Marshall Valvestate 100V Head - Gain u. Volumen unabhängiges Brummen

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picotto
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Hallo,

habe vor ein paar Tagen einen gebrauchten Marshall Valvestate V100H Top gekauft. Ich habe jedoch ein permanentes Brummen. Ich habe mal eine Sounddatei aufgenommen.
Das Top ist an einen Marshall 1960A angeschlossen.
Folgendes habe ich zur Ursachenforschung ausprobiert:

- Alle Effektgeräte und Gitarren herausgezogen -> negativ
- Das Brummen hängt nicht mit der Lautstärke oder dem Sound/Gain zusammen -> immer die gleiche Lautstärke
- 3 verschiedene Stromkabel ausprobiert -> negativ
- anderer Steckdose ausprobiert -> negativ
- an die Marshall 1960 einen anderen Verstärker angeschlossen -> kein Brummen
- einen anderen Lautsprecher an den Valvestate angeschlossen -> Brummen

Damit war für mich klar, dass das Topteil die Ursache ist.
Ich habe dann mal alles aufgeschraubt, entstaubt, und die Röhre (CC83) ein paar herausgezogen und wieder hineingesteckt.
Alles hat keine Besserung gebracht.

Habt ihr noch einen Lösungsvorschlag? Vielleicht mal ne neue Röhre? Ich kann nicht sagen, wie lange die aktuelle schon im Betrieb ist.
Kann ich den Amp mal testweise ohne eingesteckte Röhre einschalten und kann dann etwas kaputt gehen?
 
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Eine neue 12AX7/ECC83 kannst du auf jeden Fall mal ausprobieren.

Ich habe den Schaltplan nicht vor mir, aber denke, du kannst den problemlos auch ohne Vorstufenröhre einschalten - nur wofür?

Du hast in deinem anderen Thread über ein kaputtest Poti vom Effect Loop berichtet - das würde ich als Ursache erstmal auch nicht ausschließen.
 
Wie laut ist denn das Brummen generell? Kannst Du das näher beschreiben? Ein gewisses Grundbrummen ist ja nicht unüblich bei den Kisten. Ich verweise jetzt mal nicht auf das "normale" Brummen, wenn die OD-Kanääle aktiv sind, ... ;)
In welcher Konstellation spielst Du den Amp mit der großen 4x12er - zu Hause bei relativer Zimmerlautstärke? Oder doch schon beim Proben mit der Band, und hier brummt es dann gewaltig?

Überprüf doch bitte mal, ob die Kabel der Hallspirale korrekt gesteckt sind, (evtl. verpolt?) bzw. kannst Du diese auch mit etwas Kontaktspray behandeln (am besten Kontakt 60 oder DeoxIt). Zweite Fehlersuche: steck mal ein Patchkabel in den Effektweg, oder einfach ein möglichst kurzes Gitarrenkabel, beobachte dann, was passiert, wenn Du den Regler für den Effektweg zwischen Null und voll bewegst. Dazu kannst Du einen Klinkenstecker ausreichend mit Kontaktspray benetzen, und in der Buchse mehrfach hin und her bewegen. Möglicherweise besteht einfach ein Masseproblem in einer der Buchsen (also auch Line-Out und Headphone bearbeiten)

Selber aufschrauben, würde ich an Deiner Stelle nur, wenn Du Erfahrung mit Elektronik hast! Hier im Inneren kannst Du, durch Hochspannung (auch nach dem Ausschalten, durch gespeicherte Ladung in Kondensatoren) Gefahr an Leib und Leben einfahren!!! Beim kleinsten Zweifel: Finger weg!!!
Man könnte in dem Fall mit Kontakt60 und Druckluftspray/kleinem Kompressor auch prima versuchen, vorsichtig, eventuelle Verunreinigungen/Übergangswiderstände auf der Platine zu beseitigen.

Bleibt das Brummen dann immer noch (Du sagtest ja, es ist konstant - egal in welcher Lautstärke), bleibt wohl nur der Weg zum Techniker. Vielleicht hat auch der Trafo ein Problem.
 
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Tja, wie laut ist das Brummen... schwer zu beschreiben... Wie ein leiser Radiowecker oder PC-Lüfter. Also nicht wirklich laut. Nur wenn der Amp mal abgenommen werden sollte mit ner großen Anlage stelle ich mir das in leisen Sequenzen/Spielpausen schon nervig vor.

