PA-Stammtisch

Gerade ist bei mir was aufgetreten das hatte ich so auch noch nicht.

Nächste Woche wird eine kleine 2.1 Anlage für ca. 80 Leute gebraucht. Angesagt ist Tanzmusik.
Mein db Sub 15d steht schon lannge unbenutzt dumm in der Ecke rum. Würde aber da passen.
Als Tops 712er von RCF. Auf Standgas dann halt mit dem kleinen Sub.

Denke heute habe ich Zeit und stecke mal alles zusammen (Mischpult ==> SUB ==> Tops) und schau mal ob der Sub irgendwelche Stand / Lagerschäden hat.
Spoiler: War gut das ich das getan habe.

Gesagt getan und in Betrieb genommen.
Lautstärke links und rechts gleichmäßig auch Sub Spielt.
Aber: Nur ca. Doppelte Zimmerlautstärke in 2 m Entfernung bei 0db ausgang am Mixer.
Einstellungen am Sub / Top kontrolliert, alles ok...

WTF?????

Dann ist mir eingefallen das der Sub mal eine Dusche über das Aktivmodul bekommen hat.
Am Stecker gewackelt und, aha, da tud sich was.

Buchse und Stecker am Sub mit Spray behandelt, 10x gesteckt und.... Lautstärke passt wieder!

Das Sub und beide Tops gleichmäßig zu leise sind bei Kontaktproblemen hatte ich so noch nie. Wenn dann immer nur ein Kanal oder sehr ungleichmäßige Lautstärke Links und rechts.
 
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Schon seit gut einem dreiviertel Jahr bin ich am Thema "Erneuerung der Außenbeschallung im örtlichen Fußballstadion" dran. Bei den verbauten ELX115 haben die Tieftöner das Zeitliche gesegnet. Wohl wegen Feuchtigkeit und/oder Überlastung. Aufgrund der doch beachtlichen Beschallungstiefe habe ich zumindest vor die Temperaturen komplett eisig wurden schon mal zwei Achat 208H angebracht. Jetzt fehlt noch die neu hinzugekommene Tribünenbeschallung mit 3x Achat 206, damit endlich mal nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer was mitbekommen. :D

Ursprünglich war mein Gedanke, das Ganze über ein XR12 zu fahren, das zwecks Haptik irgendwie mit einem Denon DN-312X kreuz und quer verhäkelt wird. Aber irgendwie taugte mir das alles nicht und bietet den "jungen Wilden" einfach immer noch zu viel Potential der (mutwilligen) Fehlbedienung. Schon ganz am Anfang hatte ich die Idee, über vier Drehpotis einfach die DCA-Gruppen zu steuern. Quasi im Kanal selbst Grundeinstellung einer "maximal gesunden Lautstärke vor Feedback" und dann mit den DCAs eben von minus unendlich bis 0dB. In professionell mache ich sowas mit BSS Soundweb & Co., preislich für die Nummer aber völlig unter ferner liefen, deswegen Kompromisslösung mit X-Air und MIDI. Schöner Gedanke, aber würde es auch funktionieren? Es macht Arbeit, das wollte ich vermeiden :tongue:, deswegen hab ich es lang vor mir hergeschoben.

Irgendwann fand ich letztens per Zufall bei Thomann "Doepfer Pocket Electronics". Das weckte meine Neugier wieder, weil ja quasi fast schon fix und fertig. Und kostet eigentlich kein Geld. Aber andererseits...die Potis muss ich so oder so noch löten und ob ich das dann noch ebend an nen Arduino.......ist doch auch schon egal und spart fast 70€........

Anyway. Dieses Wochenende hab ich mich aufgerafft und den Probeaufbau gemacht. Und was soll ich sagen? Es funktioniert hervorragend!

Zuvor hatte ich noch ein 10er-Set verschraubbare Potis 10k linear zum Spottpreis bestellt. Der Rest war in der Wühlkiste vorhanden: Arduino Nano, DIN-Stecker, 2x Widerstand 220 Ohm. Mehr braucht es nicht. 5V-Versorgung sollte hoffentlich aus der USB-A-Buchse des XR12 möglich sein. Hatte grad nur mein XR18 da mit USB-B, da konnt ich es jetzt nicht unter Realbedingungen testen und habe derweil ein Netzteil verwendet.

