Verständnisfrage zur Kirchentonleiter auf der Gitarre

  • Ersteller asteiner
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...

Um die Kirchentonleiter zu verstehen habe ich mir erstmal alle Tonleitern aufgeschrieben
- C Ionisch (Dur); Halbton 3-4, 7-8, Stufe I
- D Dorisch (Moll); Halbton 2-3, 6-7, Stufe II
- E Phrygisch (Moll); Halbton 1-2,5-6, Stufe III
usw.

...

Ich habe nie verstanden, warum man von C ausgeht und dann die anderen Mods (Kirchentonleitern) herleitet. So kann man sich das herleiten, aber man lernt es nicht und ich meine auch, das wirkliche Verständnis kommt so auch nicht - ich denke dann immer "C, und nun auf D und dann ist das der neue grundton usw."

Meine Herangehensweise war immer, die Intervalle zu kennen, also Ionisch (egal welcher Grundton) immer Halbtöne bei 3-4 und 7-8, Dorisch (egal wo man anfängt, also egal ob C oder D oder E oder A) immer HT bei 2-3 und 6-7 usw.

So ist es dann egal wo ich spiele, wenn ich E-Mixolydisch brauche, dann sind die Halbtöne (HT) bei 3-4 und 5-6 und ich überlege nicht, ob das die Xte Stufe von C ist oder ähnliches.
 
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Und genau das bedeutet Freiheit - kein langes überlegen. :great: :m_git1:
 
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Meine Herangehensweise war immer, die Intervalle zu kennen, also Ionisch (egal welcher Grundton) immer Halbtöne bei 3-4 und 7-8, Dorisch (egal wo man anfängt, also egal ob C oder D oder E oder A) immer HT bei 2-3 und 6-7 usw.

Und genau das bedeutet Freiheit - kein langes überlegen.

Wie und warum man es mit dieser Herangehensweise ohne überlegen schaffen soll, verstehe ich aber nicht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten - jede davon erfordert erstmal überlegen, üben, automatisieren. Erst dann, nach x Stunden, kommt die Freiheit.

Ich habe nie verstanden, warum ... ich denke dann immer ...
Tja. Jeder macht das halt anders.
Wenn ich die Position der Halbtöne auswendig lernen müsste , wie du oben schreibst, würde ich auch wahnsinnig werden. :cool:
 
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Oje, natürlich erfordert das Übung. Einmal intus hat man dann doch schnell die jew. Pattern der Skalen parat. Das meinte ich einst mit "sich damit beschäftigen".
 
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Tja. Jeder macht das halt anders.
Wenn ich die Position der Halbtöne auswendig lernen müsste , wie du oben schreibst, würde ich auch wahnsinnig werden. :cool:
Tja, und bei der anderen Herangehensweise entstehen immer wieder Fragen, weil jeder von C ausgeht und sich das nur herleitet, aber nicht verinnerlicht.

Und alle Halbtöne und Skalen muss man eigentlich nur für die Prüfung lernen, im Kontext des täglichen Spielens - wie viele Skalen sind da wichtig? Im Rock und Blues die mixolydische (diese ist fast ident mit ionisch, nur 6-7 zu 5-6, man setzt die Septime eins runter) in der Volksmusik und Co Ionisch, dann Äolisch und vielleicht noch eine Skale für ein bestimmtes Genre (ich meine Metal hat da was eigenes) und Moll und seine Arten dazu und fertig. Das lernt man und holt sich das nicht über "und nun C und davon die 6.Stufe und das ist dann ... mmh, vergessen :D
 
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im Kontext des täglichen Spielens - wie viele Skalen sind da wichtig?

Neben der Pentatonik, mit der viele ja beginnen, sind Moll und Durtonleiter wichtig !!
Fast alles andere lässt sich nämlich davon herleiten. Ungünstig ist mMn u.a. folgendes

1) ich kann nur die Pentatonik sicher
2) Moll und Dur wird weitestgehend ignoriert
3) stattdessen wird versucht die Pentatonik wild zu verschieben
4) Tonleitern werden zu sehr als Tonleitern und nicht genug als "wo sind da interessante Melodien/Licks" drin gespielt
5) wenn ich Melodien suche was sind die starken Akkordtöne (1-3-5 z.B.) des jeweils gerade klingenden Akkords
6) Kirchentonleitern werden in einer Tonart gelernt z.B. C Dur

