Musikvideos -> die ewige Orga-Schlacht? Welches Budget? Wer ist in charge?

Skinny Jeans
Skinny Jeans
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
24.03.25
Registriert
08.09.11
Beiträge
488
Kekse
0
Hallo,
haben bereits einige Musikvideos gedreht mit der Band und jedes Mal ein Krampf vom neuen.
Locations und Videografen finden und klar, die erste Frage nach dem Budget.
Aber ich denke manchmal, selbst wenn man 10k Budget hat und möchte, dass ein Verantwortlicher alles übernimmt, Location-, Schauspieler-Suche etc., dass das immer noch nicht zwingend gut werden muss, da derjenige ja überlegt, wie viel er sich davon selbst auszahlen muss/will? Also doch wieder alles selbst deligieren? Denn darauf fällt es bei mir persönlich fast immer zurück und das nervt. Mit wem macht ihr welche Verträge? Der Schauspielerin pro bono nur 150€ zahlen? Dann ist sie leider plötzlich krank und man steckt in tiefen Problemen? Dass alle an einem Tag können, immer schwer. Wie handelt ihr das?
Wie erreicht man, dass alle in einem Boot sitzen und nicht nur an die Stunden und die Kohle denken?
Ich höre auch bei Videografen oft den Spruch? "Ok, 3.000€ Budget für das Musikvideo ist echt nicht viel, da arbeite ich quasi for free, aber ich finde den Song halt geil..." dann wollen sie aber eher alles so machen wie sie wollen und irgendwie finde ich 3k nicht unbedingt so wenig? Kreative Videos können ja auch günstig sein?
Also insgesamt die Frage an Euch: wen sichert ihr als erstes? welche Budgets sind realisitisch (also ab wo geht es los)? Deligiert ihr alles selber? Ist die "hier sind Xk, mach bitte was draus" Vorstellung einfach Romantik von mir?
Danke, Maz :)
 
Ich denke das Budget hängt immer von ganz vielen Faktoren ab.

du kannst theoretisch irgendwo ne Industrieanlage, Kirche oder sonstwas anmieten und dafür schon 1000€ und mehr verballern, oder als Kulisse ganz banal nen Wald nehmen, muss logischerweise auch zum lied passen.

Du kannst mit einem Kameramann/frau drehen oder auch mit 5.
wenn du an einer Uni anfragst bekommst du ggf. Sogar leite für Lau, die das als studienprojekt nutzen, wenn die nicht erstis sind sind die teilweise auch richtig gut.

Du kannst komplett handgefüht filmen, oder aufwändige Schienen und Stativtechnik anmieten.

Dann oben schon genannt:
Protagonisten.
Die können von Kostenlos über ne Kiste Bier bis hin zu tagessätzen kosten.

Maske!
Wenn du jetzt z.B. ein Video mit Zombies machen willst brauchst du nen Maskenbildner, der hat auch Material- und tagessätze.

Oder mal ganz übertrieben, wenn du ein Video mit Panzer, oder Bugatti Edelkarosse haben willst zahlst du da vermutlich schon 1000€ plus pro drehtag

Pauschal lässt sich also nix sagen.
 
Was mir auch noch eingefallen ist für low budget:

1. Deichkind - Leider geil.
2. Deichkind - illegale Fans
Besteht nur aus zusammengeschnittenen Memes, also mehr oder minder nur schnitt

Ich denke auch deichkind „selber machen lassen“ hat zum filmen nix gekostet, sondern nur der schnitt und Colorgrading.

