Diese AMT- und JetCity-Transenröhren sind echt super! Leider nicht ausprobiert, aber stellt euch vor: Röhre geht durch Transport kaputt. Gig und keinen Ersatzamp. Einfach tauschen und weiter gehts!

Kann mir aber nicht vorstellen dass man die für den Klang kauft. Hab schon A/B Vergleiche gehört.
Und zurück zum Thema:
JA! Die Hersteller gehen einen falschen Weg. Aber auch irgendwie die ganze Gitarristengemeinde, sorry. Besonders im Rock/Metalgefilde stolpere ich seeeeehr oft über völlig totkomprimierte, mitten-ausgehöhlte, grausig verzerrte ÜberBrutalOberKrassEmoBreakDownTechDeathMetalCore-Sounds. Nicht mal im Hard Rock kann man sich heutzutage zurückhalten. Das wiederspiegelt sich in den Modellingteilern, nimmt man nichtsahnend irgendein JCM800-Setting kommt eine Matschflut entgegen. Klingt ja wie ein Fireball. Wieso?
--> Logisch! Oberkrasses Gain ist ja toll und spektakulär! Geeeeeil da hats ja Effekte, alle gleich rein! Und hey, es überdeckt deine Fehler durch Fauchen und Quietschen! Was für eine Motivationsbombe.
Zum anderen Ende haben wir wiederum unsere ultrareligiösen Voodoo-Priester die "nuuuuuur einen 60ger Fender" oder irgend ein überteuertes Boutiqueteil spielen (wobei die meistens uralte, primitive, wohlbekannte schaltungen 1:1 kopieren) was ja alles ganz geil klingt und so, aber irgendwie neben der Realität leben. Es gibt auch neue Sachen, Technologien, Ansatz- und Ansichtsweisen, viele tolle Produkte, die im Markenhype teils total untergehen. Und zu allem Übel gibt es keine überzeugenden Replikate in gängigen, günstigen Modellern, meistens sind die schon in den Presets völlig mit Effekten verladen... Aber ich kenne das Problem, wie soll man ein Konstrukt aus Holz, Metall, analoger Technik und den Raum (!!!!) rundum bloss realitätsgetreu abbilden?
Ja! Ich liebe alte Röhrenamps, klassische Sounds, echte Gitarre! Aber hey, ich bin wirklich offen für neue Technologien! Kemper ist geil, die Effekte von Line6 liebe ich! Aber wieso klappt es trotzdem nicht? ...