
turko
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Und schon wieder eine S O tiefschürfende Frage, daß ich selber gar nicht weiß, wie eine Antwort darauf überhaupt ausschauen könnte. Aber gelegentlich beschäftigt mich das Folgende: ... (muß mich schon sehr anstrengen und nachdenken, um die Frage einigermaßen verständlich zu formulieren
) ...
Wenn man sich die Menschheitsgeschichte (und die ihrer Vorgängermodelle) so vergegenwärtigt, und deren Dauer bis zum heutigen Tage auf eine waagrechte Zeitachse überträgt, die sagen wir 1 Meter lang ist, dann spielt das, was wir Musik nennen, erst auf dem letzten Millimeter (!!) eine Rolle (Eine grobe Milchmädchenrechnung von mir. Annahmen: Erstes menschliches Auftauchen vor ca. 2 Mio Jahren - was ich so weiß. Existenz von dem, was ich jetzt mal flapsig unter Musik verstehe: Ca. 2.000 Jahre. Von mir aus - ich will mich da nicht streiten - sollen es auch 6.000 Jahre sein ... das macht keinen prinzipiellen Unterschied).
Natürlich wurde schon sehr lange irgendwie getrommelt und geschrien. Aber - der Einfachheit halber - meine ich mit Musik jetzt einmal das, was das allermeiste an heutiger Musik so auszumachen scheint: Eine (recht komplexe eigentlich) Kombination aus Melodie, Harmonie und Rhythmus.
Nun reden wir alle von angeborener Musikalität, vom musikalischen Gehör, und überhaupt scheint Musik für uns alle immerhin so wichtig zu sein, daß man sich ein Leben ohne sie (nämlich wirklich GANZ OHNE) eigentlich gar nicht vorstellen kann. Sie hat wohl (fast ?) die gleiche Wichtigkeit wie Essen, Schlafen und Sexualität ... allesamt menschliche Grundbedürfnisse.
Wie ist es aber möglich, und jetzt kommt die eigentliche Frage, wie ist es möglich, daß unser Hirn auf so etwas wie Musik gerade nur gewartet zu haben scheint, obwohl die ersten 99,9 cm der menschlichen Wegstrecke davon noch gar keine Rede war?
Welche tieferliegende evolutionäre Funktion ist es, die die Musik so anspricht?
Wie ist es möglich, daß ein absolutes Fantasieprodukt aus ebenfalls durch reine menschliche Fantasie geschaffenen Spielregeln (Stimmungssysteme, Stimmführung, Harmonielehre, ...) eine DERARTIGE Wirkung auf uns hat, die absolut vergleichbar ist mit der körperlichen Empfindung einer Berührung oder eines Kopfstreichelns (oder, je nach Fall, auch dem Gegenteil)?
Warum stecken in etwas, was sich die Menschheit ganz offenbar ausgeDACHT hat, so tiefe emotionale Möglichkeiten?
Wie ist es möglich, daß sich Musik so als von außen zugetragen präsentieren kann, obwohl sie doch reine menschliche Erfindung und Fiktion ist?
Zumal Musik ja per se wirkt. Im Gegensatz zu einem Buch oder einem Bild, das eine Geschichte erzählt, die man nachempfinden kann. Aber Musik ist ... nur Musik ... ??!! Ist nur von menschenhand organisiertes Geräusch (jetzt einmal von Instrumentalmusik gesprochen - die kommunikative Seite von Vokalmusik lasse ich jetzt einmal außer Acht).
Ein bisschen ist es eine ähnliche Frage wie warum die Mathematik (die ja ebenfalls reine menschliche Erfindung ist ... ?!) eigentlich so gut auf die Welt paßt und so gut dazu taugt, reale Sachverhalte zu erklären, zu beschreiben und vorherzusagen.
Kann gut sein, daß ich als einziger dastehe, der sich über sowas überhaupt schon jemals Gedanken gemacht hat. Oder daß ich da Aufklärungsbedarf in etwas sehe, das für alle anderen überhaupt kein hinterfragenswertes Thema darstellt. Wie dem auch sei ... ich lasse mich mal überraschen.
