
InTune
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Ein dogmatisches Bejubeln oder Verteufeln der unterschiedlichen Arten der Gitarrenverstärkung sollte wirklich der Einsicht weichen, dass diese Diskussion im Grunde sinnlos ist. Obgleich ein großer Teil der Gitarristenschaft sich in überzeugte Humbucker- und Singlecoil-Spieler teilt, kommt (glücklicher Weise) kaum jemand auf die Idee in dieser epischen Breite zu diskutieren, ob ein Humbucker besser als ein Singlecoil der bessere Tonabnehmer ist.
Zu dem ist eine Soundbeurteilung - wie hier vielfach erwähnt - alles andere als nur halbwegs objektiv und nachvollziehbar. An diesem Punkt überschätzen sich viele Gitarristen IMO schon.
-Wir hören sehr wohl das, was wir hören wollen und gehen auch der Werbung, aber auch eigenen Erfahrungen auf den Leim, was man dann gerne mit Voodoo & Co erklärt oder eben auch nicht. Nichtsdesto trotz kommen wir am Ende in der Regel zu einer klaren Entscheidung, was uns am meisten "anmacht" und das ist dann doch ok, auch wenn jemand anderes zu einem ganz anderen Schluß kommt.
Die unterschiedliche Flexibilität der unterschiedlichen Verstärker kann auch genauso Fluch oder Segen sein. Ein Segen für denjenigen der gerne experimentiert oder eben Top-40 Spieler, die eine möglichst große Palette von Trademarksound anbieten können müssen.
Ein Fluch (IMO) jedoch für jeden (Durchschnitts-) Gitarristen, der eigentlich mit einer normalen Dreibandklangreglung schon völlig überfordert ist. Man verliert sich dann sehr leicht im Wust der unendlichen Möglichkeiten des Modelings und findet nicht mal in die Nähe eines Optimums oder aber wie auch schon gesagt wurde, man vergisst das wichtigste, nämlich sich mit seinem eigenen Gitarrenspiel zu beschäftigen.
So bitter das ist, man kann mit dem besten Equipment nicht gut klingen, wenn man nicht vernünftig spielen kann.
Da ist die Frage worauf man seine Zeit verwendet: Sound-Optimierung oder Verbesserung des eigenen Spiels? (Das ist kein Argument gegen Modeler oder für einkanalige Röhren Dinosaurier! Man kann in bei jedem Modeler einen Sound (richtig) einstellen und dann ist's "gut", aber erfahrungsgemäß erliegt man dann doch leicht dem "Knöbchen"-Drücken und Drehen...)
Ob die Amp-Entwickler bei ihrem Tun auf dem richtigen Weg sind, ist dann noch mal eine ganz andere Frage.
Inovationen sind erstmal immer spannend. Wo technische Inovation aber "Geschmackssache" werden, wird es sofort wieder irrational und das vermeintliche "Naturgesetzt", dass Inovationen sich langfristig immer durchsetzen werden, gilt dann nur noch sehr bedingt. Die Amp-Hersteller probieren alle möglichen Inovation aus, um neue Käufer zu finden. Doch die Käufer entscheiden dann, was "gut" ist. Manchmal löst das eine "Revolution" aus und alte Technologien werden völlig verdrängt. Manchmal kann das aber noch so "clever" gemacht sein und trotzdem verkauft es sich nicht.
Bei ganz "neuen" Sound ist das IMO besonders schwierig. Neue (Gitarren)Sounds wurden IMO eher selten von Equipment-Herstellern "erfunden", sondern in der Regel von ganz besonders talentierten Musikern. Leute wie Jimi Hendrix oder Eddi van Halen haben Equipment und Spieltechniktechnik so gekonnt miteinander verbunden, dass da etwas wirklich eigenständig "Neues" entstanden ist. Erst dann wollten die Massen von Gitarristen genauso klingen. Und so wird in der Regel "Sound" eben sehr stark über Vorbilder "verkauft". Jeder kennt das aber auch von sich selbst: Es gibt nur sehr wenige (Otto-Normal)Gitarristen, die "ihren" Sound identifiziert haben. In der Regel ist das immer das Ergebnis aus eigener Spieltechnik, dem was das Equipment hergibt und dem was man im Kopf/Ohr hat. Das sind ganz neue Soundmöglichkeiten vielleicht für den Moment ganz witzig (...man denke an die Halbwertszeit der Nutzung von Effektgeräten...) doch schnell orientiert man sich jedoch wieder an anderen Vorbildern.
