Welches Strat Wiring macht zusätzlich zum Standard 5 Way Switch Wiring (z. B. David Gilmour Mod, Dan Armstrong Mod) Sinn?

pilos
pilos
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
05.04.25
Registriert
09.05.15
Beiträge
419
Kekse
344
Hi Leute,

ich habe eine SSS Stratocaster mit dem Standard 5 Way Switch Wiring. 1 Tone Pot für Neck und Middle Pickup, 1 Tone Pot für den Bridge Pickup. Nun gibt es soviele verschiedene Möglichkeiten, das Strat Wiring auszubauen über Push/Push Potis, Mini Switches etc. Dadurch kann zum Beispiel die Mittelposition einer Telecaster imitiert werden, oder aus den 2. Tone Pot ein Blend Regler gemacht werden. Darüber hinaus kann ein Humbuckersound aus dem Neck und Middle Pickup oder Middle und Bridge Pickup gemacht werden. Weiters habe ich bereits von einem Bass-Cut gelesen und viele mehr.

Nun frage ich mich, welches dieser Mods sich wirklich auszahlen und gut klingen?
Und die wichtigste Frage: Wenn ich so einen zusätzlichen Mod zum Standard Wiring mache, denkt ihr dass das den Grundsound der Strat verändert`bzw verschlechtert, wenn so viel mehr Elektronik in der Gitarre ist?

Am wichtigsten wäre mir die Mittelposition eine Tele nachzuahnen (Neck+Bridge Pickup) und evtl zum Bridge Pickup den Neckpickup dazuschalten zu können, weil mir der oft zu wenig Bässe hat. Cool wäre noch ein Humbucker aus der Bridge und Mittelposition zu generieren. Denkt ihr ist das möglich? Falls ja, wieviel Arbeit ist das und wie kann ich das realisieren?

Danke euch vorab!

LG Pilos

Ein paar Videos zur Inspiration:

View: https://www.youtube.com/watch?v=uH-daKx7pzw


View: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=AKWhoPPOrEE&t=674s


View: https://www.youtube.com/watch?v=eKA_Q6MmdZU
 
Nun frage ich mich, welches dieser Mods sich wirklich auszahlen und gut klingen?
... und Du meinst, dass wir hier Deine Anforderungen und Deinen Geschmack riechen können und einheitlich teilen?

Wann zahlt sich etwas aus und wann klingt etwas gut? Frag 10 Mitglieder und Du wirst 20 Meinungen erhalten.

Man macht Mods nicht pauschal, damit sie da sind, sondern man versucht seine Klangvorstellungen zu realisieren. Und auch die kennen wir von Dir nicht.

Außerdem beeinflussen nicht nur Schaltungen, sondern alle Komponenten den Sound und selbst Exemplare desselben Modells klingen verschieden. Man kann also nur Hinweise auf Tendenzen geben.

"die Mittelposition eine Tele nachzuahnen (Neck+Bridge Pickup)": Als wenn es nur einen einzigen solchen Sound gäbe. :rolleyes:

Wenn Du ansonsten einen bestimmten Sound abrufbereit haben willst, nimm irgend eine Gitarre und einen Modeller, der den Sound kann: Knöpfchen drücken und Du hast das (mehr oder weniger) perfekte Ergebnis (weil es schon noch auf den Rest der Signalkette ankommt).
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 6 Benutzer
"Whatever floats your boat" :nix: .

In der Tat kannst nur Du beurteilen, was "Sinn macht", denn es muss für Dich passen. Mit reicht bei der Strat z.B. der Halspickup zu 90% und manchmal, wenn ich ganz verwegen bin, die Zwischenstellung Middle/Bridge. Insofern wäre mir ein 2-Way-Switch genug.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Das wäre auch mein Tipp gewesen. Ich habe selbst vor vielen Jahren einen Seriell-Parallel-Schalter in meine SSS-Stratkopie eingebaut, der ist immer noch drin. Hier findest du Soundbeispiele dazu:
https://www.musiker-board.de/thread...haltung-verstaendnisfrage.500344/post-6133858

