
KickstartMyHeart
Registrierter Benutzer
Wieviel Reflexion steckt hier drin - das ist nicht Dein Kommentar, sondern jener der TE?"Ich hab' ein neues Spielzeug entdeckt, das ich lustig finde und denke nicht darüber nach, welche Implikationen sich daraus ableiten"
Das ist zusammengefasst Dein zum damaligen Zeitpunkt vorhandener Einwurf - wieviel Reflexion wäre hier drin?"also, ICH habe da ja schon meine Bedenken"
Beides sind vollkommen unreflektierte Pole, die niemandem weiterhelfen und gehören für mich in die Schwurbelkiste der Verschwörungstheorien.
Ja, dann begründe sie doch einfach mal sachlich und höre mit irgendwelchen diffusen Aussagen auf.Sind sie das zwangsläufig? Unreflektiert?
Ich denke, Bedenken und Hoffnungen lasse sich imo gut Begründen.
Ich bin kein Doktor und attestiere daher nichts. Aber eine Sache möchte ich Dir nahelegen: Du hast anscheinend genug Zeit, um Dich vom Hölzchen bis aufs Stöckchen in das Thema Recording anzulesen. Was ich von Dir und jedem anderen erwarte, ist schlicht und ergreifend, dass er zumindest ein Mindestmaß an Information sammelt und für sich verdichtet, wenn er irgendwo mitdiskutieren will - Stammtisch- und Latrinenparolen waren vor 100 Jahren schon nicht sexy und werden es auch in weiteren 100 nicht werden. Ich bin im übrigen kein Experte, sondern muss mich beruflich damit auseinanandersetzen - das Thema macht mir persönlich noch nichtmal einen Heidenspaß. Ich reagiere nur extrem allergisch, wenn Menschen einfach nur platt Meinung einstreuen. Da fordere ich dann auch, sich die Zeit für solche Themen zu nehmen.Was muss ich wissen, um von Dir attestiert zu bekommen, dass ich Ahnung habe.
Okay, ich nehme das jetzt mal als eine Begründung - das ist ein Gedankengang mit Hand und Fuss und benennt auch Sachverhalte. Das ist ein Maß an Reflexion, mit dem man argumentieren kann. Was ich auch gern tun will:
Der Ansatz ist erstmal nachvollziehbar, wenn man sich jetzt z.B. große Blockbusterproduktionen aus Hollywood anschaut und wie Zuschauer an den steigenden computergenerierten Bild- und Ton- und Effektstandard gewöhnt werden. Aber in der Tat ist genau das Gegenteil wahr. Der technologische Fortschritt der vergangenen 50 Jahre allein im Filmbereich hat gerade diese Kosten in Filmen dramatisch reduziert. Nimm einmal so etwas wie Terminator 2 - Judgement Day. Die "Quecksilber"-Morphing Effekte - von denen es im Film auch nur relativ wenige gab - waren in 1991 der absolut heißeste Scheiß und er kam natürlich von James Cameron. Diese Effekte haben einen nicht unerheblichen Teil des Produktionsbudgets gefordert. 10 Jahre später - Peter Jackson mit dem Herrn der Ringe - gleiches Spiel, aber die Effektdichte hat sich massiv erhöht, weil die Gestehungskosten durch wesentlich schnellere und günstigere Rechner runter gegangen sind. Faktisch wird der Low Budget Filmemacher immer billigeren und besseren Zugang zu immer leistungsfähigeren Effekten haben. Das nivelliert schon seit geraumer Zeit den Abstand zwischen z.B. Marvel-Filmen und solchen aus der zweiten und dritten Reihe. Du bekommst mittlerweile bei Netflix-Produktionen Effekte, die dich mit den Ohren schlackern lassen und die keine 3-400 Mio USD Produktionskosten verschlungen haben, sondern einen Bruchteil. Wenn Du ein brandaktuelles Smartphone mit herausragender Kamera und AI-Einbindung nimmst, kannst Du damit in Verbindung mit einem gescheiten Rechner und Videosoftware was ziemlich krasses auf die Beine stellen.hier folgt die Begründung) der LowBudget-Künstler immer weniger Möglichkeiten haben wird wie große Hollywood-Produktionen, also die Erwartungs- und Anspruchshaltung der Konsumenten auch wächst.
Den Unterschied zwischen Deinem "also ICH habe da schon Zweifel" und Deiner obigen Begründung ist es, der es aumacht. Danke dafür.
Grund: Die Hölle der Autokorrektur und ein paar Tippsies
Zuletzt bearbeitet: