Jetzt in Serie - Shure Nexadyne

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Die Gesangsmikros Shure Nexadyne 8C und 8S (Niere und Superniere) gibt es ja schon länger. Nun gibt es weitere Mikros mit dieser Zweikapsel-Technologie:
Nexadyne 2 - für Bassdrum
Nexadyne 5 - Abnahme von Gitarrenamps
Nexadyne 6 -Toms und Snare

1743517663423.png


Informationen auf den Seiten von Shure:

Die Serie ist auch schon beim großen T (und sicher auch bei anderen Händlern) gelistet. Die Preise sind... selbstbewusst. So würde ich das nennen.

Ich habe zwei Modelle des Nexadyne 8S und finde sie ganz hervorragend, detailreich wie ein Condenser, aber dennoch mit dem vollen Körper. Ich kann nur spekulieren, ob das bei den neuen Familienmitgliedern auch so ist, vermute es aber. Interessant für einen Test sind die Teile allemal. Die klareren Mikros bei Shure (Beta 87, SMB7) haben diese Klarheit auch, opfern dafür aber subjektiv etwas in den Tiefmitten, vom Körper, vom Zentrum des Klangs. Und den Shure-Mikros, die im Mitteltonbereich stärker sind, fehlte mMn immer etwas Klarheit (SM 58, Beta 58). Das Nexadyne hat beides Klarheit und Fülle.

(Falsche Angaben zum Frequenzgang div. Shure-Mikros herausgenommen)
 
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Naja, der betreffende Frequenzbereich ist einfach angehoben, also "lauter". Für manche Einsatzzwecke ganz hilfreich (wenn man das so will), z.B. Mikrofonierung von E-Gitarren-Amps oder auch bei Gesang.
 
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Hm, die 2,5 kHz kann ich so aber nicht bestätigen.

Laut den Diagrammen von Shure selbst hat das alte SM58 seinen Peak bei ca. 5 kHz, das Nexadyne 8 bei 4 kHz und beim Nexadyne sehe ich eher mehr Anteil der 2,5 kHz (gemessen an dem Teilstück z.B. um 700Hz herum).
Das entspricht auch meinen persönlichen Erfahrungen mit dem SM58.

Bei den 2,5kHz unterscheiden sich einige Mikros. Beim Lewitt DM550, ungefähr in der 58-er-Klasse, sind auch die 2,5 kHz ein wenig prominenter.
Sonderlich groß sind die Unterschiede bei den typischen dynamischen Gesangsmikros aber eigentlich nie. Wenn man es mal mit dem Frequenzgang eines Neumann KMS105 vergleicht ...

Sm58:

1743526463190.png


Shure Nexadyne 8:

1743526622508.png
 
Hm, die 2,5 kHz kann ich so aber nicht bestätigen.

Laut den Diagrammen von Shure selbst...

Danke für diese Korrektur, ich habe jetzt ebenfalls bei Shure selbst nachgesehen und meine fehlerhaften Angaben aus dem Text oben herausgenommen. Das schlimme ist, ich habe das jahrelang geglaubt und auch mehrfach geschrieben. Ich kann nun auch nicht mehr nachvollziehen, woher ich die falschen Frequenzschriebe hatte, aus denen ich die 2,5 kHz herausgelesen habe.
 
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Bei Mikrophonen tue ich mich aber auch gerne schwer, den Frequenzschrieb mit dem Sound zu mappen.
Es ist nur einer von vielen Parametern, die da eine Rolle spielen.
Und in der Praxis ist die PA, der Raum, das Mischerpersonal eh viel relevanter als das Mikrophon.

Gerade habe ich zum Spaß in ein Bassdrum-Mikro, Shure Beta 52, gesprochen.
Laut Frequenzschrieb hat das einen krassen Peak um die 4 kHz und aus der Entfernung wenig Bass.
Beim Reinsprechen hat sich das nicht so klar dargestellt. Klar ist nur, das Beta 52 ist kein echtes Sprechermikro, allein schon wegen zu schlechtem Plopp-Schutz, aber da spricht heutzutage auch selten jemand rein ... ;)
(für tiefe Männerstimmen hat es aber durchaus was)
Das Nexadyne 2 hat seinen Peak noch etwas höher.

Eher historischer Nachtrag:

Das alte AKG D12, bekannt aus den Bassdrums der 70er, war interessanterweise ursprünglich als Mikro für Sprache/Gesang entwickelt worden, soweit ich sehen kann. Einsatzzwecke von Mikros sind nicht immer gleich so klar ...

1743610010637.png
 
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... Das alte AKG D12, bekannt aus den Bassdrums der 70er, war interessanterweise ursprünglich als Mikro für Sprache/Gesang entwickelt worden, soweit ich sehen kann. Einsatzzwecke von Mikros sind nicht immer gleich so klar ...

Anhang anzeigen 980389

... und beim M88 vom Marktbegleiter Beyerdynamic ist es umgekehrt - ein Gesangsmikro, soll sich aber auch in der BD super machen.
 