Zu dem ist eine Soundbeurteilung - wie hier vielfach erwähnt - alles andere als nur halbwegs objektiv und nachvollziehbar. An diesem Punkt überschätzen sich viele Gitarristen IMO schon.
-Wir hören sehr wohl das, was wir hören wollen und gehen auch der Werbung, aber auch eigenen Erfahrungen auf den Leim, was man dann gerne mit Voodoo & Co erklärt oder eben auch nicht. Nichtsdesto trotz kommen wir am Ende in der Regel zu einer klaren Entscheidung, was uns am meisten "anmacht" und das ist dann doch ok, auch wenn jemand anderes zu einem ganz anderen Schluß kommt.
Die unterschiedliche Flexibilität der unterschiedlichen Verstärker kann auch genauso Fluch oder Segen sein. Ein Segen für denjenigen der gerne experimentiert oder eben Top-40 Spieler, die eine möglichst große Palette von Trademarksound anbieten können müssen.
Ein Fluch (IMO) jedoch für jeden (Durchschnitts-) Gitarristen, der eigentlich mit einer normalen Dreibandklangreglung schon völlig überfordert ist. Man verliert sich dann sehr leicht im Wust der unendlichen Möglichkeiten des Modelings und findet nicht mal in die Nähe eines Optimums oder aber wie auch schon gesagt wurde, man vergisst das wichtigste, nämlich sich mit seinem eigenen Gitarrenspiel zu beschäftigen.
So bitter das ist, man kann mit dem besten Equipment nicht gut klingen, wenn man nicht vernünftig spielen kann.
Da ist die Frage worauf man seine Zeit verwendet: Sound-Optimierung oder Verbesserung des eigenen Spiels? (Das ist kein Argument gegen Modeler oder für einkanalige Röhren Dinosaurier! Man kann in bei jedem Modeler einen Sound (richtig) einstellen und dann ist's "gut", aber erfahrungsgemäß erliegt man dann doch leicht dem "Knöbchen"-Drücken und Drehen...)
Ob die Amp-Entwickler bei ihrem Tun auf dem richtigen Weg sind, ist dann noch mal eine ganz andere Frage.
Inovationen sind erstmal immer spannend. Wo technische Inovation aber "Geschmackssache" werden, wird es sofort wieder irrational und das vermeintliche "Naturgesetzt", dass Inovationen sich langfristig immer durchsetzen werden, gilt dann nur noch sehr bedingt. Die Amp-Hersteller probieren alle möglichen Inovation aus, um neue Käufer zu finden. Doch die Käufer entscheiden dann, was "gut" ist. Manchmal löst das eine "Revolution" aus und alte Technologien werden völlig verdrängt. Manchmal kann das aber noch so "clever" gemacht sein und trotzdem verkauft es sich nicht.
Bei ganz "neuen" Sound ist das IMO besonders schwierig. Neue (Gitarren)Sounds wurden IMO eher selten von Equipment-Herstellern "erfunden", sondern in der Regel von ganz besonders talentierten Musikern. Leute wie Jimi Hendrix oder Eddi van Halen haben Equipment und Spieltechniktechnik so gekonnt miteinander verbunden, dass da etwas wirklich eigenständig "Neues" entstanden ist. Erst dann wollten die Massen von Gitarristen genauso klingen. Und so wird in der Regel "Sound" eben sehr stark über Vorbilder "verkauft". Jeder kennt das aber auch von sich selbst: Es gibt nur sehr wenige (Otto-Normal)Gitarristen, die "ihren" Sound identifiziert haben. In der Regel ist das immer das Ergebnis aus eigener Spieltechnik, dem was das Equipment hergibt und dem was man im Kopf/Ohr hat. Das sind ganz neue Soundmöglichkeiten vielleicht für den Moment ganz witzig (...man denke an die Halbwertszeit der Nutzung von Effektgeräten...) doch schnell orientiert man sich jedoch wieder an anderen Vorbildern.