
MusikBert
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[...]Nur in dem einen Punkt - Unabhängigkeit der Hände - habe ich wohl etwas andere Erfahrungen.
Mir scheint auch der Begriff "Unabhängigkeit der Hände" etwas unglücklich gewählt (nicht jetzt bei Dir, sondern generell in den Klavierschulen), auch wenn wir alle, die Klavier spielen, wissen, was damit gemeint ist. Doch das, was die Hände wirklich tun sollen, heißt nicht Unabhängigkeit, sondern Koordination.
Meine Hände verstehen unter Unabhängigkeit "ich mache, was mir gefällt", erwünscht wäre jedoch, daß jede Hand das tut, was ich ihr sage, und daß sie es beide zeitlich koordiniert auf den Punkt machen. Und dafür müssen sie auch fit sein (offene Ohren haben) und richtig angesprochen werden.
Zu den Tonleitern habe ich noch eine Frage an die alten Klavier-Füchse:
Gibt es eine (anerkannte) Spieltechnik, Tonleitern über mehrere Oktaven zu spielen, ohne Daumen-Untersetzen?
Gruß, Bert
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Langsam ist irgendwie relativ. Andere nennen das schon Allegro
Da hast Du recht, aber gerade Tonleitern werden in vielen Lernvideos in einer mörderischen Geschwindigkeit vorgeführt, und viele Anfänger glauben, das sei erstrebenswert.
Sicherlich müssen in bestimmten Stücken die Läufe schnell über die Klaviatur perlen (wenn es so im Blatt steht), aber bei Tonleitern (Lockerungsübung) wäre ein schnelles Spiel eher kontraproduktiv.
Tempo 120 (also 120 Anschläge pro Minute; manche notieren die Tonleitern als Viertelnoten, manche als Achtelnoten; ich meine hier die Anschläge) ist sehr bequem zum fehlerfreien Spielen, aber noch flott genug, damit man dabei nicht einschläft.
Gruß, Bert