Harley Benton Attenuator modifizieren

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bitteeinbitt
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Hallo zusammen,

ich habe mir einen Harley Benton Power Attenuator PA100W über eBay für 40 € geholt, weil ich keine 800-900 € für einen High-End Attenuator ausgeben will. Mein Amp ist ein Marshall SV20H, also ohne Master Volume

Problem: Der Sound wird durch den Attenuator irgendwie matschig, fuzzartig, undifferenziert – besonders wenn der Amp stärker verzerrt. Höhen gehen verloren, und es klingt einfach nicht mehr so definiert. Ich kann zwar leise spielen, aber habe eben deutliche Einbußen im Klang.

Ich bin gerade dabei, das Ding aufzuschrauben, um zu schauen, was da drin steckt. Ich gehe davon aus, dass dort billige Widerstände und andere Komponenten verbaut sind, die den Sound negativ beeinflussen. Meine Idee ist, die Schaltung zu optimieren – hochwertigere Widerstände einbauen, vielleicht mit einem Kondensator arbeiten, um die Höhen besser zu erhalten, usw.

Jetzt brauche ich eure Hilfe:

1. Wo kann ich mich gut informieren?

• Ich suche Schaltpläne oder eine Erklärung, wie genau so ein Power Attenuator funktioniert.

• Gibt es empfehlenswerte Bücher, Webseiten oder Foren, die sich mit dem Thema beschäftigen?


2. Wie kann ich das Ganze testen, ohne meinen Amp zu gefährden?


• Klar, Multimeter ist das erste Mittel der Wahl, aber wie teste ich unter realistischen Bedingungen?

Vielleicht hat jemand von euch das schon mal gemacht oder kennt gute Ressourcen, um sich einzulesen? Bin für jede Hilfe dankbar!
 
Versuch es doch mal mit einem Line-Attenuator zwischen Send und Return. Das ist dann quasi ein Mastervolumen.
JHS Pedals Little Black Amp

Der Sound kommt aus der Vorstufe des Amps. Ja ein bisschen Endstufensättigung (nicht Endstufenverzerrung) ist schön, aber nicht unbedingt notwendig.
Ich habe auch mit Powerattenuatoren getestet, auch einen selber gebaut und mit Kondensatoren getestet, aber war nie zufrieden mit dem Ergebnis. Eine Reduzierung der Leistung um 25% ist noch o.K. aber dann klingt es halt so wie du es beschreibst.
BDX.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte genau das Teil. Steht jetzt auf EBay. War damit nicht zufrieden da zu wenig Endstufensättigung.
 
Leider liegt das nicht an "billigen Widerständen"...
So wirklich funktioniert kein Attenuator richtig. Selbst die teuren Teile, die eine Lautsprecherspule ohne Membran verbauen, beinflussen den Klang ab einer bestimmten Attenuator-menge deutlich...

Das Problem ist (soweit ich weiß) einfach noch nicht gelöst...ich vermute daher, dass Du mit einem Umbau nicht ans Ziel kommst - und wenn doch: mach Dich selbstständig und verkauf das Ding ;)

Wenn ich das richtig umreisße ist das was Du brauchst ein Widerstand der leistung verbrennt. Klingt einfach, ist es aber nicht, da wir hier gleichmäßig die Leistung über alle Frequenzbereiche verbrennen müssen. Das heißt dann nicht mehr "Widerstand", sonderm "Impedanz". ... und wenn Du es jetzt schaffst, eine Impedanz mit glicehr Dämpfung über den ganzen Frequenzbereich zu bauen, weiß ich auch nicht, ob das ganze System dann trotzdem noch so reagiert wie es soll - gerade bei Röhrenamps ist der Output vom Amp Lastabhägig. D.h. der "klingt" anders, wenn Du jetzt eine 8Ohm oder eine 16 Ohm Last anhängst... und jetzt übertrag das mal auf deine "lineare Impedanz" so, dass das was der Speaker am Ende der Kette macht das gleuche ist wie vorher - nur weniger Stark... (die lauststärkeabhägige Freqeunzwahrnehumg von deinem Gehör ist jetzt noch garnicht mit dabei...) Kommt dann noch dazu, dass der Speaker sobald er sich bewegt selbst eine Spannungsquelle wird und damit den Ausgangstrafo beinflusst.

Das ganze iset leider echt nicht leicht und - wie gesagt - soweit ich das mitbekommen habe, ist das Problem noch nicht gelöst...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe in der Zwischenzeit im Marshallforum einen Beitrag zu einem Attenuator gefunden. Ich werde die Elektronik im HB Attenuator rausschmeißen und durch eine neue ersetzen. Da der Hb Attenuator so bescheiden ist, denke ich das sich das lohnen wird.
 
Na dann warten wir mal gespannt auf Updates. Ich denke, dass das eher rausgeworfenes Geld ist, aber man kann das ja auch als Lehrgeld sehen. Gibt schon einen Grund, warum Ox Box & Co. einen stolzen Preis haben.
 
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Ja.. das hab ich oben schreiben wollen...

War vielleicht zu viel Text und wird deswegen ignoriert
 
War zu viel Text. Danke für die ganzen Antworten. Ich werde es riskieren und die 50€ investieren. Immerhin gibt es viele Berichte darüber, dass der Attenuator gut funktioniert.
 
Ich habe mich erstmal für einen Einbau eines 10uF Kondensators entschieden.
Ich werde nächste Woche berichten ob sich der Einbau des Kondensators gelohnt hat. Falls nicht werde ich einen komplett neuen bauen. Bis dahin
 
Meine Erfahrungen mit diesen preisgünstigen Attenuatoren bzw powersoaks . Egal ob bugera,jet City,harley benton etc. Die Dinger sind alle für die tonne meiner Meinung nach .

Ich hab irgendwann in den saueren Apfel Gebissen und mir den Tone King ironman ll zugelegt. Das ist nicht nur preislich eine ganz andere hausnummer auch im sachen sound etc . natürlich klaut auch das Gerät je mehr Leistung man runter regelt sound und Dynamik aber das ist wirklich meckern auf sehr hohen Niveau.

Wenn du nicht soviel Geld ausgeben willst/kannst . Würde ich z.b bei linnemann mal nachfragen was ein nachrüsten eines mastervolumes bzw ppimv kostet. wahrscheinlich deutlich weniger als ein hochwertiger Attenuator.

Selbstbau in Vergleichbarer Qualität will auch gut durchgerechnet werden bzw verlangt auch Know-how wenn man nicht gerade Schaltplan von den hochwertigen Modellen irgendwo herbekommt.

Ich bezweifle das das modifizieren an dem harley benton Attenuator überhaupt etwas nennenswertes bringt
 

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