Klasse Text!
Hass als Ich-Erzähler zu nehmen (wenn ich das richtig deute), ist stark. Macht das Doppelte deutlich: der Anlass kommt von Außen, fruchtet aber nicht, wenn von Innen keine Bereitschaft dazu da ist - und hat aber dann gleichwohl die Macht, das Ruder zu übernehmen und benutzt den Einzelnen nur, um sich weiter zu verbreiten und läßt diesen ausgebrannt zurück.
Danke
Hass ist praktisch nur eine Idee für die ich Feuer fange. Und ...
bei den ganzen heldenhaften Worten, dem Qualm, dem Wirrwarr, springt ich auf andere über. Blind, ohnmächtig, dreist und dumm. Sie fühlen sich endlich gestärkte. Sie spüren das Feuer um das wir alle Tanzen! Wir haben uns, wir sind nicht allein.
Doch bevor sie das Feuer niederbrennt und ich drohe zu erlöschen, spring ich in die Welt und hefte mich an an allem was euren Geist erzürnt. Dort warte ich bis sie wieder für mich, irgendeiner Idee wegen, brennen. Was sie wollen ist mir gleich. Mein Krieg ist gerecht. Mein Krieg zerstört nur immer wieder den Tod der mir droht. Ihr macht mich unbesiegbar und das gebe ich euch. Jedenfalls teilweise, ... ihr lebt ja nicht ewig. HAHAHA...
Worüber ich bei jedem Lesen stolpere:
Ich bin immer gewillt zu lesen:
Bin Holz für ein Feuer,
das noch nicht existiert.
x-Riff
Ich muss zugeben ich hatte es anfangs noch da stehen. Für die Art wie ich es lese war das "doch" zuviel.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Sehr gut, das Ganze nicht von oben herab zu beurteilen, sondern sich als Teil der gesellschaftlichen Umwälzungen zu begreifen. Leider bleibt man oft machtlos und passiv zurück und das was man tun kann ist ein Tropfen auf den heißen Stein - aber steter Tropfen höhlt ihn.
Danke für deinen Beitrag.
Gerne. Ich lass am freitag deinen Text und dachte mir was wäre wenn der Funke eigenständig wäre. Was wäre wenn der Funke schon viel früher in uns keimen würde. Doch wir selbst würden den Hass gar nicht erkennen.
Ja, wie müssen uns nicht die schuld geben für etwas das wir nicht verbrochen haben. Sicher wir könnten kämpfen aber der Funke springt nur zu uns rüber, denn wir müssten für unsere Sachen mit einer Idee kämpfen, bis sie dann irgendwann gegen die anderen verliert, weil sie aus Unterdrückung heraus rebellieren . Dann springt der Funke dort wieder hin. Ach, es brennt immer weiter das Feuer des Krieges. Vielleicht muss es das. Kein Ahnung. Aber generell find' ich das die Justiz in der Schuld steht etwas zu tun. Ich befürchte nur das diese keine richtige Möglichkeit hat etwas zu tun. Sind die Möglichkeiten des Staates eventuell nur rein illusorisch? Scheinbar durchschauen andere das.
Verstand nutzen und durchhalten. Keinem Feuer einer Ideologie der Teilnehmenden verfallen.