Warmer gesättigter Röhrensound?

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Stofferl
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Servus, habe gerade Zeit und möchte eine Frage von früher nochmal etwas anders stellen und mit einem Sound-Beispiel hinterlegen:
Wie bezeichnet IHR diesen Sound?
(Ist genau mein favorisierter Sound einer E-Gitarre; „dreckigen“ Crunch mag ich nicht so.) (Wobei mir die Einleitung von diesem Video schon sehr gut gefällt.)

View: https://www.youtube.com/watch?v=k5c_eeWmRAY
Ich meine nur die paar Sekunden ab Minute 2:51
warm crunch, sahnig, warm, angedickt, gesättigt, smooth, creamy
Ich denke all diese Bezeichnungen meinen genau diesen Sound oder liege ich da falsch?
Ist DAS „gesättigte Endstufe“ oder „Clipping“ oder bezeichnen diese beiden Begriffe das Gleiche??
Mein Amp: Fender `64 Custom Deluxe Reverb (kein Mastervolume), 20W, 6V6 Endstufenröhre,
Bisher habe ich schon zig mögliche Pedal- und Einstellungskombinationen ausprobiert (auch mit fast ganz aufgedrehtem Volumeregler in Verbindung mit einem PowerAttenuator) aber komme nicht auf diesen Sound. Meistens wird in diesem Zusammenhang bei Pedalen vom Tubescreamer/Bluesbreaker und vergleichbaren Effektpedalen gesprochen aber die habe ich schon alle ausprobiert …… jetzt kaufe ich mir dann wirklich bald den Kemper Player.
Glaubt ihr, dass man diesen Sound auch mit einem folgender Pedale bekommt bzw. eines davon diesen an Bord hat; hat da jemand Erfahrung?
Universal Audio UAFX Woodrow '55
Universal Audio UAFX Dream '65
Origin Effects Deluxe55
Origin Effects Halcyon Gold Overdrive
Origin Effects Halcyon Blue Overdrive
Glaubt ihr, dass da die Art der Tonabnehmer mit entscheidend sind?
Oder ist mein Verstärker (oder sein Lautsprecher Jensen C12Q) dafür nicht geeignet; weder diesen Sound selbst zu erzeugen, noch mittels Overdrive-Pedalen?
Und hier noch ein Ausschnitt eines Bewertungszitats zum Amp vom „T“:
„Allerdings kann ich nur empfehlen, den eingebauten Jensen C12Q auszutauschen, wenn man den klassischen Sound des Deluxe Reverbs haben will. Der C12Q ist zwar sehr leicht, aber für meinen Geschmack fehlen dem Speaker komplett die Mitten, und der Lautsprecher trägt nun mal deutlich zum Sound des Amps bei. Nach viel ausprobieren habe ich letztlich den Speaker gefunden, der mir den gesuchten DR Sound liefert: Der Warehouse WGS Reaper 30 Watt-8 Ohm Lautsprecher. Ein Celestion Vintage 12H-30-8 70th Anniversary wäre die Alternative. Beide Speaker klingen clean sehr sehr ähnlich, jedoch hat der Celestion seine Resonanzfrequenz bei 55Hz und der WGS bei 126 Hz, und das hört man. Bei verzerrtem Sound überträgt der Celestion gefühlt noch irgendwas im Subbass. Das macht der WGS Speaker nicht, so dass ich mich letztlich für diesen Speaker entschieden habe.“
Ich bedanke mich im Voraus für Eure Antworten!
 
Wenn du diesen Hendrix artigen Part meinst, das geht vom TS, über einen Bluesdriver mit wenig Gain und ähnlichen Pedalen. Alles was so als Pedal so in die Richtung eines Steel-String-Singer (ein Amp) geht, funktioniert da ganz besonders gut. Das geht alles auch so in die Richtung „Dumble“.

Ich könnte mir vorstellen, dass eher die Abstimmung zwischen Gain am Amp und Gain am Pedal liegt. Ich spiele gern mit einem sehr ähnlichen Sound.

An der ebenfalls eher Fender ähnlichen Röhre benutzt ich da gern ein Boost/Comp Pedal (Drybell Unit67) und danach ein Zendrive, ein Menaton Howie, oder ähnliches. Das spottig billige Nux Steel Singer Pedal funktioniert da übrigens auch ganz hervorragend. Habe ich gerade mit einem anderen Amp getestet.

