rancid
Helpful & Friendly User
Hi,
ich wollte mir für's Fingerstylen eine klassische Gitarre zulegen, weil bei meiner Western der Saitenabstand am Steg für meine Finger zu klein ist, um schnell und sauber darauf zu picken.
Außerdem kann es ja nie schaden, auch mal eine Nylonbesaitete für "den anderen Ton" zu haben.
Durch einen Tip im Fingerpickerforum bin ich auf die Stoll Primera aufmerksam gemacht worden. Sie ist für eine von Hand in Deutschland gefertigte, vollmassive Gitarre relativ günstig (ich habe 585,- inkl. Koffer bezahlt).
Hier erstmal ein paar Daten:
Decke: Fichte massiv
Boden und Zargen: Walnuss massiv
Hals: Mahagoni
Griffbrett: Palisander
Mechaniken: Schaller
Lackierung: Nitro, seidenmatt, offenporig
Steg und Sattel: Knochen
Mensur: 65cm
Die Optik ist durch die Lackierung und die Holzkombination ziemlich ungewöhnlich, gefällt mir aber sehr gut, weicht sie doch vom gewohnten Mahagoni- oder Palisanderkorpus angenehm ab.
Das Instrument ist trotz der Platzierung in der Einstiegsklasse der vollmassiven Gitarren hochwertig und sehr sauber verarbeitet. Am Decken-Zargenübergang befindet sich sogar ein Echtholzbinding. Am Boden gibt es keins (bzw. wohl nur gegen Aufpreis), halt ein Zugeständnis an die (Preis)klasse.
Die Saitenlage ist auch für den stahlgewohnten Gitarristen angenehm, würde sich aber sicher auch noch etwas tiefer legen lassen.
Doch nun zum Wichtigsten, dem Klang: Die Stoll leifert mir hier genau das, was ich gesucht habe:
-für eine klassiche Gitarre eine schnelle Ansprache und einen knackien Ton
-ausgewogenes Klangbild mit zwar deutlichen, aber nicht dominanten Bässen
Schön ist, dass sich die Gitarre durch den Anschlag leicht in eine Richtung steuern lässt. So kann man z.B. den Bass deutlicher in den Vordergrund bringen, oder sich harmonischer einfügen lassen.
Überhaupt reagiert die Primera sehr gut und spontan auf einen geänderten Anschlag, und kann richtig laut werden, wenn man kräftig zulangt.
Im Vergleich hatte ich eine Hanika 50 PF (Fichte/Palisander, ebenfalls vollmassiv). Dort war der Bass wesentlich dominanter und die Gitarre klang insgesamt weicher. Beim kräfitgeren Spiel oder Strumming wurde sie dann auch im Gegensatz zur Primera etwas schwammig.
Die Stoll könnte ich z.B. ohne Probleme auch mit zum Strumming mit Plektrum verwenden, bei der Hanika wurde es da schnell matschig, und die Bässe überlagerten die Mitten und Höhen zu stark.
Ich werde die nächsten Wochen mal nur auf der Stoll spielen und sie so auf Herz und Nieren prüfen. Dann kann ich hier sicher noch das eine oder andere Update machen. Bilder werde ich bei Gelegenheit auch noch hinzufügen.
Gruß,
Matthias
ich wollte mir für's Fingerstylen eine klassische Gitarre zulegen, weil bei meiner Western der Saitenabstand am Steg für meine Finger zu klein ist, um schnell und sauber darauf zu picken.
Außerdem kann es ja nie schaden, auch mal eine Nylonbesaitete für "den anderen Ton" zu haben.
Durch einen Tip im Fingerpickerforum bin ich auf die Stoll Primera aufmerksam gemacht worden. Sie ist für eine von Hand in Deutschland gefertigte, vollmassive Gitarre relativ günstig (ich habe 585,- inkl. Koffer bezahlt).
Hier erstmal ein paar Daten:
Decke: Fichte massiv
Boden und Zargen: Walnuss massiv
Hals: Mahagoni
Griffbrett: Palisander
Mechaniken: Schaller
Lackierung: Nitro, seidenmatt, offenporig
Steg und Sattel: Knochen
Mensur: 65cm
Die Optik ist durch die Lackierung und die Holzkombination ziemlich ungewöhnlich, gefällt mir aber sehr gut, weicht sie doch vom gewohnten Mahagoni- oder Palisanderkorpus angenehm ab.
Das Instrument ist trotz der Platzierung in der Einstiegsklasse der vollmassiven Gitarren hochwertig und sehr sauber verarbeitet. Am Decken-Zargenübergang befindet sich sogar ein Echtholzbinding. Am Boden gibt es keins (bzw. wohl nur gegen Aufpreis), halt ein Zugeständnis an die (Preis)klasse.
Die Saitenlage ist auch für den stahlgewohnten Gitarristen angenehm, würde sich aber sicher auch noch etwas tiefer legen lassen.
Doch nun zum Wichtigsten, dem Klang: Die Stoll leifert mir hier genau das, was ich gesucht habe:
-für eine klassiche Gitarre eine schnelle Ansprache und einen knackien Ton
-ausgewogenes Klangbild mit zwar deutlichen, aber nicht dominanten Bässen
Schön ist, dass sich die Gitarre durch den Anschlag leicht in eine Richtung steuern lässt. So kann man z.B. den Bass deutlicher in den Vordergrund bringen, oder sich harmonischer einfügen lassen.
Überhaupt reagiert die Primera sehr gut und spontan auf einen geänderten Anschlag, und kann richtig laut werden, wenn man kräftig zulangt.
Im Vergleich hatte ich eine Hanika 50 PF (Fichte/Palisander, ebenfalls vollmassiv). Dort war der Bass wesentlich dominanter und die Gitarre klang insgesamt weicher. Beim kräfitgeren Spiel oder Strumming wurde sie dann auch im Gegensatz zur Primera etwas schwammig.
Die Stoll könnte ich z.B. ohne Probleme auch mit zum Strumming mit Plektrum verwenden, bei der Hanika wurde es da schnell matschig, und die Bässe überlagerten die Mitten und Höhen zu stark.
Ich werde die nächsten Wochen mal nur auf der Stoll spielen und sie so auf Herz und Nieren prüfen. Dann kann ich hier sicher noch das eine oder andere Update machen. Bilder werde ich bei Gelegenheit auch noch hinzufügen.
Gruß,
Matthias
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