Klavierspielen lernen mit Bach und Co.

  • Ersteller Pianoteq
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Pedal benutzen bei sowas wie dem fis-a, wenn man kleine Hände hat, das sagt Christian Fuchs auch. 😉 Ich bin sehr pedalfaul, muss ich zugeben. Bei Bach brauche ich das nicht. Aber bei solchen Sachen sollte ich es wohl einsetzen. Ich habe vorhin mal mit Autumn Leaves herumgespielt, aber allein - ohne dass ich das nachspiele, was Christian Fuchs vorspielt - ist das schon noch sehr ... sagen wir mal rudimentär. 😂 Aber es hat Spaß gemacht. Es ist ein ganz anderes Gefühl. Ich habe die Melodie gespielt und dann die Akkorde links dazu gesucht. Was nicht immer so ganz gelungen ist. Obwohl der Song ja nun sehr einfach gehalten ist. Aber da fehlt mir eben noch die Erfahrung und die Routine. Nach Gehör spielen kann ich nur sehr stockend, indem ich immer den nächsten Ton suche. Aber das mache ich auf jeden Fall weiter. Und ich werde sehr gern Deinen Rat beherzigen, erstmal nur die linke Hand, die Akkorde, zu spielen und dazu zu singen. Das sollte ja wirklich einfach sein. Mal sehen, wie weit ich damit komme. Kleine Schritte machen auch Spaß. 😊
 
erstmal nur die linke Hand, die Akkorde, zu spielen und dazu zu singen.
Genauso ist es möglich, links den Basston, rechts einen Akkord zu spielen und die Melodie zu singen.
Das sollte ja wirklich einfach sein.
Genau das ist der Sinn - sich immer alles soweit vereinfachen, dass man es einigermaßen hinkriegt. Beim Sport sagt man, mach es so, dass 7 von 10 Versuchen klappen.
Wenn es mehr Fehlversuche sind, dann langsamer oder einfacher.
 
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Das ist wirklich eine gute Regel. 👍 Allerdings fürchte ich, dass ich nur bei sehr, sehr einfachen Stücken 7 fehlerfreie Versuche hinkriege. Bei der Invention noch auf keinen Fall. Da muss ich ein ganz einfaches Stück aus dem ersten Jahr nehmen, dann schaffe ich das vielleicht. Vielleicht. Meistens ist es so, dass ich es zweimal oder dreimal spielen kann, aber beim vierten, fünften, sechsten Mal kommen dann immer mehr Fehler hinzu. Das spielt beim freien Spielen mit Akkorden ja aber keine Rolle. Im Grunde genommen kann man jeden Fehler als eigene Improvisation verkaufen, solange er noch gut klingt. 😃

Links den Basston, rechts den Akkord und dazu singen klappt jedenfalls schon gut. Jetzt müsste ich nur noch die Melodie mit der rechten Hand zum Akkord dazuspielen können. Wenn ich links den Akkord liegenlassen kann und nicht weiterspielen muss, geht das auch schon. Nur wenn ich links ein Pattern habe, das weiterlaufen soll, komme ich mit der rechten Hand mit der Melodie raus. Obwohl ich genau dasselbe ja mit der Invention habe, und da geht es nun langsam miteinander ganz gut.
 
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Allerdings fürchte ich, dass ich nur bei sehr, sehr einfachen Stücken 7 fehlerfreie Versuche hinkriege.
Da hast du mich falsch verstanden. Es geht nicht um das ganze Stück, sondern um die Elemente, die du übst.

Beim Üben geht es darum, das Problem in so kleine Stückchen zu zerteilen, dass man diese "Stückchen" gezielt üben kann.
Also da, wo es hakt, sich nur ein Takt, oder zwei Töne raussuchen und die üben.
Und diese Elemente sollen so sein, dass Du sie ca 70% .. 80% oder mehr richtig spielst. Und Du musst das so langsam spielen, dass das passt.

Warum?

