Wer wie ich..

michaw57
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Wer wie ich, mehr als zwei Meter groß ist
Weiß was auf euren Schränken los ist
Wo Staub den Staub bedeckt seit Generationen
Und die Zeugnisse eures Lebens wohnen

Du hast mir gestanden nach ein paar Bieren
(Du denkst) Sie liebt noch nen anderen, doch kann es kaschieren
Du weißt nicht wen und wie sie es hinkriegt
Es so zu verbergen, dass es nicht auffliegt

R: Wer wie ich, mehr als zwei Meter groß ist​
Weiß dass Schweigen euer Rettungsfloß ist​
Wie wackelig der Status eures Status Quos ist​
Und doch, wie sehr ihr euch braucht​

Wer wie ich, diesen natürlichen Charme hat
Erfährt so manches, wenn er sie im Arm hat
Dass du im Alltag ein echter Tyrann bist
Und du führen willst, wenn du ohne Plan bist

R: Wer wie ich, mehr als zwei Meter groß ist​
Weiß dass Schweigen euer Rettungsfloß ist​
Wie wackelig der Status eures Status Quos ist​
Und doch, wie sehr ihr euch braucht​

Wer wie ich, mehr als zwei Meter groß ist
Weiß was in euren Leben los ist
Gefühle wachsen, Gefühle verblassen
Doch wird sie dich nie von sich aus verlassen

====8<–––––
 
Grund: Typo
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Ich finde das gut geschrieben.
Wer wie ich, mehr als zwei Meter groß ist
Weiß was auf euren Schränken los ist
Wo Staub den Staub bedeckt seit Generationen
Und die Zeugnisse eures Lebens wohnen
Und das ist ein starker Beginn, den Du an den Anfang stellst. Das Bild vom großen Mann, der auf die Schränke schauen kann, ist klasse. Und dass da viel Staub zu finden ist, wissen vermutlich die meisten von uns.

Aber mir erscheint das darauf folgende Thema der "verstaubten Beziehung" im Angesicht dieses großen Anfangs etwas klein zu sein. Ich hätte einen größeren Blick erwartet, wenn da schon die vom Staub bedeckten Generationen genannt werden. Weißt Du, was ich meine?

Grüße!
 
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Aber mir erscheint das darauf folgende Thema der "verstaubten Beziehung" im Angesicht dieses großen Anfangs etwas klein zu sein. Ich hätte einen größeren Blick erwartet, wenn da schon die vom Staub bedeckten Generationen genannt werden
Ich sehe eher einen Bruch zwischen der ersten Strophe und den folgenden. Nach der ersten Strophe hatte ich eher eine Auseinandersetzung mit alten verbuddelten „Leichen“ einer Familie/ Beziehung gerechnet. Statt dessen geht es um eine Dreiecksbeziehung, die in dem verstaubten Winkel ordentlich Staub aufwirbeln könnte, aber in Unbeweglichkeit festsitzt. Eine schon fast klassische Beziehungskonstellation, bei der ich mich immer wieder frage: Und nun? Wie lange wollt ihr das durchhalten? Wer blinzelt zuerst?
Liebe Grüße
 
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Endlich wiedermal komplexe, komplette Texte! Wie ich darauf gewartet habe!!!

Mir gefällt, geschätzter Kollege, dein neuer Text, von Anfang bis Ende, außerordentlich gut!

Einer meiner ältesten Freunde ist seit Jahren sehr schwer krank. In dieser Phase verließ ihn seine langjährige Partnerin. Das regt den Rest seiner Freunde regelmäßig zu übler Nachrede an. Sowas tröstet natürlich meinen Freund. Teilweise jedenfalls. Allerdings konnte und wollte mein Freund sie nicht vergessen. Nun treffen sich die beiden allerdings wieder. Immer häufiger. Hm… was sagen denn all seine besten Freunde nun? :unsure: Eine wirklich höchst interessante, hoffentlich unendliche Geschichte. Hier beende ich mal meine private Schilderung….

Daran musste ich Zeile für Zeile denken, lieber @michaw57, als ich dein tolles Gedicht las! Man könnte glatt sagen, je oller, umso doller werden die eignen Erfahrungen…

Handwerklich amüsiert mich hier dein arroganter Schreibstil außerordentlich! Wirklich anregend! (y)
 
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Ich finde den Text auch gut. Diese zwischenmenschlichen Geschichten sind außerordentlich spannend.

Die zwei Meter Größe stehen bei mir für eine Art "über den Dingen stehen, Lebenserfahrung" und das tragische daran ist,
dass das 2m-LI selber ja das Verhältnis mit ihr hat und es seinem Kumpel natürlich nicht sagt. So lese ich es jedenfalls.

Der Beweis: Er weiß bestens Bescheid, das sein Kumpel ein Tyrann ist, dass sie eigentlich nicht ohne sich auskommen und vor allem, dass beide schweigen (weil sie es im Grunde wissen) :) Stimmts?
 
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…. und das tragische daran ist, dass das 2m-LI selber ja das Verhältnis mit ihr hat und es seinem Kumpel natürlich nicht sagt. So lese ich es jedenfalls.
Auch eine sehr interessante Sicht, die den Text noch reicher macht! Je mehr Raum man dem eigenen Misstrauen im Kopf eingeräumt, umso unübersichtlicher wird die Welt… ;)
 
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Vielen Dank für die Reaktionen..

..jeder von euch hat völlig Recht mit seinen Vermutungen..da hat ein Konstrukt Stabilität gewonnen, unter dem alle drei Songfiguren gleichzeitig Linderung erfahren und leiden..

..SIE, die das ganze zu orchestrieren scheint, findet im LI eine Art „beste Freundin“, mit der sie teilen kann, was in ihrer Zweierpartnerschaft kein Ventil findet..

..das LI ist weniger Gewinner als es selber denkt und wünscht..es meint alles zu wissen und versteht trotzdem nicht, was die anderen beiden aneinander kettet..es bleibt ein Stück weit außenstehend..

..das DU kommt - Sorry - etwas schlecht weg, hat aber erkannt, dass eine Partnerschaft andauern kann, wenn man eben nicht alles wissen will..hier wurde die Heinzelmännchen Sage verstanden
das tragische daran ist,
dass das 2m-LI selber
..tragisch würde ich es nicht nennen..es ist einfach wie es ist..ein stilles dreiseitiges Agreement..
 
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