Dumble Steel String Singer #005 (Baubericht)

  • Ersteller captaincoconut
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Ja, und wenn er dann nach Fertigstellung @captaincoconut so garnicht optisch und klanglich zusagt nehme ich ihm das Ding gegen entsprechende, aber günstige, Entsorgungskosten ab 😂
Er sollte lieber die Hausratversicherung erhöhen, Fenster, Türen, Alarm checken und Wachpersonal anheuern. Wirklich nobles Werk!
 
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So Freunde, weiter geht's...

Mittlerweile habe ich die Sockel der Endstufenröhren und einen Großteil der Spannungsversorgung verdrahtet. Die große Platine trägt die Gleichrichtung, die Filterkondensatoren, einen Teil der Spannungsteilerkette, welche die Teilspannungen für die verschiedenen Verstärkerstufen bereitstellt, die Siebung und einen Teil der Bias-Spannungsversorgung:

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Die senkrecht montierte Platine auf der rechten Seite stellt die Spannungsversorgung für die drei Relais (fußschaltbarer FET-Boost, Tonestack-Lift, Reverb) dar. Es ist eine einfache, altertümliche Delon-Schaltung, welche die 5V-Wicklung des Netztrafos gleichrichtet und den Wert der Spannung verdoppelt. Anschließend wird diese gleichgerichtete Spannung von einem einfachen 7805-Linearregler auf saubere 5V-Volt heruntergeregelt. Der Linearregler ist hinter der Hauptplatine direkt an das Gehäuse geschraubt, so wie es Dumble auch in diversen Originalen gemacht hat. Die Widerstände dienen als Vorwiderstände der LEDs im Fußschalter.

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Von diesem Regler und der kleineren Platine aus führt ein Kabelbaum mit insgesamt 6 Leitungen (3 Leitungen für die 3 Relais, 3 Leitungen für 3 LEDs im Fußschalter) an das andere Ende des Gehäuses, wo sich dann die Relais und die 6-polige XLR-Buchse für den Fußschalter befinden. Letzteren muss ich noch installieren. Der Fußschalter schaltet dann die Leitungen einfach nach Masse.

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Ebenfalls habe ich über den Potentiometern bereits einen laaaaangen Draht als Masseverbindung gezogen und den Ausgangsübertrager teilweise verdrahtet (es fehlt eigentlich nur noch die Leitung für die Gegenkopplung):

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Und am Ende habe ich noch die Betriebszustandsanzeige angeschlossen :)

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Als Nächstes: den Rest der Spannungsversorgung verdrahten (am anderen Ende des Gehäuses befindet sich noch ein Becherelko, der einen Teil der Spannungsteilerkette darstellt), Schutzleiter anschließen und dann mach ich denke ich bei dem kleinen Hilfsboard für das Bias-Poti und dann den Phase Inverter weiter...
 
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Sehr saubere Arbeit (sagt ein Gelegenheitslöter) :great:
 
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Dankö! Mir fällt gerade beim Betrachten der Bilder auf, dass ich auf die Platine für die Relais-Spannungsversorgung "FET Power Supply" draufgeschrieben habe. Das ist natürlich nicht korrekt, müsste eigentlich "Relay Power Supply" heißen, denn die Spannungsversorgung für den FET-Boost sitzt an ner anderen Stelle, upsi :redface:
 
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In Anbetracht des Rechtschreibfehlers am Original ist das sicherlich verzeihbar.
Saubere Arbeit, ein Augenschmaus! Das schlägt sich sicher auf den Sound nieder. :great:

LG, Anderl
 
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Wie viele Kabelbinder braucht man wohl, um die Kabel sicher zu befestigen? - CaptainCoconut: „Ja“ 😄

Aber im Ernst, das sieht ja aus wie gemalt, toll. 👍🏼 Fast zu schade um es ins Gehäuse zu bauen…
 
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Und vor allem zu schade, um es zur Steigerung der Authenzität mit unendlichen Mengen "Goop" zu versehen ;-)
 
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Tone is in the goop!
 
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@captaincoconut Zu #42 ... der 5V-Spannungsregler ... befestigte Mr.Dumble seine Spannungsregler auch ohne Isoliermaterial am Gehäuse? Ansonsten ... super Doku und super Arbeit. Danke fürs zeigen.
 
@boisdelac kann ich dir so gerade nicht sagen - davon ab: das Chassis dient als Massepotential für den Spannungsregler. Der mittlere Pin des Spannungsreglers ist intern mit der Rückseite des TO220-Gehäuses verbunden. Warum sollte ich dann die Rückseite des Gehäuses noch zusätzlich (bspw. durch eine Glimmerscheibe) gegen dieses Potential isolieren, wenn sie doch durch den mittleren Pin eh mit dem Chassis verbunden wird?
 
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Die Masseverbindung zur Rückseite des TO war mein Gedankengang ... ich kenn die Schaltung des Dumbles nicht ... Es hätte ja sein können, dass der TO auf einem höheren Potential hängt und nur einen Offset regelt .... aber wenn Masse gleich Nullpunkt ist, dann ist das egal...
 
