Bitte um Info bezüglich Fender Stratocaster Player HSS und SD SH-4 bzw. TB-4

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NickRiviera
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N´ abend,

habe heute einiges umgebaut und nun die Nase voll. Vielleicht könnt Ihr mich wieder in die richtige Spur schubsen.

Ich habe hier eine 2018er Player mit HSS-Bestückung, die Originalverdrahtung ist im Anhang.

Nun soll ein SH-4 bzw. TB-4 den Fender-Humbucker ersetzen. Aber irgendwie gefällt mir das alles nicht.
Ich habe mir die Wirings auf der SD-Seite angesehen, viel im Forum gelesen, aber so richtig weiter komme ich nicht.

Ziel: Auf meiner Squier Bullet Mustang HH gefällt mir der Bridge-HB saugut. "Hosen-Hobel", also schnelle gedämpfte Achtel wirken satt und schmatzend. (weiss nicht, wie ich es sonst erklären soll)
Das soll auch auf der Fender Player möglich sein.

Grundsätzlich spiele ich nur mit dem Bridge-HB, die SingleCoils sind mir schnuppe.

Nur, der Seymour Duncan HB hört sich m.E. viel schlechter an, als der HB in der Squier Bullet.
Die A und D-Seite (oder auch noch andere Saiten) "klirren" irgendwie, nix Sattes. Mag ich nicht.

Verdrahtet hatte ich:
-Rot & Weiss zusammen und isoliert weggepackt.
-Schwarz auf den 5-Wege-Schalter, an den Anschluss, an dem der schwarze Draht vom Fender-HB angelötet war
-Grün und Masse an einem Poti angelötet

Später hatte ich Grün mit Schwarz getauscht, half auch nichts.

Ich habe schon über ein 500k-Poti nachgedacht, aber in der Bullet sind auch 250k verbaut.

Liegt es daran, dass ich mit einem SH-4 austeste und nicht mit einem Trembucker? Aber das dürfte doch nicht entscheidend sein, oder?

Habe mir dann noch einen Humbucker aus einer Squier Bullet Strat besorgt, aber das ist auch bei weitem kein Sound im Vergleich mit der Mustang Bullet HH.
Ist auch nicht die selbe Bezeichnung PTP2002-EG4-BLK-R, sondern ein PTP2005-EG4-WHT-R. (Was besagt 2002 und 2005 überhaupt?)

Jetzt kann ich nach dem ganzen Gefrickel kaum noch gerade aus den Augen kucken, und gehe ersteinmal in die Heia. :)

Was kann ich morgen Nachmittag noch prüfen? Oder liegt es einfach daran, dass eine Strat keine Squier Mustang ist?

Beste Grüße
Micha
 

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Warum die Mustang dir soviel besser gefällt hab ich keine Ahnung. Aber das der Sh4 suboptimal klingt
überrascht mich gar nicht. Der ist mMn viel zu heftig und passt auch nicht gut zu Single Coil PUs.

Ansonsten musst du natürlich darauf achten das die Farben bei Seymour Duncan anders sind.
Grün und blank kommen an Masse, Rot und Weis gehören zusammen und Schwarz ist der heiße Ausgang bei SD.

color_codes-809x1024.jpg
 
Puh, wie soll man da helfen?
Der SH-4 ist ein anderer -auch tönender- PU, als der in der Mustang.
Der Bullet Strat HB muss auch nicht dem in der Mustang entsprechen.
Die Mustang hat eine kürzere Mensur und eine andere Stegkonstruktion, Holz von Hals und Korpus ist uns jeweils unbekannt.
Wenn einzelne Saiten klirren, ist das IMO eher ein Problem, wie die Saitenhöhe schlecht eingestellt ist.
Ansonsten ist „mag ich nicht“ eine sehr pauschale Fehlerbeschreibung…
Da sind so viele Variablen im Spiel, die wir nicht kennen, dass es IMO unmöglich ist, hier zielführend Tipps zu geben.
Immerhin, wenn zwei unterschiedliche PUs da keine entscheidende Veränderung gebracht haben, kann es gut sein, dass der Ton Charakter der Mustang und dieser Strat zu unterschiedlich sind.
Kein PU macht aus einer ES335 eine Tele….
 
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Njaa, mit "Klirren" meine ich eher (für mich hörbare) zusätzliche, störende höhere Töne. Kein Klirren der Saiten an sich.

Wenn ich z.B. Powerchord C, dann F und G in den ersten drei Bünden spiele, dann fehlt da m.E. was.

Die Squier Mustang hört sich dabei satt und schmatzend an, breit aufgestellt.
Die Player eher schmal und dünn, unsauber.

Kennt denn jemand die Unterschiede der Squier Humbucker? Eher nicht, oder?

Nun könnte ich natürlich aus Wissbegierigkeit den PTP2002-EG4-BLK-R aus der Mustang einbauen und schauen, was der macht.
Aber heute ist Stadion angesagt und die Zeit fehlt. Und die Lust, mir die Lieblingsklampfe auseinenaderzunehmen ist auch nicht treibend.
Kennt denn zufällig jemand die Unterschiede der Squier Humbucker? Eher nicht, oder?
Ich meine, die wurden auch in den Cort verbaut, ist dann bestimmt ein Dritthersteller.
 
@Dr Dulle
Verdrahtet hatte ich:
-Rot & Weiss zusammen und isoliert weggepackt.
-Schwarz auf den 5-Wege-Schalter, an den Anschluss, an dem der schwarze Draht vom Fender-HB angelötet war
-Grün und Masse an einem Poti angelötet
Hat er demzufolge alles richtig gemacht.

@NickRiviera
MMn haben die da immer das eingebaut, was gerade verfügbar war. Habe bei Squier HSS Strats schon sehr viel unterschiedliches vorgefunden. Denke das hat sich über die Baujahre immer wieder verändert.
Die Bezeichnung "Standard Humbucker" sagt ja schon viel aus.
 
Oftmals sind die Humbucker von billigen Gitarren aggressiver und wirken auch lauter, während teure Pickups auf einmal runder werden und nicht richtig zum Gesamtbild der Gitarre passen. Das hatte ich bei einem Squier Experiment und der Unterschied zum (gut klingenden) Steg Humbucker zum originalen Squier Mitte Pickup, zum umgebauten Hals Pickup sind (zusätzlich zu den HB zu SingleCoil Unterschieden) sehr sehr groß. Das ist kein aufeinander passendes Gesamtbild, der mittlere Pickup ist lauter, wenn der Amp laut ist fast schreiend und ganz anders.

Der SH-4 war auch in einer meiner ersten Gitarren drin und obwohl der beliebt ist und wahrscheinlich vielseitig eingesetzt werden kann würde ich jetzt nicht behaupten, dass ich den gerne nochmal haben müsste. Kann auch an der Gitarre liegen und dass ich eh' die nicht mehr gerne spiele. Ist halt auch viel Psychologie.

Was hat Dir denn an der Fender Player nicht gefallen? War die damals schon etwas schwach?
 
Der SH-4 war auch in einer meiner ersten Gitarren drin und obwohl der beliebt ist und wahrscheinlich vielseitig eingesetzt werden kann würde ich jetzt nicht behaupten, dass ich den gerne nochmal haben müsste. Kann auch an der Gitarre liegen und dass ich eh' die nicht mehr gerne spiele. Ist halt auch viel Psychologie.
Der SH-4 hat(te) schon seine Berechtigung, wenn man relativ viel Output und Durchsetzungsvermögen im Bandkontext haben möchte. So für sich alleine klingt der SH-4 nicht so attraktiv, wenn man aber mit seinem High Gain Sound in der Band untergeht, kann der SH-4 da helfen.
 
