
dogfish
Registrierter Benutzer
- Zuletzt hier
- 21.03.23
- Registriert
- 06.07.07
- Beiträge
- 475
- Kekse
- 1.500
"Röhrenamps verkaufen sich besser als Transistoramps"
Pauschalisiert ist diese Aussage vermutlich falsch. Im "Low-Budget-Bereich" dürften die Transistor- bzw. Modelling-Verstärker die Nase vorn haben, auch allein schon deswegen, weil ein Transistor im Vergleich zu einer Röhre nunmal spottbillig ist. Wenn man sich aber mal den für die Musiker i. d. R. interessanteren (und höherpreisigen) Bereich anguckt, der brauchbares Live- und Studioequipment beinhaltet, halte ich diese Aussage durchaus für zutreffend.
"Röhren haben gegenüber Transistoren nur technische Nachteile"
Rein technisch betrachtet stellt die Halbleitertechnik einen enormen Fortschritt da. Einige Eigenschaften von Röhrenverstärkern (wie z. B. das Hinzufügen von zusätzlichen Oberwellen zum Eingangssignal, was u. a. zu einer angenehmen [warmen] Klangfärbung führt) sind in anderen Anwendungsbereichen durchaus unerwünscht. Der Röhrentechnik könnte man außerdem ankreiden, dass die Ausgangsleistung im Vergleich zur Eingangsleistung (verglichen mit einem Transistorverstärker) in einem sehr "unwirtschaftlichen" Verhältnis steht. Das nur mal so zur theoretischen Betrachtung, bevor hier in diesem Thread noch weitere "Röhren-Mythen" entstehen.