EVH Wolfgang Special - Alternativen?

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The Alcademic Groovement
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Hallo,
habe vor kurzem eine EVH Wolfgang Special QM angespielt und war sehr begeistert. Sound hat mir enorm gut gefallen, Haptik und Spielbarkeit war ein Hammer. Floyd Rose System und das Drop D Tuning Feature fand ich auch recht toll.
Bin am überlegen, mir selbst eine zuzulegen, wollte aber vorerst mal so in die Runde fragen, ob es auch noch Alternativen zu dieser Gitarre gibt, die recht ähnlich sind. (Was Spielbarkeit, Sound und Features betrifft). - Einfach, damit ich beim weiteren anspielen schon mal ein paar weitere Modelle auch im Kopf habe.
Vielen Dank :)
 
Hallo @HSS_27

von der Haptik sind Music Man Gitarren ziemlich ähnlich, z.B. die Axis Modelle (aber auch andere Modelle von MM). Sonst gab's früher noch ähnliche Peavey Gitarren.

Gruß
P.
 
Bin am überlegen, mir selbst eine zuzulegen, wollte aber vorerst mal so in die Runde fragen, ob es auch noch Alternativen zu dieser Gitarre gibt, die recht ähnlich sind. (Was Spielbarkeit, Sound und Features betrifft).
Eigentlich nicht. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Mexico-Wolfgangs im Grunde Charvels sind, aber selbst die unterscheiden sich teils doch recht deutlich von ihnen.

Das Halsprofil ist deutlich anders (schmaler und rundlicher), das FR aufliegend montiert (sonst funktioniert auch der D-Tuna nicht richtig), und nicht zuletzt ist eine gewölbte Decke mitgeschraubtem Hals schon generell nicht so verbreitet. Das Spielgefühl wird auch stark vom recht kurzen Body geprägt, der umgehängt den Hals ein Stück weit nach rechts verschiebt. Der Abstand zwischen Trem und hinterem Gurtknopf ist hier ziemlich gering.

Weil das Features sind, die Eddie so wollte, kann man tatsächlich noch am ehesten auf die längst nicht mehr gebaute Peavey Wolfgang verweisen, oder eben die nach langen Jahren der Pause wieder in in ähnlicher Form gebaute Peavey HP2. Nur war und ist die gewölbte Decke bei Peavey nur den teuren US-Modellen vorbehalten, und die Wolfgang Special USA hatte ein Flat Top - wie übrigens auch die MusicMan EvH bzw (nach seinem Fortgang zu Peavey) Axis. Die erschwinglichere Sterling Axis wird aktuell wohl auch nur mit 2-Point Trem angeboten und nicht mit einem FR.

Zu guter Letzt sind auch die PUs bei Eddies Gitarren speziell für ihn entworfen worden, und sie bestimmen den Sound natürlich auch stark. Hier kann man noch am ehesten rankommen, denn die gibts auch zum Nachrüsten. Aber wie gesagt, wenn es um das doch etwas eigene Spielgefühl geht, ist das Original kaum zu ersetzen.

Gruß, bagotrix
 
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Vielen Dank für die Antworten.

Würde es noch Alternativen gehen, die in die Richtung gehen: Shred Gitarre mit Floyd Rose, aber in einem eher natürlichen Look? Die meisten Shred Gitarren sehen für mich zu modern aus, die Wolfgang hat je nach Lackierung einen recht natürlichen, eher Vintage orientierten Look, dass mir sehr gefällt...

Aber vermutlich wirds eh eine EVH werden. Wie siehts denn mit den Unterschieden zwischen der Standard und Special aus? Lohnt sich der quasi doppelte Preis? Den Drop D Tuna würde ich auf der Standard auf jeden Fall nachrüsten...
 