Speaker ist bei mir ein herkömmlicher Vintage 30, oder auch ein Kabinett mit zwei Greenbacks. Die Jensen habe ich (virtuell) gern am Kemper genommen.

Eigentlich hast Du ja das passende Zeug, finde ich?

Ansonsten halt Strat und ab damit.

Edit: Ich meine keinen "Hendrix Sound", sondern eher das was da gespielt wurde. Wobei Hendrix auch gern so einen "break up" Sound benutzte. Auch SRV, Mayer und viele andere sind da zumindest von der Basis her ähnlich. Die Endstufe ist da meiner Meinung nach übrigens eher wurscht, Das bekomme ich auch mit einem digitalen Amp und ohne Röhre sehr gut hin.

Es gibt übrigens auch sehr gut klingende Preamps mit Röhre in der Richtung. So z.B. die von Peace Hill.


Ich kann das aber auch ganz gefällig mit anderen (sogar recht preiswerten) Geräten sehr ähnlich hinbekommen. Am Kemper war das auch sehr ok, aber ich mag einfach die ollen, klassischen (echten) Speaker lieber, wenn sie denn vor mir stehen und mit solchen Sound meinen Ohren schmeicheln. ;-)

Investiere doch mal just for fun die 42,00 Euro für den billigen Nux, drehe den Amp so weit auf, das er gerade so ein bisschen anfängt zu rotzen, wenn du ein bisschen fester spielst. Den Nux dann aber auch nur mit wirklich ganz wenig Gain. Sost wir das sehr schnell zu viel, Dann ein bisschen mit dem Tonefilter an dem Ding spielen. Da auch eher nicht viel mehr als 12:00 Uhr und dann sollte das mit der Strat schon sehr gut passen. Einen Boost kann man vielleicht auch noch ins Spiel bringen. Muss man aber nicht. So eine fender Röhre wird dann aber mit 20 Watt auch schon ein bisschen laut. Ich benutze daher bei meinem Amp zu Hause meist einen Attenuator.

Bei dem Kemper habe ich in dieser Richtung gern Profiles von Fender, ToneKing und besonders gern einen Steel String Singer benutzt. Dann halt ggf. noch ein virtuelles Pedal, viellicht auch einfach ein Clone, oder auch etwas in der Richtung King of Tone davor. Oder auch mal etwas in Kombi um bei Bedarf mal eine Schippe draufzulegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie bezeichnet IHR diesen Sound?
Dreckiger Crunch :D - halt "in schön".
Meine Lösung für sowas am Fender ist das Mesa Flux Five. Zendrive (und Clones), King of Tone (und Clones) gehen auch gut.

Preamp Pedale finde ich nicht so eine gute Wahl. Die bügeln den typischen Fender-Sound glatt, das finde ich schade drum. Aber gehen tut's natürlich...
 
Ist DAS „gesättigte Endstufe“ oder „Clipping“ oder bezeichnen diese beiden Begriffe das Gleiche??
Mein Amp: Fender `64 Custom Deluxe Reverb (kein Mastervolume), 20W, 6V6 Endstufenröhre,
Na ja, der Fender ist natürlich nicht unbedingt der optimale Kandidat für diesen Sound, denn wie du im Fensterchen sehen kannst, ist die Grundlage das Profil eines Marshall Plexi.

Die Gitarre ist natürlich auch wichtig, das hört man schon am nächsten Beispiel, das mit dem gleichen Ampprofil erzeugt wurde. Für deinen Wunschsound ist es wohl ziemlich sicher eine Strat über den HalsPU, mit dem StegHB nur mit etwas mehr Gain und weniger Höhen gibts hier im Wesentlichen den AC/DC-Sound.

Alleine mit einem "normalen" Drive-Pedal wie einem TS ist es aus meiner Sicht jedenfalls schwer, einen Fender (jenseits der Tweed-Ära) so auf den Kopf zu stellen. Dafür müsstest du also wohl zu einem der immerhin recht zahlreichen Amp-In-A-Box-Pedale greifen, die einen Marshall simulieren. Ein kleiner Trost: ein echter Plexi wär auch noch keine Lösung, denn der macht das eben auch erst in ziemlich brutaler Lautstärke.

Der Haken ist auch bei den Plexi-Simulanten, dass dahinter immer noch ein bestimmter Amp hängt, und mangels Fender Deluxe kann ich da nicht so wirklich was konkretes empfehlen, auch wenn ich schon zwei, drei davon hatte. Auch die Speaker machen natürlich einiges aus, wenn in Deinem Fender ein Jensen werkelt, muss der ja quasi auch noch zu einem Celestion verbogen werden, vom geschlossenen Gehäuse bei Marshalls 4x12er ganz zu schweigen. Die üblichen Kandidaten sind natürlich die Box of Rock, Wampler Plexidrive, aber es gibt halt in allen Preisklassen (schon um die 50 €) Pedale, die für dich genau richtig sein könnten. Nicht zuletzt ist der sound, den man im Kopf hat, auch in Ssachen Plexi für jeden ein bisschen anders.

Da kann ich also nur empfehlen, mal zu googeln, was sich bei Leuten konkret für deinen Amp bewährt hat, und/oder ein paar solcher Pedale zu bestellen und mit dem Deluxe zu testen.

Gruß, bagotrix
 
Was bei der Beschreibung zum Sound hier IMO noch fehlt, ist die dynamische Reaktion beim Overdrive/Zerren. Das ist der Schlüssel zum „geilen“ Sound. D.h. leise Angeschlagen ist das fast clean und reingehauen AC/DC Chrunsh. Wenn ein Zerrer das hinbekommt ist man schon nahe dran.
Das oben erwähnte Origin Effects Zeug ist darin aber sehr gut. Wie @bagotrix schon schrieb wäre ein hier marshalliges Pedal wie das Revival Drive noch besser, aber das Magma57 oder M-EQ, die ich selber auch noch habe, reagieren auch sehr gut auf den Anschlag.
Wenn der Sound aber immer zu harsch und kratzig ist, liegt es an der Verstärker Basis bzw. am Speaker.
 
Es stimmt, dass ein Blackface Schaltkreis tendenziell suboptimal für Plexisounds ist. Trotzdem würde ich die Schlüsselstelle auch hier eher beim Speaker sehen. Ich mag die Jensen RI eigentlich schon sehr gerne für das was sie sind. Aber Open Back Jensen vs closed Back Celestion ist eine völlig andere Charakteristik.

Der Lautsprecher, der für mich am Besten in beiden Bereichen funktioniert ist der WGS ET65. Besser noch hierfür als sein Vorbild (Celestion G12-65).

Ich würde aber, um die Deluxe Reverb Sounds nicht zu korrumpieren eher eine closed Back 112 Zusatzbox kaufen und in diese einen eingespielten Celestion G12H30 55Hz Heritage setzen (nicht den Anniversary) - oder, je nach Geldbörse, gleich einen Alten aus den 70ern.

Ich könnte mir vorstellen, dass das im Zusammenspiel mit dem Bluesbreaker Pedal schon ganz gut funktioniert. Ggfs noch eher ein EQ Pedal statt einem weiteren Overdrive.
Damit lässt sich der Unterschied zwischen Plexi und DR weitgehend ausgleichen.
 
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@Stofferl
Der leichteste Weg zu dem Sound:
Kemper kaufen, Sound wie am Bespiel einstellen, fertig
 
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Hey,
...zur Zeit spiele ich viel mit meinem Vintage Stagemaster60 Amp. Der kann sehr schön clean, Rock Zerre, Rock Solo Sounds, was fehlt ist der von dir gezeigte und gefragte Sound.
Diesbezüglich habe ich nun auch schon so einige Pedale ausprobiert...und wurde immer wieder mindestens nicht begeistert, oft genug sehr enttäuscht.
Als ich neulich bei Session dafür den grünen Mini Wampler Overdrive (Belle) ausprobierte war ich schon recht angetan und wollte kaufen...als der junge Verkäufer mir den "Royal Blue" Overdrive von Mad Pfofessor reinbrachte.
Nun ja, was soll ich sagen!? Hammer! Hab das Ding gestern beim Gig bei den Hendrix Nummern und bei Blue Jean Blues eingesetzt...klingt großartig.
Vorallem der dynamische Anschlag-Punch und die feine knusprige Zerre hab ich so aus nem Pedal noch nie gehört und unter den Fingerkuppen gespürt...das erinnert mich doch schon sehr an nen bis kurz vor Gehörschaden aufgedrehten Fender Bassman.

Gruß,
Bernie
 
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