Aktive Pickups für Superstrat gesucht

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Hallo Zusammen,

bin wieder mal auf der Suche nach passenden Pickups für meine Superstrat, mit der ich überwiegend die härtere Schiene bedienen möchte.
Die Gitarre ist schon was besonderes... der Korpus ist aus Ahorn (habe mich nicht verschrieben) mit einer relativ dünnen Decke aus Nara (irgendso 'n Holz, das der Vorbesitzer, der die Gitarre bauen ließ, aus Indonesien oder Thailand mitgebracht hat): Der Hals ist aus Ahorn mit Rio-Palisander Griffbrett.
Der unverstärkte Sound der Gitarre ist relativ wuchtig und Basslastig, die Gitarre schiebt ganz gut.

Ich bin seit 2002 oder 2003 im Besitz der Gitarre und im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Pickups getestet, ein Großteil der damaligen DiMarzio-Palette um herauszufinden, daß ich kein DiMarzio-Freund bin. Die Tests liefen immer nach dem selben Muster ab: 1. Test zu Hause über'n Amp; wenn okay --> Test im Proberaum bei der Probe (also im Bandgefüge; wenn okay --> Test live auf der Bühne. Auch diverse Seymour Duncan Pickups habe ich getestet...
Gelandet bin ich bei einem Lindy Fralin High Output Humbucker (ca. 13,5 kOhm), der bis etwa 2010 in der Gitarre blieb. Danach baute ich einen alten Gibson Dirty Fingers ein (Bj. 1982, ca. 16 kOhm), aber auch der überzeugte mich nicht 100%ig. Vor ca. 5 Jahren baute ich einen Amber Custom Hot60 (Keramikmagnetversion) ein; nur ca. 10 kOhm, aber trotzdem richtig Dampf!

Was mich schon immer gestört hat, die Gitarre klingt etwas "verwaschen" im Bassbereich. Deswegen kam ich auf die Idee, vielleicht wären in der Gitarre aktive Pickups genau richtig.
1997 kaufte ich mal eine MusicMan Luke; die erste Version, noch mit Floyd-Rose, da waren aktive Pickups drin: EMG 85 und 2x die SA57. Habe die Gitarre aber dann verkauft, weil der Hals mir zu schmal war. Aber damals war mein Soundgeschmack eh anders, habe ganz andere Amps gespielt.

In den letzten 25 Jahren habe ich also nur Gitarren mit passiven Pickups gespielt. Aber in genau diese, oben beschriebene Gitarre würden mMn. aktive Pickups gut passen, weil aktive Pickups im Bassbereich etwas schlanker, bzw. definierter klingen sollen und gerade bei einer Gitarre, die im Bassbereich etwas überfett und mulmig klingt, das Problem lösen.

Habe mich etwas schlau gemacht, welche Hersteller es gibt; früher gab es nur EMG, jetzt gibt es auch viele verschiedene Aktivpickups von Fishman und auch Seymour Duncan hat ein paar Modelle im Programm. Leider weiß ich aber immernoch nicht, welche Pickups für diese Gitarre geeignet wären. Schon klar, Ferndiagnose ist immer etwas schwierig.
Seymour Duncan aber eher nicht, die Pickups sollen einen Mords-Output haben; da bin ich kein Fan davon. Also, heißere Pickups mag ich schon, aber nicht diese stark überwickelten Distortion-Brecher.


Welche Pickups könnt ihr mir empfehlen?



Viele Grüße,
Bowhunter



P.S. Mein Equipment: Marshall JVM410H (gemoddet/gainreduziert) + Marshall 4x12" AX Box (G12M-25 Greenbacks)
 
Da wäre der Seymour Duncan SH12 doch was? Hatte den in einer Les Paul und fand ihn dort toll. In Ahorn-Strats hat er auch eine gute Figur gemacht.

Auch ein EMG81 finde ich im Bass ziemlich aufgeräumt. 👍🏻
 
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Ja, der EMG81 ist eher Mitten-Höhen betont und würde vielleicht gut passen.
Die Seymour Duncan Blackout AHB-2B haben wohl zu viel Output für dich, wie du schon angemerkt hast, und haben eine stärkere Bassbetonung.
Der SD Blackout Loomis ist nicht ganz so stark und erinnert ehere an passive PU (gute Auflösung, Einzelsaiten noch gut hörbar/ differenziert). Der könnte auch noch in Frage kommen, hat aber auch noch viel Output
Fishman hatte ich noch nicht.
 
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Ansonsten der 500T von Gibson. Den kenne ich aber nur in Erle Strats.
 
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Bei meiner 1983er Kramer Pacer Imperial ist
der Korpus ist aus Ahorn
und
Der Hals ist aus Ahorn mit Rio-Palisander Griffbrett.
(bei mir nur Pali ohne Rio, sollte aber nicht den gewaltigen Unterschied machen).

Den sound würde ich so
Der unverstärkte Sound der Gitarre ist relativ wuchtig und Basslastig, die Gitarre schiebt ganz gut.
beschreiben. Vor allem ist das Ding sackschwer auf Grund des Maple-Body und wiegt mit ziemlich glatten 5Kg so viel wie eine sehr ordentliche Les Paul Custom. Dafür allerdings auch "sustain for days" und einfach ein geiles Gerät.

Da habe ich auch aus der Seymour Duncan Palette einiges durchgeschleust über viele Jahre und ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Du. Ich habe im letzten Sommer alle Doppel-Humbucker-Gitarren bei mir auf EMG "Fat 55" Retro Actives umgebaut und muss sagen, das hat die Bässe deutlich gezähmt und den elektrischen Sound deutlich schlanker gemacht. Die sind auch nicht sonderlich heiß - es gibt auch die "Hot 70"-Variante, die mehr Gas geben - und reagieren sehr schön auf das Amp- und Pedal-Gain. Vielleicht eine Idee für Dich?
 
