Zur ersten Frage mit der Abschirm-Folie: Es wird die Body-Fräsung des HB mit Abschirm-Folie ausgekleidet. Der Kanal zum E-Fach ist weniger problematisch, weil das Pickup-Kabel geschirmt ist. Eine Spule eines Humbucker hat zwei Anschlüsse, besteht aus einem Draht der um einen Plastik-Körper gewickelt wird, in dessem Kern sich die Magneten befinden, dessen Feld durch die schwingenden Stahlsaiten verändert wird.
Es entsteht eine Wechselspannung in dem Draht, die durch die Windungen verstärkt wird. Plus und Minus könnte man vertauschen, weil Wechselstrom abwechselnd plus und minus ist. Bei einem Pickup kein Problem,
bei mehreren muss ich gleich-Phasig zusammenschalten, sonst löschen sich die Schwingungen zu einem großen Anteil, hauptsächlich die tiefen Frequenzen. Deshalb legen wir Plus und Minus an den Anschlüssen fest.
Vier Drähte kommen aus zwei Spulen. Es gibt die Möglichkeit die Spulen nacheinander zu schalten, (die häufigste Art beim Humbucker, oder parallel, nebeneinander). Dann kann bei Parallel-Stellung ein Kontakt zu einer Spule unterbrochen werden und nur eine betrieben werden, dies nennen wir "splitten". Bei der Schaltung in Reihe wird die abzuschaltende Spule mit einem Draht überbrückt, also kurzgeschlossen.
Bei vier Drähten werden zwei verbunden, dann sind die Spulen in Reihe geschaltet. Zwei verbleibende Drähte werden jetzt Plus und Minus zugeordnet und nach Schaltplan verdrahtet. Je nach Hersteller muss die entsprechende Farb-Codierung bekannt sein, um die richtigen Drähte zu verbinden. Zu den Vier Drähten kann noch eine Abschirmung herausführen, diese trägt dann kein Signal und wird an die Gehäuse-Masse gelegt, und dann an Minus Klinken-Buchse. Das ist auf deinem neuen Wiring so richtig. Somit sind die Möglichkeiten unter Frage zwei "Klopfen" auch abgeklopft. Obwohl damit wohl die Brumm-Unterdrückung des HB gemeint sein kann. Die zwei Spulen des HB werden nämlich phasenverkehrt zusammengeschaltet und damit sich das Signal nicht löscht, werden die Magnete gegenpolig auf die Saiten gerichtet, also zweimal verkehrt ergibt wieder richtig. Andere Signale die von außen einstreuen, z.B. Netzbrumm, werden dadurch geloscht (Humcancelling), funktioniert nur, wenn beide Spulen betrieben werden, nicht beim Splitten, Ausnahme: ich schalte eine weitere Spule dazu, die entsprechend magnetisch und in der Phase gedreht wurde.
Dein letzter Punkt, es ist lobenswert sich diese Gedanken zu machen, unter Umständen muss man experimentieren, dass ist besser, als nur immer nach den alten Schaltungen zu richten, die teils noch optimiert werden könnten, wenn man offen für neue Wege ist.
Egal welchen Spaß-Park wir für unseren Strom einrichten, er hat die Eigenschaft, den geringsten Widerstand zu wählen, um an Masse zu kommen. Bei Wechselstrom, hier sprechen wir von Impedanzen. findet dieser Prozess abwechselnd von plus nach minus und von minus nach plus statt.
Das verbinden der Pole wird vermieden, weil sich die Schwingungen gleich am Entstehungsort (Spule) wieder löschen. Es existiert noch eine Spannung vom Verstärker, und die Impedanzen werden dem Hot-Pol des Verstärkers zugeführt. Wenn der parallele Widerstand eines Potis abnimmt, gehen die Impedanzen an Verstärker-Minus und werden gelöscht (Volumen=laut/leise). Ansonsten, wenn die Impedanzen verstärkt werden, findet die Auslöschung erst in der Luft statt, nachdem der Ton aus dem Speaker kommt. Bevor diese Wellen xich auslavieren, können sie natürlich auf unser Gehör treffen und werden dort als Schallquelle wahrgenommen und an das Hörzentrum weiter geleitet.
Bei unserem Entkopplungsdraht verhält es sich so, das Schwingungen, insofern sie sich nicht am Entstehungsort löschen, und durch den längeren Draht führen, haben nicht das Ziel des Massepols in der Gitarre, sondern müssen letztendlich auch an Masse bzw. Hot des Verstärker-Einganges. So gesehen ergeben sich Schlaufen, die vom Strom vermieden werden, je nach Widerstand-Wert, ein Kabel soll ja nicht viel Widerstand haben, sondern möglichst Verlustfrei den Strom leisten, geht ein Anteil auch einmal den parallelen Weg. Im Großen und Ganzen ist ein Wirkungsgrad gegeben, weil es sich hier um die hohen Frequenzen handelt, die von der Stromstärke proportional schwächer sind, als wie der Bass, und auf Kabelwiderstand stärker reagieren. Deshalb haben wir bei längeren Kabel-Längen zum Verstärker mit einem Höhenverlust zu rechnen.
Die andere Sache mit der Diode ist dann mehr eine Angelegenheit für einen Preamp, der das Signal vorverstärkt, die Impedanz ändert, damit das Signal mit weniger Verlust zum Verstärker kommt. Auch Effekt-Pedale haben eine Stromzufuhr und können auch auf Bypass gestellt werden.