Weil es ja darum geht, etwas zu automatisieren. Wenn ich immer von Anfang anfange und in die Problemstelle hineinspiele und dann dort rausfliege, übe ich quasi genau das.
Ich muss die zu übende Sache richtig ausführen - aber eben erstmal sehr langsam, kontrolliert usw. , damit sie sich richtig im Gehirn verankert und automatisiert.
 
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Ach so. Okay. Dann habe ich das glaube ich jetzt verstanden. :) Das schaffe ich schon, ein paar Takte 7 Mal fehlerfrei. Oder nur ein paar Töne. Und mit der Zeit auch immer mehr am Stück. Bei der Invention habe ich jetzt noch so zwei, drei Stellen, wo ich immer rauskomme, obwohl ich die schon separat geübt habe, aber ansonsten geht das schon ganz gut. Diese speziellen Stellen habe ich wesentlich mehr geübt als den Rest, aber anscheinend immer noch nicht genug.
 
....möchte auch einfach mal so nach Akkorden spielen können, wenn mir danach ist. Warum geht das nicht?
Kannst Du denn über die Durtonleiter Drei- und Vierklänge durch Terzschichtung bilden, idealerweise in verschiedenen Tonarten?
Das wäre zum Spielen von Pop, Rock und tonalen Jazz Aufgabe Nummer 1.

Akkorde.jpg


Nun sind Akkorde in Grundstellung nicht der Weisheit letzter Schluss, sobald sie sich die Klinke in die Hand geben.
Akkorde 2.jpg

Bei Akkordfolgen klingen sich ändernde Akkordlagen und ggf. Akkorderweiterungen (Tensions) geschmeidiger.

Akkorde 3.jpg

Nicht immer stehen alle Erweiterungen im Akkordsymbol und nicht immer wird ein erweiterter Akkord mit dem gleichen Symbol notiert.
Dominantseptakkorde mit alterierten Erweiterungen (b9, #9, b13) sind ein größeres Thema, das sich besser nach etwas Übung und Erfahrung mit Mollkadenzen verstehen lässt.
Philipp Moehrke, Jazz Piano Voicing Concepts
PianoGroove, About Reading Lead Sheets

Das nachfolgend verlinkte Video zeigt die einfachste Form der Begleitung von Jazz-Standards anhand von legendären Stücken.
Die nach dem Bebop-Pianisten benannten Bud Powell Chord Voicings sind leicht zu beherrschen. Sie enthalten in ihrer einfachsten Ausführung in der linken Hand nur den Grundton plus entweder die Terz oder die Septime eines Akkords, Übungen dazu werden im Video mehrfach gezeigt.

Stjin Wauters, Jazz Piano Practice Session - Shell Voicings

chord shells.jpg


Gruß Claus
 
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Kannst Du denn über die Durtonleiter Drei- und Vierklänge durch Terzschichtung bilden, idealerweise in verschiedenen Tonarten?
Theoretisch kann ich das schon, es fällt mir nur noch schwer, das in die Praxis umzusetzen. Heute habe ich aber in Fis-Dur (was die Tonart ist, mit der ich mich diese Woche beschäftigt habe, Nächste Woche ist es Cis-Dur) mal eine kleine Übung gespielt, die auf einer Übung beruht, die mir meine Klavierlehrerin mal in C-Dur gegeben hatte. Nennt sich "Harfenübung". Da habe ich dann versucht, statt mit C-Dur mit Fis-Dur anzufangen und davon ausgehend die anderen Stufen in den Umkehrungen zu spielen, die ursprünglich in der Übung für C-Dur angegeben waren.

Ein Teil hat schon ganz gut funktioniert, aber dann bin ich fast verzweifelt, weil ich nicht in der Lage war, bestimmte Umkehrungen korrekt zu transponieren und als Arpeggios zu spielen. Dabei ist es wirklich einfach, denn es sind ja die verschiedenen Stufen der Tonleiter, nur ursprünglich in C-Dur, jetzt in Fis-Dur. Was mir gezeigt hat, dass ich selbst einfache Sachen zwar theoretisch begreifen, praktisch aber nur schwer umsetzen kann.

