Piano Intro: Minute by Minute (Doobie Brothers)

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Neulich mal wieder über einen echt coolen Song gestolpert und gleich gedacht, den nehm ich mir mal vor und in's Programm auf.
Allerdings ist das Info schon gleich etwas heftig. Diverse Akkorde, die sich anscheinend immer wiederholen, und in der linken Hand Oktavbässe, die sich fast chromatisch nach oben bewegen.
Beim näheren Analysieren sind dann doch leichte Abweichungen bei der Chord-Sequenz. Geht los mit Dm7, C/E, F, F#dim7, C/G, G#dim7, Am7, G/B, C6 und endet in einem ein verminderter Cis Akkord, möglicherweise als C#dim7 zu bezeichnen, der als quasi Vorhalt von einem Dm7 steht, womit es dann wieder von vorne los, nur die Akkorde in der rechten Hand wandern jetzt von unten nach oben über Dm7, Em (anstatt C/E), F und wieder zum F#dim7, dann wie zuvor weiter. Bei der dritten Wiederholung endet dieser Lauf bei einem Dm7.
1741438163212.png

Allerdings ist das Metrum plötzlich anders, wie es scheint. Das Geheimnis ist aber, dass die Akkorde rechts nicht Viertel und die Basslinie keine Achtel sind, sondern das ganze triolisch gespielt wird. Hab dazu ein Video gefunden, indem Michael McDonald das selber erklärt:

View: https://www.youtube.com/shorts/hZhxmARUpi4
Zur Veranschaulichung klingt das dann mit Metronom so:

und sieht von den Noten etwas vertrackter aus:
1741439661772.png

oder sollte man die rechte Hand lieber in Viertel-Triolen notieren?
1741440874467.png

Wie auch immer, finde ich es extrem schwierig, und ich bekomme es nur einigermaßen hin, wenn ich tatsächlich in der linken Hand 1,2,3,1,2,31,2,3... zähle und rechts in Vierteltriolen denke. Am Rest des Songs arbeite ich auch noch, da sind neben jeder Menge Chords auch noch ein paar Breaks drin, die es in sich haben.
Das Intro kommt dann in der Mitte auch noch mal, geht in einen Teil über, der mir noch Kopfschmerzen bereitet. Auch der Gesang ist nicht ohne, den ich parallel zum Keyboard auch noch übernehmen muss.
 

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Klingt cool!
ollte man die rechte Hand lieber in Viertel-Triolen notieren?
Wie man es notiert, ist imo egal.

Ich würde erstmal nur den verschobenen Rhythmus üben, damit der flüssig geht.
Entweder mit der Hälfte des ersten Taktes oder mit vereinfachten (beliebigen) Akkorden, ganz langsam und die einzelnen Achtel "mitzählen". Erst später dann auf Viertel.

Nach ein paar Tagen klärt sich dann normalerweise der geistige Nebel und es automatisiert sich.
 
sehr cooles Intro, da hab ich gleich Kopfkino. Gibts das irgendwo legal zu kaufen?
 
:nix: Wie auch immer, finde ich es extrem schwierig, und ich bekomme es nur einigermaßen hin, wenn ich tatsächlich in der linken Hand 1,2,3,1,2,31,2,3... zähle
Mein Tip wäre, erstmal nur die rhythmische Figur draufzukriegen.
Dazu zuerst die linke Hand zu üben und den Akzent alle drei Töne ganz deutlich zu spielen, also immer 5. Finger und besonders den Daumen.
Der Daumenakzent hilft mMn sehr, auch wenn man ihn dann später nicht mehr so spielt.
1742549647032.png

Dann einen Akkord rechts dazu
1742549689470.png
und auch dabei den Daumen in der Lücke zwischen den beiden Akkorden ganz bewusst und deutlich. Ruhig erstmal ganz langsam, das Tempo kommt dann von alleine.

Als drittes kann man anfangen, die rechte oder linke Hand auch mit anderen Tönen zu versehen, zB.
1742549760375.png


Max. nach einer Woche sollte der Rhythmus eigentlich soweit sitzen, dass man an das Stück rangehen kann.
Übung 1 und 2 kann man auch super ohne Klavier machen, im Bus, im Büro, immer mal kurz zwischendurch.


... und rechts in Vierteltriolen denke.

Rechts würde ich gar nicht "denken", der Akkord kommt einfach immer auf den linken kleinen Finger.
Wenn der Rhythmus so rauskommen soll wie notiert, sind die Betonungen links wichtig.


Das Original hören hilft natürlich auch extrem, am besten eine Stelle im Song, wo man die anderen Instrumente mit hört.
Zur Veranschaulichung klingt das dann mit Metronom so:
Im Song laufen ja die Triolen mit, deshalb würde ich mir das Metronom beim Üben erstmal nicht wie in Deinem Beispiel auf Viertel, sondern auf die Achteltriolen einstellen und Dreierbetonung.
ZB sowas wie hier.
 
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Was ich viel krasser finde: Einen von Michael McDonald gesungenen Titel zu covern!
Ich finde, er ist neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten als Tastenmann ein sensationeller Sänger...
 
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Danke für den Hinweis auf dieses tolle Intro, kannte ich noch garnicht. Ich werde mal versuchen, mich rhythmisch mit diesem Tutorial zu nähern. Bin noch nicht durch, erscheint mir aber ganz gut.

Gruß,
glombi


View: https://youtu.be/TklNjPVrvSo?si=I5Xe440dktcSAFT8
 
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Ja, das Tutorial finde ich wie praktisch alle Videos von Pierre Piscitelli voller Einsichten und seinen Hinweis auf 6/8 hilfreich - da kann Michael der Große zählen, wie er will. :D

Gruß Claus
 
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