
x-Riff
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Fundus für Themen
Wie man die eigene Kreativität ankurbelt, um sich aus der eigenen Umgebung Input und Ideen für songtexte zu erschließen ist ja vorher geklärt worden.
Welche weiteren Methoden gibt es, sich inspirieren zu lassen?
Die Hinweise, die hier angeführt werden, sind sicher erweiterbar. Aber es sind Hinweise, die bei mir und anderen - je nach Veranlagung unterschiedlich - funktionieren. Und sie bieten einen Ansatzpunkt, sich neugierig auf der Suche nach Stoff in die Welt zu begeben - nach dem Stoff für Texte.
Das Ich und die anderen
Ausgangspunkt ist hier das eigene Ich. Also: was passierte mir eigentlich neulich oder was passiert gerade? Jede/r von uns macht menschliche Grunderfahrungen und kann sie für songtexte verwenden: Wir haben mehr oder weniger erfolgreich die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein überlebt oder befinden uns mittendrin, sind in der Liebe oder der Freundschaft enttäuscht worden, haben uns erneut verliebt und angefreundet, haben Sorgen und Erfolge, sehnen uns nach Erfolg oder Anerkennung, sind mit uns zufrieden oder nicht, hadern mit der Welt um uns herum oder finden sie gerade super.
All dies ist auch der Stoff, aus dem songs und songtexte bestehen. Dass in einem songtext das "lyrische Ich" als Kunstfigur zwischen den Autor und seinen Text tritt, ermöglicht Euch, nach Belieben von rein persönlichen Umständen und einem möglicherweise unerwünschten "Outing" zu abstrahieren (siehe dazu auch den Abschnitt D. Erzählperspektive im Kapitel 3). Wichtig ist auch, in welchen Bildern, Worten oder Metaphern Ihr Eure Erlebnisse erinnert. Was kommt bei Euch zuerst hoch, wenn Ihr an die erste Liebe denkt, das erste Scheitern, den ersten Erfolg? Nicht die reine Beschreibung gibt die Würze, sondern die Verdichtung, die Bilder und die Emotionen, die Ihr damit verbindet!
Wer Tagebuch schreibt oder seine Träume memoriert, wer anderen von seinen Erlebnissen erzählt, hat darin einen Fundus, der so schnell nicht versiegt. Schreibt jeden Tag eine Seite voll mit dem, was Ihr am Tag gesehen und erlebt habt. Wer saß Euch in der U-Bahn, dem Bus, der Straßenbahn gegenüber? Was mag er/sie erlebt haben? Was habt Ihr dabei gedacht? Was ist Euch und mit Euch geschehen heute? Was habt Ihr gedacht, gefühlt, erlebt? All das wird zu einem Fundus für Eure Texte.
Schließlich bieten Freunde, Bekannte, Verwandte und weitere Personen im eigenen Umfeld und deren Erzählungen und Lebenserlebnisse ebenfalls reichhaltigen Stoff, um daraus gute Texte zu schneidern.
Die Welt um einen herum
Wer aufmerksam Zeitungen und Zeitschriften liest, wird dort ebenfalls auf alle möglichen Geschichten, Erlebnisse und Gedanken kommen, die zu einem guten songtext geformt werden können.
Kriege, Krisen, Katastrophen, Mütter, die ihre Babys aussetzen und Väter, die zuschauen, Missbrauch aller Art, Armut, der Zustand unserer Welt, die Medien und natürlich auch positive Nachrichten: sie alle können zu songtexten animieren oder zu songtexten veredelt werden.
Dabei müsst Ihr keine Aussagen treffen, keine ausgefuchste Theorie haben, warum alles so ist, wie es ist oder was man tun müsste, um es besser zu machen. Viele sehr gute songtexte bestehen aus Fragen, aus Neugier: Warum ist das so? Ist es wirklich so? Wie wirkt es auf mich? Was mag dahinter stecken? Wirkt das auf andere auch so? Wie würde ich mich verhalten?
So kann aus einer 3-Zeilen-Nachricht aus dem dpa-Ticker oder einer Zeitung ein wirklich guter Text werden.
You just have to feel it and express it.
Die Welt der Literatur und Artverwandtes
Es soll noch immer Leute geben, die Bücher lesen. Romane, Kurzgeschichten, Krimis, Gedichte - sie alle können Anregungen für eigene songtexte sein. Die Betonung liegt auf Anregung.
