ALSO AUCH ICH

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Jongleur
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Ursprünglich schrieb ich den Text für die Rubrik „Schüttelreime“. Aber dann dann merkte ich, dass mich der Text intensiver beschäftigt. Und zugleich macht es mich sehr, sehr traurig, dass die Hauptrubrik für Texter hier gefährlich einschläft. HIER muss der Bär Steppen. Hier sollten die Fetzen fliegen!

Also mal klare Ansagen:
1. Diesen Text könnte, davon bin ich absolut überzeugt, KEINE KI schreiben!!

2. Die stilistische Form fasziniert mich, sehr intensiv seit vielen Wochen. Die Leser sind alle klug genug, sich ihre eigenes Bild zu machen. Mehr brauch ich nicht!

3. Musikern, die unter bzw. zwischen den Versen keine Musik hören können, müssen es allerdings auch nicht! Ich höre hier allerdings pausenlos Musik.

Das ist doch das schöne an Musik und Texten. Musiker und Texter können miteinander musizieren oder sich gegenseitig zuhören oder sich heimlich belächeln. Also ich praktizieren all diese Möglichkeiten…!!!

4. Ich konnte mühelos noch weiter Strophen schreiben. Aber ein MUSS sehe ich momentan nicht.


Also auch ich…

Ich wollte doch niemals der Scheue sein
Umgab mich so gern mit der Säue Schein
Guckte cool aus der Wäsche als der Liebende
Held auf’ m Feld - nie in der Lende Bi - Ende!

Gut, alles gut
Gut, alles gut
Gut, alles gut

Also auch ich
Also auch ich
Auch ich


Zeugte ein Bier bei andern von der Männchen Gier
gewährte ich öffentlich Kännchen mir
Es machte meist in meinen Träumen piep
Weil ich es einst unter Bäumen gern trieb
Gut, alles gut
Gut, alles gut
Gut, alles gut

Also auch ich
Also auch ich
Auch ich


Wie herzlich und schön war - der Jugend Sternenlicht
Wie schmerzlich das Bild vom Liebe lernen …sticht!!

MUSIK

Also auch ich
Also auch ich
Also auch ich



Gut, alles gut
Gut, alles gut
alles gut
 
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Danke, bester @Vester für ⭐️! Ist dir nicht zu kurz?
 
Ich finds ja kernig so. Zu kurz ist er für mich auf keinen Fall. MMn ist er recht komprimiert, obwohl er nicht komprimiert wirkt.
Für die gleiche Aussage brauchen andere Texte die doppelte Länge. Man muss den Text bewusst lesen und wirken lassen; dann entfaltet er seine Kraft.
 
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Ja,
Man muss den Text bewusst lesen und wirken lassen; dann entfaltet er seine Kraft.
Ja, das ist mein Ausgangspunkt. Je ausführlicher wir unser Leben beschreiben, umso mehr Zeit “ rauben“ wir unter Umständen unseren Zuhörern. Deshalb begann ich irgendwann die Floskeln zu studieren, mit denen wir gönnerhaft darauf verweisen, dass alles gut sei…

Wir haben uns daran gewöhnt, dank einiger Floskeln Freundlichkeit zu verschenken, um einiges Unbehagen zu verstecken. Das ist wohl auch der Grund, warum gewisse brutale Menschen uns leicht einschüchtern können…

Vielleicht ist das auch der Grund, warum hier momentan mehr Schüttelreime und Haiku statt kompletter Songtexte veröffentlicht werden… :unsure:
 
Bei Schüttelreimen und Haiku kann ich nicht mitreden, mir fällt nichts ein oder es regt mich auf:ROFLMAO:

Ich brauche eine bestimmte Form von Gradlinigkeit, die auch bei mehrdeutigen Texten/Inhalten funktionieren muss. Das ist oft sehr schwer zu realisieren, finde ich.
Bei deinen Texten und dem im Startbeitrag funktioniert das und macht dann auch Spaß zu lesen.

Bestimmt kommen hier aber wieder mehr Texte, hoffen wir mal(y)
 
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Ich brauche eine bestimmte Form von Gradlinigkeit, die auch bei mehrdeutigen Texten/Inhalten funktionieren muss
Das trifft meine Absicht sehr gut!

Ich denke eigentlich immer anfangs kurz, aber intensiv gradlinig.

Und suche danach aufmerksam die Haken! Die sind mir wichtiger! Denn jedes Einverständnis verlangt vorher mehr oder weniger Kampf - manchmal mit sich selber und manchmal eben auch mit der Umwelt. Wann immer möglich - ohne Gewalt. Lieber mit Lust und List

Und hier betone ich immer wieder die Funktion der Musik. Musik ist für mich ebenfalls Text. Die kann schreien, murmeln, grinsen, lächeln, eiskalt schweigen usw. Und speziell bei diesem Text ist sie voll gefordert.

Deshalb wundert mich immer wieder, wie schnell hier manche Leser mit sofortigen Vertonungen sind…

Man betrachte einfach die unbewegte Mimik von manchen Weltstars der populärer Musik. Gerade deren Mimik zeugt davon, wie wach Musik, Text und Interpretation mit einander agieren müssen, um spannend und zugleich unterhaltsam zu sein.
 
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