Gitarren kaufen früher und heute

  • Ersteller oliveramberg
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Wenn es noch so viele Gitarrenläden geben würde... Ich trauere dem Justmusic nach und gebe zu, ich hatte noch nie eine Gitarre direkt im Laden gekauft, nur Verstärker und Effektgeräte.
Bisher waren es aber auch nur zwei gebrauchte Gitarren, und vier Neue, von denen es dann aber auch zwei nicht in nächster Nähe und nicht zu dem Preis gab und man kauft doch nicht irgendeine. Und ein Bass :)
 
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Mensch bin ich froh das ich keine Gitarre spielen kann. Sonst müsste ich da auch durch. ;)
Tendenziell bevorzuge ich lieber die Regionalen Läden. An T und Co kommt man aber nicht immer vorbei. Stichwort "Auswahl"
 
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Dank Startseiten-Feature bin ich mit deutlicher Verspätung auf diesen Thread aufmerksam geworden und finde den Startpost absolut zutreffend! (y)

Meine prägenden Jahre fanden ebenfalls noch im finsteren Mittelalter der Prä-Online-Zeit statt, sprich, Anfang und Mitte der 90er Jahre. Da war noch nicht an Versandhandel & Co zu denken! Die Gitarrenkäufe, anfangs noch vom mühsam zusammengesparten Taschengeld und Ferienjoblohn, fanden in den ortsansässigen Musikläden statt, die man beispielsweise auf dem Heimweg von der Schule mit dem Fahrrad ansteuerte, und waren jeweils in mehrere Prozessschritte eingeteilt. Diese Schritte gingen von Bummeln und Inspirationen sammeln über gezieltes Testen in mehreren Sessions bis hin zur Preisverhandlung und dem finalen Kauf (oder auch nicht). Teilweise fiel erst nach mehreren Besuchen im Laden und Ausprobieren mit selbst mitgebrachtem Gear die Kaufentscheidung - beispielsweise fühlte ich mich immer wohler, eine fremde Gitarre mit einem vertrauten Verstärker zu testen oder vice versa. Manchmal durfte ich sogar was mit nach Hause nehmen, um mich im stillen (bzw. dann sehr lauten!) Kämmerlein intensiv mit dem Wunschobjekt zu beschäftigen. Genau dies wird beim Online-Kauf ermöglicht und von daher gibt es im Vergleich zu früher weniger Einschränkungen bei der Auswahl und mehr Möglichkeiten für intensive Testkampagnen - aber das Kauferlebnis an sich und das ganze Drumherum, das häufig eine enge Bindung zum Kaufobjekt entstehen lässt, bleibt dabei komplett auf der Strecke. :oops:
 
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- aber das Kauferlebnis an sich und das ganze Drumherum, das häufig eine enge Bindung zum Kaufobjekt entstehen lässt, bleibt dabei komplett auf der Strecke. :oops:

Was ich persönlich ziemlich schade finde. Ich werde nie vergessen, wie ich mir von meinem Händler meine 12-saitige für fast umsonst holte.

Die lag lange in seinem Abstellraum weil sie keiner wollte, war voll Spinnweben, Staub und in der Straßenbahn hatte ich ständig Angst, dass da irgendwelche Kellerasseln unter den PUs rauskrabbeln. Die Leute haben mitleidig geguckt und bestimmt gedacht, "Arme Sau, holt Gitarre aus'm Müll":ROFLMAO:

Später recherchierte ich mit viel Aufwand und mit Hilfe von Gitarre&Bass, dass es von dem Teil nur eine Handvoll in Deutschland gab, jedenfalls in rot.
 
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@DirkS die spinnen die Heustoner !
Damit es nicht OT wird , früher also in den siebzigern ,drückte ich mir
regelmäßig die Nase platt am Schaufenster von Musik-Schmidt in FFm ,
der hatte doch tatsächlich Gitarren von dieser amerikanischen Marke
Tschibson wie wir damals noch sagten, aber leisten konnte ich sie mir
natürlich nicht , wurde dann eine Cimar Strat . ..... Die Gibson gab es viele
Jahre später. Zum Versandhandel : habe in den neunzigern bei Uli`s Musik
in Leverkusen angerufen und mir eine Firebird schicken lassen ,auf gleichem
Weg kam auch mein Boogie DC5 zu mir.
 
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Ich habe zwar den Musicstore um die Ecke, aber auch Ulis Music, bzw. den Nachfolger, der für einen auch mal außerhalb der üblichen Verdächtigen etwas Interessantes hat. Außerdem City Music in Bonn. Dort hat es eine echt spannende Auswahl (inseriert auch bei den Kleinanzeigen). Insofern lebe ich wohl dort, wo Honig und Wasser fließen. Außerdem wird auch ein guter Service geleistet…es gibt die Geschäfte noch, auch, wenn es weniger geworden sind.
 
