Gitarren kaufen früher und heute

  • Ersteller oliveramberg
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Kann ich für Rockshop Karlsruhe bestätigen und auch für Schlaile.
 
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Bei Schlaile (in Offenburg) habe ich 2023 meine Westerngitarre gekauft. War auch ein sehr positives Erlebnis.

:prost:
 
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In Offenburg war ich noch nie beim Schlaile, obwohl das meine Geburtsstadt ist. Der Schlaile hier in Karlsruhe ist aber auch nur 5 Fußminuten entfernt... :)
 
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In den 80zigern habe ich meine Les Paul Pro Deluxe und einen Fender Princeton
Reverb , aus der Red Knob Era , bei Music Schmidt auf der Berliner Straße in FFM
gekauft . Aus dem Laden wurde nach dem Umzug auf die Hanauer Landstraße
dann Session. Mein Kauf war noch vor Olli. Der Verkäufer spielte die Paula mal
und sagte dann , klingt wie Jonny Cash , was eigentlich in meinem Sinne war.
 
In den 80ern:

Die Musikläden haben sich spezialisiert, werden häufig von jüngeren Leuten, die selbst begeisterte Rockmusiker sind, geführt. Die großen Versender gibt es zwar auch, aber nur in wenigen großen Städten. Es ist zwar lästig, dass die Großen wie damals Beyer in den Fachzeitschriften ganzseitig inserieren (Fachblatt, Musiker Magazin usw.) und niedrigere Preise anbieten, aber die Konkurrenz hält sich in Grenzen. Es gibt ja noch kein Internet.

Die Kunden lassen sich gern beraten, man duzt sich, alles darf ausprobiert werden. Die Verkäufer kennen die Materie besser, als die Kunden. Man nimmt sich Zeit für den Kunden.

Hier wäre das so abgelaufen:
Kunde: "Ich suche Saiten für meine Gitarre."
Verkäufer: " Okay, erzähl mal: Weißt du, was du bisher aufgezogen hattest und bist du zufrieden damit?
Kunde: "Ähm, irgendwas mit 10?, Ich hab so einen Les Paul-Nachbau."
Verkäufer: Erläutert geduldig Unterschiede von Saitenstärken, dann schlägt er einen bestimmten Satz vor.
Der zufriedene Kunde: "Kann man noch was am Preis machen?"
Verkäufer: "Eigentlich nicht, aber okay, ich kenne deinen Basser, also okay, runden wir ab."
Dann rauchen die beiden noch Selbstgedrehte oder trinken einen Kaffee und quatschen über lokale Bands.
Ich hab ja erst vor ca. 13 Jahren mit Gitarre spielen angefangen, aber so kenn ich das auch heute noch. :)
 
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Was isch da los? :D
 
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Wobei sich auch in den Musikgeschäften viel verändert hat.
Schon möglich.
Heute:

Es gibt nicht mehr viele Läden, die meisten sind längst geschlossen. Die Inhaber müssen als Verkäufer kriegen, wen man bekommt. Viele davon haben kein großes Interesse an Instrumenten, sie würden genau so (un-)gern Autos oder PCs verkaufen.
Außerdem sind die Läden unterbesetzt.
Hmmm. Hmmm. Also, ich mache andere Erfahrungen damit. Ich war in den letzten Wochen in diversen Musik-Läden und wurde praktisch überall zuvorkommend bedient. Dass sich aus der Du-Kultur ein etwas anderes Verhalten entwickelt, ist nicht unbedingt schlecht, auch wenn das für ältere Semester anfangs ungewohnt sein mag.
 
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Natürlich war das bewusst überzeichnet (deshalb für alle, die das nicht sofort erkannt haben, der Zwinker-Smiley) und kein Tatsachenbericht oder gar die Behauptung, dies sei immer und überall genau so.
Aber die Tendenz dürfte ungeachtet der Tatsache, dass es schon immer gute und schlechte Shops gab, nicht ganz verkehrt sein.
Das Duzen unter Musikern dürfte es schon gegeben haben, bevor die meisten von uns allen geboren wurden. Z.B. könnte ich mir vorstellen dass Flower Power in den 60ern (habe ich noch nicht wirklich aktiv miterlebt) und Siezen nicht zusammen passte.

