@olgo :
Grüß dich.
Diese Instrumente kommen alle aus Klingenthal und Umgebung und wurden vor oder unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg produziert.
Das linke, ein (chromatisches) Knopfakkordeon (B-Griff) mit 80 Bässen, ist vom Akkordeon und Harmonikabauer Horch, als er noch selbstständig war, also vor seiner Fusion mit Harmona/Weltmeister.
Es würde mich interessieren, ob dieses Instrument auf der Rückseite des Griffbretts Schieberegister hat.
Denn an sich macht das Instrument von den dreien den modernsten Eindruck, aber ohne Register wäre das schon in den 50er Jahren nicht mehr zeitgemäß, zumal mit den vollen fünf Knopfreihen und in dieser (relativ großen) Größe.
Das untere rechte ist ein Tastenakkordeon für Kinder mit 32 Bässen, auch wenn sich zu dieser Zeit auch Erwachsene (aus Kostengründen) so kleine Instrumente gekauft haben.
Der Name Meisterstück ist so ein Name von vielen, den die Klingenthaler Hersteller für Großabnehmer oder Exporteure auf ihre Instrumente geschrieben haben.
Dieser Name ist nicht so selten, einen Hersteller dieses Namens gibt es aber nicht.
Es werden wahrscheinlich mehrere Hersteller gewesen sein, die auf Kundenwunsch diesen Namen verwendet haben.
Das obere rechte Instrument ist eine zweireihige diatonische Harmonika, genauer ein Wiener Modell.
Die Verzierungen sind eher zeittypisch als herstellerspeziell. Deshalb kann ich dir keinen Hersteller nennen.
Die Angabe C-F bezeichnet die Tonarten, die damit gespielt werden können - eine (senkrechte) Reihe für C, die andere für F.
Interessant ist die Angabe "made in GDR".
Anders als es das Äußere (und die Bauart) vermuten lässt, ist es deshalb nicht älter als die anderen beiden, sondern eher jünger.
Aufgrund des Alters und der üblichen Materialalterung stellt keines der drei Instrumente heute einen besonderen Wert dar.