Bedienung absolut flüssig. Code übersichtlich. Hintergrundkommunikation über die MIDI-Library. Beim Einschalten des Arduinos, bei Änderung eines Wertes oder zyklisch ca. alle 5-10 Sekunden sende ich immer die 4 Istwerte. Läuft absolut flüssig selbst unter "Stress" (mehrere Potis wild bewegen) und hängt Null Komma Null "nach". Auch die Kennlinie, mit der Behringer die möglichen Werte von 0-127 auf den Fader gemappt hat (die ich nicht ganz nutze, ich will ja nur bis 0db) ist prima. Man denkt, man würde ein analoges Poti vor sich haben.

Vielleicht ja für den einen oder anderen interessant. Für "Hybrid-Steuerung" natürlich nur bedingt geeignet, weil die DCA-Werte logischerweise permanent von den Potis überschrieben werden, solange die MIDI-Verbindung steckt. Aber dafür ist es ja nicht gedacht. Sonst müsste man auf Endlos-Encoder gehen und den MIDI-Out auch noch auswerten, damit die Steuerung den realen Istwert aus dem Pult kennt. Wie beim BCF, X-Touch usw. halt.

Ich kann da gerne irgendwann mal mehr dazu schreiben, je nach Zeit und Muße kann das aber in zwei Wochen oder zwei Jahren passieren.
Grundsätzlich wie gesagt sicher ne interessante Nummer, grade auch z.B. für Festinstallationen wie Kirchen als "set and forget"-Lösung, wo besagte Variante mit frei programmierbaren DSP-Matrizen wie Soundweb, Biamp etc. preislich oft übers angestrebte Ziel hinausschießt und es der halblebige 40 Jahre alte Mischverstärker dann halt wohl oder übel noch irgendwie tun muss.

"Hier regelt ihr einfach nach Gusto die Lautstärke, alles andere ist und bleibt intern optimal voreingestellt!"
 

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das Ganze über ein XR12 zu fahren
Genau das wäre mein Ansatz hier für den Gemeindesaal gewesen.
Es wurde dann doch ein auf die Anwendung zugeschnittenes analoges Einfachpult eines lokalen HiFi Ladens, der die Installation gemacht hat.

Meine Ideen: die Lautstärkepotis wie bei deiner Implementation. Und ein oder 2 Tasten für Presets (die kann man ja auch per MIDI abrufen). Für die Bedienung per X-Air Edit hätte ich dann einfach diese Arduino-Lösung ausgeschaltet (oder MIDI unterbrochen). Bei Presets denke ich u.a. an Automix bei Diskussionen, an reine Sprache oder auch Sprache + Musik.

Ich hätte die Poti-Positionen am Anfang einmal übertagen und dann nur noch bei Änderung das jeweils bewegte Poti. Man ha zuerst eine größere Unempfindlichkeit, bei Bewegung folgt man eine gewisse Zeit in genauer Auflösung und geht dann - wen nes offensichtlich keine Bewegung mehr gibt wieder auf eine größere Unempfindlichkeit. Bei MIDI muss man ja nicht -wie bei DMX- laufend Daten senden. Dann könnte man remote arbeiten, aber im Notfall z.B. einen Kanal auch vor Ort runterdrehen, wenn es z.B. pfeift.

Nur mal so als Anregung.
 
Die Reviews bei Gator sind eher weniger gut. Was sind eure Erfahrungen so?

 
Der Gator Mikrokoffer sieht nach > 10 Jahren und > 500 Show aus wie neu. So ein Rack habe ich nur mal verbaut, aber keine Langzeiterfahrung. Ist hat so ein typischer Plastikbomber mit aufgesetzten Verschlüssen und exotischen Rackschrauben.
 
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Mit exakt diesem Teil hatte ich noch nie zu tun. Ich habe aber ein GBR-2U und dabei durchaus unterschiedliche Erfahrungen. Größtes Manko sind die Rackschienen und die dazu gehörigen Schrauben. Die Lochabstände passen irgendwie nicht wirklich und so kann man ein Gerät halt nur mit zwei, drei Schrauben fixieren, weil das vierte Loch partout nicht richtig gebohrt ist. Für meinen Anwendungsfall geht es so aber ein weiteres Gator Case, oder vergleichbare SKB Nachbauten, brauche ich nicht wirklich.
 
