Shure PGX P6 Drahtlossystem, Frequenz 702 MHz in Österreich noch nutzbar?

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Hallo Community,

ich habe ein älteres Drahtlossystem von Shure ausgegraben: PGX4 (Sender) + PGX1 (Empfänger für Gitarre) [1] und zwar die P6 Version, d.h. der Frequenzbereich ist zwischen 702-720 MHz. Mir ist klar dass der Frequenzbereich 703-823 MHz für LTE vergeben ist und ich diesen nicht verwenden darf. Jetzt aber zur Frage: wie schaut es denn mit 702 MHz aus? Laut [2] (erste Seite ganz unten) senden Channel 1, 41, 61 und 81 jeweils auf 702.2, 702.75, 702.1 und 702.3 MHz. Und laut [3] (für Österreich, Seite 14, Kanal 49) sollte der Frequenzbereich 702 MHz noch frei sein (jedoch anmelde- und kostenpflichtig). Wenn ich die Frequenz anmelde, dürfte ich dann mein altes Drahtlossystem auf einen der vier Channel im 702er Bereich legal nutzen? Laut [3] (Seite 7) kostet die Anmeldung (in Österreich) pro Sender ca. 65 Euro einmalig für 10 Jahre, was echt nicht tragisch wäre. Seht ihr irgendwelche anderen Probleme oder meint ihr es wäre sinnvoller in ein neueres System zu investieren? Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt bzgl. dem Anmelden von Frequenzbereichen in Österreich?

Schöne Feiertage noch!


Referenzen
 
Nicht für Ö nur für D, sollte allerdings ähnlich sein.

Wenn das in Ö so ist, dann eben Anmelden. Du darfst dann allerdings eben nur diese dir zugeteilten Frequenzen nutzen.
Prinzipiell kann die Zuteilung ortsgebunden sein, d.h. die Behörde prüft ob die Frequenzen in jeder Region frei sind, daher kann es zu weiteren Einschränkungen kommen, wenn die zugeteilte Frequenz an Ort A frei ist und an Ort B nicht.

Im Weiteren ist man dann auf die zugeteilten Frequenzen beschränkt, d.h. die Ausweichmöglichkeiten sind deutlichst eingeschränkt. Die Zuteilung ist niemals ein Garant der Ströungssicherheit und/oder Nutzungsfreiheit. Auch musst du auf Weisung die Sendeanlage abschalten, wenn du damit doch primäre Dienste störst, denn man ist eben nur sekundärer Nutzer, so zumindest in D.
Bei einer so geringen Bandbreite ist da ganz schnell Ende, wenn im Nebenband irgendwelche Burstsignale aufkommen. Die Drücken dir deinen mickrigen Träger einfach weg und prasseln in die Eingangsstufe ein, welche mit Sicherheit keine hohe Trennschärfe hat.

Wir haben selbst hier im Lager noch über 12 Anlagen, welche im Bereich 800 - 820 MHz arbeiten könnten. Seit der DD I/II ist das halt Altmetall, obwohl die Technik funktional wäre.

Empfehlung auch weil das PRX untere Range ist: Entsorgen und eine neue Strecke anschaffen, sofern dies unbedingt notwendig ist. Evtl. findet sich ja in einem anderen Land mit anderen Regeln ein Abnehmer. Dazu muss die Anlage allerdings voll funktionsfähig sein.
 
Willkommen im Forum :)

Schwierig. Wegen der Krise in der Ukraine etc möchte hier auch die Bundeswehr - in Austria wohl Bundesheer - auch 100 MHZ vom Kuchen haben für Militärfunk.

Das betrifft aktuell die TV Kanäle, die wir teils nutzen können bei 470-692 MHZ. Vielleicht geht das noch bis 2030 über die Netzagentur wie das bei uns heißt

Also mal wieder das 4. Mal neue Funken kaufen. Die Erstattung galt damals nur für teurere Geräte.

Ich habe auch noch funktionierende Strecken bei 800 MHZ. Das stört dann hier aktuell LTE Breitband. Auch nur noch Export, obwohl die sehr gut waren. So hat die Regierung damals Mrd bekommen für die Versteigerung der Frequenzen
 
Danke für eure Antworten! Ich hab mich mal durch den Anmeldeprozess durchgeklickt (ist sogar online möglich; kaum zu glauben, da österreichische Behörde), dort kam dann der Hinweis: "Die maximal erlaubte Sendeleistung beträgt lt. Schnittstellenbeschreibung 12 mW e.r.p.", laut [1] beträgt die Sendeleistung für das P6 jedoch 30mW. Somit ist es ohnehin hinfällig, richtig?

Es ist halt irgendwie ärgerlich, wir spielen nur ein paar Gigs im Jahr und da hab ich so ein Drahtlossystem rumliegen, darf's aber nicht verwenden :rolleyes:, aber gut, was soll man machen... (deshalb lohnt es sich für mich auch nicht unbedingt in ein besseres System zu investieren und hätte auf eine Alternative gehofft).

Im Weiteren ist man dann auf die zugeteilten Frequenzen beschränkt, d.h. die Ausweichmöglichkeiten sind deutlichst eingeschränkt.
Noch eine andere Frage, von Shure gibt es nun das BLX14 (vermutlich das Nach(-nach)folge Gerät) und ich möchte gern Frequenzen verwenden die man nicht anmelden muss, da gibts zum Beispiel die Version T11 im Bereich 863-865 MHz. Das sind ja auch nur (ungefähr) 3MHz Breite, also man hat auch hier nur wenig Ausweichmöglichkeiten?
 
gerade durch Laien (Musiker) sind die ISM Bänder bei 863-865 MHZ natürlich überlastet. Auch in der Duplexlücke 823-832 MHZ. Manche Hersteller bieten beides an in 1 Gerät, ergo ISM & Mittenlücke.

Früher hatte ich Festfrequenzgeräte der billigen Klasse (deshalb nicht mehr nutzbar bei ca. 800 MHZ), nun kann man Frequenzscans durchführen, auch bei ISM

3 Geräte simultan steht bei T
 
im Bereich 863-865 MHz.
Von mir definitiv keine Empfehlung, vor allem wenn der Gig damit stressfrei ablaufen soll. 470 - 690 MHz, zumindest in D. Alles andere kann man vergessen.
Eine Gegenüberlegung wäre, da viele eben nun diesen Bereich anpeilen und es mittlerweile genug Geräte in diesem Bereich gibt, könnte die LTE Mittenlücke etwas "freier" werden. ISM Band leider nicht, da viele Hersteller diesen Bereich mitnutzen, deswegen wird es da nicht leerer.

Und wegen einer Strecke jammern.... hmmm. Was ist mit den ganzen Personen, welche zu jener Zeit damit ihre Brötchen verdient haben und dann auf einmal Elektroschrott im Lager hatten. Zu der Zeit waren die Funkstrecken etwas teurer und wenn dann mal 4, 6, 8 oder mehr Strecken nicht mehr nutzbar sind, der Kunde aber danach ruft.... Das waren schnell Investitionen im Bereich 5 k€ und deutlich darüber. Für eine kleines Unternehmen ist das sehr schmerzhaft, vor allem wenn es keine Entschädigung gab.
 
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Verstehe, danke für eure Antworten, ich denke ich werde vorerst mal beim Kabel bleiben :biggrinB:.
Was ist mit den ganzen Personen, welche zu jener Zeit damit ihre Brötchen verdient haben und dann auf einmal Elektroschrott im Lager hatten.
Ja, das ist natürlich furchtbar :(.
 

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