IR Erstellung von Wet-Dry-Wet Stereo Räumen

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Blumfeld
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Moin,

ich mache es kurz: Ich habe mega geilen Sound - live. Wet-Dry-Wet. Die Aufnahmen dagegen: :censored:
ich habe im Wohnzimmer- Studio geilen Sound. Laut. Über Kopfhörer: :censored:

Seit neuestem spiele ich über einen Modeller (FTP) der auch IR´s einbinden kann.

Meine Fragen:

Hat das jemand schon gemacht? Die KI sagt ist ganz einfach: IR vom Raum mit Stereo Mikro´s. In der DAW als Convolution-Reverb auf die Direkt Signale.
Klingt tatsächlich einfach und verstehe ich so einigermaßen.

Wenn ich so ein IR erstellt habe nützt mir das auch über Kopfhörer was (nach meinem Verständnis liegt das im Modeller an der Falschen Stelle und im X32 Rack kann ich keine IR´s nutzen.)

Wer gute Tutorials gesehen hat gerne her damit, die meisten zeigen wie man sein Cabinet modelliert aber das liegt hier ja schon modelliert vor.
 
Hi,

wenn Du Wet-Dry Wet auf der Aufnahme willst, brauchst Du logischerweise drei Spuren, die Du im Panorama verteilen kannst.

Eine IR vom Raum zu erzeugen, halte ich deshalb für nicht zielführend. Dabei wäre das Ergebnis allenfalls Stereo, also auch kein echtes Wet/Dry/Wet. Außerdem würdest du ja praktisch auch die Eigenheiten der (nie ganz linearen) Abhöre in die neue IR einbinden, und wenn Du abhörst, würden die doppelt in das Ergebnis eingehen.

Wie gesagt brauchst Du also drei Spuren: Du platzierst das Signal nach der IR-Speaker Sim einmal ohne Effekte in der Mitte des Mix, und dann baust Du Dir eine Stereo-Spur, für die Du das gleiche Signal nach der IR in die Effekte (zB das Reverb) routest, was das ganze überhaupt erst Stereo macht und links/rechts im Panorama platziert wird.

Gruß, bagotrix
 
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Das hat ja mit meiner Frage so gar nichts zu tun.
 
Das hat ja mit meiner Frage so gar nichts zu tun.
Evtl. ist deine Frage auch nicht so klar definiert. Ich zumindest habe den Eindruck, dass du eine Raum-Simulation (Reverb) mit einer Speaker-Simulation (Cabinet) verwechselst.

Ansonsten hat @bagotrix das schon gut erklärt.
 
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Ich wollte nur wissen ob jemand seine Erfahrung mit Stereo-IR´s mit mir teilt, das ist für mich Neuland. Ansonsten erklärt die KI:

1. Räumlichkeit simulieren
Impulsantworten (IRs) deines Raums:
Erstelle eine IR deines Raums und wende sie per Convolution-Reverb auf die Direktsignale an, um die natürliche Verschmelzung zu simulieren.

2. Phasenbeziehungen & Timing optimieren
Künstliche Verzögerungen:
Versetze die Spuren der drei Boxen um 1–10 ms, um den physischen Abstand zwischen den Boxen zu simulieren (z.B. 30 cm Abstand ≈ 0,9 ms Verzögerung).
Nutze Tools wie Sound Radix Auto-Align oder manuelle Sample-Verschiebung, um Phasenprobleme zu minimieren.

Detuning für Schwebungen:
Lege eine der drei Direktspuren um 1–5 Cent detuned an, um frequenzbedingte Schwebungen zu erzeugen (analog zu leicht verstimmten Gitarren in einem Double-Tracking).

3. Mixing-Strategien
Panning:
Panne die drei Boxen wie im Live-Setup (z.B. Links – Mitte – Rechts) und mische die Direktsignale als „Center“-Grundlage.
Nutze Mid-Side-Verarbeitung oder Stereo-Imager, um die Breite zu kontrollieren.
Blend die Signale clever:
Mische die Close-Mics nur als „Attack“-Anteil (hochpassgefiltert) und die Room-Mics/Reverbs für den Körper.
Nutze die Direktsignale für Klarheit, die Mics für den „Live“-Raumeindruck.

4. Post-Processing
Analog-Emulation:
Füge den Spuren leichtes Tape-Saturation oder Rauschen hinzu, um die „Unperfektheit“ des Live-Sounds zu imitieren.
Mid/Side-EQ:
Reduziere im Side-Signal Frequenzen unter 200 Hz und über 8 kHz, um den Fokus auf die Schwebungen im Mittelbereich zu legen.
Haas-Effekt:
Erzeuge künstliche Stereo-Breite, indem du eine Spur um 10–30 ms verzögerst (aber Achtung: Phasenprobleme prüfen!).

5. Testaufnahmen & Feintuning
A/B-Vergleich:
Spiel deine Aufnahme ab und vergleiche sie direkt mit dem Live-Sound im Raum. Notiere Unterschiede in Klangbreite, Dichte und „Movement“.
Phase invertieren:
Teste die Phasen-Umkehr einzelner Spuren, um destruktive Interferenzen zu minimieren.
Zusammenfassung der Workflow-Schritte

Phase/Timing: Spuren leicht verzögern, Detuning anwenden.
Mixing: Panning, Blending von Direkt/Mic/Room-Signalen.
Post-Processing: Räumlichkeit, Saturation, EQ.
Validierung: Vergleich mit Live-Sound, Feinjustierung.

Mit diesem Ansatz solltest du die lebendige Interaktion der Boxen einfangen können – ohne dabei die Kontrolle über den Mix zu verlieren. 🎸🔊
 
Da steht jetzt aber auf einmal viel mehr Zeug als die Fragestellung. Ich bin da ganz bei @comanche: Nur auf konkrete Fragen kann man eine präzise Antwort geben. Und was die Stereo-IRs angeht hat das @bagotrix schon ganz gut erklärt. Was das ganze mit KI zu tun haben soll ist mir schleierhaft, die ersetzt auf jeden Fall kein Grundlagenwissen. Schon im ersten Post berichtest du von drei verschiedenen Dingen: Geht es jetzt um den Modeller, um das arbeiten in einer DAW oder um dein Rack?
 
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Oft erklärt die KI: ... das größte Problem ist der Mensch. Mensch, lass mir meine Ruhe. ;)

Abgesehen davon, wird hier niemand oder fast niemand Erfahrung mit IRs von Räumen haben. Wenn Du selbst IRs aufnehmen kannst, dann mach von deinem Wohnzimmer WET-DRY-WET-Setup drei IRs und setze diese einmal in der DAW ein. Ansonsten kannst Du auch mal unterschiedliche IRs für links/rechts und center-dry einsetzen. Manche Kauf-IR haben ja einen gewissen Raumanteil mit drin.

Kleine Frage nebenbei ... was ist ein FTP Modeller?
 
IR vom Raum aufnehmen ist eigentlich relativ einfach. Mikro aufstellen, ein Impuls erzeugen (Klatschen, Knall, am besten ein Luftballon platzen lassen) und dann in einer Deconvolution Software ein IR erzeugen. Mir ist gerade leider nur der Namen der Software entfallen… aber google: Reverb IR erstellen convolution Reverb IR.
 
Aufgenommen haben wir schon (Voxengo Deconvolver), die Einbindung in der DAW will noch ausgiebig erforscht werden...
 

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