Liebe Grüße,
Thomas
Wenn man sich die Menschheitsgeschichte (und die ihrer Vorgängermodelle) so vergegenwärtigt, und deren Dauer bis zum heutigen Tage auf eine waagrechte Zeitachse überträgt, die sagen wir 1 Meter lang ist, dann spielt das, was wir Musik nennen, erst auf dem letzten Millimeter (!!) eine Rolle (Eine grobe Milchmädchenrechnung von mir. Annahmen: Erstes menschliches Auftauchen vor ca. 2 Mio Jahren - was ich so weiß. Existenz von dem, was ich jetzt mal flapsig unter Musik verstehe: Ca. 2.000 Jahre. Von mir aus - ich will mich da nicht streiten - sollen es auch 6.000 Jahre sein ... das macht keinen prinzipiellen Unterschied).
Natürlich wurde schon sehr lange irgendwie getrommelt und geschrien. Aber - der Einfachheit halber - meine ich mit Musik jetzt einmal das, was das allermeiste an heutiger Musik so auszumachen scheint: Eine (recht komplexe eigentlich) Kombination aus Melodie, Harmonie und Rhythmus.
Nun reden wir alle von angeborener Musikalität, vom musikalischen Gehör, und überhaupt scheint Musik für uns alle immerhin so wichtig zu sein, daß man sich ein Leben ohne sie (nämlich wirklich GANZ OHNE) eigentlich gar nicht vorstellen kann. Sie hat wohl (fast ?) die gleiche Wichtigkeit wie Essen, Schlafen und Sexualität ... allesamt menschliche Grundbedürfnisse.
Wie ist es aber möglich, und jetzt kommt die eigentliche Frage, wie ist es möglich, daß unser Hirn auf so etwas wie Musik gerade nur gewartet zu haben scheint, obwohl die ersten 99,9 cm der menschlichen Wegstrecke davon noch gar keine Rede war?
Welche tieferliegende evolutionäre Funktion ist es, die die Musik so anspricht?
Wie ist es möglich, daß ein absolutes Fantasieprodukt aus ebenfalls durch reine menschliche Fantasie geschaffenen Spielregeln (Stimmungssysteme, Stimmführung, Harmonielehre, ...) eine DERARTIGE Wirkung auf uns hat, die absolut vergleichbar ist mit der körperlichen Empfindung einer Berührung oder eines Kopfstreichelns (oder, je nach Fall, auch dem Gegenteil)?
Warum stecken in etwas, was sich die Menschheit ganz offenbar ausgeDACHT hat, so tiefe emotionale Möglichkeiten?
Wie ist es möglich, daß sich Musik so als von außen zugetragen präsentieren kann, obwohl sie doch reine menschliche Erfindung und Fiktion ist?
Zumal Musik ja per se wirkt. Im Gegensatz zu einem Buch oder einem Bild, das eine Geschichte erzählt, die man nachempfinden kann. Aber Musik ist ... nur Musik ... ??!! Ist nur von menschenhand organisiertes Geräusch (jetzt einmal von Instrumentalmusik gesprochen - die kommunikative Seite von Vokalmusik lasse ich jetzt einmal außer Acht).
Ein bisschen ist es eine ähnliche Frage wie warum die Mathematik (die ja ebenfalls reine menschliche Erfindung ist ... ?!) eigentlich so gut auf die Welt paßt und so gut dazu taugt, reale Sachverhalte zu erklären, zu beschreiben und vorherzusagen.
Kann gut sein, daß ich als einziger dastehe, der sich über sowas überhaupt schon jemals Gedanken gemacht hat. Oder daß ich da Aufklärungsbedarf in etwas sehe, das für alle anderen überhaupt kein hinterfragenswertes Thema darstellt. Wie dem auch sei ... ich lasse mich mal überraschen.
Liebe Grüße,
Thomas
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