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Ich zitiere mal aus dem Produktblatt vom SH-4:

Der weltbekannteste Humbucker. Liefert knalligen Output mit singenden Höhen, aggressiven Obertönen und genau dem richtigen Verhältnis von Sustain und Verzerrung.
Ich vermute, das ist es was dich stört.

Dazu kommt, dass der ja mit einem Gleichstromwiderstand von 16,6 kOhm mehr als doppelt so heiß ist wie der Player Humbucker ( 7,6 kOhm )

In der Player HSS sollte für den Humbucker eig. ein 500 k Poti drin sein ( laut Werksempfehlung für den PU ), während SD für den SH-4 schreibt:
Wer ihn lieber mit weicheren Höhen mag , der nimmt einfach 250kOhm Potis
 
Perfekte Erklärung! Vielen Dank, Tom.
Passt wie die Faust auf´s Auge, jeder Satz.

Und darum ist seit 14:00 Uhr der originale Player HB wieder eingelötet.
Der erste Test zeigt, erheblich besser als der SH4.

@Axel.S.
Naja, ich hatte gar nicht lange den Fender HB dringehabt, weil mir der Seymour Duncan kostenneutral auf den Tisch gelegt wurde.
Und da habe ich mich von der Werbung/Marketing blenden lassen.

Danke Jungs!
 
Aber eine Frage habe ich noch: Warum steht in der Teileliste des Service Manuals zur 014452 ein Shawbucker als Humbucker drin?
In der Player Serie sind doch ganz normale Alnico 2 verbaut, oder?
Ich dachte immer ein Shawbucker ist ein besonderer Humbucker von Tim Shaw entworfen.

Mein eingebauter HB sieht so aus, zweiter Anhang.
Ist das ein Fehler im Service-Manual?

Teileliste Service Manual.jpgIMG_9832.jpg
 
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Guten Morgen,

ich möchte das Thema noch einmal kurz aufwärmen.
Ich hatte nun endlich mal den gesuchten Squier Humbucker, der mir in der Mustang Bullet HH so gut gefällt, bekommen und in der Player ausprobiert.
Klingt m.E. genauso "unschön", wie der Seymour Duncan.

Nun meine Frage:
Kann es sein, das die Verschaltung in der Player einfach nicht zu diesen HB passt?

In der Mustang geht das weisse Kabel des Squier Humbuckers auf den Schalter, und das schwarze Kabel (Masse, gleich Masseanschluss am Klinkenbuchse) wird zusammen mit dem Massepunkt verlötet.
Baue ich diesen Humbucker in die Fender Player ein, Originalverschaltung oben im Thread, funktioniert er gar nicht. Ich dachte erst, er sei defekt.
Hier hilft das Tauschen der Adern, damit der Humbucker was tut. Also Schwarz auf den Schalter, Aber eben nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Hört sich wie der damalige Seymour Duncan an.
Wie oben in den anderen Postings geschrieben, klingt z.B. die D-Seite klirrend, wie ein Clipping. "Klirrend und Clipping" hört sich übertrieben fehlerhaft an, wie schon oben bemerkt. Es klingt einfach nicht "satt".

Jetzt könnte ich mir ja ein olles Stratocaster-Pickguard HH besorgen, zwei Potis dazu und in der Mustang-Konfiguration testen. (Weil ich keine Lust habe, das gesamte Fender-Pickguard umzulöten, dann lieber Pickguard gegen Pickguard tauschen)

Mag mich jemand aufhalten, weil ich einer dummen Idee nachlaufe?
Oder könnte es wirklich sein, dass es an der grundlegenden Verschaltung der Fender Player liegt?
 
Ziehe einfach mal in Betracht, dass Du zwei verschiedene Gitarren hast und die grundsätzlich unterschiedlich klingen.