Ich habe gerade mal ein ruhiges Stündchen genutzt, um die äußere Folie der Folienkondensatoren zu bestimmen, die noch auf den Platinen verbaut werden müssen. Zwar haben Folienkondensatoren im Gegensatz zu etwa Elektrolytkondensatoren signaltechnisch keine Einbaurichtung - dennoch kann es Sinn machen, sich mit Hinblick auf die äußere Folie Gedanken über diese zu machen, denn die äußere Folie kann als Schirm genutzt werden und damit zur Unterdrückung von eingekoppelten Nebengeräuschen beitragen. Wer mehr dazu lesen möchte, kann sich diesen Artikel einmal zu Gemüte führen.

Leider machen sich die Hersteller nicht mehr die Mühe, die Position der äußeren Folie zu markieren. Auf alten Kondensatoren war diese häufig noch durch einen Strich o.ä. grafisch markiert. Mit einem Oszilloskop lässt sich dies jedoch sehr einfach bestimmen: der Tastkopf wird an die beiden Beine des Kondensators angeschlossen. Auf der Y-Achse wird eine möglichst kleine Einteilung eingestellt (ich benutze in der Regel 10mV). Nun halte ich den Kondensator an die Isolierung eines unter Spannung stehenden Kaltgerätekabels. Auf dem Oszilloskop wird dadurch ein 50Hz-Signal mit einer gewissen Amplitude sichtbar. Die Höhe dieser Amplitude merke ich mir.

Anschließend vertausche ich die Anschlüsse des Kondensators am Tastkopf und wiederhole den Vorgang. Es wird nun erneut ein Signal sichtbar, dessen Amplitude - abhängig von der Position der äußeren Folie des Kondensators - höher oder niedriger als die im ersten Schritt gemessene Amplitude ist. Die Variante mit der niedrigeren Amplitude ist die Gewünschte, denn hier kommt die Funktion der äußeren Folie als zusätzlicher Schirm zum Tragen! Hier ist die äußere Folie dann mit dem Masseanschluss des Tastkopf verbunden. Diese Seite markiere ich auf dem Kondensator mit etwas schwarzer Farbe und baue diese Seite dann später zum Punkt der niedrigsten Impedanz hin ein (wenn der Kondensator also beispielsweise mit einer Seite nach Masse verbunden werden muss, dann zeigt die markierte Seite eben nach Masse hin).

PS: man darf das ganze nur als die letzten Meter auf dem Weg zu einem nebengeräuscharmen Verstärker verstehen. Die Grundlagen dafür müssen natürlich in der übrigen Konstruktion gelegt werden - sonst nützt auch das hier nichts :)

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Schön, dass dieses Thema auch hier mal erwähnt wird! (y):)

Vielleicht nur noch, um Fragen zu vermeiden:

...der Tastkopf wird an die beiden Beine des Kondensators angeschlossen...

So ein TK hat seinen heißen Tastanschluss/Tastspitze und einen zweiten Anschluss, der an Masse liegt und der somit über PE des Oszis geerdet ist. Also ein Beinchen des Ko's liegt an der Tastspitze und das andere ist am geerdeten, zweiten Anschluss des TK angeklemmt.

Auf der Y-Achse wird eine möglichst kleine Einteilung eingestellt...

Der Y-Eingang wird auf hohe Empfindlichkeit / Verstärkung eingestellt. Das sieht man, wenn nur allein die Tastspitze des angeschlossenen TK "schon einfach so" jede Störverseuchung auf dem Bildschirm sichtbar macht... Muss man sich je nach Oszi und Störverseuchung einen Kompromiss suchen, so dass beide ertasteten Ergebnisse gut vom Störnebel unterscheidbar sind.
 
So ein TK hat seinen heißen Tastanschluss/Tastspitze und einen zweiten Anschluss, der an Masse liegt und der somit über PE des Oszis geerdet ist. Also ein Beinchen des Ko's liegt an der Tastspitze und das andere ist am geerdeten, zweiten Anschluss des TK angeklemmt.
Wenn ich demnächst schreibe, dass ich mit dem Multimeter eine Spannung gemessen habe, muss ich dann erwähnen, dass ich einen Anschluss an Masse und den anderen Anschluss an den Testpunkt gehalten habe - und nicht etwa beide Anschlüsse an den selben Punkt? So ein bisschen gesunden Menschenverstand setze ich beim Schreiben eigentlich schon voraus. Ist ja nicht die Sendung mit der Maus hier ;)
 
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So ein bisschen gesunden Menschenverstand setze ich beim Schreiben eigentlich schon voraus. ...

Mir musst das eher nicht hochnäsig unter die Nase wirkend reiben, mein Freund. Ich denke da eher an viele unserer Mitleser. Da kenne ich leider zur Genüge Fragen, die normalerweise nicht sein dürften.
 
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Lötkolben sind keine Schwerter. Seid lieb zu'nanner und macht den Thread nicht kaputt.
:prost:
 
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