Hallspirale habe ich eben mal ausgebaut - keine Besserung.
Regler für den Effektweg habe ich hin und her bewegt - keine Besserung. Das Kratzen des Effekt-Poti ist übrigens nach vielen Drehungen weg.

Habe im Marshall-Forum und auch in einem Deutschen weitere Beiträge zu diesem Brummen bei dem Modell gefunden. Dort konnten keine Lösungen gefunden werden und man gab sich mit einem "ist bei dem Modell halt so" zufrieden. Entweder ich finde mich ebenfalls damit ab, oder ich fahre mal zu einem Techniker...
 
Ich hatte in den 90ern die Combo Version - da hat nichts gebrummt.
 
Steht in der Nähe des Amps ein Wlan Router / Repeater o.ä?
 
Steht in der Nähe des Amps ein Wlan Router / Repeater o.ä?
...oder legst Du beim Üben oben Dein Handy drauf? :redface:

Also PC-Lüfter säuseln ja auch von-bis... Der VS100 bei meinem Kumpel im Keller brummelt auch ein wenig rum. Das würde ich sogar dem des Lüfters meines PC gleichsetzen... Wäre in meinem Fall jetzt nichts, was ein Noisegate beim Aufnehmen/Mixen nicht ausgleichen könnte. Aber wie gesagt ist das, aus der Ferne gesehen, ja auch subjektiv einzuschätzen.

Da kommt mir ein Gedanke... ich hatte ähnliches Phänomen bei einem Röhrenamp. Durch Zufall stellte ich fest, dass das Brummen dort auch von der Intensität der Proberaumbeleuchtung (Leuchtstoffröhren) abhängig war. Nachdem ich das Ampgehäuse in dem Bereich, wo das Chassis offen war, mit einer Abschirmfolie beklebte (natürlich auch mit Verbindung zur Gehäusemasse im zusammengebauten Zustand), war das Problem weg... Vielleicht ist das ja ein, wenn auch banaler, aber einfacher Lösungsansatz für Dich?

Tante Edit:
Solltest Du Dich nicht mit dem Brummen abfinden können, lass uns über einen Preis für den Amp reden... :hat:
 
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Das Problem hört sich ziemlich nach Netzbrummen an. Das könnte (wie schon erwähnt) an externen Störern/Einstreuung liegen. Edit: Die Störung könnte auch von der Heizstromversorgung der Röhre kommen, wenn die mit Wechselstrom geheizt wird. Oder daran, dass das Netzteil nicht mehr optimal funktioniert (oder von vornherein die Siebung ziemlich spartanisch ausgelegt war). 100Hz Brummen weist z.B. auf nicht mehr richtig funktionierende Elkos hin.

Ich würde als erstes mal den Verstärker in verschiedenen Ausrichtungen / an verschiedenen Orten aufstellen. Wenn du keine kleinere Box hast, bist du ja allerdings (ausser wenn du anfängst die Box auch rumzuwuchten) auf die Länge des Anschlußkabels begrenzt.
 
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Ich würde als erstes mal den Verstärker in verschiedenen Ausrichtungen / an verschiedenen Orten aufstellen. Wenn du keine kleinere Box hast, bist du ja allerdings (ausser wenn du anfängst die Box auch rumzuwuchten) auf die Länge des Anschlußkabels begrenzt.
@Minor Tom hat er ja schon probiert

@picotto
Ich hatte heute die Gelegenheit, den VS100 meines Kumpels in seinem Keller (unser Proberaum 2.0, wo alles was ´ne Band beim Grillabend so braucht rumsteht...:cool:) mal einzuschalten und mit einem Hughes&Kettner Vortex Halfstack, welches daneben steht, zu vergleichen.
Der Marshall brummt halt ... Der "Hugo" eher nicht ... Witziger Weise brummt der VS100 sogar am stärksten, wenn mit vorgewähltem OD2 (über den Fußschalter, bzw. Kanalswitch am Amp) mit dem ersten Schalter/Switch der Cleankanal angewählt wird. Das dürfte jetzt nicht mit einem defekten Netzteil in Verbindung zu bringen sein.
Das spricht dann wahrscheinlich eher für die Röhre, bzw. die Elkos hin, wie @Minor Tom beschrieb. Oder doch einfach mal nen Check beim Tech?