Schön am Informationszeitalter finde ich, dass es sich eigentlich kein Shop mehr leisten kann, dauerhaft schlecht zu sein. Durch das Internet ist alles transparenter geworden. Wenn ich in eine mit nicht so bekannte Großstadt fahre, kann ich mich informieren, welche Shops sich dort lohnen könnten und welche eher nicht.
 
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Zurückgehend zum Ausgangsposting:

Mein Gitarrenkauf früher so: Herz in die Hand genommen, das üppige Konfirmandengeld in der Hosentasche und mit zittrigen Knien den örtlichen Musikladen betreten. Zuvor natürlich wochenlang die Nase am Schaufenster plattgedrückt und SIE entdeckt, diese eine, Feine soll es sein! Die mit der goldenen Hardware und den funkelnden Perlmutteinlagen, dem edlen Sunburst Body, den lasziven F-Löchern und dem Griffbrett so dunkel wie die Nacht.
Der mürrische, adipöse Ladeninhaber war eine Instanz, nicht nur war er Herr über all diese wunderbaren Instrumente, nein er war auch noch per Du mit den Musikgrößen unserer mittelgroßen Kleinstadt und (was die Sache erheblich erschwerte) ein guter Freund meines Gitarrenlehrers, zu dem ich - wie es sich für einen 14-Jährigen gehört - anstädig "Sie" gesagt habe.
Mit zittriger Hand auf SIE gedeutet.... er so: "Klaus, willsch die Ibanez probiera?" So wurde ich auf ein Stühlchen beordert und der Chef des Gitarrenparadises stöpselte mir das edle Instrument in irgend eine riesengroße Dröhnmaschine ein. Jetzt gab es kein Zurück mehr und schlagartig wurde mir klar... alles was ich jetzt an Tönen produziere wird von sachkundiger Stelle gehört, weiter gegeben und natürlich in Grund und Boden kritisiert. Spätestens heute nachmittag weiß jeder Musikus unserer Stadt, wo ich mich verspielt hatte und dass ich eigentlich gar nicht spielen kann... Verschärfend kam hinzu, dass noch andere Kunden den Laden betraten und mich alle anstarrten, als wäre ich der junge Hendrix, allerdings ohne entspannende Substanzen im Blut.
So versuchte ich mich auf sicherem Terrain... eine Blues Pentatonik, ein, zweimal mehr oder weniger fehlerfrei, irgend ein Riff von den Stones und "House of the Rising Sun".
Ob die Gitarre gut oder passend war, war mir in dem Moment völlig egal. Hauptsache lebend hier irgendwie wieder raus. Aber nicht ohne "SIE"!

Also das "Vorspiel" beendet, und angeberisch mit einem zugedrückten Auge über den Hals geguckt. Ja, is gerade! Schließlich kenn ich mich aus! Noch irgendwie an den Potis rumgefummelt. Ja, gehen auch, Praxistest bestanden! Im Kopf nochmal das Konfirmandengeld resummiert, ok, wenn ich jetzt nur die Gitarre nehm und keinen Koffer, bleiben noch 15 Mark übrig... Aber ohne Koffer wär auch doof. Der Adipöse konnte offensichtlich Gedanken lesen und meinte "Klaus, Du bisch doch beim Bruno im Underricht, no krigsch 10 Prozend Rabatt!" Und so verließ ich nassgeschwitzt und mit einer nigelnagelneuen Ibanez Artist MIT Koffer den Laden. In der nächsten Unterrichtsstunde dann mit dem neuen Koffer... "Herr Schmidt, ich hab eine neue...." "Ja, I hab scho ghört, du hasch die Ibanez kaufd. Die isch gut!"