Naja,
generell wird auch viel zu viel Hype um Mikrofone für bestimmten Zweck gemacht. Natürlich gibt es ein paar Abgrenzungen wie z.B.:
  • Gesangsmikrofone haben oft einen im Bass beschnittenen Frequenzgang, der zumindest dazu führt, dass die Abnahme von Bassdrums,... zu starken "Verlusten" führt
  • "Nicht-" Gesangsmikrofone haben oft keinen sinnvollen Windschutz oder auch Entkopplung gegen Griffgeräusche
  • Viele Mikrofone eignen sich schlichtweg mechanisch nicht für jeden Zweck (ich kann mir nur schwer einen Violinadapter für ein MD-441 vorstellen).
Aber es gibt genug Mikrofone, die im Grunde alles abnehmen können und gerade ich freue mich oft mehr über neutrale Mikrofone, als die vor-equalisierten Kameraden, die dann besonders mühsam werden, wenn ich den vom Hersteller angestrebten Sound nicht haben will. Das kann schnell dazu führen, dass man erst 3 EQ-Bänder braucht, um so ein Ding zu "entfärben" und dann nur noch eins übrig hat, um seinen eigenen Sound zu machen.

Aber: der größere Teil der Anwender sagt halt: "Mikro X ist das bessere Bassdrum Mikrofon, habe ich direkt verglichen (selbstverständlich ohne den Versuch eines EQ Einsatzes)". Und das wird dann auch gekauft. Somit folgen viele Mikrofone schlichtweg den Marktanforderungen und nicht unbedingt technischen Idealen.
 
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Es kommt wie so oft auf den Kontext an.

In vielen Fällen wird Musik gemacht ohne viele Knöppe.
Wenn mir nur ein kleines Pult zur Verfügung steht, z.B. mit nur einem feststehenden Mitten-Band, dann bin ich durchaus froh um eine passende Mikrophonfärbung.
Und ich habe hier viele Läden mit alten Analogpulten. Das ist keine Seltenheit.

Habe ich dagegen mehr Knöppe zur Verfügung, sieht die Welt anders aus.
 
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In vielen Fällen wird Musik gemacht ohne viele Knöppe.
Wenn mir nur ein kleines Pult zur Verfügung steht, z.B. mit nur einem feststehenden Mitten-Band, dann bin ich durchaus froh um eine passende Mikrophonfärbung.
Und ich habe hier viele Läden mit alten Analogpulten. Das ist keine Seltenheit.
Also zumindest ausnahmsweise will ich mal dazu meine Meinung sagen, die ich mir schon oft gedacht habe:

  • Eine Mehrköpfige Band erübt sich über Jahre eine Darbietung (Ich lerne mein Instrument, gründe eine Band, übe mit der Band,...)
  • Man hat Instrumente zusammen für mehrere 10.000 Euro dabei
  • Man lässt den gesamten Sound und somit den Auftritt seiner Band daran scheitern, dass man ein völlig unterausgestattetes Mischpult vor Ort nutzt, obwohl man das mit dem Kauf eines Behringer XR18 oder einem Soundcraft UI24 (beides unter 1000,00 Euro),... beseitigen könnte und zudem bei jedem Auftritt super Vorteile hätte, wie z.B. immer gleichen Monitorsound,....
Ich verstehe das nicht! Es ist aber weit verbreitet.
Viele Grüße
Tobias
 
mal dazu meine Meinung sagen
In solchen beschriebenen Fällen sind wir einer Meinung ;)

Es gibt aber auch genügend andere Fälle. Nehmen wir Jazz und Theatermusik. Da gibt es oft keine feste Band, sondern Projekte mit wechselnden Musikern, mit teils kurzer Vorbereitungszeit. Gerade bei Profis.
Die erste gemeinsame Probe mit allen ist dann gerne mal beim Soundcheck vor dem Gig.
Mit guten Leuten klappt das und scheitert nicht an der PA.
 
Also zumindest ausnahmsweise will ich mal dazu meine Meinung sagen, die ich mir schon oft gedacht habe:

  • Eine Mehrköpfige Band erübt sich über Jahre eine Darbietung (Ich lerne mein Instrument, gründe eine Band, übe mit der Band,...)
  • Man hat Instrumente zusammen für mehrere 10.000 Euro dabei
  • Man lässt den gesamten Sound und somit den Auftritt seiner Band daran scheitern, dass man ein völlig unterausgestattetes Mischpult vor Ort nutzt, obwohl man das mit dem Kauf eines Behringer XR18 oder einem Soundcraft UI24 (beides unter 1000,00 Euro),... beseitigen könnte und zudem bei jedem Auftritt super Vorteile hätte, wie z.B. immer gleichen Monitorsound,....

Ich kenne Bands mit diesem Problem und auch solche, die dieses Problem gelöst haben (das ist der Großteil der von mir betreuten Bands). Um dieses Problem erst einmal zu erkennen und anzugehen, braucht es ein Bandmitglied mit Interesse und Aufmerksamkeit für dieses Thema. Das ist das absolute Minimum. Wenn dann auch noch ein wenig Kompetenz hinzukommt - umso besser. Das hat aber nicht jede Band. In meiner ersten Band (und oft auch in späteren Gruppen) war ich der einzige Musiker, der sich dafür interessierte, dass wir mit einem guten Bandsound herüberkamen. Nach zwei Jahren informieren, sparen, investieren und einarbeiten waren wir die bestklingende Band in der Gegend. Nicht weil wir so gut klangen (es waren die 80er Jahre, PA-Equipment war groß, schwer, teuer und überwiegend wirklich schlecht), nein, die anderen klangen einfach verheerend und wir halt so einigermassen erträglich. Heute geht das viel besser und auch billiger, nicht aber unbedingt einfacher. Aber Interesse, Lernwille und ein Minimum an Kompetenz braucht es. Und das sind andere Talente als man sie als reiner Musiker braucht.
 
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