Exkurs: Ein Hinweis an rechter Stelle
Man vermeide tunlichst Plagiate! Nicht nur aus ethischen Gründen und Gründen der Selbstachtung - es ist rechtlich nicht zulässig, zu klauen.
Wer im Zweifel ist, lässt entweder die Finger davon oder kennzeichnet es als Zitat oder setzt sich im Zweifelsfall mit dem Autor oder der Autorin bzw. deren Verlag ins Benehmen. Schließlich gibt es Hinweise wie: based on a novel by....
Versetzt Euch immer in die Lage dessen, der beklaut wird. Wie würdet Ihr reagieren? Wenn das nicht funktioniert: wir haben ein Gesetzbuch und Regeln, wie mit geistigem Eigentum anderer umgegangen wird.
Artverwandtes
Songtexte selbst sind natürlich auch eine Inspiration. Über was schreiben anderen? Wie drücken sie es aus? Was scheint ihnen wichtig, was unwichtig? Es gibt ganz hervorragende, zum Teil mit Interpretationen und Übersetzungen versehene Textbände von Bob Dylan, mindestens einen schönen Band von Zappa und viele andere Sammlungen von songtexten.
Etlichen CDs sind booklets beigegeben, in denen die songtexte auftauchen, fündig wird man oft auch auf den homepages der bands, die einen interessieren.
Natürlich sind hier auch weitere Medien gemeint: Filme, Hörbücher, Radiosendungen etc.
Links und weiterführende Hinweise
Auf diesem Board:
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=124353
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=124875
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=123734
Und im WWW:
Songtexte:
http://www.songtext.net/
http://www.songtexte.com/
http://www.superlyrics.de/
http://www.songtext-archiv.de/
http://lyrics.songtext.name/
http://www.lyrix.at/
http://www.top-lyrics.de/
http://www.songtext4free.de/
http://www.golyr.de/
Wenn Euch die Sites über songtexte interessieren, dann auf jeden Fall auch diese:
http://kampfumsongtexte.de/
Gedichte, Literatur etc:
http://www.carpe.com/
http://carpe.com/literaturwelt/
http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/
http://www.leselupe.de/lw/startseite.php
http://www.vorleser.net/
http://gutenberg.spiegel.de/
Wie man die eigene Kreativität ankurbelt, um sich aus der eigenen Umgebung Input und Ideen für songtexte zu erschließen ist ja vorher geklärt worden.
Welche weiteren Methoden gibt es, sich inspirieren zu lassen?
Die Hinweise, die hier angeführt werden, sind sicher erweiterbar. Aber es sind Hinweise, die bei mir und anderen - je nach Veranlagung unterschiedlich - funktionieren. Und sie bieten einen Ansatzpunkt, sich neugierig auf der Suche nach Stoff in die Welt zu begeben - nach dem Stoff für Texte.
Das Ich und die anderen
Ausgangspunkt ist hier das eigene Ich. Also: was passierte mir eigentlich neulich oder was passiert gerade? Jede/r von uns macht menschliche Grunderfahrungen und kann sie für songtexte verwenden: Wir haben mehr oder weniger erfolgreich die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein überlebt oder befinden uns mittendrin, sind in der Liebe oder der Freundschaft enttäuscht worden, haben uns erneut verliebt und angefreundet, haben Sorgen und Erfolge, sehnen uns nach Erfolg oder Anerkennung, sind mit uns zufrieden oder nicht, hadern mit der Welt um uns herum oder finden sie gerade super.
All dies ist auch der Stoff, aus dem songs und songtexte bestehen. Dass in einem songtext das "lyrische Ich" als Kunstfigur zwischen den Autor und seinen Text tritt, ermöglicht Euch, nach Belieben von rein persönlichen Umständen und einem möglicherweise unerwünschten "Outing" zu abstrahieren (siehe dazu auch den Abschnitt D. Erzählperspektive im Kapitel 3). Wichtig ist auch, in welchen Bildern, Worten oder Metaphern Ihr Eure Erlebnisse erinnert. Was kommt bei Euch zuerst hoch, wenn Ihr an die erste Liebe denkt, das erste Scheitern, den ersten Erfolg? Nicht die reine Beschreibung gibt die Würze, sondern die Verdichtung, die Bilder und die Emotionen, die Ihr damit verbindet!