Nichts desto trotz, solltest Du ihn nicht mehr lieb haben, melde Dich gerne. Mag diesen Verstärker und würde auch in Kauf nehmen ihn reparieren zu müssen.
LG, EricB
 
Ich hänge mich hier mal rann.
Gleiche Problem ,der Verstärker brummt wie im oben geposteten Beispiel.
Habe die Kiste nun auseinander genommen und erst mal alle Kondensatoren gewechselt die beiden 2000µF vom Netzteil sind noch unterwegs.
Bevor Ich die Kiste aber aufgemacht habe ,habe Ich gesehen das die LED Anzeige (Crunch /Clean) und auch On nicht leuchten.
Deshalb wäre es nicht schlecht für die Fehlersuche wenn Ich einen Schaltplan hätte.
Hat zufällig Jemand diesen und könnte den hier zur Verfügung stellen.
 
Danke erstmal das hilft mir schon ein bisschen zum Verständniss.
Aber es ist noch nicht der richtige.
 
Der VS100 ist aus der MKII Serie und hat dahingehend eigentlich keine 8er Nummer. Und der Plan oben ist dazu eigentlich auch der richtige
 
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Welches Valvestate Modell denn genau? 80xx,81xx,82xx?
Modell 8100
Der VS100 ist aus der MKII Serie und hat dahingehend eigentlich keine 8er Nummer.
Nicht VS, sondern Valvestate 100V so wie auch in der Threadüberschrift.
Ein reiner Transistor mit Röhrenvorstufe.

Chassis Valvestate 100V.jpgInnenleben Valvestate 100 V.jpg
 
Grund: Bilder eingebunden
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Siehe unten... wenn es die Kondensatoren im Netzteil nicht richten, am besten mit dem Oszi ran. Kann auch sein dass die Endstufe unsymmetrisch läuft weil ein Widerstand oder einer der BDV6x gedriftet ist.
Das kann man aber nur mit Signalgenerator und Oszi rausarbeiten...

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Der VS100 ist aus der MKII Serie und hat dahingehend eigentlich keine 8er Nummer. Und der Plan oben ist dazu eigentlich auch der richtige
Das Falsche wird auch nicht richtig wenn man es wiederholt... ich weiß warum ich gefragt hatte...
 

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Kann auch sein dass die Endstufe unsymmetrisch läuft weil ein Widerstand oder einer der BDV6x gedriftet ist.
Was kann man dagegen tun?
Denn es gibt ja keine einstellbaren Wiederstände für den Ruhestrom der Endstufe.
 
Da hatte ich einfach einen Knick im Hirn. Ich hatte den 8100 nie als 100V auf'm Schirm, dabei schmeiß ich den fast täglich an.
 
Was kann man dagegen tun?
Denn es gibt ja keine einstellbaren Wiederstände für den Ruhestrom der Endstufe.
Das kann man nicht pauschal beantworten.
Wenn ein Widerstand gedriftet ist, dann kann man das rausmessen, auch ob die Werte auf der jeweiligen Seite identisch sind.
Auf jeden Fall auch die beiden 15 V (+15Vdc und -15Vdc) messen und schauen ob die auf +/- 0.25Vdc gleich sind und ob die brummfrei sind (C61/62 und 40/41 ok? ), leider hat Marshall da nur Zenerdioden verbaut und keine ordentlichen Linearregler, evtl auch mal daran denken ggf die Zener zu tauschen, die sind ziemlich belastet und C40/41 sind mit 16V ziemlich an der Grenze, da würde ich mind 25V reinmachen.
Wenn die Endstufentransistoren oder einer der Treiber weggelaufen sind, dann hilft hier nur Ersatz gegen ein gematchtes Paar, sprich, wechselt man einen auf einer Seite, muss der Kollege auch neu.
Aber das lässt sich eigentlich alles nur mit Signalgenerator und Oszi rausfinden, sprich sauberen 50mV Sinus in den Eingang und schauen was hinten raus kommt. Ist das Ergebnis auch kein ordentlicher Sinus oder unsymmetrisch muss man sich von hinten nach vorne durchmessen und schauen wo es hakt. Das kann ne ganze Zeit dauern und bedingt etwas Geduld beim Werkenden...
 
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