Die Gitarre - so schön sie war - war mit eigentlich viel zu groß, zu schwer und wurde dann wenig später durch eine andere abgelöst, die ich einem Kumpel abkaufte und mir wesentlich besser passte. Sehr viel später dann wurde sie mir in meiner ersten WG von irgend einem Gast geklaut...

Ja, so war dass irgendwann in den 70ern im vergangenen Jahrtausend....
 
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aubacke, das triggert längst (unbewältigte) Traumata ... das Anspieltrauma nämlich. Muss auch so um diese Zeit gewesen sein, der Zierenberg (Günter) hatte grade sein Geschäft vom alten Milchladen an der Ubostr. an die Laggenbeckerstr. verlegt (also expandiert) und ich hatte endlich nach langen Monaten der Ferienarbeit die Kohle zusammen, überredetete meinen Kumpel vom Schlagzeug (der zum Glück Sohn eines toleranten und sozial begabten Franze-Lehrers war) den elterlichen Renault 16 auszuleihen um damit nach Ibbenbüren zu schaukeln. Dort stand ich dann und hatte still die ganze Fahrt über schon gehofft alleine zu sein - ich wollte ja nur eine Gitarre KAUFEN - und dann sah ich sie, Traum meine Rockstarträume, eine CIMAR Blackbeauty (Schraubhals) die, genau die wollte ich immer schon haben, so peterframptonmäßig (und mir reichten da auch nur 2 PUs) und dann musste ich zum anspielen an einen Amp... ach du große Kacke. Und ich war NICHT ALLEIN, denn in dem Laden wimmelte es nur von extrem professionell aussehenden hippieesken Musikern die wirklich Gitarre spielen konnten, aber so richtig. Ich rette mich in zu lange Nägel, miese Tagesform und unpassende Saiten (wobei ich nicht einmal wusste, dass es da auch andere als die aufgezogenen gab). Nun am Ende hatte ich mich fast nahezu wieder eine halbe Umdrehung entspannt, da bekam ich das Teil für irgendwas um die 490,- DM überreicht und zog stolz wie Oskar von Dannen, setzte mich in den ollen Renault und dann gings ab Heimi und abends dann an Omas altes Röhenradio, mehr hatten wir damals ja nicht, damals, als die Gummistiefel noch aus Birkenrinde waren. ... und das ganze gut 2 Jahre später noch einmal als Erlebnis im Breitwandmodus mit einer Applause (die Ovation-Aldi-Marke) ... dann schon an der Gildestrasse, auch wieder bumsvoll mit extrem supercoolen Dreadlock-Holländern (so reggeamäßig) die waren sowas von tiefentspannt, das habe ich bis heute mit Ü65 noch nicht einmal geschafft, trotz allerlei Hilfsmittelversuchen. Die Applause machte dann quasi für mich den Weg frei (im Kopf) für den Joan Armatrading Sound von Love and Affection und sogar Year of the Cat wäre damit gegangen, wenn ich es hätte spielen können. Egal, die Teile waren einfach cool und haben einen besseren Menschen aus mir gemacht (denke ich) und waren immer gut für herzlich warme Bekanntschaften mit dem anderen Geschlecht. (Nur darum wurde man ja in der Hauptsache Gitarrist, also damals TM).
 
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Eine erste (vernünftige( Gitarre aus einem Musikgeschäft? Konnte ich nur von träumen. ;-)

Die erste Nylon war von Hertie. Die erste E-Gitarre gab es gebraucht und ohne ausprobieren. Weiß nicht mehr genau was die gekostet hat. 50 oder 70 DM, mein ich. War auch eine Hertiecaster mit einem kaputten Tunerflügel. Konnte nicht in den An-und Verkauf Laden, weil da auch ein Sex-Shop mit drin war. Ich war ja auch erst 14 oder 15. Der große Bruder meines Freundes hat das dann netterweise geregelt. ;-)

Ich bin mir gar nicht mehr so wirklich sicher, wann ich meine erste "neue" Gitarre in einem Ladengeschäft gekauft habe, aber es war schon einige Jahre später, als ich dann ein bisschen mehr ausgeben konnte. Dann wurden die Gitarre aber schon auch ein bischen teuerer und besser.