Morgen früh mache ich das noch mal, dann bin ich frischer, und dann geht es wahrscheinlich auch. Heute hatte ich viel geübt, sowohl Tonleitern, Akkorde, Arpeggios fis-moll und Fis-Dur als auch die Invention. Als ich dann ganz am Ende abends mit dieser Harfenübung angefangen habe, konnte ich mich nicht mehr richtig konzentrieren. Trotzdem, so einfach wie das ist, hätte ich das meiner Ansicht nach können müssen, aber man muss eben Bescheidenheit lernen. Dafür sind solche Sachen gut. Denn ich hätte nie gedacht, dass ich das nicht einfach so übertragen kann.

Danke für das Bild mit den Akkorden, die Links und das Video. Die Akkordfolgen kann ich morgen ja dann auch gleich mal ausprobieren. Je mehr, desto besser. Irgendwie muss das doch was werden. Heute habe ich wirklich gedacht, ich spinne, als ich das nicht übertragen konnte, obwohl ich ganz genau wusste, welche Stufe es war und welche Umkehrung. Aber ich hoffe mal, das war nur die Müdigkeit. Morgen habe ich sowieso Klavierstunde. Aber da gibt es keine Akkorde, da gibt es nur die Invention. :)
 
Diese speziellen Stellen habe ich wesentlich mehr geübt als den Rest, aber anscheinend immer noch nicht genug.
Die Frage ist meistens eher "wie" als "mehr".

Trotzdem, so einfach wie das ist, hätte ich das meiner Ansicht nach können müssen
Das ist völlig normal.

Auch, dass etwas nicht mehr geht, obwohl man es am Vortag geübt hat.

Unser Gehirn funktioniert nun mal nicht wie ein Computer, sondern baut Nervenverbindungen auf, was viel komplexer ist, aber eben nicht immer nachvollziehbar, warum etwas klappt und warum nicht ;)

Entspann Dich und bleib dran. Es ist wichtig, Dinge in gewissen zeitlichen Abständen zu wiederholen, damit sie sich festigen. Ich glaube, die Idealabstände waren so etwa 30 min, 3 h, 24 h ... stand glaube ich in "Denken Lernen Vergessen" von F. Vester. Egal eigentlich - Du bleibst einfach entspannt, auch wenn etwas nicht oder nicht mehr klappt, lernst und wiederholst kleine Einheiten und bleibst geduldig.

Ein sehr guter spruch ist: "Man überschätzt, was man kurzfristig lernen kann - und man unterschätzt, was man langfristig lernen kann."
 
Das ist sicher ein wahrer Spruch. Jetzt musste ich doch mal die Harfenübung genauer anschauen und das systematisch angehen, auch wenn es noch so einfach ist.
Harfenübung in Fis.PNG


Vielleicht wird es mir jetzt so klarer. Zum besser Einprägen sollte ich mir noch die Intervalle merken. In der Grundstellung 2 Terzen übereinander, in der 1. Umkehrung unten 1 Terz und 1 Quarte darüber, in der 2. Umkehrung unten 1 Quarte und oben eine Terz. Mit den Begriffen Sextakkord und Quart-Sextakkord, die meine Klavierlehrerin immer benutzt, komme ich irgendwie nicht so gut klar, weil das immer vom Grundton aus gesehen wird.
 
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Zum besser Einprägen sollte ich mir noch die Intervalle merken.
Ein weiser Spruch. Wenn auch ohne Sinn.

Mit den Begriffen Sextakkord und Quart-Sextakkord, die meine Klavierlehrerin immer benutzt, komme ich irgendwie nicht so gut klar
Kann aber nicht schaden, weil das die gängigen Begriffe sind. So schwer ist das doch nicht zu merken ;)

Wenn Du zB mal Generalbass siehst, steht da "6" oder "6 4" (übereinander).
Der "Sextakkord" müsste eigentlich "Terz-Sextakkord" heißen, die 3 wird im Generalbass aber gerne als selbstverständlich weggelassen, deshalb der Begriff "Sextakkord".