Zu den Pickups ... Hab da auch verschiedene Sätze jeweils in unterschiedlichen Gitarren gehabt. Bei der einen Gitarre hat das eine Pickupset furchtbar geklungen, in der anderen Gitarre ganz wunderbar. Ich konnte dann für mich irgendwann die Zuordnung finden, dass höhenbetonte Pickups in dumpfen Gitarren leblos wirken, überspitzt Höhen bringen. In diesen Gitarren waren für mich Pickups die breiter klangen wesentlich besser. Die zu mächtigen Bässe kann ich am Amp/Modeller zurück drehen. Gitarren, die höhenbetont klangen, bekamen im Gegenzug ein Vintage-Pickupset mit weniger Output. Diese Gitarren klingeln wunderbar, Strat-Zwischenpositionen ganz klasse. Die breiter klingenden Pickupsets haben den akustischen Grundcharakter diese Gitarren kaputt gemacht.

So blieben dann in der einen Strat ein Leosounds Irish Vintage Player Set, in der anderen ein Redhouse-Set jeweils mit einem Growldog an der Bridge, in der dritten ist ein Set aus zwei Häussel VinA2 Humbuckern drin geblieben. Alle meine Gitarren klingen unterschiedlich.
 
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Ich gebe @boisdelac recht, dass unterschiedliche Gitarren halt auch unterschiedlich klingen, auch mit gleichen PUs. Aber ich habe allmählich den Verdacht, dass in der Verdrahtung schlicht irgendwas nicht stimmt, eine klare Lötstelle oder sowas. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass in dieser GItarre wirklich alle 3, teils recht unterschiedlichen HB derart mies klingen.

Von daher würde ich folgendes unbedingt ausprobieren: Nimm einen der HB, die inzwischen bei dir rumliegen (am besten den letzten, den Du dann noch gut im Ohr hast), und schließe ihn ohne alles andere (Potis und Schalter) direkt an die Klinkenbuchse an. Jetzt hörst Du den PU alleine, wie er in dieser Gitarre klingt, und kannst ihn mit dem Sound innerhalb der Schaltung vergleichen. Etwas höhenreicher ist normal, weil die Bedämpfung durch die Potis fehlt, aber im Bass- und Mittenbereich kannst Du Dir auf jeden Fall ein Bild machen. Klingt es jetzt immer noch so gruselig, ist die Gitarre wohl einfach nichts für Dich. Klingt es aber deutlich besser, beginnt die Suche nach der Ursache bei schlechten Lötstellen (als der wohl häufigsten Ursache), einem kaputten Poti oder dem Schalter.

Gruß, bagotrix
 
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Die Player hört sich ja okay an. Aber sobald ein "fremder" HB eingebaut wird, klingt es m.E: nicht okay. Ich werde mal das probieren, was Du sagtest. Aber erst besorge ich noch ein anderes Pickguard und die anderen Teile.
 
So, sorry wegen der Verzögerung, ich Dösel hatte die falschen Poti bestellt, die richtigen kamen erst heute.
Ich habe fix ein zweites Pickguard mit der schnöden Verschaltung einer Squier Mustang Bullet HH aufgebaut und damit nun getestet.
(das dritte Poti im Pickguard ist nur ein Lochfüller)

-->Und, was ich nun schlussendlich auch erwartet hatte, die Humbucker klingen so, wie in der Bullet. Bin zufrieden.
Wahrscheinlich würde auch der Seymour Duncan nun supergeil klingen. Aber dieser ist schon bei einem anderen User im Einsatz.

Woran hat es gelegen? Ich weiss es nicht. Je mehr ich auf verschiedenen Seiten gelesen hatte, umso undeutlicher wurde die Fender Player Verschaltung (inkl. der Feldrichtungen) für mich.

Viel Materialverbrauch für so eine Erkenntnis. :)
Habe sogar noch eine Bullet HH BJ 2020 in schwarz als Beifang erwischt, die aber nimmer nie so gut werden wird, wie meine Blaue.
Der Bridge-Humbucker klingt zwar auch super, aber die Haptik und vor allem die Verarbeitung, auch unter der Haube, ist weit weg von der Blauen BJ 2023.

Fehlt nur noch ein weiterer Hai-Sticker... :giggle:


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