Die einzige Option die ich sehe welche Spuren von anderen vermeiden könnte ist, wenn man sich selbst um das einstellen etc. des Instrument kümmert aber wer stellt seine Klampfe selbst ein?
Ich glaub' damit verhält es sich bei nicht wenigen Gitarristen so wie mit der musiktheoretischen Grundlagen. Sie denken es wäre superschwierig zu erlernen, oder im Falle der Einstellungen nur vom "Fachmann" ordendlich hinzubekommen. Dabei ist es mMn einfach und man braucht für ein
Grundsetup (Frische Saiten, Halskrümmung, Saitenhöhe und Intonation) keine sechzig Minuten. Man muss es halt nur mal selbst angehen! Insofern man keine Gewalt, dafür aber ein wenig Vorsicht anwendet, kann dabei an einer Gitarre ja auch nichts kaputt gehen. Belohnt wird man, sofern keine grundsätzlichen Mängel vorhanden sind (zb. ein in sich verdrehter Hals, defekte Elektrik), mit einer perfekt an die eigenen Bedürfnissen angepassten Gitarre.
Wenn man es aus irgendeinem Grund nicht hinbekommen sollte ist der "Fachmann" ja auch immer noch nicht aus der Welt.
Ich bin eher bei dem Thema "Fachmann für's Setup" skeptisch, siehe deine Erfahrung und die anderer Foristen (man an liest hier ja vergleichsweise viel mehr Beiträge von missglückten Expertenjobs als von durch eigenhändiges Setup verstümmelten Gitarren). Deshalb habe ich auch beim Kauf einer 2700€ Gibson auf ein vom Shop angebotenes kostenloses Setup verzichtet und bin mit ihr trotzdem noch am Tag als sie bei mir ankam mit ihr happy
geworden.
Wer die ganze Angelegenheit noch weiter spinnt und das Hobby echt nerdig angehen will dem sei angeraten sich einen Bausatz oder eine Billogitte zuzulegen an der man - bis auf die Holzarbeiten - ALLES von Grund auf erlernen kann. Alles was man dafür braucht (inklusive Testobjekt) kostet keine 200€. Dadurch merkt man dann auch, dass Arbeiten wie das Abrichten der Bünde, PU-Tausch, Einsetzen von selbst gebastelten Shims uÄ. kein Raketentechnikstudium benötigen.
Und selbst wenn man's verkackt hat man immer noch mehr Erkenntnisgewinn als durch das Durchforsten des 1000sten Tonholzfadens.
Hätte ich mir nicht einige Fertigkeiten die über ein Setup hinausgehen nicht selbst beigebracht ständen hier drei Gitarren weniger die ich jetzt als perfekt für mich empfinde und die es so in keinem Laden zu kaufen gibt.
Natürlich sind alle drei davon
Fender und ich wusste schon vor den Käufen dass Arbeit auf mich zukommt
1. Squier Jazzmaster: hier erfolgte im Werk nur eine grobe Bundabrichtung. Inzwischen ist ein Austauschhals (Bünde selbst abgerichtet), ein anderer Toggleswitch, eine bessere Brücke und ein besseres Trem drin und bessere PU
2. Fender MiM mit (imho schrottigen) H-S-S: hat inzwischen ein DG20 Set, Babicztrem, Lockingtuner
3. Fender JM Ultra: Das Highlight, denn hier schafft es Fender auf das "Flaggschiff" der Serie eine völlig unpassende Brücke zu verbauen (Compoundgriffbrett 10"-14"-> Brücke 9,5"! ...
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)
Eingebaut (und passend) ist inzwischen eine 16"-Brücke, ein besseres Trem und andere PU
Inzwischen frage ich mich manchmal ob Fender nicht teilweise vorsätzlich Schrott fabriziert um die Hersteller von Repacementparts am Leben zu erhalten
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oder ob es einfach Unfähigkeit gepaart mit Profitgeilheit ist.