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Ich hab noch nie eine Gitarre über den Onlinehandel gekauft.
Da bin ich absolut „Altmodisch“. Ist für mich Absolut Klar dass man da alle Sinne dabeihaben muss um soetwas wie ein Instrument zu kaufen.
Die erste E-Gitarre hab ich in der Schweiz damals in den 90ern, in einem Musikhaus in Thun gekauft, „war voll auf Hendrix“ :)LOL:) und dementsprechend musste es eine Strat sein, wenn auch nur eine Squier. War Stolz wie Oscar und mich auch gleich noch mit Gitarrenlektüre und Tabs eingedeckt ..OMG, ja, eín Amp ist ja auch noch Nötig und es wurde dann auch noch gleich ein Marshall „Micro Stack“ dazugekauft …Hab regelmässig die „Gitarre&Bass“ oder das Amerikanische „Guitar World“ Magazin gekauft ..
Was heute Ebay ist war Damals die „Sperrmüll“ Zeitung ..wer kann sich noch erinnern? :biggrinB:
Und da hab ich dann irgendwann für 1000 Mark einen gebrauchten Marshall JCM 800 Super Lead Combo von einem Metal Gitarristen gekauft der wegen der Freundin und bevorstehender Hochzeit Equipment Loswerden „musste“
Als ich dann da Zuhause die Gitarre drangeschlossen hab und von Hendrix „Hey Joe“ angespielt hab war ich SO von den Socken..das war der Geilste Klang den ich bis Dato gehört habe .
Die letzte Gitarre die ich gekauft habe war auch so ein Tag ..Ein Freund hat hat mich angerufen und gefragt ob ich Bock hätte mit Ihm nach Frankfurt zu Session zu fahren , weil er nach einer Tele schauen möchte (spielt in einer Band) und man könnte doch bisschen schauen, was essen gehen etc.
Ok hab mich breitschlagen lassen und da geh ich dann so durch die Reihen von Äxten und sehe diese schwarze Sandberg „Fourtyeight“ , nehm sie in die Hand und lande schliesslich im Amproom um sie Anzutesten …
Ich wollte echt keine Gitarre kaufen, aber war total begeistert von der Bespielbarkeit , dem Sound und nebenbei noch von dem Leicht ge-relictem Äusseren. „Schuld“ hat dann auch noch meine Frau weil sie dann von sich aus gemeint hat , als ich von der Sandberg nur etwas geschwärmt habe, dass ich sie mir kaufen soll , sie legt einen Tausender drauf …WT ?? Hab ich mich da gerade verhört ??,meinte ich noch so zu Ihr …
:love:
 
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1998 in Köln, Music City hieß er wohl, ein ganzes Schaufenster voll :

Squier Protone Fat Tele in schöner Esche mit rotem Pickguard und Humbucker, 699 DM.........ein paar Tage später mit Geld hin und aus ca 7 Stück

eine ausgesucht...." die sieht aus wie 1-teiliger Body" , immer noch trotz sehr dünnem Hals am Sattel die große Liebe.......
 
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Ich mache es anders. Ich plane die nächsten Anschaffungen ( ... über Jahre :cautious:) und führe währendessen einen inneren Diskurs, welche es werden wird. Ich möchte mir bei MGH in Berlin eine bauen lassen, aber die Jackson Kelly KEX in lime green metallic finde ich sehr nice. Nur das Floyd muss weg. Statt dessen ein Evertune Retrofit. Die X-Serie von Solar Guitar hat es mir auch angetan. Davon brauche ich auch eine. Meine Dean Razorback verstimmt sich ständig. Da muss das Tremolo getauscht werden ... oder auch ein Evertune? Vielleicht gibt es noch ein Sonderangebot ... Außerdem will ich eine von Siggi Braun. Das hält mich auf Trab, ich frag deshalb gar nicht erst in Foren. :p
 
Ich plane die nächsten Anschaffungen
ich nicht, mehr oder weniger sind das bei Gitarren alles Spontankäufe, manchmal mit, manchmal ohne Vorsatz mir eine zuzulegen.
Jedenfalls suche ich nie nach was ganz Bestimmtem.
Sich eine Gitarre bauen zu lassen, ist, glaube ich, hier nicht das Thema. Geht wohl mehr darum, ob im Laden oder online:rolleyes:, neu oder gebraucht, oder wie auch immer.
 
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Sich eine Gitarre bauen zu lassen, ist, glaube ich, hier nicht das Thema.
Das Thema ist streng genommen, wie man früher und wie man heute gekauft hat. Ob man "damals" zum Gitarrenbauer hingefahren ist und man es heute online macht, ist also genauso On-Topic. :) Ich habe ja auch mehrere Punkte angeführt. Der Bau einer Gitarre war nur einer davon. Außerdem ist das doch auch ein Kauf einer Gitarre.

Bei mir läuft das alles mittlerweile online. Die Shops sind einfach alle zu weit weg oder zu klein. Letztens war ich tatsächlich mal wieder in einem Laden, aber nicht wegen einer Gitarre. Hab trotzdem mal einen schnellen Blick über das Sortiment geworfen und festgestellt, dass da nichts für mich bei ist. Und einen kleinen Laden zu bitten, eine zur Ansicht kommen zu lassen und sie dann doch nicht zu kaufen, finde ich blöd. Wobei ich mir, wie gesagt, im Vorfeld ein sehr genaues Bild mache und ziemlich genau weiß was ich will. Und eine von Solar Guitars in einem Laden anzutreffen ist auch recht unwahrscheinlich.
 