Deine Tabelle soll eine Übung sein, um die Umkehrungen zu lernen? oder was ist der Sinn dahinter?
 
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Ein weiser Spruch. Wenn auch ohne Sinn.
Finde ich jetzt gar nicht. Meine Klavierlehrerin denkt immer in Intervallen. Bei einer Melodie sagt sie beispielsweise so etwas wie „jetzt eine Sexte hoch, eine Sekunde runter“ usw. Ich habe bisher aber nie so gedacht. Ich sehe ein C und spiele ein C, sehe ein A und spiele ein A, denke aber nicht „Ach, das ist ja eine Sexte nach oben“, und wenn ich danach dann ein G spiele, denke ich auch nicht „Aha, das ist jetzt eine Sekunde runter“. Wenn man das aber macht, kann man die Melodie in jeder Tonart spielen, ohne über die Töne nachdenken zu müssen. Was mir jetzt erst langsam verständlich wird. Man kann auch einfach sagen, 1, 2, 3 Halbtöne usw. hoch oder runter, 1, 2, 3 Ganztöne usw. hoch oder runter. Also wenn ich dieselbe Melodie in Fis-Dur spielen wollte, dann spiele ich ein Fis, danach eine Sexte hoch, aha, ein Dis, und dann eine Sekunde runter, also ein Cis. Dieselbe Tonfolge statt in C-Dur in Fis-Dur.

Für meine Harfenübung heißt das, ich spiele erst den Grundakkord, zwei Terzen übereinander, dann den IV-Akkord in der 1. Umkehrung, also die Quarte unten und die Terz (oder die Sexte vom Grundton aus gesehen) darüber, also Quartsextakkord, dann wieder die I als Grundstellung und dann die I in der 1. Umkehrung, also zuerst die Terz ausgehend von der Terz des Grundtons und eine Quarte darüber der 3. Ton, sprich Terzsextakkord oder Sextakkord.

Die Sexte ist es ja aber immer, und das hat mich bisher immer verwirrt. Was nützt mir die Sexte, wenn die sowohl bei der 1. wie bei der 2. Umkehrung der oberste Ton ist? Aber dazwischen ändert sich etwas, nämlich die Reihenfolge Quarte-Terz bzw. Terz-Quarte. Also sollte man sich das merken. Die Sexte ergibt sich dann daraus, denn eine Terz und eine Quarte, egal in welcher Reihenfolge, ergibt immer eine Sexte.

In Worten klingt das so furchtbar kompliziert, aber am Klavier ist es das ja eigentlich gar nicht. Oder in Notenschrift. Langsam komme ich dahinter und habe das jetzt auch gleich für die Übertragung der Übung von C-Dur auf Fis-Dur umgesetzt. Aber das hat jetzt gedauert … 🙄 Das nächste Mal wird es aber bestimmt besser gehen, weil ich das jetzt glaube ich so halbwegs begriffen habe. Bisher erschien mir das wie ein Buch mit 7 Siegeln.

In Noten oder in Intervallen auf dem Klavier, die man direkt vor sich sieht, ist es einfacher, aber gestern hatte ich da auch total ein Brett vor dem Kopf. Ich mache es immer zu kompliziert. Dabei ist es ziemlich einfach.

Die Übung in C-Dur:
Harfe in C.PNG


Und dasselbe in Fis-Dur:
Harfe in Fis.PNG


Eine sehr schöne Übung für Anfänger, finde ich. Ich spiele sie immer wieder gern, und jetzt möchte ich das durch alle Tonarten tun. Die Originalübung stammt von Louis Köhler (1820-1886).
 