Im Rock und Blues die mixolydische (diese ist fast ident mit ionisch, nur 6-7 zu 5-6, man setzt die Septime eins runter)
:D

Eben wenn Moll und Dur nicht sitzen, erkennt man diese Ähnlichkeiten eben nicht

Mixolydisch entspricht der Dur Tonleiter nur mit kleiner Septime
Dorisch der Molltonleiter mit großer Sext
Lydisch komplett der Durtonleiter nur mit #11 statt 11

Mixolydisch ist übrigens nicht die sinnvollste Tonleiter im Blues, da sie keine kleine Terz und keine b5 enthält.
Klingt für mich relativ unbluesig und eher nach Celtic Folk Musik.....
 
weil jeder von C ausgeht und sich das nur herleitet, aber nicht verinnerlicht.
Eine recht kühne Annahme.

Akzeptiere doch einfach, dass es auch andere Möglichkeiten als Deine Lieblingsvariante gibt.
Ich ergänze mal Melodisch Moll / b7b5 / alteriert / b7#11, Lydisch, Halbton-Ganzton, Bebop. Diverse Pentatoniken kommen noch dazu.
Wenn ich da überall nur stumpf die Halbtöne gelernt hatte, würde mir vermutlich das Verständnis fehlen. Eselsbrücken sind trotzdem OK, wenn's mal schnell gehen muss.

Ja natürlich, was sonst? Wie man es lernt, ist relativ egal. Beim Spielen denkt man doch nicht mehr darüber nach.

Mixolydisch ist übrigens nicht die sinnvollste Tonleiter im Blues
Tonleitern sind für Blues eh nicht so der sinnvolle Ansatz, finde ich.
 
Tonleitern sind für Blues eh nicht so der sinnvolle Ansatz, finde ich.

Tonleitern sind nur ein Tonvorrat. Der von Mixolydisch ist nicht so passend, wenn es
bluesy über einen Dominant 7 Akkord klingen soll. Keine kleine Terz, keine Blue Notes .....
 
... und ich hatte dies auch als meine persönliche Meinung gekennzeichnet - bitte mit zitieren. Es war in der Kürze vielleicht auch missverständlich.
Wer über Blues Tonleitern spielen möchte, darf dies selbstverständlich tun!
Ich persönlich finde da die Denkweise vom akkordischen her halt sinnvoller, aber wie gesagt, persönliche Ansicht.

Eigentlich wollte ich ja nur den Kollegen TE335 darauf hinweisen, dass die Lernmethode, die Zahlen der Halbtöne auswendig zu lernen, weder besser noch schlechter ist als es sich über andere Methoden zu erschließen. Ich denke, er hat die andere Herangehensweise schlicht nicht verstanden. Jedenfalls bei einem Harmoniesymbol mit "m" die Dur-Tonleiter zu spielen, die einen Ton drunter ist, scheint mir keine große Denkleistung.
Genauso wie die alterierte Tonleiter als einfache Eselsbrücke melodisch Moll gelehrt wird. Natürlich D7alt kein "echtes" Ebm mel, und es ist gut, das zu verstehen.
Bei mir ist das ein Mix, viele oft genutzte Scales "denke" ich als Dorisch, bei den selten genutzten wie zB Abm denke ich dann vielleicht die Töne von F#-Dur, wenn das schneller geht.

Egal wie man herangeht, man muss es automatisieren, um damit ordentlich improvisieren zu können.
Letztlich sind das ja alles Hilfen, um damit Musik zu machen. Was jemand dabei denkt, hört keiner, aber ob es gut klingt.
 
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Für nen Blues mit 3 Dominant Akkorden braucht es 3 verschiedene Tonvorräte. Manche nennen das auch Tonleitern .....
Was jemand dabei denkt, hört keiner, aber ob es gut klingt.
Oft klingt es gut, wenn man gar nicht mehr dabei denken muss ......
 
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- bitte mit zitieren.
Hi Opa, ich wollte kundtun, dass man deiner Meinung durchaus sein kann (was ich im übrigen auch bin), aber die Zitierfunktion hat leider dein Zitat weglassen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ps: was eigentlich vollkommen egal ist. Soll doch jeder den Blues spielen wie er will.
 
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