So richtig reingelangt, hatte ich aber erst im eher fortgeschritenen Alter. Dann aber dafür so richtig.
Im Grunde ja auch alles etwas übertrieben, zumindest aus heutiger Sicht.

Aber ich habe und hatte ja schon auch meinen Spaß. ;-)

Zurück zu früher und heute.
So richtige "Luxusläden" kannte ich früher gar nicht. Was gab es denn da eigentlich schon in den 80er, 90er Jahren? So ein bisschen "exklusiver", wie heute vielleicht TFOA in Holland, oder so?

Die üblichen Geschäfte im Frankfurter und ein paar im Kölner Raum, kannte ich naürlich. Deren "Luxus-Abteilung", war aber im Grunde auch nur eine Ecke im Laden, in der ein paar der teureren Dinger standen.
 
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..und dann musste ich zum anspielen an einen Amp... ach du große Kacke. Und ich war NICHT ALLEIN, denn in dem Laden wimmelte es nur von extrem professionell aussehenden hippieesken Musikern...
Erinnert mich daran, wie ich bei PPC in Hannover (noch im alten Laden in der Theaterstraße) mit einer China Strat in den Ampraum kam und neben mir Matthias Jabs auf einer Explorer losshreddete.

Ich bin rückwärts wieder rausgegangen, die Squier an den Haken gehängt und hörte mir das von draußen an.

:hail:
 
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Exklusiv und teuer wird bei No 1 gut bedient. Billigeres gibt es da auch, aber afaik nicht (mehr) in der ganz großen Auswahl. Für die Akustiker ist Schalloch das MustGo. Die großen Lädem mit ganz viel Auswahl gibt es aber nicht mehr, seitdem der Bunker (der das auch nicht mehr geliefert hat, was er mal war) zu ist. Aber es gibt noch ein paar spezialisierte, gute Läden, nur nicht mehr der großen Auswahl..
 
@WorkingMusician nah, das Sortiment ist überall sehr, sehr dünn. Ich bin vor einiger Zeit ganz Hamburg auf der Suche nach einer banalen Whammy durchgegangen, ohne Erfolg. Keiner hatte die auf Lager. Ziemlich schwach, finde ich.
 
Laaaange her, Gitarrenabteilung großes Musikhaus, ich störte den am PC wirkenden Mitarbeiter mit einer kurzen Frage,
er hörte zu und griff gleichzeitig nach Kaffeetasse, nicht so ganz zielsicher, denn er kippte den Kaffee in die Tastatur.
Aufregung, Räumen, Wischen, Frage beantwortet, freundlich verabschiedet, aber janz hinten im Nacken dachte ein kleiner Teufel,
dass unnötige Ablenkungen doch ganz gerne mal bestraft werden.........
 
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Bowhunter
  • Gelöscht von klaatu
  • Grund: Ausdrucksweise
Ich mache mir ab und an einen Spaß daraus und spiele immer nur einen Ton an. Jede Saite bis in den höchsten Bund, bis der Ton nicht mehr hörbar ist. Daneben liegt mein Handy mit Stoppuhr. Das Prozedere dann mit 3-4 Gitarren…die Blicke anderer Kunden und der Verkäufer sind unbezahlbar. Danach gerne noch das Intro von Pinball Wizard mit durchschwingendem SchlagARM…

View: https://youtu.be/YkndvF5B41w?si=d3IVEn8gPn7d9BAo
 
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Ja, der Townsend Pete hat sicher viel Erfahrung mit dem Kauf von Gitarren. Vor allem von früher. :D
 
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