Danke an allen beteiligten, ihr habt selbstverständlich alle recht und habt echt sehr interessante Ansätze.
@MaBa: Danke, dein Schaubild und Erklärung ist gelungen. Du schaffst es immer sehr gut alles auf den Punkt zu bringen. Dort wo ich Romane schreibe muss, kannst du das wesentliche kurz, knapp und verständlich auf den Punkt bringen - Respekt!

Über den Aspekt den du mit dem
X einbringst, muss ich noch nachdenken. Werde es morgen mal akustisch testen.
@Hellrazor: Puh, schwerer Kram. Mir gefällt aber wie du denkst. Ich muss das erstmal alles nachvollziehen und gedanklich ordnen (das kann aber - zeitlich bedingt -
sehr lange dauern). Ich habe für mich noch nicht das optimale gefunden wie ich mit dem Zirkel (komplett) im Kopf (effizient) umgehen soll, dein System könnte aber für mich der Durchbruch sein. Es könnte aber sein das ich dich dann diesbezüglich noch nerven werde, um sicherzugehen ob ich es richtig verstehe
Noch was zur Enharmonik: Die klassische/physikalische Sichtweise ist zwar gut, um das System erst mal zu begreifen. Doch enharmonische Umdeutungen findet man allenthalben in der Praxis, z.T. lassen sich auch modernere Akkorde nur so "notisch" darstellen, weil sie dann nicht mehr lesbar wären.
Daher sehe ich den Quintenzirkel als Ring, als Kreis, als Zirkel. So kann man darauf verzichten, von C# oder Db systembedingt zu sprechen. Im Quintenzirkel kannst du über die Quintenzirkelgrade alle Verwandtschaften herleiten, weil es so egal ist, ob man da von C# oder Db sprechen muß - es gilt ja nur die Anzahl der Quintsprünge und der Name wird WURSCHT!
Ich bin mir nicht sicher ob ich deinen Beitrag verstehe oder richtig interpretiere? Könntest du das ein wenig näher erläutern?
Dennoch ein par Worte. Falls ich dich im folgendem missverstanden habe und du es auch so (ähnlich) siehst, dann entschuldige ich mich - Was die Namen angeht finde ich es aus der Sicht der Notation eigentlich nicht wurscht (ich will ja hauptsächlich nachehr Musik schreiben, auch wenn abschnitte vorhanden sind wo "improvisiert" wird). Mal ein Beispiel:
Angenommen
F# ist die Tonika, dann steht
B im S- und
Db im D-Verhältnis, wenn man sich nach dem Quintenzirkel richtet. Das ist natürlich so korrekt, aber weil
Db mit
F# im
diatonischen Verhältnis (nur vom Klang her) steht, müsste man
Db enharmonisch umdeuten, damit der Klang
Db von den Vorzeichen her zu
F# passt. Das Ergebnis wäre dann halt
C#. Für mich persönlich ist das auch logischer, weil es für mich kein Sinn macht im Notenbild das nach dem Quintenzirkel "korrekte" Symbol zu wählen. Sinn macht es für mich deshalb nicht, weil ich dann anfangen würde b-chen und #-chen zu mischen; mischen ist ist nicht falsch, aber falsch für
diatonische Funktionen! Diatonische Funktionen haben immer den gleichen Vorzeichen zu folgen, was ja auch logisch ist, gehören sie doch zusammen und haben den enharmonisch gleiche Tonvorrat.
Jetzt kommt aber das eigentliche interessante, das ich mir durch Überlegung und diversen Beiträgen hier zusammengereimt habe:
Angenommen unser C#, das im D-Verhältnis zu F# steht, wird nun durch irgend eine Modulation zur neuen Tonika, dann würde ich persönlich im Noten Text die Generalvorzeichen ändern um aus C# ein Db zu machen - einfach nur deswegen um Vorzeichen zu sparen (ich komme dann auf 5 b-chen anstatt 7 #-chen) und weil zu Db alle diatonischen Funktionen auf der Linken Seite ehe beisammen sind. Also je nach dem ob eine Modulation usw. vorliegt kann ein und der "selbe" Akkord im laufe des Stückes enharmonisch anders Notiert sein (die Intervallbezeichnungen bleiben natürlich gleich - also aus einer Terz wird nicht auf einmal eine übermäßige Sekunde oder so), weil es das Notenbild so von mir fordert.
Über die Notierung von diatonisch fremden Funktionen (Sekundärdominanten, SubVs, MIs) habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht, ich denke das es bei mir aber auch auf enharmonische Umdeutungen hinauslaufen wird. Aber wie man generell Notiert haben mir damals MaBa und Hellrazor sehr viel mit ihren Ratschlägen geholfen, daher habe ich auch eine konkretere Vorstellung als vor meiner Anmeldung in diesem Forum.
Deswegen finde ich es (für mich und anderen Anfängern) wichtig die Herleitung des Quintenzirkels "richtig" zu begreifen (Tetrachord-Methode) und nicht nur als eine Aufschichtung von Quinten. PVaults es könnte aber auch sein das ich den Quintenzirkel einfach falsch sehe und dem Zirkle eben mehr zusprechen will als er verdient. Ich weiß es nicht, aber durch die Tetrachord-Methode habe ich begriffen weshalb die Enharmonik so ist wie sie ist und das prägt einen.
Gruß