Welches Cab für Marshall Silver Jubilee empfehlenswert?

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LevitationsFels
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Hi Leute ich bräuchte mal euren Rat ich bin auf der Suche nach ein Cab für einen Jubilee der bei mir rum steht , ich hab mit cabs noch gar keine Erfahrungen gesammelt. Ich hab kürzlich ein Harley Benton 2x12 v30 bestellt und ausprobiert fande das total furchtbar, habe gerade auch ne Info aufgeschnappt das der Jubillee etwas wählerisch bei den cabs sein kann ? Idk würde mich über Infos freuen
 
Hi,
Also was Boxen angeht, kann man kaum eine Empfehlung abgeben. Da spielen zu viele Faktoren ein. Vor allem, an welchem Top er angeschlossen wird.
Empfindet auch jeder anders. Die HB findest du furchtbar, andere mögen die. Das hat verschiedene Gründe und wir kennen deinen ja nicht mal.
 
Die v30 brauchen meiner Meinung nach auch etwas Einspielzeit.
 
Dem Amp ist völlig Schnuppe was da hinten dran hängt, solange die technischen Parameter passen.
BDX.
Ich vermute es geht @LevitationsFels weniger um den technischen Aspekt, als um den klanglichen…

Ich würde mal eine Marshall 412 mit G12-T75 probieren - bei den Speakern scheiden sich die Geister. Zu den meisten Marshalls passen die aus meiner Sicht ziemlich gut.
 
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...Ich würde mal eine Marshall 412 mit G12-T75 probieren...
Hello,
da schließe ich mich an. Hab zwar nur alte G12T75 aus den 80ern, aber die klingen mit meinen britischen Kisten schon fein. Über die neueren Serien kann ich allerdings nichts sagen.
Wie bereits gesagt wurde, sind Lautsprecher aber wirklich ne Geschmacksfrage, da gibt es nicht "den besten" oder "die beste Box".
Ausprobieren könntest du in jedem Fall auch Celestion G12M (z.B. Greenbacks oder Creambacks). Den Creamback empfinde ich persönlich als gefälligsten und unkompliziertesten Lautsprecher (in Sachen EQ am Amp), den ich so in Benutzung habe.
Grüße
 
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
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Als der Silver Jubilee rauskam, waren die zugehörigen Boxen mit speziell für Marshall gebauten "G12-Vintage" bestückt. Von Marshall selbst gab es aber schon die Aussage, dass die sich vom V30 in erster Linie durch eine etwas höhere Belastbarkeit (70 Watt) unterscheiden und klanglich schon sehr in die Richtung gehen.

Das heißt aber nicht, dass einem die Dinger unbedingt gefallen müssen. Ich bin selber kein großer Fan, und der Speaker polarisiert glaube ich ähnlich wie bei Pickups der JB. Die meisten lieben oder hassen sie, mit wenig zwischendrin. Mir sind sie zu einseitig abgestimmt, sie haben für mich diese kreischenden Mitten, die zwar prima durch den Bandsound fräsen, aber mir halt auch zu aufdringlich sind. Clean sind sie schon gar nicht mein Fall.

Der Jubilee ist auch ein etwas spezieller Bursche, finde ich. Er war damals sowas wie ein Versuchsballon in Sachen Kanalumschaltung und HiGain, der viele Eigenschaften der JCM800-Amps nochmal übersteigerte, so kam er mir jedenfalls vor. Je nach Einstellung kann er genau die Frequenzen betonen, die beim V30 eh schon sehr hervorstechen, und wenn man das nicht so mag... Also ja, den solltest Du schon auch mal an einer anderen Box ausprobieren, um einen Vergleich zu haben. Es kann natürlich auch sein, dass der Charakter des Amps ganz grundsätzlich nicht Deinen Geschmack trifft. Mit den heutigen HiGain-Amps aus der Rectifier/Soldano/5150-Richtung hat er zB für meine Ohren nicht so arg viel gemein.