Wenn ich das heute realisieren würde, würde ich auch den Freeway-10-Weg-Schalter nehmen. Ich finde vor allem die seriellen Verschaltungen wert, auszuprobieren. Das Parallelschalten von Steg- und Halstonabnehmer ist auch ok, wenn auch nicht grundlegend anders als die bisherigen Parallel-Kombinationen. Out-of-Phase-Experimente kannst du dir meiner Meinung nach sparen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

die Mittelposition eine Tele nachzuahnen (Neck+Bridge Pickup) und evtl zum Bridge Pickup den Neckpickup dazuschalten zu können
Ach so: das ist doch beides das gleiche? Oder wie meinst du das?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ansonsten kannst du einen einfachen kleinen Schalter einbauen (kleiner Kippschalter oder Push Pull Poti) mit dem der Neck Pickup dauerhaft an ist. Das wäre die Gilmour Mod und hat in Position 1 dann Neck +Bridge und in Position 2 alle 3 parallel.
Das war in meine Player Plus mit einem Push Pull Poti so eingebaut, aber der Freeway Switch macht mehr draus und ist besser bedienbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Freeway-Switch 5B5-01

Ersetzt den ganz normalen und bringt unheimlich viele Möglichkeiten bei gleichzeitig intuitiver Bedienung.

(y) Auch meine Empfehlung. Den habe ich momentan in 2 Gitarren.

Auch wenn ich in der Regel nur 2 Schalterstellungen nutze, hat sich der Einbau für mich enorm gelohnt, da ich dadurch blitzschnell die verschiedenen PU-Kombinationen "durchhören" und realistisch vergleiche konnte. (Und beim Improvisieren nutze ich natürlich schon mal alle Schalterstellungen)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Du hast bei der Strat 5 ziemlich coole Möglichkeiten. Dazu Tone und Volume und den Amp. Reiz das mal aus. Wenn du eine Tele möchtest, dann nimm eine Tele. Meine Strat ersetzt definitiv nicht die Tele. Auch nicht wenn ich die Schaltung ändere. 🎸

Etwas an der Strat ändern, würde ich dann, wenn ich genau weiß warum und wofür. 🙃
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 8 Benutzer
Und die wichtigste Frage: Wenn ich so einen zusätzlichen Mod zum Standard Wiring mache, denkt ihr dass das den Grundsound der Strat verändert`bzw verschlechtert, wenn so viel mehr Elektronik in der Gitarre ist?
Wichtiger als gerade erst:
:gruebel:;)?
Hmmmm - was treibt Dich an :weird: ?
Das jetzige Thema wird bei der Frage(n)formulierung im Startpost bestimmt drullzig individuelle Befindlichkeit-Statements generieren, die vermutlich Deine derzeitige Unrast eher steigern werden ;).

LG Lenny
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7 Benutzer
Als ich vor 44 Jahren anfing E-Gitarre zu spielen, habe ich auch alle möglichen Sachen eingebaut und umgebaut, weil viele Soundmöglichkeiten klingt ja cool und kann man bestimmt irgendwann mal gebrauchen.
Gerade Anfänger sind eine dankbare Gruppe für solche Spielereien und ernähren dadurch mittlerweile eine ganze Industrie.
Der praktische Nutzen ist IMHO jedoch eher begrenzt und auf der Bühne möchte ich lieber alles so simpel wie möglich haben.
Übt lieber :opa:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9 Benutzer
Meine Am. Deluxe hatte ursprünglich die S1-Schaltung (u.a. Serienschaltung Bridge/Middle und Neck/Middle…) Hört sich auf dem Papier interessant an, ist in der Praxis aber irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch. Als ich die SNC PUs gegen Dimarzio Area getauscht habe, ist die S1-Schaltung gleich mit rausgeflogen. Das einzige was bei einer Strat IMO einen Mehrwert bringen könnte, wäre Neck+Bridge kombinieren zu können.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Und die wichtigste Frage: Wenn ich so einen zusätzlichen Mod zum Standard Wiring mache, denkt ihr dass das den Grundsound der Strat verändert`bzw verschlechtert, wenn so viel mehr Elektronik in der Gitarre ist?
Ganz klares Nein. Ich liebe ja passive Zusatzschaltungen, und mir ist dabei nie eine Soundeinbuße bei den klassichen Sounds aufgefallen.