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Ich habe gesehen, dass einige andere hier so eine Art Übetagebuch angelegt haben, und ich dachte, ich könnte diesen Thread auch dazu benutzen. Vorhin hatte ich Klavierstunde, und meine Klavierlehrerin war sehr beeindruckt von meiner Harfenübung in Fis-Dur. Deshalb habe ich es zwar nicht gemacht, aber es hat mich doch gefreut. :) Sie bestätigte auch, wie ich es fast schon vermutet hatte, dass sie den Sextakkord ebenfalls als eine Terz und eine Quarte zählt und den Quartsextakkord als eine Quarte und eine Terz. Sie denkt immer in Intervallen, das war mir ja schon aufgefallen.

Nun geht es weiter in die 6. Übewoche mit der Invention, und was sie vor allem will, ist, dass ich die Invention jetzt "schönmache". Also die ersten beiden Zeilen so schön spiele, wie ich sie spielen kann, als Phrasen mit auf- und abschwellender Lautstärke, so wie man das auch singen würde. Und dass alle Töne gleichmäßiger werden. Zur Zeit habe ich immer noch die Tendenz, meinen Daumen der rechten Hand herunterfallen zu lassen, wenn das Thema wieder von unten losgeht. Das ist dann eine falsche Betonung und zerstört den gesanglichen Klang der Phrase.

Das ist wirklich nicht leicht, finde ich, denn die Kontrolle der Finger ist ziemlich schwierig, weil sie alle so unterschiedlich sind. Der schwere Daumen, der leichte kleine Finger ... Das Problem hat natürlich jeder, aber meine Klavierlehrerin legt besonderen Wert auf einen schönen Klang, und da bin ich noch nicht so ganz. Manchmal geht es über einen Takt oder auch zwei Takte, aber meistens kommt dann wieder ein Herunterfallen o.ä., das den schönen Eindruck zerstört. Daran muss ich noch arbeiten.

Und weiter an den Tonleitern. Diese Woche war Fis-Dur dran, nächste Woche wollte ich eigentlich Cis-Dur machen, aber wie ich jetzt gesehen habe, steht in der russischen Klavierschule (anders als in meinem Tonleiternbuch) als nächste Tonleiter Des-Dur. Was zwar theoretisch dasselbe ist, aber eben keine Kreuze, sondern Bes. Und dann geht es rückwärts mit immer einem Be weniger, bis man bei F-Dur ist. Mein Tonleiternbuch ist auch in der Hinsicht anders, dass es erst durch alle Dur-Tonleitern geht und dann durch alle Molltonleitern. Die russische Klavierschule macht das immer parallel. C-Dur und a-moll, dann G-Dur und e-moll usw. Da überlege ich noch, ob ich das übernehme, weil es ja nicht hundertprozentig identisch ist. Die Molltonleiter hat immer ein Vorzeichen anders als die Dur-Tonleiter. Ich finde, das verwirrt. Und dann zu harmonisch Moll auch noch melodisch Moll, was noch mehr verwirrt. Da ist Dur schon einfacher. :) Natürlich kommt Moll auf jeden Fall dazu, aber ich denke, das mache ich tatsächlich erst nach den Dur-Tonleitern.

Da ich mit der Invention jetzt nicht mehr so viel zu tun habe wie in den vergangenen Wochen, habe ich mir überlegt, parallel auch noch durch Jens Rupps Klavierschule zu gehen und die eins nach dem anderen durchzuarbeiten. Denn dort geht es ja im zweiten Band, den ich mir zugelegt habe, dann auch mehr um Akkorde und Blues und Jazz. Das macht meine Klavierlehrerin nicht. Auf jeden Fall habe ich in nächster Zeit genug zu tun. Da ich seit Anfang August meine Übezeit immer aufgeschrieben habe, bin ich jetzt auch mehr im Bilde, wie viel ich tatsächlich geübt habe. Das hat sich von Woche zu Woche gesteigert und letzte Woche waren das ingesamt über 12 Stunden. Einen Tag, den Freitag, habe ich ausgelassen, also im Durchschnitt über 2 Stunden pro Tag. Ich glaube nicht, dass ich das auf Dauer durchhalten kann, aber ich werde sehen. 1 Stunde am Tag war ja eigentlich mein Ziel. Durch die viele Arbeit mit der Invention ist es jetzt aber mehr geworden.
 