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2 Stück davon verrichten bei mir seit 10 Jahren problemlos ihren Dienst (1x für 4 Funkstrecken, 1x für meinen Instrumentenfunk samt IEM) - die genannten Probleme kann ich nicht bestätigen :gruebel:.

Die Reviews bei Gator sind eher weniger gut.
Ich habe ein kleines 2 HE SKB als Enstufenrack im Einsatz, das zwischen 20 und 25 Jahre auf dem Buckel haben dürfte - auch daran gibt's nichts auszusetzen. Du musst bedenken, dass bei diesen Rackcases aus Kunststoff das Transportmaß im Vergleich zu herkömmlichen Cases konstruktionsbedingt größer ist.
 
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Mein Kumpel hat für das UI 24 so ein Gator rackcase (kleiner Version ohne Trolley) seid 4 Jahren in Gebrauch.
Die sind schön leicht die Teile.
Von der Stabilität einem Multiplexgehäuse IMHO klar unterlegen.
Für den Transport im Auto wenn nicht so sehr gestapelt wird aber einwandfrei.
Verschlüsse funktionieren auch noch einwandfrei.

Das Teil wird immer im PKW transportiert und hat ca. 25 externe Einsätze im Jahr.
Ansonsten Proberaum.
 
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Danke euch schon mal!

Die SKB Roto Dinger sind schon deutlich robuster, richtig? Zumindest hat es den Anschein und preislich ist es auch eine Hausnummer weiter oben.

Hättet ihr sonst Empfehlungen für +-6HE mit Trolley Funktion?
 
Die Reviews bei Gator sind eher weniger gut. Was sind eure Erfahrungen so?


Ich habe das kleinere 6S, das ist hervorragend. Ausserdem zwei Taschen für Mubilfunksets (da passen jeweils ein Empfänger, ein Handheld und ein Taschensender mit Zubehör rein, und mit etwas Gefummel kriegt man wohl auch noch ein Headsetmikro unter) und mind. drei Koffer für Bässe und Gitarren - das Zeug ist nicht ganz billig, aber alles spitze. Zu ein paar von den Sachen habe ich Reviews geschrieben: https://www.musiker-board.de/search/756566/?q=Gator&c[title_only]=1&c[users]=mix4munich&o=relevance
 
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PA-Sys-One bei Thomann kaufen, warum auch nicht :biggrinB:

Wobei: ein 27k€ Digitalpult ja auch schon im Sortiment....

Will Thomann im Premium-Segment stärker Fuß fassen?
 
Thomann hat schon lange dafür eine eigene Seite:

 
Das ist mir bekannt - die übernehmen ja auch viele professionelle Installationen.
Für mich ist neu, dass Thomann nun viele Marken und Produkte im Sortiment hat, für die vorher strikt ein "Preis auf Anfrage" galt.
Gerade mit GrandMA im Bereich Licht oder TW-Audio im Bereich Ton ist mir das aufgefallen.
 
Also Yamaha haben die schon lange im Angebot. 🤷
 
Will Thomann im Premium-Segment stärker Fuß fassen?
Ich vermute mal, es ist eher anders herum und TW Audio will für einen weiteren Kundenkreis sichtbar werden.
Seeburg, KS Audio, DAS Audio, die größeren RCF-Systeme und andere vergleichbare gibt es ja schon lange im Online-Shop. Bei Sweetwater sind einzelne Meyer-Sound-Produkte gelistet.
Aber spannend, dass TW Audio jetzt auch mit Dynacord-Endstufen arbeitet, das war an mir vorbei gegangen.
 
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Naja, TW hatte von Anfang an Hoellstern. Dann wurde auf Powersoft gewechselt von wegen Armonia und mittlerweile Dynacord - ist allerdings schon mind ein Jahr so oder gar länger. Warum? Keine Ahnung. Werden die Stufen überhaupt in Straubing gefertigt? Der Hersteller und PP aus 2018 sagen ja. Immer noch?

 
Die großen Amps werden Sie schon noch in D herstellen. Alles preiswertere kommt aus China, was ja grundsätzlich mal nichts schlechtes sein muß.
 

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