Gibt z.b. im Blackmetal neben den vielen schlechten auch gute Videos mit mutmaßlich wenig kosten.
Hier z.b. brauchts nur
Fackel, Wald, Band & Eule

View: https://youtu.be/QXCgxDR0D_g?feature=shared
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hast du bei allem Recht und das weiß ich ja auch:)
Aber: in Sachen "wir geben mal etwas mehr Geld aus, soll ja gut werden" -> selbst deligieren oder einem Regisseur (manchmal auch selbst der Videograf) das Geld zum "verteilen"/organisieren geben?
Mein Bauchgefühl: alles selbst machen, alles einzeln bezahlen, mit allen selbst die Verträge machen.
Aber, dann bleibt sehr viel Arbeit an einem selbst hängen...
 
selbst deligieren oder einem Regisseur (manchmal auch selbst der Videograf) das Geld zum "verteilen"/organisieren geben?
Das ist halt auch absolut individuell

Welche Aufträge du an wen vergibst und welche Befugnisse du den jeweiligen Leuten erteilst musst du selber entscheiden,

ohne überhaupt ne Ahnung von euren Vorhaben, erwartungen und Finanzen zu haben kann man nur wage Empfehlungen geben.
Im Zweifel haut ihr 10k für ein Video am Kopf und spielt damit 3 shirt und 10 CD Verkäufe ein, d.h. Ist auch ne Frage wie viel wollt ihr investieren und ist der invest fürn Spaß oder soll das auch rentabel sein
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das ist halt auch absolut individuell

Welche Aufträge du an wen vergibst und welche Befugnisse du den jeweiligen Leuten erteilst musst du selber entscheiden,

ohne überhaupt ne Ahnung von euren Vorhaben, erwartungen und Finanzen zu haben kann man nur wage Empfehlungen geben.
Im Zweifel haut ihr 10k für ein Video am Kopf und spielt damit 3 shirt und 10 CD Verkäufe ein, d.h. Ist auch ne Frage wie viel wollt ihr investieren und ist der invest fürn Spaß oder soll das auch rentabel sein
ja klar, den goldenen Weg gibt es leider nicht.
meine erfahrung: alles selbst deligieren.
 
Ja hast du mal frühere Videos deiner Band als Beispiel, damit man überhaupt ne Vorstellung hat worum es geht?

Im Grunde ist glaube ich das wichtigste- wie so bei allem - erstmal ein Budget festzulegen sowie einen Plan und Checklisten zu erstellen.

Ohne entsprechenden konkreten Input kann dir der Beste Dienstleister Deine Wünsche nicht erfüllen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ist die "hier sind Xk, mach bitte was draus" Vorstellung einfach Romantik von mir?
Nicht unbedingt "Romantik", aber Total-Delegation mit unsicherem Ergebnis. Hätte ich diesen Auftrag, würde ich mein Video von Deiner Band drehen, allenfalls eben noch Deinen / Euren Grundgedanken (wo soll es hingehen?) mitnehmen. Ich glaube nicht, dass Du das willst.
"wir geben mal etwas mehr Geld aus, soll ja gut werden"
widerspricht sich mit der durchaus realistischen Erkenntnis
selbst wenn man 10k Budget hat und möchte, dass ein Verantwortlicher alles übernimmt, Location-, Schauspieler-Suche etc., dass das immer noch nicht zwingend gut werden muss
Deshalb würde auch ich dafür plädieren, möglichst viel selbst zu machen und nur Aufträge zu geben für Dinge, die man selbst nicht stemmt.
Wie erreicht man, dass alle in einem Boot sitzen und nicht nur an die Stunden und die Kohle denken?
Vielleicht dann, wenn das Endergebnis wirklich toll ist. Und "dass alle an einem Tag können" halte ich für eine absolute Grundvoraussetzung. Wer das bei mehreren Terminvorschlägen nicht schafft, will es wohl nicht wirklich!
"Wieder mal ein Video, na gut, dann machen wir's eben" ist imho schon die falsche Startposition - da würde ich ein Low-Cost-Eigenmarke-Video einplanen und durchziehen. Fehlende Motivation der Akteure wird sich in jedem Video (und seien Videograf und Material noch so professionell) widerspiegeln, und das merkt man doch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Also insgesamt die Frage an Euch: wen sichert ihr als erstes?
Als erstes würde ich mir einen Regiseur / Filmemacher sichern, der kreativ ist und Lust auf die Sache hat. Ich denke, damit steht und fällt alles. Außer Du hast selbst Ahnung vom Film, kannst in Bildern denken und weißt, wie Du sie umsetzen kannst.
 
Dieses Video haben wir zu fünft gedreht.

"Schauspieler" im Intro:
Der Sänger und ein Freund/in
Cam Ich, Location ; Kellerbar von einem Freund

Musik:
Skelette...saß der Sänger drunter, einzeln gedreht von mir
Gitarrist / Dead Mexican bin ich, hat meine Cousine gedreht, geschminkt haben mich unsere 2 freunde aus der Kellerbarszene
Alle Szenen vor schwarzem Molltonstoff im Proberaum gedreht
Das Licht für die Schwarzszenen hat uns ein befreundeter PA Verleiher ausgeliehen

Videoschnitt SONY Vegas Amateurversion (etwa 100€)
Kamera kleine digi SONY von 2008 / Amateurcam, damals ca 700€

Song im Cubase Artist 10 produziert .Drum und Keys programieren/Git/Bass von Hand/ Cubase Mix war ich.
Song/Voc/Lyrics stammt vom Sänger. Hat er zuhause gemacht und mir die files dann gesendet

Kosten:
Schminke, Getränke, was zu Futtern. .

Das Video hat uns etwa 100.-€ gekostet , software und cam waren schon da. es war an 1 1/2 Tagen abgedreht. Halber Tag fürs Intro, Ganzer Tag für den Musikteil.

Audioproduktion im Cubase 3 Tage, Videoschnitt auch etwa 3 Tage, da wir auf jegliche Effekte verzichtet haben.

EIn bischen technisches knowhow und viel Fantasie, gute Planung, Mut zur Lücke, und euer Video kostet kaum etwas und kommt trotzdem cool rüber

Wirklich alles auf einem kleinen Notebook entstanden. Kein Studio involviert. Abhöre: Behringer Truth

Viel Spass damit ;O)


View: https://youtu.be/oVIaVHbJLFE
 
  • Gefällt mir
  • Wow
Reaktionen: 6 Benutzer
Schöne Musik …, merkwürdig nur dies Rauchen & Saufen immer …😉
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Achte mal auf den Text. Es ist ein Antialk Song. Das war der Grund für mich das Projekt in die Hand zu nehmen. Hatte selbst das Problem bin aber seit 15 Jahren trocken:)
 
Ja, gut .. ich bezog mich auf das Video bzw. die Bildsprache.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das Video hat uns etwa 100.-€ gekostet
definitiv ne Gute ausbeute :biggrinB:

ich mein klar sieht man, dass das kein Profiteam gedreht hat aber am Ende zählt halt immer Kosten/Aufwand gegenüber Nutzen zu stellen. hab von meiner 2020 gegründeten Band ein Playthrough selber gedreht, da ich mir zu dem Zeitpunkt auch die Frage stellen musste ob es sich lohnt nochmal 4 Stellig für ein hobby in die Hand zu nehmen oder nicht.


mir ist nochmal was zum Eingangspost eingefallen:
Vermutlich wäre es beim Arbeiten mit Filmteam am sinnvolllsten:
- ein Konzept fürs Video selber zu erarbeiten
- Kostenaufwand für Location und Klimbims (Maske/deko/was auch immer gebraucht wird) abzuklären
- angebote von Videomachern mit festen Tagessätzen einholen unter berücksichtigung, dass es Zeitlich Machbar ist.
- Falls man statisten und oder Protagonisten benötigt das safe abzuklären
- Kassensturz machen und dann überlegen ob das durchführbar ist.

ich mein beim Recording geht man ja auch vorher mit dem Studio ins gespräch um Zeitaufwand udn Tagessätze festzulegen und i.d.R. kommt man da schon sehr Punktgenau auf nen bestimmten preis
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben