Ersatzstromversorgung für Palmer WT PB 40

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Ich benutze eine Palmer WT PB 40 Power Supply Einheit zur Stromversorgung meines Pedalboards.


Jetzt war meine Idee, die Einheit mit einer kleinen USV mit 12V Ausgang zu betreiben.

Gesagt getan. Ich hab mir bei Amazon die USV besorgt, mir ein Kabel mit reversed Polarity gebastelt, damit - auf dem Pin liegt. Das ganze angeschlossen und dann das böse Erwachen. Wenn ich das Pedalboard anschalte, leuchtet alles kurz auf, aber geht direkt wieder aus. 😖

Dann hab ich mein Ersatznetzteil ausprobiert, welches ich mir vor einiger Zeit besorgt habe, falls das Originalnetzteil bei der Probe oder einem Gig die Grätsche machen sollte. Auch das bekommt die Power-Supply nicht an. Gleiches Spiel.

Die Spezifikationen der beiden Netzteile sind gleich. Beide von Palmer.

Beide Center negative.
Beide 2000ma bei 12V.

Das Originalnetzteil sieht halt mehr wie ein Laptop-Netzteil aus und hat eine Status-LED.

Kennt jemand das PWT PB 40? Bzw. weiß jmd. oder hat jmd. eine Vermutung, warum sich die Power Supply mit normalen Netzteilen nicht einschalten lässt?

Zum Einschalten muss ein Taster kurz gedrückt gehalten werden.
 
Moin :)

Wie viele und welche Pedale betreibst Du denn mit dem Palmer? Du kannst davon ausgehen, dass der Einschaltstrom höher als die 2A Ausgangsstrom ist. Wenn die USV (welche denn genau?) auch nur 2A liefern kann wirst Du das Pedalboard nicht gestartet bekommen. So wie es sich liest 'bemerkt' die USV, dass mehr Strom gefordert wird als sie liefern kann, und schaltet deshalb gleich wieder ab. Alternativ würde ich erstmal alle Pedale abklemmen und schauen, ob das Palmer ohne Last zu starten ist, und dann nach und nach die Pedale anschliessen. Einfach gesagt: Die USV ist offenbar zu schwach ausgelegt für Dein Vorhaben.

Jenzz
 
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Eine USV übernimmt im allgemeinen die Spannungsversorgung bei Stromausfall oder Unterspannung.
Das ist ja im "Normalbetrieb" nicht der Fall. Wenn die Power Supply noch nicht in Betrieb ist, kann die USV auch keinen Stromausfall dedektieren.
Über einen Taster wird die Powersupply (oder der Detektor in der USV) kurz mit Spannung versorgt und dann kann die USV die Ersatzstromversorgung übernehmen.
Ähnlich ist es mit modernen Autobatterieladegeräten, welche eine tiefentladene Batterie als defekt dedektieren und den Ladevorgang abbrechen. Dann kurz mal Spannung von einem anderen Fahrzeug anlegen, und der Ladevorgang beginnt.
BDX.
 
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Cool. Danke schonmal für die Antworten. Beides auf jeden Fall Dinge, die ich auf jeden Fall testen kann und sollte.

Das Palmer liefert aber auch max. nur 2000ma. Daher dachte ich, dass die USV das schon schaukeln müsste. Ich geb aber zu, dass ich schon am oberen Limit bin bei den 2000ma. 😅 Ich hatte alles zusammen gerechnet und sollte schon noch gut drunter liegen.

Was mich nur wundert, ist dass ein 2. Netzteil ebenfalls von Palmer mit identischen Specs, es auch nicht schafft.
 
Der Akku in der USV ist aber schon aufgeladen? ..just sayin'...

Jenzz
 
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Der Akku in der USV ist aber schon aufgeladen? ..just sayin'...

Danke für den Hinweis. 😜

Die ist natürlich voll und mit einem Pedal an 12V klappt's auch wie erwartet.

Pedal dran, Knopf drücken. Akkuanzeige leuchtet und Control-LED des Pedals auch. 👍

IMG_20241124_125136.jpg
 
Du kannst davon ausgehen, dass der Einschaltstrom höher als die 2A Ausgangsstrom ist. Wenn die USV (welche denn genau?) auch nur 2A liefern kann wirst Du das Pedalboard nicht gestartet bekommen. So wie es sich liest 'bemerkt' die USV, dass mehr Strom gefordert wird als sie liefern kann, und schaltet deshalb gleich wieder ab.