Die Kombination Bridge/Neck klingt auch mMn sehr gut bei einer Strat und ist mehr als eine Draufgabe. Vor allem auch deutlich anders als die klassischen Zwischenpositionen.

Die serielle Schaltung Bridge/Middle kann auch sehr gut klingen, ich habe dabei allerdings statt einer simplen Reihenschaltung einen Kndensator zwischengeshaltet, der die Bässe noch etwas einfängt. Allerdings habe ich auch sehr heiße PUs, der Heavy Blues 2 an der Bridge ist schon alleine gespielt recht wuchtig.

Meine Schaltung basiert jedenfalls darauf, dass ich an der Strat am liebsten den BridgePU (wie gesagt in der Geschmacksrichtung heiß & fettig) oder den HalsPU solo spiele, aber auch die Kombi beider sehr mag. Deshalb habe ich das mittlere Tinpoti rausgeschmissen und habe nur Mastervolume und -Tone, wobei das Tonpoti auch nicht am Schalter hängen muss, sondern direkt mit dem Mastervolume verbunden werden kann. Statt dieses Potis ist hier mein "Hauptschalter" installiert, nämlich ein 3 Weg-Toggle für Bridge/Bridge&Neck/Neck.

Dazu kommt dann der MiddlePU, ein Dimarzio VirtuAL . Und der wird nun über einen 4-Weg-Telecaster-Schalter (der dort sitzt, wo normalerweise der 5-Weg ist) mit dem Ausgang des Toggle Switch kombiniert. Dessen Ausgang wird dabei praktisch wie der zweite PU einer Tele behandelt. Ich bekomme dadurch also folgende Varianten:

1. Nur der Toggle-Ausgang, d.h. die dort gewählte Position Bridge/Bridge&Neck/Neck-PU.
2. Toggle-Ausgang + MiddlePU parallel, d.h. je nach Vorwahl am Toggle die klassischen Zwischenpositionen oder sogar alle drei PUs parallel (sehr schlank, nicht mein Favorit)
3. MiddlePU alleine.
4. Toggle-Ausgang + MiddlePU in Reihe, d.h. eine Art NeckHB und BridgeHB-Simulation sowie Bridge/Neck parallel in Reihe mit dem MittelPU.

Letzteres bringt übrigens einen ganz passable Imitation der Mittelstellung einer Gitarre mit 2 HB. Alles in allem habe ich damit 10 deutlich unterscheidbare Sounds, von denen ich 9 auch wirklich gerne einsetze. Ganz gute Quote, wie ich finde.

Bis auf die wie gesagt etwas spezielle Kombi aller drei SCs parallel sind das alles sehr gut nutzbare Sounds, finde ich. Erstaunlicherweise gefällt mir dabei die Kombination MiddlePU/NeckPU in Reihe sogar besser als das gleiche mit dem BridgePU. Das mag aber daran liegen, dass letzterer bei mir schon alleine sehr laut und fett klingt, in Reihe wird das dann schon etwas sehr wuchtig - für Soli oder extra fette Melodielinien und Singlenote-Riffs aber durchaus mal interessant. Für eine HB-Imitation bei Soli und harten Riffs nutze ich dagegen eher nur den BridgePU und nehme nur Ton etwas zurück, wo ich für diesen Zweck einen sehr kleinen Kondensator verwende (0,005µF, wenn ich mich recht erinnere). Der Heavy Blues 2 hat auch alleine genug Saft, um bei harten Riffs schön zu drücken. Middle/Neck in Reihe bringen übrigens mit entsprechender Zerre einen sehr netten Slash-Ton.

