Brauch ich ein Kondesatormikrofon? Gitarrist + Vocals

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Jobold
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Hi!

Ich spiele in 2 Coverbands, in einer bin ich der Lead Singer und einziger Gitarrist. Oft passiert es mir dass ich wenn ich mit dem Schlagzeuger bzw. Bassist während dem Lied Blickkontakt aufnehme oder eine Bühnenshow mache und wieder singen muss, nicht ganz gerade in mein Shure SM58 singe. Dann hört man mich schlechter.
Wäre für mich ein Kondensatormikrofon empfehlenswert? Oder muss ich mich einfach mehr darin üben gerade beim Mikro zu sein? ;)
 
Kostengünstigste Möglichkeit, nachdem Du mit beiden geflirtet hast, einfach früher wieder umdrehen.
 
Ein Kondensatormikrofon hilft Dir da nicht.
Ein Mikrofon anderer Richtcharakteristik auch nicht, im Zweifelsfall gibt das nur Rückkopplungen.
Hilft nur "Augen geradeaus!"

P.S.: In der PA- und/oder Gesangsecke passt das doch viel besser rein. Wohl auch von der Hilfestellungskompetenz 😉
 
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Danke, wie kann ich das verschieben? :D
 
Eine Möglichkeit wäre die Nutzung eines Headsets.
BDX.
 
Das SM58 möchte schon gerne ganz nah besungen werden. Da bieten sich schon Alternativen, die einem mehr Luft lassen. Kondensaturmikros liegen da meist vorne, aber man sollte auch bei der Richtcharakteristik darauf achten, eine breite Niere zu wählen, denn da gibt's auch Unterschiede.

Ebenso kann ein Kompressor die Pegelunterschiede zwischen "klebe frontal am Mikro" und "schiele bissl zur Seite" etwas einebnen. Aufgrund der dadurch potentiell steigenden Feedback-Gefahr besser den Compi nach dem Monitorabgriff einschleifen.

Gegen das komplette Wegdrehen vom Mikro hilft in der Tat nur das bereits empfohlene Headset...


Domg
 
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Eine Möglichkeit wäre die Nutzung eines Headsets.
BDX.
Da muss ich sofort an Britney Spears denken. 😁 Aber im ernst: Nachteil am Headset ist, du kannst den Abstand zum Mikro nicht variieren, was schon noch nützlich ist, z.B. sehr laute Parts VS Flüsterparts, oder wenn du als Sänger mal Lead oder mal Backing singst.

1743854036778.jpeg

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Oder muss ich mich einfach mehr darin üben gerade beim Mikro zu sein? ;)
Jo, wenn man singt und Gitarre spielt ist man tatsächlich sehr an den Mikroständer gepinnt. Es braucht Disziplin schön am Mikro kleben zu bleiben. Viel Platz für Performance bleibt da nicht.

Mein Tipp wäre, die Freiräume, die sich zwischendurch ergeben gut zu nutzen. Mach Interaktion mit der Band, wenn du mal nur Gitarre spielst (und kehre rechtzeitig zum Mikro zurück). Oder sorge dafür, dass es mal einen Song gibt, wo du nur singst und du dann das Mikro in die Hand nehmen und dich frei bewegen kannst.
 
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muss ich mich einfach mehr darin üben gerade beim Mikro zu sein?
In Prinzip: klares Ja ;)

Ich nutze selbst auch das SM58. Das mag ich auch insoweit als ich es nicht immer an der Lippe haben muß.
Ein paar Zentimeter Abstand gehen schon. Damit sollte auch das Drehen des Kopfes zum Teil abfangbar sein.
Das braucht trotzdem Disziplin. Winkel und Abstand zum Mikro müssen schon gut passen.
Man kann auch üben, den Kopf zu drehen, aber den Mund an ungefähr derselben Stelle zu lassen.

Eine Zeitlang hatte ich einen Mikrophonständer im Wohnzimmer und habe damit das Handling geübt. Hatte sich für mich gelohnt. Immer wieder mal zum Radio dazu singen und eben auf Abstände und so achten.

Ja, ich weiß, diese Idee schafft nicht unbedingt viele Freunde ... ;)
 
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Vielleicht solltest du dich mal bei EV umsehen. Deren Variable D Technik sorgt dafür, dass die Schallquelle nicht sofort ausdünnt, wenn der Abstand und Richtung nicht optimal ist.
 
Echt? Ist das bei allen EV Mikros so?
 
Wäre für mich ein Kondensatormikrofon empfehlenswert? Oder muss ich mich einfach mehr darin üben gerade beim Mikro zu sein?

Kein SM58 zu verwenden, würde vermutlich schon ausreichen. Eine dynamische Superniere oder Hyperniere könnte bereits einiges bewirken.