Bingo. Genau das war das Problem.

Wenn ich die zwei hungrigsten Pedale (Two Notes Cab M und das Tonex Pedal) vorher abklemme, geht es an und ich kann die beiden nachträglich dran hängen.

Kann man das irgendwie auch "automatisiert" verzögern?

Will nicht immer Pedale abklemmen müssen. 😅
 
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Kann man pauschal wohl nicht beantworten. Der Gitarrist meiner Band hatte ähnlich Probleme.

Wir haben daraufhin mal alle beteiligten Pedal gemessen, was die Stromaufnahme angeht. Im Prinzip nehmen alle Pedale (egal ob analog oder digital) im Einschaltmoment bzw. im Moment des anlegens der Betriebsspannung für einige 100 Milisekunden mehr Strom als angegeben auf (was auch verständlich ist, da alle Filterkondensatoren für die Betriebsspannungen erst 'voll' gemacht werden müssen).

Bei digitalen Pedalen kommt häufig noch dazu, dass während des Bootvorgangs die Stromaufnahme deutlich höher ist als dann im laufenden Betrieb. Leider kann man sich da nicht immer auf die Herstellerangaben verlassen.

Hat man viele Pedale dranhängen ist dieser Strom entsprechend hoch. Dies kann zur Folge haben, das entsprechende Schutzschaltungen in Netzteilen, Akku-Packs usw. der Meinung sind, es läge ein Kurzschluß vor und schalten gleich wieder ab... hatte @BDX. ja schon geschrieben.

Welche Pedale hängen denn alle dran? Aus den Manuals könnte man ja deren Stromaufnahme entnehmen und hätte so schonmal einen Anhaltspunkt, wieviel die Stromversorgung wirklich leisten muß. Am besten wäre natürlich messen. Um auf der sicheren Seite zu sein würde ich Faktor 2 (also doppelter Strom als laut Angaben erforderlich) als Reserve einrechnen, dann sollte es eigentlich klappen.

Jenzz
 
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So, ich hab mir jetzt mal doch die größere bestellt.

Die hat sogar 2x12V Anschlüsse von denen jeder 3A und beide zusammen bis zu 5A abgeben können.

Da ich mir eh wieder ein Kabel basteln muss, kann ich mir auch eins für beide Anschlüsse parallel bauen.

Ich habe gestern nochmal ein bisschen mit der kleinen rumprobiert. Die 10.000mAh sind schnell aufgebraucht, wenn alle Pedale an sind. Daher sind 20.000mAh gar nicht verkehrt, wenn es mal mehr als das obligatorische Instrumentestimmen im Backstage-Bereich sein muss.

Ansonsten funktioniert die UPS wie erwartet. Wenn sie am Strom hängt, lädt sie den internen Akku und versorgt gleichzeitig das Pedalboard mit Strom. Ohne Stromanschluss läuft das Pedalboard ohne Akku. Das Stromkabel lässt sich im Betrieb rausziehen.

Was aber noch viel wichtiger ist, ist dass das Pedalboard in beiden Fällen ohne Störsignal arbeitet. Davor hatte ich eigentlich am meisten Schiss, dass wenn der Akku parallel geladen wird, es brummt. 😅
 
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Die neue größere USV geht einwandfrei an. Sie hat ausreichend Reserven, so dass das Palmer Netzteil mit allen Pedalen angeschlossen angeht. Es geht sogar mit nur einem der beiden 12V Anschlüssen. Musste mir damit doch kein weiteres Kabel basteln. Mit meinem Reverse-Polarity-Kabel ging's sofort.

Mit meinem Hauptpedalboard geht es auch rausch- und brummfrei. Sogar, wenn der Akku der USV geladen wird.

IMG_20241125_192343.jpg


Ich hab da allerdings auch ein NoiseGate laufen.

Im Test mit einem "Minimal-Setup" definitiv ohne NoiseGate gibt es leider ein leises Brummen, was allerdings beim Aufdrehen der Box gut vernehmbar ist. Muss mal testen, ob das Brummen nicht vom Pedal kommt.

IMG_20241207_085148.jpg
 

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