Das klingt jetzt ein wenig kompliziert, aber die Handhabung ist erstaunlich einfach; man kann mit Daumen und Zeigefinger auch durchaus zielsicher beide Schalter zugleich bedienen. Das ist mir recht schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Die Reihensounds und Zwischenpositionen sind für mich aber auch eher Zugaben, ich hab ja für sowas noch HB-Gitarren. In erster Linie sind wie gesagt die 3 Sounds über den Toggle ein Thema, und sie decken schon viel ab, einschließlich einer schon brillanten, aber etwas kräftiger als bei Strats ausfallenden Zwischenposition, die auch sehr schön für angezerrte Riff-Sounds in Richtung Bryan Adams oder Stones funktioniert. Die eigentlichen Klassiker der Strat (Zwischenposition 2+4) sind dann eher was für die zarten Momente in Sachen Blues und Ballade, und das ist jetzt nicht mein Hauptbetätigungsfeld.

Von Blender-Schaltungen halte ich persönlich übrigens gar nix. Zum einen killen die anders als Schalter durch das zusätzliche Volumepoti tatsächlich auch ein paar Höhen, zum anderen hört man die damit einstellbaren Nuancen wirklich nur bei klaren Sounds richtig raus, und sie sind bei passiver Elektrik oft auf einen sehr kleinen Regelweg konzentriert. Sobald es zerrt, schnurrt der dann noch mehr zusammen, und man ist dann mit "ganz oder gar nicht" mMn besser bedient, weil es damit auch sehr schwer wird, einen bestimmten Sound genau zu reproduzieren.

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 7 Benutzer
was treibt Dich an :weird: ?
Ich möchte aus meiner Strat das bestmögliche rausholen, ganz einfach ;)
Ach so: das ist doch beides das gleiche? Oder wie meinst du das?
Ich war mir nicht sicher, ob es das gleiche ist. Kommt wsl drauf an ob man den anderen Pickup parallel oder in Serie dazuschaltet :) Aber in der Regel wird der parallel dazugeschaltet nehm ich an.

An all jene, die bereits den Freeway Switch eingebaut haben: Denkt ihr haben sich durch den Einbau die 5 Grundsounds der Strat verändert/verschlechtert? @bagotrix meint ja ganz sicher nicht, aber mich würden noch mehr Meinungen interessieren. Hab einige Bekannte mit Les Paul Standard Modellen, die serienmäßig Push/Poll Potis für das Coil Tapping oder Coil Splitting verbaut hatten und die meinten, dass wegen der zusätzlichen Funktion die Grundsounds schlechter wurden...Aber keine Ahnung ob das stimmt ;) Wenn sich durch den Freeway Switch die Grundsounds verschlechtern, würde ich ihn natürlich nicht verbauen.

Also rein vom Gefühl her tendier ich anhand eurer Antworten zum Freeway Switch (sofern sich da die Grundsounds nicht verschlechtern), da muss ich auch keine anderen Potis verbauen sondern einfach einen anderen Switch. Und mir bleibt auch der 2. Tone Pot damit ich die Höhen des Bridge Pickups regulieren kann. Was mich auch noch reizen würde ist ein Kippschalter mit dem ich den Treble Bleed des Volume Pots dazuschalten oder wegschalten kann. Aktuell hat meine Strat einen Treble Bleed am Volume Pot, was ja oft auch nützlich ist. Hin und wieder fehlt mir allerdings der Sound ohne Treble Bleed wenn ich das Volume zurückdrehe, für jazzigere Sachen zum Beispiel. Und nein ich finde nicht, dass es das gleiche ist, wenn man einfach den 1. Tone Pot zurückdreht :)

Danke jedenfalls für all eure Erfahrungen!
 
Tja, ich finde alle 3 parallel ist schon ein brauchbarer Sound. Vor allem Clean und mit Chorus -> gerade mit Chorus spielt dieser Sound sien Vorteile aus, ansonsten auch ganz nett clean Funky.

