
Günter Sch.
HCA Piano/Klassik
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"Das innerste anliegen eines heutigen komponisten ist, ein produkt herzustellen, das niemand konsumieren will. Zylinderhüte, knopfstiefelchen und schnürleibchen, einst inbegriff der eleganz, verachtet das publikum als vergangene mode, in der musik will es nur, was vor hundert jahren geschrieben wurde. Der zeitgenössische komponist ist eine art eindringling, der sich an einen tisch drängt, zu dem er nicht geladen ist, und ganz sicher ist die beste eigenschaft dieser gattung, gestorben zu sein."
Arthur Honegger vor über 50 jahren
Was hat sich daran geändert?
Könnte es sein, dass komponisten stille, bescheidene, sensible menschen sind, die einen bis jetzt unbekannten bereich ausleuchten, etwas noch nicht dagewesenes schaffen wollen?
Brauchen sie dazu nicht ermutigung, anerkennung, anregung und die möglichkeit, ihre arbeit erklingen zu lassen? Ein gemälde kann jahrelang auf einem speicher herumstehen und ist doch immer präsent, musik erklingt, verklingt und muss immer neu belebt werden.
Bach schuf für die eigene praxis. kammermusik am hof von Köthen, kirchenmusik in Leipzig, präludien und inventionen für den unterricht, manches auch zu eigenem vergnügen oder aus forscherdrang. Von Beethoven erwartete man, dass er zu einer soirée eine neue sonate mitbrachte, zum karneval in Venedig gehörte eine neue oper (stellt euch das in Mainz oder Köln vor!).
Das soll kein lamento sein, die welt heute ist so, weil sie gestern so war, sie kann gar nicht anders sein, und vielleicht hat musik heute eine andere funktion, eine dienende, die gemeinschaft fördernde wie in anderen kulturen durchaus üblich.
Ich beobachte, dass leute, denen jede abweichung von der norm (Dur-moll-achttaktige periode) missfällt, diese als hintergrund für film und fernsehspiel tolerieren, liegt darin eine zukunft? Oder in musik, die nicht "aufgeführt", sondern speziell für tonträger konzipiert und im stillen kämmerlein genossen wird?
Anfangen und aufhören sind gleich schwer, bedürfen eines entschlusses,schluß! GS
Arthur Honegger vor über 50 jahren
Was hat sich daran geändert?
Könnte es sein, dass komponisten stille, bescheidene, sensible menschen sind, die einen bis jetzt unbekannten bereich ausleuchten, etwas noch nicht dagewesenes schaffen wollen?
Brauchen sie dazu nicht ermutigung, anerkennung, anregung und die möglichkeit, ihre arbeit erklingen zu lassen? Ein gemälde kann jahrelang auf einem speicher herumstehen und ist doch immer präsent, musik erklingt, verklingt und muss immer neu belebt werden.
Bach schuf für die eigene praxis. kammermusik am hof von Köthen, kirchenmusik in Leipzig, präludien und inventionen für den unterricht, manches auch zu eigenem vergnügen oder aus forscherdrang. Von Beethoven erwartete man, dass er zu einer soirée eine neue sonate mitbrachte, zum karneval in Venedig gehörte eine neue oper (stellt euch das in Mainz oder Köln vor!).
Das soll kein lamento sein, die welt heute ist so, weil sie gestern so war, sie kann gar nicht anders sein, und vielleicht hat musik heute eine andere funktion, eine dienende, die gemeinschaft fördernde wie in anderen kulturen durchaus üblich.
Ich beobachte, dass leute, denen jede abweichung von der norm (Dur-moll-achttaktige periode) missfällt, diese als hintergrund für film und fernsehspiel tolerieren, liegt darin eine zukunft? Oder in musik, die nicht "aufgeführt", sondern speziell für tonträger konzipiert und im stillen kämmerlein genossen wird?
Anfangen und aufhören sind gleich schwer, bedürfen eines entschlusses,schluß! GS
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