Effiziente Lösungen ohne Split-System für Proberaum und Live

E
eding11
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
01.04.25
Registriert
01.04.25
Beiträge
1
Kekse
0
Hallo liebes Musiker-Board

Für unsere fünfköpfige Band, wollen wir gerne ein In-Ear Monitoring System kaufen, welches wir im Proberaum, sowie auch live nutzen können. Auf ein Split-, (Dual)- Monitoring-System möchten wir gerne verzichten, da wir meistens mit mehreren Bands zusammenspielen, die Zeit immer knapp ist und der Aufwand dafür jeweils nicht immer verhältnismässig ist. Zudem macht man sich beim jeweiligen Mischer, anderen Bands oder Venue nicht immer super beliebt damit.

Ich hätte mir deswegen folgende zwei Optionen überlegt.

1. Option

Ein Behringer XR18
WLAN-Router für stabile Verbindung
5x In-Ear-Funk-Sender & Empfänger

Im Proberaum könnten wir dies mit diesen Komponenten so einrichten.
Live hätten wir so bereits unsere Routing-Struktur und wir könnten jeweils noch unsere Feinabstimmungen auf der X Air Mixing App selber vornehmen. Falls das FOH andere Signale gibt, müssten wir das Routing evtl. noch anpassen.

2. Option

5x In-Ear-Funk-Sender & Empfänger
Im Proberaum haben wir noch eindigitales Mischpult an welchem wir die Sender anschliessen können.
Live geben wir die Sender dem FOH undder macht uns den Individuellen mix.

Nun meine Fragen oder Bedenken.

1.Frage:

Ist die erste Option überhaupt realistisch, dass man mit dem X Air nur noch Feinabstimmungen machen kann, wenn man Live-Auftritte hat. Klingt, gerade z.Bsp. Der gesamte Drum-Mix, nicht bei jedem Venue und Mischer wieder komplett anders?

2. Frage:

Ist es nicht extrem unpraktikabel, wenn beim Soundcheck jeder auf seinem Instrument klimpert und noch versucht seinen Mix auf dem Mobiltelefon einzustellen? Wäre man da mit einem Split-Monitoring-System nicht fast wieder schneller? Hat es hier Leute im Forum, welche aus eigenerErfahrung sprechen können?

3. Frage:

Wie anfällig ist der ganze Aufbau mitdem X Air? Denn wir hatten schon mit einer Band zusammen gespielt,welche dann Probleme mit dem Router hatten und es nicht funktionierthat etc.


Ich bedanke mich schon im voraus für all eure Inputs und Feedbacks.

Liebe Grüsse,
Eding
 
Hi Eding,

ich sag zuerst mal was zu den Optionen und komme dann zu deinen Fragen.

Option 1 wird im Proberaum sehr gut funktionieren, ohne Frage. Wo sollen aber live die Signale herkommen? Stellt ihr die Mikros? Wie kommen die dann zum FOH ohne Splitter? Stellt der FOH die Mikros? Wie kommen die dann zu euch? Ein FOH wird euch (in 99% der Fälle) nicht die einzelnen Signale ausspielen. Und selbst wenn - das ist niemals einfacher, als mit eigenen Mikros und eingenem Splitter anzureisen.

Option 2 ist natürlich machbar, aber ehrlich gesagt auch unpraktikabel und muss in jedem Fall immer mit dem FOH im Vorraus besprochen werden. Bei 5x In-Ear (stereo) braucht es ja mindestens 5 (bei stereo 10(!)) zusätzliche Ausspielwege am FOH-Pult. Das muss vorher kommuniziert sein und findet auch erst aber einer bestimmten Liga statt.

Beide Optionen sind also nicht unbedingt der Standard, wobei Option 2 eher praktibabel bzw. möglich wäre, wenn man eine gute Kommunikation vorab fährt (die aber eigentlich immer angebracht ist).


Zu deinen Fragen - und da möchte ich eine gesammelte Antwort zu Frage 1 und 2 geben.
Aus meiner Erfahrung macht ein eigenes In-Ear mit eigenem Monitorpult nur dann Sinn, wenn ein eigener Splitter dabei ist und auch immer die eigenen Mikrofone genutzt werden. Wenn das sauber vorbereitet ist, bspw. in einem Case zusammengestellt, vorverkabelt und auch vorgemischt ist (was gut und gerne mehrere Proben und Gigs dauern kann), das ganze im Vorfeld kommuniziert ist, damit der FOH weiß, was auf ihn zu kommt, dann ist das überhaupt kein Problem und aus eigener Erfahrung kommen damit auch 95% der FOHs damit gut klar.

Am letzten Wochenende hatten wir erst wieder den Fall:
Kleines Festival, 5 Bands, wir spielen als zweite Band. Vor uns eine Band mit konventionellem Monitoring, nach uns sowohl konventionell als auch eigenes InEar, so wie wir.
Der Soundcheck sollte bereits am Vormittag laufen, das hätten wir allerdings zeitlich nicht gepackt.
Also habe ich vorab mit dem FOH die Gegebenheite geklärt, ihm unseren Rider geschickt und besprochen und dann nochmal separat erklärt, dass er von uns eine Kabelpeitsche mit 8x XLR bekommt, auf denen alle Einzelsignale liegen (3x Vocals, 3x Gitarre, Bass und ein Einspieler). Die Drums haben wir nicht auf dem In-Ear, da das bei uns bei der Bühnengröße nicht notwendig ist, die konnte er also von der Band vor uns, die auch die Drums gestellt haben, mikrofoniert lassen - überhaupt gar kein Problem.
Wir konnten uns im Backstage schon vorbereiten, unsere Pedalboards verkabeln und Mikrostative vorbereiten, etc.
Der Changeover lag bei 30 Minuten, in der Zeit konnte die Band vor uns easy abbauen, wir uns aufbauen, die 8 Kanäle wurden vom vorbereiteten FOH auf der Stagebox umgesteckt, und nach 25 Minuten waren wir fertig - kurzer Linecheck und ab dafür.

Voraussetzung dafür ist aber eben:
- eigenes Monitorpult, das schon einen 90% fertigen Monitormix drin hat
- eigene Mikros
- eigener Splitter
- gute Kommunikation vorab.

Diese Lösung würde ich deinen Optionen 1 und 2 immer vorziehen.
Und dann ist auch sowas hier überhaupt kein Problem:
Auf ein Split-, (Dual)- Monitoring-System möchten wir gerne verzichten, da wir meistens mit mehreren Bands zusammenspielen, die Zeit immer knapp ist und der Aufwand dafür jeweils nicht immer verhältnismässig ist. Zudem macht man sich beim jeweiligen Mischer, anderen Bands oder Venue nicht immer super beliebt damit.

Liebe Grüße!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben