Gitarre spielen im Alter

  • Ersteller Taunus-Yeti
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Jo, spiele Sax, Querflöte und Gitarre ganz passabel.....bin also auf einem gutem Weg und ja, damit habe ich genug zu tun.
 
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....ab man langsam wird und sich weniger bewegt, weil man alt wird. Oder ob man alt wird, weil man sich immer weniger und langsamer bewegt.

Da kann ich was beisteuern. Ich habe "früher" viel gespielt. Höre ich mir eine CD mit mir von 2014 an, dann staune ich manchmal schon: Wie?? Das war ich? 😅. Will damit sagen, die Finger waren wohl mal ziemlich beweglich. Die Aufnahmen lügen nicht, sie haben das Spielen zeitlos eingefroren.

Jetzt, zehn Jahre später, merke deutlich: Je weniger ich spiele, also je mehr "Pausen" dazuwischen liegen UND weil offenbar das Alter (61) hinzukommt, setzt ein "Einrostprozess" der Finger viel spürbarer ein, als vorher.

Wie schnell so ein "Einrostprozess" einsetzt und wie stark er sich fortsetzt - es gibt keine Regel. Jeder Mensch ist verschieden.

Tue ich nichts dagegen, so merke ich, dass das Spielen nicht mehr so flüssig ist. Die Geschwindigkeit ist zwar noch da, weil offenbar ja noch von früher kommend ("trainiert" will ich nicht schreiben, klingt mir zu hochgestochen). Aber das Spielen wird hakeliger, das Greifen wird unsauberer.

Infolgedessen muss ich

a) langsamer spielen, um sauber zu greifen und
b) regelmäßig dabei bleiben, um die Geschwindigkeit, das Flüssige beizubehalten.

Tue ich das nicht, dann setzt dieses "Einrosten" ein, wie ein "Vergessensprozess" der Gelenke. :gruebel:

Spiele ich also regelmäßig, so hält das schlussendlich die Finger für b) fit und dieses "Einrosten" wird - ich schreibe jetzt mal - spürbar zumindest aufgehalten. Wie lange das sein wird? Keine Ahnung. Wie oben geschrieben: Es gibt keine Regel.

Lapidar: Wer rastet, rostet. Ist wie beim Sport.
 
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Ich hatte schon einmal darum gebeten, dass hier nicht zu einem Jammer- und Medizin-Thread werden zu lassen. Das besagt auch mein Eröffnungssatz im 1. post. Wer wann nicht spielen kann oder was einnehmen muss, ist nicht das Thema - das ist bei jedem Menschen individuell. Wer aber was musikalisch/instrumental macht, um trotzdem weiter mit Freude spielen zu können, DAS macht es aus.

Falls ein Mod/Admin hier mitliest: Von mir aus können wir das Thema jetzt schließen, die guten Inhalte sind offenbar auserzählt, und das Gejammer hier braucht kein Mensch, sorry!!!
 
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Falls Du mit "Gejammer" mich jetzt meinst: Das ficht mich nicht an, weil

a) ich stehe dazu, es ist nun mal das Alter.

Weil "Alt werden ist nichts für Weicheier und Memmen." 😅

b) und mein Tipp ist "regelmäßiges, kontinuierliches Spielen". Wie beim Sport.

:hat:


Edit: Obenstehendes Zitat, welches man inzwischen an jeder Tankstelle und in jeder Buchhandlung auf diesen Sprüchekarten findet und welches mir jedenfalls sehr gefällt. Habe daher die Gänsefüßchen korrekt ans Zitatende gesetzt.
 
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Oha, jetzt kommen dann doch hoffentlich nicht die "bösen alten Männer" zum Vorschein :hat:
 
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Gitarre spielen im Alter (ich noch 62) ....., eigentlich ganz einfach, wenn man im Training bleibt.
Für mich: Jeden Tag mindestens 10 bis 15 Minuten, wenn möglich etwas mehr, und 1x die Woche mit der Band proben.
Sicherlich, die Finger sind nicht mehr ganz so schnell, aber für mich als Rhythmus-Gitarrist ist das nicht ganz sooooi schlimm.
 
@nasi_goreng

Falls damit der TE gemeint sein sollte:

Er hat eine Frage gestellt, die ihn verständlicherweise umtreibt. NUR hat er damit ein Thema aufgestoßen, welches viele von uns ebenso umtreibt und er kann es uns nicht (von Dritten) verbieten (lassen; Analogie: Politik kann per se eigentlich nicht verbieten, sondern eine Demokratie muss sich stellen bzw. sollte das konstruktiv aushalten), uns darüber auszutauschen bzw. zu plaudern.

Zumal dies angesichts diese "heiklen Themas" alles immer noch mit einem lachenden Augenzwinkern geschieht. Wir alle werden nun mal ollsch. Und wenn für den TE alles geschrieben ist, so muss er ja einfach nicht mehr mitlesen. Hindert ihn niemand daran. So what?

:hat:
 
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Moin, hängt das "Musikalische" davon ab, ob man einen Knoten in den Fingern hat?
Ausdruck und Artistik sind nach meiner Meinung zwei Dinge. Gut, wenn man nur noch ganze Noten.......
Aber so hörte sich die Frage nicht an.
Denke umgekehrt: Was würden Deine Zuhörer vermuten, wenn Du als "alter Sack" (bin selber einer) Metallarbeiten ablieferst oder rumshredders??
Frag mal nen Youngster nach harmonischen Mustern und deren Stärken - und genau da liegen vielleicht "unsere" Stärken, oder?
 
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Moin, hängt das "Musikalische" davon ab, ob man einen Knoten in den Fingern hat?

Moin,
kenne ich, wenn ich schnell spielen will oder muss, dann passiert das .... :ROFLMAO:
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Meine erste Gitarre habe ich mir mit 59J gekauft um mein Jugendtraum nachzuholen.
Mittlerweile mit 72j habe ich 6 (inkl. ein Bass) Gitarren.
Als Rentner kann man damit sehr viel Zeit verbringen.
 
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BSBV: Mein Tipp:
Rufe laut nach der Ehefrau oder Partner/in.
Soll kommen und die Sache auseinanderdröseln - und weiter geht's.....
 
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[Zitat gekürzt]: Falls Du mit "Gejammer" mich jetzt meinst---:hat:
Nein, lieber Kollege DICH meine ich gar nicht!!! Mein Kommentar steht zufällig unter deinem. Befindlichkeitsg'schichten durchziehen schon den ganzen Thread. Ich finde es okay, wenn jemand schildert, was nicht geht, aber dann doch bitte mit einem Fokus, wo es hingehen soll. Die Skirennsportlerin Mikaela Shiffrin ist für mich ein Vorbild, weil sie nach einem familiären Drama und dann nach einem schweren Rennunfall wieder aufgestanden ist und sich wacker hält. Das gleiche gilt für 100.000-e Hilfsbedüftige in D. Aber den Fokus auf das zu richten, was NICHT geht, führt nirgendwo hin, mMn.
 
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Ich denke, spätestens im (hohen) Alter sollte mensch sich dem Leistungsgedanken und dem Reproduzieren (Geschwindigkeit usw. ) nicht (mehr) hingeben; was wäre denn so schade an einer spontan kreierten Musik, die einfach (auf Basis des langen Musikmach- und Musikhörlebens) heraus klingt und vielleicht unreproduzierbar, unkonserviert und bescheiden verhallt . .
 
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Hust Räusper...ich bin seit August 23 Rentner :)
Seit 23.August bin ich 59 Jahre :ROFLMAO:
Denke auch das jeder mit der Situation des Älterwerden Konfrontiert wird...
Das manches nicht mehr geht ... aber solange man an dem was noch geht ,Freude hat ,ist doch alles in Ordnung!
Denke auch das ich in diesem Leben keine Profikariere mehr erleben werde... aber ich spiele trozdem weiter wie ich kann^^
Versuche auch immer mal wieder was Neues...
solange es mir Spaß macht :biggrinB:
Ps.: und ich nicht verhaftet werde ,weil der Verstärker zu laut war ;)

Pps.: Heute ging es wieder mit den Handgelenken ;)
 
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Was ne doch hitzige Debatte.
Schnell spiel, langsam spielen.
Leute es ist eines der schönsten Nebensachen der Welt. Aber wenn´s andauernd schmerzt sollte man sich es dem Körper eingestehen. Es gibt auch noch sehr viel andere schöne Dinge (für mich zumindest).
Es sind bei mir nur die Hände. Die sonstigen Körperteile sind wie gesagt durch viel Bewegung mit anderen Hobbys (angeln(aktiv) tägliche ausgiebige Spaziergänge mit Hund) noch sehr gut.

Und guten Gitarristen (Musikern) zu zu hören(sehen) bringt (mir) auch ein Lächeln ins Gesicht.
 
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.....genau, ich schätze, die wenigsten der Foristen müssen ihren Lebensunterhalt mit der Gitarre verdienen......
Deswegen hast Du Recht mit der "schönsten Nebensache der Welt".
Und noch eins: Irgendwann mit man gelassener.
Und das ist verd...... gut so!
 
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Vielleicht sollten wir uns mal den zahlreichen positiven Aspekten hinsichtlich einer deutlich forgeschrittenen Jugend widmen? ;-)
  • Wenn dir langsam klar wird, dass die (Lebens) Zeit knapper wird, dann beschäftigst du dich vielleicht etwas intensiver mit dem Spielen.
  • Du kannst schon halbwegs spielen.
  • Vieles läuft automatisiert.
  • Du kannst dich eher darauf konzentrieren was du spielst und wie du es spielst.
  • Du bist hoffentlich etwas geduldiger.
  • Du bist konsequenter.
  • Du weißt was du willst und ganz wichtig: auch was du NICHT willst.
  • Im Idealfall hast du mehr Zeit zum Gitarrespielen.
  • Du hast mehr Gitarren gesammelt als du in einem Leben verschleißen kannst.
  • Du musst niemanden mehr beeindrucken.
  • Du hast irgendwann endlich geschnallt, dass es um Musik geht und die Gitarre da nur ein kleiner Teil ist.
  • Du kannst mit deinem Equipment umgehen.
  • Du kannst deine Gitarren selbst vernünftig einstellen.
  • Du läufst nicht mehr jedem Trend hinterher.
  • Du hast irgendwann gelernt, dass du kein Überflieger auf der Gitarre sein musst um “schön” zu spielen.
  • Du hast irgendwann auch etwas über Musiktheorie gelernt.
  • Du hast vielleicht ein bisschen gelernt was du jahrelang so falsch gemacht hast.
  • Du bist dabei geblieben.
  • Du bist zu der Erkenntnis gekommen, dass gute Songs auch ohne minutenlange Gitarrensolos auskommen.
  • Du stellst plötzlich fest, dass das Spielen einer guten Rhythmus-Gitarre durchaus reizvoll und anspruchsvoll ist.
  • Das Spielen macht dir nachhaltig mehr Freude als eine neue Gitarre.
  • Du hast heute all das Geraffel, von dem du als Jugendlicher nur geträumt hast.
  • Du bereitest dich schon mal darauf vor im nächsten Leben auch singen zu lernen. ;-)

    tbc....
 
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@SlowGin
Lass uns zusammen eine Band gründen und heiraten :hat:
 
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Bezüglich "nicht willst" .... Warum heiraten, wenn eine Session so günstig ist?
 
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