Was heute Ebay ist war Damals die „Sperrmüll“ Zeitung ..wer kann sich noch erinnern? :biggrinB:
Na logisch! Der "Sperrmüll" jeden Donnerstag von der Tankstelle und das Wochenblatt waren Pflichtlektüre! Derlei Gazetten, ein Wählscheibentelefon und ein ADAC-Autoatlas führten mich in feudale Villen, vollgestopfte Hochhauswohnungen, dunkle Proberäume, verrauchte Tonstudios, gemütliche Innenstadtcafés und belebte Autobahnraststätten. 🙃
 
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Nun ja, früher konnte man, zumindest hier in BS, in die Stadt fahren, und irgendein Musikhaus hatte die gewünschte Gitarre im Sortiment.
Das Anspielen stellte auch nie ein Problem dar.

Heute, ich überlege derzeit eine weitere Gitarre zu kaufen, ABER, hier die ist nicht im Sortiment zu finden, und auch in der nächsten größeren Stadt....., Fehlanzeige.

Da bleibt nur der Onlinekauf.
Man (ich) suche im Netz nach Testberichten und Videos.
Die Berichte lesen sich gut, aber 95% der Videos sind einfach nur; "nicht wirklich aussagekräftig".
Warum ? Weil da werden gerne irgendwelche Fantasie-Solis gespielt, das mit zwischengeschalteten Bodentreter, und oder mit Verzerrung bis zum Abwinken. Was soll das ?
Mir hilft das Null weiter.
Ganz selten mal in wirklich clean, mit erkennbaren Akkorden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Tja, so ändern sich die Zeiten.
Also wenn, dann wird das bei mir wieder ein fast Blindkauf. Wobei, sehen kann ich die Gitarre ja, nur anständig hören, da wird es eng. Dann doch eher ein Taubkauf. ;)

Innerlich noch hin und her gerissen.
Brauche ich sie ? Eigentlich nicht wirklich, aber immer fehlt genau diese Gitarre in der Sammlung.
Was für ein Drama ..... :unsure::whistle::cool:
 
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Da fällt mir gerade ein….ne Tele fehlt noch im Fuhrpark :sneaky:
 
Nun ja, früher konnte man, zumindest hier in BS, in die Stadt fahren, und irgendein Musikhaus hatte die gewünschte Gitarre im Sortiment.
Da bin ich auch aufgewachsen, aber soo doll fand ich es nicht:
- Krause? Eher Musikalienhandlung, E-Gitarren nur selten.
- Mewes? Puuh, da durfte man ja kaum mal etwas anfassen. Immer Verkäufer dabei, in Ruhe mal etwas antesten, das ging nur mit dem Jürgen Gatscher, der aber selten da war. Und die dort verkauften Billigreihen (Luxor, Johnny Pro) waren in einem schlimmen Zustand teilweise mit krummen Hälsen, Saitenlage jenseits von gut und böse. Zumindest als Teenager fühlte man sich dort nicht wirklich willkommen.
- Feis? Okay, das war tatsächlich cool. Als die auftauchten, sah man mal, was möglich war. Wenn man mal etwas testen wollte, dann war das kein Problem und wenn es mal teurere Sachen waren (die hatten echt ein großes Sortiment für die damalige Zeit), einfach den Bassisten Hans (war da Verkäufer) fragen, der erlaubte das auch uns Jüngeren.

Heute gibt es noch ein paar kleinere Läden, aber die gefallen mir ganz gut, weil die Verkäufer Ahnung von dem haben, was sie verkaufen (speziell Markus vom Guitar Shop und Matze von Wyrwas kennen sich auch richtig gut mit der Technik von Gitarren und Amps aus).

Heute habe ich den Eindruck, dass die Gelassenheit in den Shops, die ich von früher kenne, selten geworden ist. Sie sind nicht mehr so sehr Treffpunkt der Musiker, die sich früher um das schwarze Brett oder den Verkaufstresen versammelten, die früher oft obligatorische Kaffeemaschine (auch für Kunden, natürlich kostenlos) und der Plausch mit den Verkäufern, die meist selbst begeisterte Musiker waren, sieht man heute kaum noch. Es geht aus meiner Sicht mehr um das Geschäft, es ist professioneller geworden. Schade. Aber das macht den Schritt zum Internetkauf auch leichter. Gäbe es noch diese Shops der alten Art, dann würde ich das Inet vermutlich weitgehend ignorieren.
 
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Nun die kleineren Läden haben es schwer gegen Große zu bestehen, allein bei uns in der Ecke haben zum Jahreswechsel wieder zwei Läden die Pforten geschlossen. Wenn
Ich heute vor Ort kaufen will bleibt mir nichts anders übrig als zum Session nach FFm zu fahren oder eben weiter zu fahren.
 
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