Creambacks sind auch mMn tolle LS, vielseitig, ohne langweilig zu klingen. Einer meiner Lieblings-Celestions ist allerdings der Neo-V. Abgesehen von der höchst angenehmen Gewichtsreduzierung klingt er für meine Ohren einfach sehr gut mit allen möglichen Amps und Einstellungen von Clean über Crunch bis HiGain. Ich kenne ja auch den V-Type, der an Werk im DSK-40CR sitzt. Ich habe da keinen Vergleich, es kann auch am Amp liegen, dass es da schon sei ein bisschen zu Kreischen neigt. Der Neo-V hat das jedenfalls nicht. Auf diesen LS gekommen bin ich übrigens über ein Video von Pete Thorn, dessen Reviews ich immer sehr informativ finde. In meinem Koch Studiotone XL hat sich der positive Eindruck nach kurzer Einspielzeit aber auch voll bestätigt. Immer noch ein typischer Celestion mit diesen etwas rauhen Mitten, nicht scooped oder gar matt, aber halt auch nicht nervig und auch bei geringeren Lautstärken nicht so "tot" wie das bei vielen Speakern für mich der Fall ist.

Eine andere Sache ist der Jubilee, der bei Dir "rumsteht". Ist der vielleicht schon etwas älteren Datums? Du schreibst leider nicht näher, was Dir eigentlich am Sound nicht gefällt, aber bei einem Röhrenamp sollte man schon auch daran denken, dass Röhren altern und dann irgendwann ihren Sound ändern können. Womöglich versucht man das durch die Klangregelung auszugleichen, aber dann werden die Höhen nur schrill statt transparent, oder es mumpft untenrum, man nimmt Bass raus und es klingt obenrum nasal, weil die Einstellungen der Regler sich untereinander stark beeinflussen. Vielleicht liegt der Hund eben auch hier begraben.

Gruß, bagotrix
 
Denkt bitte auch an die Streuung bei V30. Ich habe ein paar China V30, und die klingen nicht gleich. Da gibt es schon echte Kreissägen dazwischen.

Ich habe einen Marshall 2554 bei mir stehen (alter Silver Jubilee Combo). Als der im Gehäuse war fand ich den Creamback (75 Watt) super. An einer Mesa 4x12 OS klingt er furchtbar, an einer Diezel 4x12 mit Marshall Vintage richtig gut.
In meinen Ohren ist der Silver Jubilee ein sehr wählerischer Amp.

In einer Hook 2x12 habe ich einen V-Type und Creamback Neo drin. Das klingt leise schon echt gut, aber etwas HiFi, was ja nicht verkehrt ist, wenn man nicht so laut sein will. Je lauter es wird, desto mehr klingt es nach "normalen" Lautsprechern. Derzeit bin ich nur zu faul, die in anderen Lautsprechern auszuprobieren.

Ich persönlich kann keine Empfehlung aussprechen. Aber alte Marshall Cabs würde ich mal ausprobieren. Den G12T-75 halte ich auch für einen guten Lautsprecher. Allerdings sind die 1936 derzeit nicht so viel angeboten. Alternativ mal eine SC212 ausprobieren, die hat V-Types drin. V-Types sind auch in meinen Ohren moderatere V30, die durchaus mehr Aufmerksamkeit verdienen.
 
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Ich kenne den Marshall Jubilee persönlich nicht.
Falls es interessiert:
Ich spiele meinen JVM über die Egnater 212 Tourmasterbox und 2 Rebelboxen mit Celestion Elite 80 Speakern.Ist natürlich keine perfekte Einheitsoptik mit Head und Boxen, aber es klingt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meinem Dafürhalten macht die Box >80% des Sounds aus - Verstärker und Gitarre haben mit dem Sound weniger zu tun, sie liefern eher die Nuancen ob man jetzt z.B. eine Strat oder Paula hört.

@LevitationsFels , gehe in einen gut sortierten Laden und spiele einfach ein paar Boxen durch. Es ist sehr vom persönlichen Geschmack abhängig.

Was Deine Harley Benton mit Celestion V30 angeht -> Celestion fertigt ja auch schon in China -> ich höre beim V30 deutliche Unterschiede zu Speakern aus englischer Fertigung -> die Engländer klingen besser!

Wie gesagt, ist Geschmackssache. Ich persönlich finde die Bogner 2x12" Salt'n'Peper sehr gut. Aber auch Orange baut sehr feine 2x12" Cabs mit dem V30 -> klingt auch sehr gut!

Interessant wäre auch eine Combo aus einem V30 und einem H30 (Heritage) und und und...

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Oder mach es so wie ich: Ich spiele jetzt seit ~5 Jahren einen Modeller. Angefangen hat es mit einem Helix und jetzt bin ich beim Fractal Audio FM9 Floorboard -> es setzt eine lange Zeit voraus, das Prinzip mit FRFR-Boxen am Modeller zu verstehen und umzusetzen -> aber am Ende stehen zahlreiche sehr geile Sound-SetUps, welche man über IRs realisiert. Es klingt auch sehr sehr geil!
 