Man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass z.B. die Strat mit 2 Pickups in Reihe so klingt wie eine echte Humbucker Gitarre, wie z.B. eine Les Paul. Letztendlich hört man die Grundkonstruktion der Gitarre immer mit durch.
Aber es bietet einfach noch zusätzliche Möglichkeiten.
Z.B. bei "Another Brick in the Wall" schalte ich ganz gerne im Solo auf die 2. Position 5 : Neck + Middle in Reihe und da kommt das einfach fett. Auf der Platte ist das ja wohl auch mit einer Les Paul eingespielt.
Meine andere Gitarre mit 2 Humbuckern hat splitbare Coils und auch da wird aus einer Dual Humbucker Gitarre keine Strat, aber man kann soundmäßig nahe ran kommen.
Letztendlich spart es einen Instrumentenwechsel bei einem Gig, vor allem, wenn der mitten im Stück nötig wäre.
Puristen mögen die Nase drüber rümpfen, aber in der Praxis finde ich das häufig brauchbar.

Wenn du noch mehr Variationsmöglichkeiten möchtest, kannst du auch noch einen C-Switch einbauen. In der von mir oben verlinketen Umbauanleitung zum Freeway Switch ist ein Beispiel dabei. In meinen 3 Gitarren mit magnetischen Pickups ist jeweils einer mit drin.
Zum C-Switch selber gab es hier kürzlich einen kurzen Thread mit Video. Beim C - Switch gibt es auch eine Stellung, wo gar nichts parallel geschaltet wird, und da ist es auch so, als ob der gar nicht da wäre.
Ich finde manche dunkler gefärbe Sounds vor allem gut, wenn man mit starker Verzerrung spielt. Das ist dann so eine Art Mid Boost, die einerseits den Ton Fett macht und andererseits die kreischenden Höhen bändigt, die gerad mit Verzerrung blöd kommen.

Denkt ihr haben sich durch den Einbau die 5 Grundsounds der Strat verändert/verschlechtert?
Definitiv nein. In den Stellungen, die wie im Original funktionieren, ist die Strat genau gleich wie vorher. Das sind auch nur Schalterstellungen mit einem sehr guten Schalter (kleine Übergangswiderstände).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 3 Benutzer
Kommt wsl drauf an ob man den anderen Pickup parallel oder in Serie dazuschaltet
Das macht natürlich einen Unterschied, du hattest nur ursprünglich nichts von parallel oder seriell geschrieben, sondern von "dazuschalten".

Der Einbau eines Freeway Switch ändert nichts an den Grundsounds.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Sinnvoll und einfach zu realisieren ist tatsächlich ein zusätzlicher Minischalter mit einer Drahtbrücke zwischen Steg-/ und Halspickup.
7 sinnvolle Sounds: die 5 normalen unverändert, in Steg-/ oder Halsposition jeweils Hals und Steg parallel,
in den Zwischenpositionen jeweils alle 3 parallel, so wie es G&L macht:

Guitar-S-500.jpg


Die ganzen S1-Schaltungen von Fender oder noch mehr Zusatzoptionen verwirren mehr, als dass sie nützen - meine Erfahrung und persönliche Meinung.

Die Option mit Push - Push / Push - Pull Poti und Zumischoption, so wie es Blade und andere Hersteller machen, da stört mich immer das Poti: man hat keinen definierten Mischpunkt.

Die Eier legende Woll-Milch-Sau ist die hier - Comanche VI:

Comanche VI Korpus vorne.JPG


Die einzelnen Spulen sind parallel verdrahtet, einzeln über Minischalter ein-/ und ausschaltbar + 3 weitere Minischalter für die 7 oben beschriebenen; viel machbar, wenig nutzbar?!