Wer Tagebuch schreibt oder seine Träume memoriert, wer anderen von seinen Erlebnissen erzählt, hat darin einen Fundus, der so schnell nicht versiegt. Schreibt jeden Tag eine Seite voll mit dem, was Ihr am Tag gesehen und erlebt habt. Wer saß Euch in der U-Bahn, dem Bus, der Straßenbahn gegenüber? Was mag er/sie erlebt haben? Was habt Ihr dabei gedacht? Was ist Euch und mit Euch geschehen heute? Was habt Ihr gedacht, gefühlt, erlebt? All das wird zu einem Fundus für Eure Texte.
Schließlich bieten Freunde, Bekannte, Verwandte und weitere Personen im eigenen Umfeld und deren Erzählungen und Lebenserlebnisse ebenfalls reichhaltigen Stoff, um daraus gute Texte zu schneidern.
Die Welt um einen herum
Wer aufmerksam Zeitungen und Zeitschriften liest, wird dort ebenfalls auf alle möglichen Geschichten, Erlebnisse und Gedanken kommen, die zu einem guten songtext geformt werden können.
Kriege, Krisen, Katastrophen, Mütter, die ihre Babys aussetzen und Väter, die zuschauen, Missbrauch aller Art, Armut, der Zustand unserer Welt, die Medien und natürlich auch positive Nachrichten: sie alle können zu songtexten animieren oder zu songtexten veredelt werden.
Dabei müsst Ihr keine Aussagen treffen, keine ausgefuchste Theorie haben, warum alles so ist, wie es ist oder was man tun müsste, um es besser zu machen. Viele sehr gute songtexte bestehen aus Fragen, aus Neugier: Warum ist das so? Ist es wirklich so? Wie wirkt es auf mich? Was mag dahinter stecken? Wirkt das auf andere auch so? Wie würde ich mich verhalten?
So kann aus einer 3-Zeilen-Nachricht aus dem dpa-Ticker oder einer Zeitung ein wirklich guter Text werden.
You just have to feel it and express it.
Die Welt der Literatur und Artverwandtes
Es soll noch immer Leute geben, die Bücher lesen. Romane, Kurzgeschichten, Krimis, Gedichte - sie alle können Anregungen für eigene songtexte sein. Die Betonung liegt auf Anregung.
Exkurs: Ein Hinweis an rechter Stelle
Man vermeide tunlichst Plagiate! Nicht nur aus ethischen Gründen und Gründen der Selbstachtung - es ist rechtlich nicht zulässig, zu klauen.
Wer im Zweifel ist, lässt entweder die Finger davon oder kennzeichnet es als Zitat oder setzt sich im Zweifelsfall mit dem Autor oder der Autorin bzw. deren Verlag ins Benehmen. Schließlich gibt es Hinweise wie: based on a novel by....
Versetzt Euch immer in die Lage dessen, der beklaut wird. Wie würdet Ihr reagieren? Wenn das nicht funktioniert: wir haben ein Gesetzbuch und Regeln, wie mit geistigem Eigentum anderer umgegangen wird.
Artverwandtes
Songtexte selbst sind natürlich auch eine Inspiration. Über was schreiben anderen? Wie drücken sie es aus? Was scheint ihnen wichtig, was unwichtig? Es gibt ganz hervorragende, zum Teil mit Interpretationen und Übersetzungen versehene Textbände von Bob Dylan, mindestens einen schönen Band von Zappa und viele andere Sammlungen von songtexten.
Etlichen CDs sind booklets beigegeben, in denen die songtexte auftauchen, fündig wird man oft auch auf den homepages der bands, die einen interessieren.
Natürlich sind hier auch weitere Medien gemeint: Filme, Hörbücher, Radiosendungen etc.
Links und weiterführende Hinweise
Auf diesem Board:
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=124353
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=124875
https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=123734
Und im WWW:
Songtexte:
http://www.songtext.net/
http://www.songtexte.com/
http://www.superlyrics.de/
http://www.songtext-archiv.de/
http://lyrics.songtext.name/
http://www.lyrix.at/
http://www.top-lyrics.de/
http://www.songtext4free.de/
http://www.golyr.de/
Wenn Euch die Sites über songtexte interessieren, dann auf jeden Fall auch diese:
http://kampfumsongtexte.de/
Gedichte, Literatur etc:
http://www.carpe.com/
http://carpe.com/literaturwelt/
http://www.berlinerzimmer.de/eliteratur/
http://www.leselupe.de/lw/startseite.php
http://www.vorleser.net/
http://gutenberg.spiegel.de/
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