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G#h d kannst du einbauen, wenn du

Hallelujah von Cohen in C / Am spielst

Das erste Mal bei "composing" auf der Silbe "pos"
 
Was nützt mir die Sexte, wenn die sowohl bei der 1. wie bei der 2. Umkehrung der oberste Ton ist?
Die Bezeichnung Sextakkord statt erste Umkehrung usw. entstammt einer Zeit, als sich Klavierschüler noch mit Generalbass auskannten, da waren sie entsprechend hilfreich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Generalbass#Typische_Dreiklänge

Die parallele Molltonart gleich nach der entsprechenden Durtonleiter zu üben macht einfach Sinn, besonders äolisch und harmonisch Moll.
Die Reihenfolge der Tonarten in der RKS II entspricht ansonsten der musiktheoretisch üblichen Darstellung im Quintenzirkel.
Aber es ist sicher am besten in der Reihenfolge, die im Unterricht behandelt wird, mit etwas Routine werden die Finger flexibler und die Tonleitern verlieren ihre Schrecken, "Exotische" Skalen wie Modi und Bebop-Skalen bedeutetn dann auch nur, dass man sie eine Zeit ins Warmup aufnimmt, aber der Aufwand ist nur noch mechanisch, nicht mehr mental.
Gerade nachgeschaut, in einem früheren AMRSM Grade 8 Heft wurden die Tonleitern gleichnamig abgefragt, also C-dur, c-moll usw.
Durtonleitern im Warmup spiele ich immer aufsteigend chromatisch, vielleicht sollte ich die Abfolge 'mal variieren, z.B.
Ganztonabstand: c, d, e, fis/ges, as, b - cis/des, es, f, g, a, h oder
Terzabstände klein: c, es, fis/ges, a - cis/des, e, g, b - d, f, as, h oder
Terzabstände groß: c, e, as - cis/des, f, a - d, fis/ges, b - es, g, h usw...

Gruß Claus
 
Also unten ein Fis und dann eine Oktave dazwischen und darüber das A dazugreifen, das kann ich nicht.
Falls es dich tröstet, Yuja Wang könnte das auch nicht.
Im vergrößerten Screenshot sieht man ihre Handspanne ganz gut, weisse Tasten gegriffen tippe ich auf eine Oktave.
Aber was soll's - so, wie sie spielt, klappt mir immer wieder der Kiefer runter.

Yuja Zoom.jpg


Im Konzert spielte sie quasi als Geburtstagsständchen zum 150. Rachmaninoff, Rhapsodie über ein Thema von Paganini. Der Screenshot stammt aus der zweiten Zugabe "Tea for Two", auch das hat einen Bezug zu Rachmaninoff. Der schüttelte Tahiti-Trot op. 16 als Orchestervariation über Tea for Two aus dem Ärmel, um die Wette zu gewinnen, innerhalb einer Stunde ein Stück für Orchester arrangieren zu können.

Hier noch das Video zum Bild, bitte anschnallen:


View: https://www.youtube.com/watch?v=0pP16O3R-20

Gruß Claus
 
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Falls es dich tröstet, Yuja Wang könnte das auch nicht.
Tolles Beispiel.
Also nicht jammern über das, was man nicht kann - sondern das tun was man tun kann.

Aber ist einfacher gesagt als getan ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Eine sehr schöne Übung für Anfänger, finde ich.
Hm ... so richtig gut finde ich die nicht. Also nicht falsch oder schlecht, aber für Anfänger zu lang, für Fortgeschrittene zu unflexibel.
Aber vielleicht krittele ich auch immer zu viel rum. Wenn's Dir Spaß macht, dann spiel sie durch alle Tonarten. Das ist auf jeden Fall gute Kopfgymnastik.

