pBone - Plastikposaune - Billigposaune?

Liebe Posaunenkollegen,

seit mehr als 10 Jahren ist hier Ruhe. Anscheinend ist der Hype um die Kunststoffposaunen vorüber? Ich will den Faden trotzdem nochmal aufgreifen. Für Fastnacht und evtl. auch fürs WdB denke ich über die Anschaffung einer Kunststoffposaune nach. Es geht mir dabei schlicht und einfach um die Unempfindlichkeit. Meine Yamaha möchte ich bei solchen Anlässen lieber zuhause lassen.

Gibt's inzwischen "Langzeit-Erfahrungen" hinsichtlich Handling und Leichtgängigkeit des Zuges?

Mir ist aufgefallen, dass in diesem Thread nur von der pBone die Rede war. Bei Kirstein gibt's auch ein Kunststoffmodell (https://t1p.de/ih4b5). Hatte die zufällig auch schon mal jemand von Euch in der Hand und unterscheidet die sich von der pBone?

Viel Grüße
Lucia
 
"Langzeit-Erfahrungen" hinsichtlich Handling und Leichtgängigkeit des Zuges
Unsere pBone haben wir seit vielleicht 5 Jahren (damals gebraucht, aber wenig genutzt, gekauft), sie wird aber nur sehr selten benutzt, wenn das "Posaunen-Kind" mal wieder zu Besuch da ist. Eine Verschlechterung konnte es noch nicht feststellen. - Zu dem Kirstein-Teil kann ich nichts sagen.
 
Wichtig ist meiner Erfahrung nach, dass das Mundrohr aus Messing ist (bei der verlinkten gegeben!) und das Ventil, falls vorhanden auch (bei der verlinkten ohne also hinfällig).
Wie sich der Zug einspielt ist dann sehr unterschiedlich da muss man ausprobieren, wie viel schleifen man akzeptiert und eben je nach eingespieltheits-grad der Posaune regelmäßig bis sehr häufig den Zug reinigen (eigentlich müsste man das Zeug, das da entsteht sammeln, ist so eine Art Carbon-Paste und bestimmt für polier-und schmierarbeiten (Schlüssellöcher, Fahrrad bowdenzüge,…) gutes gleitmittel, bloß ist es etwas schwierig nutzbar zu „gewinnen“?!).
 
Gibt's inzwischen "Langzeit-Erfahrungen" hinsichtlich Handling und Leichtgängigkeit des Zuges?
Meine pBone ist längere Zeit mal einfach nur rumgelegen und nicht gespielt worden. Beim ersten Spielen danach lief der Zug erstaunlich gut, fast schon so wie bei einer Messingposaune.

Das hat sich aber auch schnell wieder gegeben. Nach ein paar Minuten Spielen lief er wieder genauso schlecht wie vorher.
 
Hallo,
Ich habe seit einigen Jahren eine pBone sowie eine cool-wind mit Quart und Messing-Mundrohr.
Hinsichtlich der Gängigkeit des Zuges geben sich die beiden nichts, mit einer Metall-Posaune nicht vergleichbar; mal geht's besser, mal nicht. Für mich abhängig von mehreren Faktoren: Spiel-Häufigkeit (siehe vorher) und Umgebungstemperatur.
Aber auf keinen Fall ölen oder schmieren, dann geht's gar nicht gut.

Töne und Anspielbarkeit bei Phone evt besser, ist aber ggf. Spieler-abhängig.

Für Anfänger von mir beide nicht zu empfehlen, trotz Gewicht und Unempfindlichkeit.
 
Inzwischen habe ich die schwarze Kunststoffposaune von Kirstein gekauft ("Classic Cantabile", ohne Quartventil). Sie hat mich optisch ein wenig mehr angesprochen als die pBone, u. a. wegen des gebogenen Spielzugs (der Zug der pBone ist unten rechtwinklig).
Die Ansprache ist etwas gewöhnungsbedürftig, in der Höhe etwas besser als in den tieferen Lagen. Der Zug ist spielbar, reibt aber und ist deutlich schwergängiger als von meiner Yamaha gewohnt. Möglicherweise bessert sich das mit der Zeit noch etwas. Unter Berücksichtigung des Preis-/Leistungsverhältnisses (129 EUR) bin ich mit dem Instrument im Grunde zufrieden. Natürlich darf man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Bei einem Konzert würde ich das Instrument keinesfalls verwenden, bei etwas "rustikaleren Bedigungen" (Fastnacht, WdB...) aber schon.
Ich schreibe hier bewusst "würde", denn letzten Endes werde ich sie wohl doch nicht einsetzen. Leider musste ich feststellen, dass das Instrument hörbar zu hoch ist. Selbst bei vollständig eingeschobenem Stimmzug ist das Instrument noch ca. einen halben Ton zu hoch. Das ist meines Erachtens im Zusammenspiel nicht akzeptabel, auch nicht bei "rustikalen Bedingungen". Ich habe verschiedene Mundstücke mit etwas unterschiedlich langen Schäften ausprobiert, damit lässt es ich aber nicht ausgleichen.
Obwohl ich im Vorfeld relativ viele Erfahrungsberichte gelesen habe, bin ich bisher nicht auf diese Problematik gestoßen. Allerdings haben sich diese Berichte immer auf die pBone bezogen, nicht auf die "Classic Cantabile". Möglicherweise ist die pBone in diesem Punkt besser?
Viel Geld habe ich mit dieser Anschaffung nicht in den Sand gesetzt. Dass ich das Instrument jetzt aber nicht wie vorgesehen einsetzen kann, ist aber trotzdem ärgerlich.
 
