Paula mit versetzter Brücke

Papalapap
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Hallo zusammen,

mir liegt hier eine Paula vor die ein mittelprächtiges Problem hat. Und zwar in Form einer falsch gebohrten Brücke. Siehe Bild.
Folgendes ist bereits passiert. Es wurden Graph Tech Saddles ohne Auskerbung montiert und die Auskerbungen aussermittig gefeilt, sodass die Saiten wenigstens einigermaßen grade über das Griffbrett verlaufen.
Problem ist, dass die Saiten noch weiter Richtung der hohen Saiten verlaufen müssten. Im Ganzen würde ich schätzen, dass die Brücke um etwa 3-4mm verbohrt ist.

Optionen die ich aktuell sehe sind folgende:

a) Graph Tech Saddles besorgen und die Auskerbung noch weiter versetzten. Da, grade auf den hohen Saiten, das jetzt schon sehr weit am Rand ist, könnte mir der Rand evtl. wegbrechen.
b) Die Hülsen aus Korpus ziehen, das Loch mit einem Dübel verschließen, die Oberfläche so gut es geht wiederherzustellen und neu zu bohren.

Bin grade ein wenig unenschlossen was am Besten wäre und nein...Sie beim nächsten Gig auf der Stage zu zerschmettern ist keine Option :rofl: Sie wird den Gitarrengöttern nicht geopfert solang es noch eine Option gibt ;)
Tatsächlich hat Sie für mich sentimentalen Wert. Ich spiele sie gern und sie klingt auch nicht schlecht.
Deswegen hoffe ich, das ihr mir helfen könnt.
Würde mich sehr über Ideen oder Denkanstöße freuen.

Beste Grüße
 

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Hmmm,wie wirkt sich das auf die Intonation aus?
Falls nichts zu merken,einfach so lassen.
 
Ich würd sie, wie du schon erwähnt hast dübeln und neu bohren. Kommt halt auf deine handwerklichen Fähigkeiten an.
 
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Gab es nicht vom Rockinger Exzenter Studs um so etwas mit Gefühl zu retten ?
Ansonsten ganz klar NEU bohren.

Edith sagt : Auf Böckchen stellen wäre auch noch möglich ...
 
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+1 für dübeln und neu bohren!
 
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Dübeln und bohren👍🏻
 
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Hmmm,wie wirkt sich das auf die Intonation aus?
Falls nichts zu merken,einfach so lassen.

Was das angeht gibt's tatsächlich keine Probleme.

Gab es nicht vom Rockinger Exzenter Studs um so etwas mit Gefühl zu retten ?
Ansonsten ganz klar NEU bohren.

Edith sagt : Auf Böckchen stellen wäre auch noch möglich ...

Die hier? https://www.rockinger.com/parts/har...36/exzenterhuelsen-fuer-jazzmaster-vernickelt
Das würde ja das Problem aber nicht beheben oder denke ich in die falsche Richtung?
Was meinst du mit auf Böckchen stellen?

Danke an alle schonmal für die Beteiligung.
Was mich an der Dübelvariante abschreckt ist die Oberfläche wieder anzugleichen. Sprich:
Welchen Lack nimmt man? Schwarz ist ja nicht gleich schwarz also welcher Farbton? Wie sehr sieht man also am Ende, dass da ausgebessert wurde?
 
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Gab es nicht vom Rockinger Exzenter Studs
Die sind nur zur Montage einer Tune-o-Matic Bridge auf Jazzmaster, Jaguar oder Mustang. Die Studs haben kein Außengewinde, da diese Gitarren nur Hülsen ohne Gewinde haben.
Dübeln und bohren ist die sauberste Lösung.

1743739184645.jpeg

Wenn Du aber besser mit Metall umgehen kannst und feinmechanisch unterwegs bist, könntest Du dir mit ein wenig sägen und hartlöten die Adapter auch selber herstellen. 😁
 
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Viel wichtiger wäre hier ein Bild, wie die Saiten am Griffbrett verlaufen. So sieht es jetzt so aus als sollten die Saiten unbedingt exakt über die PU Polschrauben verlaufen. Das ist aber nicht notwendig!
Eine hohe E-Saite zu nah am Griffbrettrand macht eine Gitarre jedoch schwer spielbar.
 