Ich hab den Mini Silver und spiele den an einer 1936V und einer SC112 einmal also die V30, einmal den V-Type. Allerdings ist die 1x12 hinten teils offen, das macht natürlich wieder etwas am Gesamtklang aus.
Die 1x12 hab ich in erster Linie aus Gründen der Transportabilität, vom Sound her sagt mir die 1936V mehr zu.
Die normale 1936 mit den G12T75 hatte ich vor langer Zeit auch (ebenso wie die 1960 mit den gleichen Speakern), mir persönlich gefallen die V30 einfach besser. Aber wie schon so oft geschrieben: Geschmack!
Die passende Boxen werden - vermutlich - nicht grundlos mit den V30 angeboten.

Auch wenn das klar sein sollte: Nur weil in der HB V30 sind und in der Marshall V30 auch heißt das keinesfalls, dass die beiden Boxen gleich klingen. Vom Speaker allein kann man das also nicht abhängig machen.
 
Wahnsinn Leute wie viel engagierte Beiträge ihr schreibt, vielen lieben Dank dafür, wirklich ganz toll !!! Es scheint ja wirklich nicht ganz einfach zu sein das richtige Cap zu finden und wie ihr schon sagtet, man muss es ausprobieren. Mir wurde die Frage gestellt was für ein Jubilee ich hätte, es ist ein ziemlich aktueller den ich von einen Freund abgekauft habe, ich hatte das Bedürfnis nach einen ganz simplen Setup und stelle fest dass dit doch nicht so einfach ist wie ich mir dachte. Ich bin über ein paar YT Beiträge auf den Amp aufmerksam geworden und war ganz schön begeistert aber den Klang konnte ich bisher überhaupt nicht reproduzieren. Ich spiele zuhause eine Fractal Audio fm3 mit Studiomonitoren, den einzigen Röhrenamp den ich jemals besessen habe war ein Mesa Boogie Mark IV Combo Amp mit Black Shadow Celestion Speakern wenn ich mich recht erinnere, den fande ich fantatsich. Ich hab mich wieder nach irgendwas mit Knöpfen und Simplizität gesehnt um mit einer Band zu spielen. Naja vlt dann doch eine FRFR Box, der Jubilee ist momentan ein Experiment das ich angehen wollte, ich hätte nicht gedacht dass man so viele Parameter berücksichtigen muss, ich dachte Analog ist einfacher als digital. Ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten, die wirklich hilfreich sind❤️❤️❤️
 
Hallo,
zunächst ist der Jubilee ein toller Amp aber etwas zickig was die EQ Einstellung angeht. Ich habe den kleinen 2525H. Er klingt schon in entsprechender Einstellung sehr nach JCM800 mit einer Prise mehr Gain. Bei mir mag er aber Bass unter 7 gar nicht, Mitten haben ein Fenster von 6-6.5, Treble je nach Gitarre ebenso wie Presence.

Ich spiele ihn über eine V30 Box, die aber recht fettes Holz hat und das klingt sehr gut. Über meine 1936V finde ich ihn aber auch gut, aber V30 können auch schon mal nerven.

Mittlerweile finde ich die Marshall Greenback Boxen (AX,TV,AHW) aber mit Abstand am besten, ist einfach der klassische Marshall Bratsound. Geht auch mit V30, aber der Mittensound sticht immer etwas raus. V30 würde ich eher nach Orange oder ähnliches schauen, einfach wo das Holz die Hochmitten etwas aufsaugt.

Ich würde aber zu Greebacks raten.
 
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Ich spiele zuhause eine Fractal Audio fm3 mit Studiomonitoren,
Mal eine Idee: Im Fractal ist doch auch der Silver Jubilee gemodelt. Such Dir eine IR mit 2x12 V30, die bei gleicher Reglerstellung möglichst ähnlich klingt wie der reale Amp. Evtl. kannst Du mit einem Graphic EQ in der FX-Kette nach dem Ampmodel noch ein bisschen nachhelfen, weil die IRs ja selten so 100% passen und Du damit auch Deine ebenfalls nie ganz lineare FRFR-Abhöre angleichen kannst. Es geht wohlgemerkt nicht daraum, dass es besonders gut klingt, sondern dass es nach Deinem Amp über Deine Box klingt, mit allen Warzen und Pickeln.

