagogikstudium hat seine Berechtigung. Niemand sollte sich anmaßen,
Damit ist (häufiger Irrtum) nicht unbedingt jederzeit derselbe Unterrichtsraum gemeint, das würde manchmal den Lehrer oder auch Schüler (ja!) überfordern (was heutzutage leider passiert). Eine Schule für alle hat natürlich weiterhin Klassen, d.h. unterschiedliche Lerngruppen, die aber z.B. für bestimmte Themen eher temporär und vielfältig zusammengestellt werden. Die momentan vorherrschende Klassenbildung nur nach Alter ist ja merkwürdig starr. Das hat doch jeder als Schüler schon selbst erlebt.
Inklusion (Abwesenheit von Ausgrenzung) bedeutet also vor allem eine völlig andere Organisation von Schule. Das ist kein Zauberwerk.
Ein „Sonder“pädagogik-Studium (heißt das überhaupt noch so?) ist eine vertiefte Ausbildung in Pädagogik, Psychologie und therapeutischen (begleitenden) Techniken. Und vermittelt ein vertieftes Wissen über mögliches SoSein von Menschen, das im Hinblick auf gleichberechtigte Teilhabe möglicherweise (wenn von dem Menschen gewünscht) auszugleichen ist.
Dies Wissen, diese Ausbildung, sollten eigentlich heutzutage alle Lehrer bekommen.