Wenn Du Lust hast, variiere doch mal die Töne ein bisschen. Mal von oben nach unten, mal rechts-links tauschen, mal links Bass und rechts 2x das Dreiklangsmotiv, oder mal die Umkehrungen von oben nach unten durchdeklinieren ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sollte Jens Rupp nicht unterschätzen, habe ich gerade gemerkt. Die so harmlos aussehenden Stücke in der „Zweiten Klavierschule“ haben es ganz schön in sich. Ähnlich wie in der „Russischen Klavierschule“ (die habe ich allerdings nicht) sind die Stücke im Schwierigkeitsgrad aufsteigend angeordnet, und da hat es jetzt nach den ersten beiden Stücken einen ganz schönen Sprung gemacht. Die Stücke 3-6, an denen ich mich versucht habe, muss ich noch ein bisschen üben. Kein Vergleich zur Bach-Invention natürlich, das ist ein ganz anderes Level, aber doch schon recht anspruchsvoll, auch was die Technik betrifft. Eins davon hat mich an die „Arabeske“ von Burgmüller erinnert.


View: https://youtu.be/1oMm_n38OxQ?si=NfCznzHtMW1bl6Mt

Nicht ganz so flott, wie es hier in dem Video gespielt wird, aber das Rupp-Stück ist ähnlich. Die Arabeske habe ich schon einmal gespielt, allerdings wirklich wesentlich langsamer. Ich habe das bei YouTube eben mal auf halbe Geschwindigkeit gestellt, das ist ungefähr das Tempo, in dem ich sie gespielt habe. Sie gefällt mir sehr gut. Vielleicht sollte ich sie wieder einmal anschauen. Ich finde, das ist ein Stück, das gute Laune macht. :)
 
Was nützt mir die Sexte, wenn die sowohl bei der 1. wie bei der 2. Umkehrung der oberste Ton ist?
Die Bezeichnung Sextakkord statt erste Umkehrung usw. entstammt einer Zeit, als sich Klavierschüler noch mit Generalbass auskannten, da waren sie entsprechend hilfreich.
In gewisser Weise ist es schon hilfreich, wenn man weiß, dass der Außenabstand eine Sexte ist, aber was wichtig ist, ist doch der Abstand zwischendrin, denn der unterscheidet den Akkord zum Schluss ja so, dass er völlig anders klingt. Ähnlich wie die Dur- und die Mollterz. Der Außenabstand ist gleich, eine Quinte, aber ob man C-E-G spielt oder C-Es-G, das ist doch ein großer Unterschied im Klang.

Die parallele Molltonart gleich nach der entsprechenden Durtonleiter zu üben macht einfach Sinn, besonders äolisch und harmonisch Moll.
Äolisch gibt es anscheinend im klassischen Klavierunterricht gar nicht. Wenn meine Klavierlehrerin sagt, ich soll a-moll spielen, ist immer harmonisch Moll gemeint. Und dann kommt noch melodisch Moll hinzu. Deshalb ist das ein bisschen verwirrend, finde ich. Denn die Vorzeichen stimmen nie mit der Dur-Tonleiter überein. Melodisch Moll klingt dann zwar ziemlich wie Dur, aber es ist von den Vorzeichen her eine ganz andere Tonart. Und dann geht es runter auch noch in natürlich Moll. Bei harmonisch Moll geht es runter ja wenigstens auch harmonisch. Ich finde, das Moll-Universum ist etwas ganz anderes als das Dur-Universum.