Jetzt kannst Du verschiedene Boxen bzw. Speaker-Typen virtuell ausprobieren und feststellen, mit welchen Du näher an Deinen Wunschsound kommst. Das könnte es etwas besser eingrenzen, mit welchem Typ Box bzw. Speaker Du es dann auch mal real probieren könntest, bevor Du uferlos Boxen anschleppst.

Gruß, bagotrix
 
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Sowas ähnliches wie es @bagotrix beschreibt, habe ich mit meinem Marshall JMP-1 Rack und dem Two Notes CabM gemacht. So bin ich auf die Harley Benton 212 gekommen, die ich dann mit UK Celestion Greenbacks nachgerüstet habe, weil mir die Speaker in der "virtuellen" Variante super gefallen haben.

Was soll ich sagen, mir gefällt der Sound im Proberaum. ☺️
 
Oder: Mach dich nicht verrückt, teste einfach ein paar Boxen an und lass deine Ohren entscheiden.
Das ist alles nicht wirklich kompliziert- außer man macht eine Wissenschaft draus.
 
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Mal eine Idee: Im Fractal ist doch auch der Silver Jubilee gemodelt. Such Dir...

Moin @bagotrix , prinzipiell ein sehr guter Ansatz und man kann es so durchaus machen! Ein Satz vorweg: Ich spiele seit ~3 Jahren Fractal Audio der 3. Generation (vom FM3 zum FM9) und muss sagen, die Verstärker-Simmulationen der Fractal-Teile sind atemberaubend authentisch!

ABER, zu Deinen Überlegungen: Den durch IRs reproduzuierten Sound kann man nicht mit einer Box vergleichen die vor einem steht. Bei den IRs hat man ja die Klangfärbung des Mik's, mit welchem die IRs erstellt worden ist. Mein Tip: In der Regel ist bei den IRs-Bundles ein AKG C414 mit dabei -> dieses Mikro hat einen doch schon guten linearen Verlauf -> jetzt die IRs wählen die auf die Cap-Egde-Position gerichtet ist und nicht ganz dicht dran steht. Diese akustische Beobachtung ist natürlich meine subjektive Erfahrung, aber mir hat sie in der Folgezeit immer gute Dienste geleistet - man wird nämlich bekloppt in der Birne, wenn man so einige hundert IRs durchhorcht.

Zahlreiche Gitarristen spielen immer noch ihre "original" Gitarrenboxen an ihren Fractal Geräten, weil sie mit dem IRs-Prinzip nicht wirklich klar kommen. Ich kann dazu nur sagen, dass kein FRFR-Monitor wirklich linear ist -> weißes Rauschen auf die Box geben und den Frequenzverlauf messen -> am Ende eines jeden Presets habe ich einen P-EQ in meinem FM9, der den FRFR-Monitor weitetsgehend "grade bügelt". Damit sieht die Welt schon anders aus!

Ganz wichtig im Zusammenhand seinen Sound mit IRs zu finden ist: ALLES (!) was man macht, sollte man mit erhöhter Laustärke machen. Es muss nicht brachial Laut sein, aber es sollte in die Richtung der Lautstärke gehen, mit der man live oder im Probenraum spielt. Fletcher Munson lässt Grüßen ;) ...und wenn man mit höheren Lautstärken arbeitet, immer zwischendurch Pausen machen, damit das Gehör sich erholt, denn auch das kann "müde" werden.

Und: Boxen die in Natura sehr geil klingen, die bieten auch mit Abstand die besten IRs. Zum Beispiel die Orange 4X12" G12H30 von 1971. Ich habe diese Box 1x an einem MesaBoogie Amp gehört und bin stumpf nach hinten gekippt! Die Firma cabIR.eu aus/in Hannover hat diese Box abgemikt und IRs erstellt. Es ist mittlerweile eine meiner Lieblingsboxen! Btw ist es schon sehr geil, die Sounds mit IRs und leichten FRFR-Monitoren zu reproduzieren, als die Original Box von 1971 mit >80 Kg durch die Gegend zu schleppen :LOL:

Prinzipiell kann man es aber so machen, wie Du es darstellst @bagotrix - daran ist nix falsch. Ein gute Richtung gibt es vor! Und die grundsätzliche Wahrnehmung, ob ein Speaker gut klingt oder nicht, die trägt ja jeder von uns in sich drinne.
 
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