Am Rande nochmal eine wichtige Info für alle, die den Kronos live einsetzen - ich hatte mehrfach im Korgforum danach gefragt, aber bis jetzt keine Antwort bekommen: Der Kronos verträgt keine Phantomspeisung an den Ausgängen. Mir wurde jetzt von zwei verschiedenen Leuten, die beide die Schaltpläne haben (wollen), bestätigt, dass die Ausgangs-OPs ohne Koppelkondensatoren direkt (nur über ca. 100 Ohm) an die symmetrischen Ausgangsbuchsen gehen.
Im Normalfall stellt das keine so große Einschränkung dar, weil an Line-Eingängen am Pult in der Regel keine PP anliegt, und man für Mikro-Eingänge eh sinnvollerweise eine DI benutzt. Es gibt aber auch andere Fälle, und Vorsicht ist in jedem Fall an der Stagebox geboten - wenn da mal einer zwischendurch falsch patcht, ist Gefahr im Verzug. Ärgerlich, dass Korg an der Stelle wieder gespart hat - aber gut zu wissen. Ein offizielles Statement habe ich von Korg dazu allerdings noch nicht.
Andererseits sollte bei ordnungsgemäßer Ausführung des Mischpults so wahnsinnig viel auch wieder nicht passieren können, weil durch die Einkoppelwiderstände der Strom auf ca. 7mA beschränkt ist, und die Spannung bis auf etwas unter ein Volt schon an dem Koppelwiderstand abfällt - das eine Volt, was dann am Ausgang des Kronos noch anliegt, sollte eigentlich nicht viel tun - außer vielleicht ein bisschen Pegelreserve klauen, weil man auf einer Seite der Halbwelle früher an der Railspannung des OpAmps ist...