Ich muss in einem Detail @bagotrix widersprechen, denn die HP2 von Peavey haben eine gewölbte Decke.
Eine (HP2 NOS in Tigereye) im Besitz habend, kann ich sie fast uneingeschränkt empfehlen (Made in Europe). Das einzige Manko ist das billige licenced FR (ich ließ es gegen kein teures FR tauschen, sondern wählte eine individuelle Alternative).

20221210_141106.jpg

20221210_141221.jpg


Ursprünglich:
20220525_100004.jpg

Zwei (rhetorische) Fragen:
Sollten Shredguitars nicht 24 Bünde haben? Eddie mochte 22.
Elegante FR-Alternativen (mit 24 Bünden) findet man u. a. bei Ibanez, PRS, usw...

Wenn eine Gitarre einem gefällt, warum nach Alternativen suchen?
 
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Ich muss in einem Detail @bagotrix widersprechen, denn die HP2 von Peavey haben eine gewölbte Decke.
Da hast Du natürlich recht, aber ich dachte irrtümlich, die gehören auch zu den von mir erwähnten "teuren US-Modellen". Da war mir entfallen, dass die zwar aus NOS-Teilen gebaut werden, aber anscheinend in Tschechien.

Davon unabhängig wirklich wunderschöne Gitarren, Glückwunsch zu dem Prachtstück! Was jetzt natürlich meine Neugier weckt, ist das "individuelle" Tremolosystem. Das hätten wir jetzt natürlich gerne ein bisschen genauer...:gruebel:

Würde es noch Alternativen gehen, die in die Richtung gehen: Shred Gitarre mit Floyd Rose, aber in einem eher natürlichen Look?
Da wäre ich dann auch wieder bei Charvel, in erster Linie die Pro-Mod San Dimas mit Quilted Maple-Furnier. Im Moment nur in Chlorine Burst, also Blau, aber es gab die auch schon in einem bräunlichen Sunburst und anderen transparenten Tönen. Ich habe eine in Transparent Violet Burst und eine in Transparent Red Burst. Tolle Hälse mit stark abrundeten Griffbrettkanten, die ich am liebsten an jeder Gitarre hätte.

Dann gibts noch die DK24 mit etwas schlankerem Body und 24 Bünden. Auch hier gibts etliche Varianten, ich habe eine in Brown Burst mit Goldhardware, inzwischen meine meistgespielte Gitarre überhaupt. Die war aus Erle, derzeit gibt es sie mit Mahagonibody in Dark amber:


Aber wie gesagt, mit der flachen Decke und der Strat-mäßigen Geometrie von Body und Hals fühlen sie sich schon etwas anders an. Trotzdem ist der Hals jetzt nicht so superdünn wie bei vielen Shred-Gitarren von Schecter oder Ibanez (RG/JEM), sondern er hat noch ein bisschen mehr Substanz.

Wie siehts denn mit den Unterschieden zwischen der Standard und Special aus? Lohnt sich der quasi doppelte Preis?
Aus meiner Sicht: ja, schon. Obwohl auch die Standard eine gute Gitarre ist, fühlt sich für mich die Special doch um einiges erwachsener an. Die PUs sind bei der Standard mWn keine Original EVH Wolfgang, sondern asiatische Nachbauten, und nicht zuletzt hat die Standard nur ein FR Special, das vom Material her deutlich schlechter ist als das von der FR1000er Serie abgeleitete in der Wolfgang Special. Auch der Hals ist bei der Special hochwertiger, nämlich aus Quartersawn Maple (mit stehenden statt liegenden Jahresringen), was den Hals steifer machen und den Attack verstärken soll. IM Einkauf teurer, weil man bei diesem Schnitt weniger verwertbare Hälse aus einem Stamm bekommt.

Gruß, bagotrix
 
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Off Topic für @bagotrix: Vibratosystem.
Bei einer anderen Gitarre werde ich mal das im MB nicht unbekannte Vegatrem installieren.
 
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Am vergangenen Freitag habe ich einen Ausflug nach Karlsruhe gemacht, um im Rockshop ein paar Gitarren auszuprobieren. Da meine Auswahl hier ins Thema passt, mache ich keinen eigenen Thread auf.