90COMNVI.gifComanche-Studio-VI-controls.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
@George&Leo :
Eine Supergitarre!! Ich hatte mal die „normale“ Comanche in Blue Burst mit Ahorn Griffbrett und bedaure immer noch, dass ich sie seinerzeit verkauft habe. Das G&L VibratoSystem ist für mich immer noch eins der besten überhaupt. Hach ja, schwärm…..aber jobbedingt fehlten ihr zwei Bünde….;)
 
„normale“ Comanche in Blue Burst
Das ist meine, allerdings mit Palisander-Griffbrett und Wood-Binding.
Bei der Comanche V sind die 2 Spulen der Z-Coils seriell gewickelt, dadurch klingt sie etwas kräftiger.
Hier kann man schön den Minischalter sehen, eine wirklich sinnvolle Erweiterung und einfach zu bedienen:

Comanche BB Binding.JPG
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hab einige Bekannte mit Les Paul Standard Modellen, die serienmäßig Push/Poll Potis für das Coil Tapping oder Coil Splitting verbaut hatten und die meinten, dass wegen der zusätzlichen Funktion die Grundsounds schlechter wurden...
Die Frage ist, wie man das feststellen will, wenn die Pushpotis bereits serienmäßig drin waren. Über den Vergleich mit einer anderen Les Paul?

Es kann eine Menge Gründe haben, warum die anders klingt - neben den oft unterschiedlichen Hölzern und diversen Gewichtserleichterungen von Swiss Cheese bis Chambered und Modern Weight Relief sind meist schon andere PUs verbaut. Für sensible Ohren könnte vielleicht auch der Unterschied zwischen den Anschlusskabeln was ausmachen, da ein 4-adriges vermutlich eine andere Kapazität hat als der Braided Wire. Der wird bei klassisch aufgebauten Modellen auch für den Rest der Verkabelung eingesetzt, was bei den moderner ausgestatteten nicht unbedingt der Fall ist. Von den Potis zurück zum Toggle und dann zur Buchse kommt dann doch ein bisschen Kabelweg zusammen.

Nicht zuletzt können auch PUs gleichen Typs abweichen, zumindest früher war man da gerade bei Gibson schon ziemlich großzügig. Ich hatte z.B. mal einen '57 Classic Plus mit über 10 KOhm, was total außerhalb der Reihe ist. Einen großen Unterschied kann auch die Hardware machen - die eine hat vielleicht eine ABR-1 mit Alu-Stoptail, die nebden den Elektrik-Finessen auch eine Nashville Bridge.

Wenn man selbst ein Pushpoti einbaut, kann sich der Sound natürlich auch dadurch ändern, dass der Potiteil einen etwas anderen Widerstand hat, denn "500 KOhm" kann real so ziemlich alles von 450 - 550 KOhm bedeuten. Und den Unterschied hört man tatsächlich. Ansonsten bleibe ich dabei: Schalter haben keine Kapazität und kaum messbaren Widerstand. Wenn die Lötstellen nicht halb kalt sind, gibt es da also eigentlich schlicht nichts, was einen Unterschied ausmachen könnte.

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich möchte aus meiner Strat das bestmögliche rausholen, ganz einfach ;)
Aha :unsure: Definiere doch mal, was das sein soll? Welche Sounds brauchst/möchtest Du und vermisst Du bei Deiner Gitarre. Übrigens der Tipp oben, eine Tele zukaufen, wenn Du deren Sound willst, ist in meinen Augen für dieses Thema in der Tat das beste. Gebraucht (z.B. Squier) gehen die bei 150 € an, eine gebrauchte Vintage 50 Squier bekommt man auch für 300 € und - wenn ich meine betrachte - klingen die sehr ordentlich.

Bist Du so einer, der noch einen Luftfeuchtigkeitsmesser mit Display, rot-gelb-grün Dioden und Piepser für Grenzwerte ins Auto einbaut, damit letzteres "besser" ist?

Ha, da hab ich im Beitrag https://www.musiker-board.de/threads/der-fender-stratocaster-user-thread.105812/post-9803063 noch 'ne Möglichkeit für Deine Mod-Ziele gefunden

1741287059883.png


(Ja, ich weiß, da geht es um die Gegenüberstellung der verschiedenen Farben der Knöpfe, aber wäre doch eine nette Variante, noch mehr Bestmögliches herauszuholen, wenn man da mit 6 Potis arbeiten würde :rofl: )
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
  • Haha
Reaktionen: 3 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben