Legato-Technik...

lso Leute, ich muss diesen Thread leider nochmal ausgraben! :rolleyes:

Ich übe nun immer noch heftigst legato, und ich bin immer mehr der Meinung, dass es ausschließlich mit viel Gain und ordentlich Sustain Sinn macht.

Clean zu üben kräftigt zwar die Finger (durchaus OK), aber das ZIEL des Legatos ist doch eher, sahnige Licks ohne stop und wenn nötig auch auf Speed spielen zu können, und nich perkussiv im cleanen zu rupfen (obwohl das ja durchaus manchmal Sinn macht).

Meine Finger scheinen kräftig genug zu sein, denn die Töne kommen mit viel Gain sauber und ohne Mühe...


Ich hör mich an als wollte ich missionieren :screwy: , aber bitte versteht, dass ich nur aus Angst auf meiner Meinung beharre, irgendwas falsch zu üben.

Es kommt mir verdächtig vor, dass mir mit viel Gain legato so leicht von der Hand geht.

Deswegen bitte nicht angegriffen fühlen oder so, ich möchte nur sichergehen, dass ich es mir beim Üben nicht zu LEICHT mache...
 
Dafür hast du Higain mit den Nebengeräuschen zu kämpfen...
 
Ja, aber darum gehts doch:

Gehts denn wirklich mit weniger?
Legato bedeutet für mich, dass der angeschlagene Ton NICHT durch mangelnde Zerre schnell wieder abklingt sondern 'sahnig' (sorry, blödes Wort, aber es zeigt was ich meine) weiterklingt und so den nahtlosen Übergang zum nächsten Ton gewährleistet.

Mit weniger Zerre klingt ein Lauf bei mir eher nach 'dum-dum-dum', mit mehr dagegen dach 'daa-daa-daa', und das ist für mich legato.

Außerdem müsste ich bei weniger Gain deutlich mehr Kraft aufwenden, um die Saite zum klingen zu beringen.

Wie gesagt, ich verteidige eigentlich nicht meine Meinung (die hab ich im jetzigen Stadium noch gar nicht) sondern hoffe darauf, dass mir jemand sinnig erklärt, warum man legato mit wenig gain spielen sollte, wenns mit mehr einfacher ist.
 
Xfan schrieb:
hoffe darauf, dass mir jemand sinnig erklärt, warum man legato mit wenig gain spielen sollte, wenns mit mehr einfacher ist.

Aus denselben Gründen, warum man generell nicht zuviel Gain benutzen sollte. Weil die Dynamik, der Sound der Gitarre, der Ton der Finger flöten geht. Hat man ne scheiss Gitarre, keinen ordentlichen Fingerton und will man eh dynamiklos spielen, dann sollte man viel Gain benutzen. Aber wer gibt das schon gerne zu ?
Gitarre spielen besteht zum Glück nicht nur aus 1 und 0, deshalb sollte man IMHO auch die Bereiche dazwischen trainieren.
Ein guter Legast... äh Legatotechniker kann auch schön clean Legato spielen.
Aber ich weiss, was du meinst. Clean oder mit wenig Zerre klingt die Legatotechnik nicht so wie mit Zerre. Aber clean hörst du genau irgendwelche Dynamikschwankungen, du merkst sofort, welche Töne schon richtig kommen und welche nicht. Und was meinst du wie geil eine Legatolinie verzerrt klingt, wenn sie auch clean schon sehr legatoig klingt.
Clean oder Crunchy üben ist generell ein guter Weg, den Ton zu trainieren. Wenn man da allerdings keinen Wert drauf legt, muss man das auch nicht machen.

Ausserdem finde ich es auch sehr wichtig, was man für eine Gitarre spielt. Legato funzt auf ner alten Strat mit 11er Sailen nicht so gut wie auf ner modernen Metalgitarre. Und die Saitenstärke ist nicht unerheblich. Spielt man viel Legato, lieber dünnere Saiten benutzen.
Aber generell sollte man das mit jeder Gitarre und jedem Amp zum klingen bringen können, wenn man wirklich von sich behauptet, die Legatotechnik zu beherrschen.
 
Mh, OK, du sagst also gewissermassen, dass die Zielsetzung über die Übungsart entscheidet.

Will ich ohnehin nur Metal auf meiner Lieblingsgitarre spielen will = Gain ohne Ende und los.

Will ich das ganze perfekt beherrschen und auch in anderen Stilarten anwenden = weniger oder gar kein Gain und üben üben üben

Ich glaube ich weiß jetzt, wo mein Problem liegt:

Mit Legato verbinde ich wohl beinahe ausschließlich shredden und irre schnelle Metalläufe.
Fingerton und Dynamik ist da mehr als unwichtig.

Vielleicht sollte ich mein Verständnis von Legato erweitern.
Hats du vielleicht Tips für Stücke, in denen die Technik zur Geltung kommt, die für weniger 'metal'lastigen Sound geschrieben wurden?
 
Xfan schrieb:
Vielleicht sollte ich mein Verständnis von Legato erweitern.
Hats du vielleicht Tips für Stücke, in denen die Technik zur Geltung kommt, die für weniger 'metal'lastigen Sound geschrieben wurden?

http://www.brettgarsed.com/discs/videos.php

Brett Garsed ist ein Legatomeister und eher ein Fusiongitarrist.
Ansonsten mal Allan Holdsworth CDs anhören.
 
Alles klar. Das hat meine (Selbst)zweifel erstmal zerstreut. Aber ich garantiere für nichts :great:
 

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