Licks aus bekannten Standards und Solos gehör(t?)en zum Üben.
Das Üben von Licks wird ja unterschiedlich gehandhabt. Manche Leute üben ganze Soli und spielen sie perfekt zur Aufnahme, so dass man den Unterschied kaum hört.
Manche nehmen sich einen Chorus, analysieren ihn und finden neue harmonische Konzepte und Ideen. Oder man nimmt sich kürzere Abschnitte oder eben ganz kurze "Licks".
Alles hat seine Berechtigung. Wenn man wenig Zeit hat und effektiv damit umgehen will, sollte man sich fragen, wie man effektiv dahin kommt, was man können will.
Kurze Motive wie der obige Lick finde ich gut zu üben, wenn man improvisieren will. Man kann sie variieren, vorn und hinten etwas anbauen, umkehren (spiegeln) und damit kreativ umgehen.
Solche Motive kann man sich auch sehr schön mit anderen Musikern "hin und herwerfen", das macht immer Spaß.
Es kommt aber immer drauf an - andere möchten vielleicht lieber ein komplettes Bill-Evans-Arrangement spielen oder eine Anzahl II-V-I in allen Tonarten können. Lernen kann man überall etwas.
Das Problem "heutzutage" sehe ich darin, sich aus der Unmenge des wunderbaren Materials etwas herauszupicken, da genügend lange und gründlich dranzubleiben, bis man es in sein Repertoire aufgenommen hat und solange den Rest mehr oder weniger zu ignorieren.