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Hat die Gitarre einen eingeklebt Hals oder ist der geschraubt? Wenn geschraubt, könnte man den Hals an der Kopfplatte etwas in Richtung der hohen Saiten schieben, dann wären die Saiten auch mittig zum Griffbrett.
 
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Hat die Gitarre einen eingeklebt Hals oder ist der geschraubt?
Bei Les Paul sollte man von einem eingeleimten Hals ausgehen dürfen.
Was mich an der Dübelvariante abschreckt ist die Oberfläche wieder anzugleichen. Sprich:
Welchen Lack nimmt man? Schwarz ist ja nicht gleich schwarz also welcher Farbton? Wie sehr sieht man also am Ende, dass da ausgebessert wurde?
Original Lack wird schwierig werden. Dose aus dem Baumarkt sollte reichen. Alles gut abkleben. Danach mit Klarlack drüber. Wenn alles richtig ausgehärtet ist - mit Politur aufpolieren. Wie schon Mr. Miagi sagte: Auftragen, polieren :giggle:

Man wird wahrscheinlich schon noch sehen, dass was gemacht wurde. Sonst hilft nur neu lackieren.
Aber es ist ja eine Gitarre die du oft und gerne spielst, daher wird sie auch entsprechend Gebrauchsspuren haben.
Evtl eine Art Unterlegscheibe verwenden die den Bereich abdeckt.
Ich würd grad soviel machen, dass es nicht gleich ins Auge springt und gut is.
Ist dann halt eine Player.:rock:
 
Les Pauls mit einem eingeklebten Hals zu assoziieren ist schlüssig, aber nicht die ganze Wahrheit. Eine Les Paul mit sentimentalem Wert könnte auch eine Les Paul Kopie aus dem letzten Jahrhundert sein und da gab es einige Hersteller, die Les Pauls mit Schraubhals hatten, so z.B. auch Ibanez .... deswegen meine Frage.
 
Wenn es das spiel nicht stört, die Saitenposition am Griffbrett gut ist und die Intonation stimmt, lass es einfach so.

Dübeln und neu bohren wäre die sauberste Lösung, wenns ein Problem gibt. Du wirst aber die Dübel sehn, auch beim überlackieren.
 
Eine hohe E-Saite zu nah am Griffbrettrand macht eine Gitarre jedoch schwer spielbar.
Das kann man aber doch auf den Bildern in #3 sehen. Die tiefe E-Saite scheint zu nah an der Griffbrettkante zu sein, die Hohe hat noch richtig viel Platz.
 
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Oder eine Schaller STM Rollerbridge verwenden.
1743755858550.jpeg

Die Rädchen haben ein Gewinde, damit kann die Saitenposition um +/- 2 bis 2,5 mm verschoben werden.
 
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Würde mich sehr über Ideen oder Denkanstöße freuen.
b) Die Hülsen aus Korpus ziehen, das Loch mit einem Dübel verschließen, die Oberfläche so gut es geht wiederherzustellen und neu zu bohren.
Deine Lösung b ist die einzige Variante, wenn es ein verleimter Hals sein sollte. Du bist ja schon am Ende der Brücke angelangt. Weiter geht nicht. Und ganz ehrlich, die Geige ist schon natürlich gealtert und hat Dings und Dongs. Das in Kombination mit "hat sentimentalen Wert", ist für mich ein no-Brainer. Sich da über einen makellosen Übergang Gedanken zu machen, ist Nebensache. Spielbarkeit first.


Viel wichtiger wäre hier ein Bild, wie die Saiten am Griffbrett verlaufen.
Hat er ebenfalls mitgeliefert. Man sieht wie viel Platz da ist. Das macht so keinen Sinn. Dass es es gerade korrekt über die Polepieces läuft, ist lediglich eine Residualgröße.
Bildschirmfoto 2025-04-04 um 10.50.29.png
 
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