Verglichen habe ich:

- EvH Wolfgang Special EB
- Charvel PA28 Prashant Aswani

Die Relic Version der San Dimas hatte ich auch kurz in der Hand. Der Hals fühlt sich toll an, aber die Heavy Relic Optik gefällt mir in natura dann doch nicht.

Als Amp hatte ich einen Fender HRD Combo benutzt. Nicht 100% passend für die EvH, aber für die Charvel fand ich das sehr hamonisch.

Als Strat Fan spielt sich das Charvel Signature Modell der So-Cal wie gewohnt. Der Hals ist flacher, als bei meiner Fender Am.Std., aber sehr angenehm. Die Saitenlage sehr tief ohne Schnarren und mit dem moderneren Neckjoint erreicht man alle Lagen bequem. Das Rosewood Fretboard ist momentan ein Alleinstellungsmerkmal in der So-Cal Serie.

Die PA28 hatte ich ins Auge gefasst, weil sie ein Wilkinson 2-Point-Tremolo hat, statt des üblichen unterfrästen FR1000. Ich hatte mal eine So-Cal mit FR, war aber von der Stimmstabilität nicht so begeistert.

Das Tremolo ist genial, die Bespielbarkeit sehr bequem, der Sound geht - trotz HH-Bestückung - sehr in die Strat-Richtung. Wie gesagt, fühlt man sich als Strat Spieler zuhause. Eine sehr coole Gitarre in Inca Silver mit Matching Headstock.

Dann die Wolfgang zum Vergleich. Bei gleichen Amp-Settings klingt das gute Stück sofort viel wuchtiger. Der Bridge-Humbucker liefert ein vergleichsweise dickes Bass-Fundament. Es fällt sofort auf, dass die EvH keine Vintage-Ambitionen hat, was den Sound angeht.

Wie der D-Tuna funktioniert, musste ich erst mal fragen. Ich wusste zwar, dass es das gibt, hatte es aber noch nie ausprobiert. Total simpel, wenn man weiß, wie es geht.

Das EvH-FR ist wohl eine Variante des 1000er FR, aber in diesem Fall nicht unterfräst. Ich habe wie ein Besessener daran rumgedivebombt, da hat sich nichts verstimmt. Meiner RG mit Edge-Tremolo war das fast ebenbürtig. Die hat man nur durch extreme Up-Bends aus der Stimmung gebracht, aber das geht bei der Wolfgang ja nicht.

Ich hatte gelesen, dass die Wolfgang Special einen etwas schmaleren R2-Sattel hat und daher befürchtet, dass es dadurch in den tieferen Lagen eng für mich werden würde. Trotzdem ich eigentlich breitere Hälse mag, fühlte sich der Hals aber sofort komfortabel an. Ich weiß nicht, ob es am asymmetrischen Profil liegt (zu den hohen Saiten flacher auslaufend), aber ich komme damit gut klar.

Beide Gitarren hätte ich gerne mitgenommen, aber letztlich ist es dann die EvH geworden. Die erweitert meine Palette deutlicher. Hätte ich noch keine gute Strat zuhause, wäre die Entscheidung wahrscheinlich zugunsten der Charvel ausgegangen, weil sie quasi die Verbindung des guten Stratsounds mit der bequemeren Bespielbarkeit meiner Hardtail Ibanez RG darstellt.

Jetzt muss ich vermutlich ein paar Van Halen Riffs lernen...

:m_git1::m_git1::m_git1:
 
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Wenn es um Vintage Look mit Floyd Rose geht, würde ich die Fender Strat Modelle mit Floyd ans Herz legen. Ggf sogar die Dave Murray Strat.
Ansonsten auch eine Harley Benton Max Fusion oder die anderen Fusion Modelle. Da kann man noch den ein oder anderen Euro sparen😉
 

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