Wie bereits mehrfach erwähnt, wollen Nieren - und besonders das SM58 - sehr nah und direkt besungen werden. Natürlilch könntest du dich disziplinieren, immer mit den Lippen am Korb zu kleben. Du könntest aber auch ein Mikro wählen, was dir etwas mehr Spielraum lässt.

Für mich war der Wechsel von einem SM58 auf eine Superniere (oder überhaupt eine Liga höher) einst eine kleine Offenbarung. Als unverbindliche Beispiel seien das Sennheiser e945 oder das Shure Beta58 genannt. Es gibt aber noch etliche andere Kandidaten, die infrage kämen.

----
 
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Ich hatte als Sänger und Gitarrist diese Problem auch mit einem vorhanden Sennheiser E 845 (Superniere und Empfindlichkeit
-54.89 dB​
1.8 mV/Pa​
.
Ich habe beim nächsten Mal mein eigenes E 935 (Niere und Empfindlichkeit
-51 dB​
2.8 mV​

mitgebracht und durch die höhere Empfindlichkeit hatte ich nicht soviel Probleme. Ich musste nicht so am Korb kleben und hatte etwas mehr Bewegungsfreiheit.

Ein Kondensatormikro wäre m.M.n. für die Bühne viel zu empfindlich.
 
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Ich weiß nicht, da wird wieder mal versucht mangeldes können mit Equipment auszugleichen.
Wie wäre es denn , wenn man einfach mal Mikrofondisziplin übt?
 
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Eine Möglichkeit wäre mit mehreren Mikrofonen zu arbeiten.

1743873626274.png

BDX.
 
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Weil da einige Mikrofontypen angesprochen wurden, möchte ich die mal einsortieren:

Beim SM58 muss man schon recht nah am Korb kleben, sonst wird der Klang schnell dünn. Und es wird in den ersten 2-4 cm Abstand auch schnell leiser. TEndenziell kann man schon auch leicht schräg reinsingen, aber eventuell verändert sich auch noch der Abstand dabei und dann ist es schnell deutlich leiser (und dünner).

Die Senneheiser e935 und e945 lassen etwas mehr Abstand zu. Da wird es nicht so schnell dünn. Da brauche ich nicht so nah am Mirofon kleben. Das e935 hat seitlich einen größeren Bereich, in dem es ncoh funktioniert. Beim e945 ist nach meiner Wahrnehmung mehr Möglichkeit, mit dem Abstand zu spielen. (Das e945 hat sich für mich als meine Standardmikrofon herauskristallisiert, weol ich damit sehr gut klar komme und es meiner Stimme schmeichelt.)

Ein Kandidat mit mehr Möglichkeit der Abstandsvariation ist das AT2010, das ich auch gerne nutze. Das hat einen recht großen nutzbaren Bereich. (Kondensator)

Ein anderes Kondensatormikrofon mit einem größeren Nutzbereich (vor allem Abstand) ist das Sennheiser e865. Das AT2010 ist aber weniger empfindlich auf Plosivlaute (da muss ich beim e865 immer etwas aufpassen, dass es nicht poppt - kann ich schon auch aber man muss eben darauf achten und aufpassen) und der Nahbesprechungseffekt (Bassanhebung) ist beim AT2010 nicht so ausgeprägt wie beim e865.

Bei den Kondensatormikrofonen kann man mit mehr Abstand arbeiten, muss aber mehr auf Feedbacks aufpassen. Für sehr laute Bühnen wohl eher weniger geeignet.

Das sE V7 rangiert zwischen SM58 und e935. MAn kann mehr mit dem Abstand spielen als beim SM58 und es klingt etwas detaillierter. Auch kein schlechtes Mikrofon, aber damit habe ich zu wenig bisher gesungen, so dass ich hier nicht mehr dazu sagen kann.

Alle genannten Mikrofone habe ich im eigenen Bestand oder singe einigermaßen regelmäßig (e965) darüber.

Aber ansonsten möchte ich auch dafür plädieren, die Mikrofontechnik zu lernen. Das braucht Übung.
 
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Ein Kondensatormikro wäre m.M.n. für die Bühne viel zu empfindlich.

Ich habe ein Condenser und mag es nicht mehr missen ... Das hat aber weniger mit "Ich kann rum zappeln" zu tun (das funktioniert da auch nur begrenzt), als mit dem tatsächlichen Klang.


Als Gitarrist und 2ter Sänger muss ich mich schon konzentrieren, wenn der Gesang beim Publikum ankommen soll. Die Blickkontakte Richtung Gitarrenhals sind da immer der kritische Moment, bei dem das Timing stimmen muss. (Und dabei dann bitte nicht mit dem Brillenglas das Mikro abdecken, sonst gibt es Feedback.

Gruß
Martin
 

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