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Leider musste ich feststellen, dass das Instrument hörbar zu hoch ist.
Wir dürfen hier keine "Rechtsberatung" machen, aber eine Meinung darf ich auch als rechtlicher Laie haben. Die ist, dass noch nicht unbedingt Geld in den Sand gesetzt wurde.
Du könntest in seriösen Quellen zum Verbraucherrecht nachlesen, wie es mit der Gewährleistung des Händlers ausschaut.

Praktisch gesehen könntest Du prüfen. ob Du die Posaune wegen des herstellungsbedingten Mangels einfach zurückgeben kannst, dazu gibt es Fristen. Die erste, besonders verbraucherfreundliche Frist könnte abgelaufen sein, wenn seit dem Kauf schon längere Zeit vergangen ist. Dann wäre es günstig, wenn auch andere erfahrene Posaunisten beim Anspielen festgestellt haben, dass die Grundstimmung des Instruments deutlich zu hoch ist.

Gruß Claus
 
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Kirstein bietet doch 30 Tage Money back Garantie ohne Angabe von Gründen an.

In deinem Fall besteht zusätzlich noch ein Mangel, nicht stimmbar und das würde ich als Mangel sehen und da greift die gesetzliche Gewährleistung, da würde ich mit dem Kundenservice reden. U.U. hast du ja einen Ausreißer bekommen.

Ich weiß nur, dass die pensionierte Posaunenlehrerin für Outdoor Gigs auch mit einer pBone auf ihrem Rad unterwegs war und ich kann mir nicht vorstellen dass die Kanne nicht passend stimmfähig war.
 
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Oder, weil eh nicht viel verloren ist:
Betrachte es als Bastelprojekt und schau mal, ob du irgendwo ein Stück Plastikrohr dranflicken kannst. Vielleicht kann man am Stimmzug etwas dranbasteln.
 
Selbst bei vollständig eingeschobenem Stimmzug ist das Instrument noch ca. einen halben Ton zu hoch.
Moment - tiefer stimmen ist Stimmzug herausziehen…:unsure:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Oder, weil eh nicht viel verloren ist:
Betrachte es als Bastelprojekt und schau mal, ob du irgendwo ein Stück Plastikrohr dranflicken kannst. Vielleicht kann man am Stimmzug etwas dranbasteln.
Wenn man bastelt, dürften die Gewährleistung futsch sein. Auch wenn der Preis nicht hoch ist, sollte man erstmal mit dem Kundendienst reden.
 
Moment - tiefer stimmen ist Stimmzug herausziehen…:unsure:

Um Himmels willen, Asche auf mein Haupt! :oops:
Natürlich hast Du recht. Das Instrument ist einen halben Ton zu tief, nicht zu hoch.

Danke für die Hinweise zu Rückgabe und Gewährleistung. Ich habe das Teil schon Ende Januar gekauft. Dann habe ich darauf erst mal eine ganze Weile daheim alleine im Keller gespielt um mich damit anzufreunden. Auf die Idee, die Stimmung zu prüfen, bin ich gar nicht gekommen. Ich habe die Diskrepanz erst später in der Probe im Zusammenspiel mit den Kollegen festgestellt. Vermutlich ist die Rückgabefrist bereits abgelaufen. Ich werde dem aber auf jeden Fall nachgehen und mich hierzu nochmal melden.
 
Dann ist die Bastelei ja noch einfacher. Irgendwo ein Stück absägen. (Falls das mit dem Kundendienst nicht klappt)
 
Vermutlich ist die Rückgabefrist bereits abgelaufen. Ich werde dem aber auf jeden Fall nachgehen...
Genau, aber ein "Money Back" innerhalb der ersten Wochen nach dem Kauf ist eine freiwillige Leistung von verschiedenen Händlern.
Die Mängelhaftung bzw. Gewährleistungspflicht gegenüber Verbrauchern beruht dagegen auf einer gesetzlichen Regelung, die Links im oberen Beitrag informieren dazu ganz gut.

Gruß Claus
 
Allerdings haben sich diese Berichte immer auf die pBone bezogen, nicht auf die "Classic Cantabile". Möglicherweise ist die pBone in diesem Punkt besser?
Ich bin schon mit anderen Kirstein-Hausmarkenprodukten auf die Nase gefallen. Die pBone ist ok.
 

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