Ich weiß leider nicht welche Pickups in der Fender Standard von 1996 drin sind oder in der Fender Player Strat.
Hi,
der Tipp von
@Dr Dulle mit dem Ausprobieren der Player Pickups in den anderen Strats ist schon mal Gold wert. Wenn sie Dir gefallen, kannst Du die gebraucht vermutlich leichter finden als neu, denn wer was austauscht, meint meistens zu den teuren Pus aus dem Custom Shop greifen zu müsen, oder zu auch recht teuren Duncans usw.. In Kleinanzeigen.de habe ich auf die Schnelle zwei Pickguards mit fertig verlöteten Player-Pickups für um die 100 Euro gefunden. Das wäre dann also die naheliegendste Lösung ohne zu teure Experimente.
Mal ganz ketzerisch: Für meine Ohren klingen die Player Strats wie die meisten "normal" gewickelten PUs dieses Typs halt schlicht und einfach nach - Strat halt, wie auch anders bei so einer simplen Konstruktion. 6 einzelne Alnico-Stabmagneten, der richtige Draht, nicht zu viel davon draufgewickelt, viel mehr ist da ja nicht dran. Du hast ja gesehen: Texas Specials sind auch aus dem CS, und die taugen Dir so gar nicht. Offensichtlich vertragen sich "Overwound" Pus nicht mit Deinen Klangvorstellungen, ebenso wie die Noiseless PUs, die du bisher probiert hast. Ich selber spiele sehr gerne Dimarzio Areas, die klingen je nach Modell allerdings für meine Ohren schon deutlich stratiger als die Fender. Aber wenn Du sowieso mit wenig Gain spielst, bist Du ja auch nicht unbedingt auf PUs angewiesen, die den Brumm unterdrücken, bei cleanen bis leicht verzerrten Sounds ist der ja meist nicht so schlimm.
Auch die American Standard-PUs sind jahrzehntelang verwendet wordem, die Spulenkörper sind aus Kunststoff, was für viele Vintage-Freaks baba ist - aber für Deinen Sound sind sie offensichtlich das Richtige. Auch die bekommt man gebraucht recht günstig. Ich habe die Vermutung, dass die ersten Player sogar genau mit den gleichen PUS ausgerüstet sind.
Besser oder schlechter ist also keine Frage des Preises, sondern des Geschmacks. Andere erschwingliche PUs sind zB die Rockinger ST-Rat, die eher das drahtige im Fender-Sound herausstellen. Tonerider hat auch schon für Fender PUs geliefert, in den früheren Squier Classic Vibes aus China bis 2019 waren in den 50s Strats Tonerider Surfari. Sie haben Alnico 3-Magnete, die für meinen Eindruck einen etwas feineren, seidigen Ton in den Höhen unterstützen, und die sind auch nach wie vor zum Nachrüsten erhältlich. In letzter Zeit findet man diese Magnete übrigens zunehmend auch in Boutique-PUs, weil sie wohl auch schon in den 50ern bei Fender verwendet wurden. Ich mag an denen aber auch, dass man sie näher an die Saiten bringen kann, bevor die als "Stratitis" bekannten schiefen Obertöne kommen, weil die magnetische Zugkraft nicht so hoch ist. Dadurch hat man für meinen Geschmack einen etwas größeren Einstellbereich, um den Sound abzustimmen.
Ganz zum Schluss noch eins: Wenn Du dem Sultans-Of-Swing-Sound nacheifern willst, gehts natürlich auch um Spieltechnik. Sprich, mal das Plektrum weglegen und mit den Fingern spielen. Abgesehen davon hat Knopfler auch immer mal wieder verlauten lassen, dass er die Zwischenpositionen gar nicht so sehr benutzt, sondern gerade auch bei SoS den MittelPU solo eingeschaltet hat. Auf Live-Videos aus der Zeit lässt sich trotz der damaligen groben Auflösung auch manchmal erkennen.
Gruß, bagotrix