Letzte Woche gab mir meine Klavierlehrerin beispielsweise die Aufgabe, fis-moll zu üben, die Paralleltonart zu A-Dur. Aber was für ein Unterschied! A-Dur ist doch eine sehr nette Tonart. fis-moll habe ich jetzt "die Selbstmordtonart" benannt. :) Einfach grauenhaft. Wenn man jemand eine Stunde in einen Raum sperrt und ihn mit fis-moll beschallt, ihn rauslässt und ihm eine Pistole gibt, erschießt der sich. :biggrinB: Das ist jetzt natürlich übertrieben ausgedrückt, aber mit A-Dur hat fis-moll wirklich nichts gemeinsam als nur die Vorzeichen (und noch nicht mal die, wie gesagt, da fis-moll harmonisch ja vier und fis-moll melodisch (aufwärts) sogar fünf Kreuze hat, nicht nur drei wie A-Dur).

Ich gehe jetzt erst einmal durch den Quintenzirkel in Dur durch und danach durch den Quintenzirkel in Moll, das erscheint mir für mich persönlich am sinnvollsten. Aber das ist sicherlich für jeden anders, nur für mich erscheint es jetzt so, und deshalb werde ich das so machen.

Gerade nachgeschaut, in einem früheren AMRSM Grade 8 Heft wurden die Tonleitern gleichnamig abgefragt, also C-dur, c-moll usw.
Das habe ich auch schon gesehen, dass das im englischsprachigen Raum manchmal so geordnet wird. Also ist die Anordnung in gewisser Weise beliebig, je nachdem, welcher "Schule" man angehört oder wo bzw. von wem man lernt. Den Quintenzirkel finde ich allerdings logischer. Aber auch das ist sicherlich wieder Ansichtssache.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Falls es dich tröstet, Yuja Wang könnte das auch nicht.
Im vergrößerten Screenshot sieht man ihre Handspanne ganz gut, weisse Tasten gegriffen tippe ich auf eine Oktave.
Ja, es ist alles eine Frage der Technik. Wenn man schon in Windeln angefangen hat zu spielen, hat man das drauf. Als Kind kann man ja auch nicht so weit greifen, und was diese kleinen asiatischen Kinder da manchmal so runterrasseln ... Man muss dann eben sehr schnell springen und die Töne sehr schnell nacheinander anschlagen, das Pedal benutzen usw. Aber ich werde wohl kaum je Rachmaninoff spielen, und somit werde ich das Problem kaum haben. Yuja Wang ist allerdings immer wieder beeindruckend. Dieses "Tea for Two" klingt dazu noch lustig und macht richtig gute Laune. Das so zu spielen liegt allerdings auf einem ganz anderen Level. Vielleicht in zehn Jahren? Aber wahrscheinlich noch nicht mal dann.
 
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Hm ... so richtig gut finde ich die nicht. Also nicht falsch oder schlecht, aber für Anfänger zu lang, für Fortgeschrittene zu unflexibel.
Für Fortgeschrittene ist das eher gar nichts, würde ich sagen. Aber Louis Köhler hat ja eine Menge Übungen und auch Stücke geschrieben und ich habe schon einige seiner Übungen gespielt. Seine "Praktische Klavierschule" (https://www.stretta-music.de/koehler-praktische-klavierschule-op-300-1-nr-359759.html) wird nicht zu Unrecht gern unterrichtet, glaube ich. Natürlich für die meisten heute nicht mehr zeitgemäß, aber ich bin ein bisschen altmodisch, und mir gefällt das durchaus. Aber so etwas ist immer Geschmackssache, darüber kann man nicht streiten. Seine Etüden wie beispielsweise die Harfen-Etüde sind so etwas Ähnliches wie die bekannten Sachen von Czerny oder so. Da kann man dann auswählen, welche man lieber spielt. Das Resultat wird wohl immer dasselbe sein, nämlich dass man besser spielen kann.

Wenn Du Lust hast, variiere doch mal die Töne ein bisschen. Mal von oben nach unten, mal rechts-links tauschen, mal links Bass und rechts 2x das Dreiklangsmotiv, oder mal die Umkehrungen von oben nach unten durchdeklinieren ...
Ja, das hätte was. Wenn ich mal groß bin, mache ich das. :)
 

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