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Ich hab den EMG-85 in meiner Modern Strat am Steg, den finde ich sehr gut, klar und nicht zu basslastig, er ist im Steve Lukather Set verbaut, im EMG SL-20 Set kombiniert mit zwei SLVs.

Hier hab ich auch ein Soundsample des 85er.
 
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Nächstes + für EMG 81.

Aber hast du es schon mit Pickup tiefer schrauben versucht? Wenn die Dinger 2 mm unter den Saiten sind, ist´s klar, dass da (zu) viel Bass rauskommt.
 
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+1 für die schon erwähnten EMG Fat55 - Retro Active trifft's nicht nur als Marketing-Hype.
Sehr klar und straff aber trotzdem ordentlich Wumms. Lassen sich auch bei HighGain per Vol-Poti trefflich justieren.
Apropos justieren: Je nach Abstand zu den Saiten bekommt man alles von einem richtig feinen, singenden PAF-Sound bis zum Metal-Brett - entsprechende Amps bzw. Pedale vorausgesetzt.
Das Het-Set spielt in einer ähnlichen Liga, hat aber in den Bässen mehr Dampf.

Die Super 77 bzw. Hot 70's sind ähnlich, mir persönlich aber zu bissig/hochmittenlastig abgestimmt - wenn ich in die Richtung will, dann nen (alten...) 81er.

Die EMG 57/66er-Kombi ist eigentlich auch immer ein Tipp an dieser Stelle; klingen für mich aber deutlich schlechter/lebloser als die FAT 55 oder das HetSet.

Werde mir demnächst ein Päärchen EMG Daemonums holen - quasi die RetroActive -Version der 81/85er-Paarung. Was ich bisher davon gehört habe (sowohl Reviews wie kurze eigene Spielzeit) war schon sehr fein.

Die Loomis-Blackouts (sowohl die Mk I wie auch die Mk II) haben wie alle Blackouts schon nen derben Output - muss man bei der Amp-Abstimmung berücksichtigen, sonst rauscht's gewaltig.

Mit den Fishmans werde ich aus irgendeinem Grund nicht warm; ist aber Geschmackssache.
 
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Aber hast du es schon mit Pickup tiefer schrauben versucht? Wenn die Dinger 2 mm unter den Saiten sind, ist´s klar, dass da (zu) viel Bass rauskommt.
Ich habe eher die Erfahrung gemacht, daß der Sound desto mittiger ist, je näher der Tonabnehmer an den Saiten dran ist. Wenn ich den Tonabnehmer weiter weg von den Saiten schraube, wird der Sound leiser (ist ja klar) und anteilsmäßig nehmen die Bässe zu. Vielleicht ist es aber auch vom jeweiligen Tonabnehmer abhängig... :unsure:


Ich hab den EMG-85 in meiner Modern Strat am Steg, den finde ich sehr gut, klar und nicht zu basslastig, er ist im Steve Lukather Set verbaut, im EMG SL-20 Set kombiniert mit zwei SLVs.
Aktuell tendiere ich tatsächlich zum EMG85 oder 85-X; Wie schon erwähnt, ich hatte vor langer Zeit mal eine MusicMan Luke und da war ein EMG 85 am Steg.
2013 ließ ich mir eine Superstrat mit HSS-Bestückung bauen und da kamen EMGs rein; 85X am Steg und zwei SLV-X (Siehe Bilder!) Für diese Gitarre jedoch war der 85-X eher zu mager, weil die Gitarre im Bassbereich eher schlank und aufgeräumt klingt. Deswegen kamen da kurze Zeit später (die EMGs waren keine 3 Wochen drin) passive Pickups rein (Steg Häussel Humbucker + zwei Lindy Fralin Split Blades)

Für die Gitarre mit dem Ahornkorpus käme der EMG85 also vermutlich ganz gut am Steg. Was nehme ich als Halspickup dazu; welchen EMG?
Und ich muß noch checken, ob mein E-Fach überhaupt noch Platz für eine 9V-Batterie hat.


Ich habe im letzten Sommer alle Doppel-Humbucker-Gitarren bei mir auf EMG "Fat 55" Retro Actives umgebaut und muss sagen, das hat die Bässe deutlich gezähmt und den elektrischen Sound deutlich schlanker gemacht.
Den Fat55 muß ich mal unter die Lupe nehmen.

Die Pickups hat ein Kumpel von mir in seiner japanischen ESP Snakebyte. Ich habe die Gitarre schon mal über meinen Amp gespielt, aber der Sound hat mir so gar nicht gefallen. Womöglich lag es aber auch an der Gitarre... :unsure:


Seit ein Paar Jahren werden die Pickups von Fishman sehr gelobt; viele meinen sogar, es wären die besten Aktivpickups oder die besten Heavy-Pickups... das ist natürlich immer Geschmackssache;


Hat jemand Erfahrungen mit Fishman; vorzugsweise mit dem Typ " Fluence Modern"?



Viele Grüße,
Bowhunter


Tandler HSS Superstrat -3.png
Tandler HSS-Superstrat -2.png
 
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Zum Thema Fishman Fluence Modern kannst du mal hier rein schauen:


Kurze Zusammenfassung meinerseits zu den Moderns:
- Der Bridge-PU ist sehr schlank im Bass und die oberen Mitten sind stark betont.
- Sehr hohen Output in V1, der sich über einen Jumper am Pickup reduzieren lässt.
- Der Unterschied zwischen V1 und V2 ist sehr dezent.

Ich würde dir auch zu dem Klassiker, dem EMG 81 in der Brücke, raten. Räumt unten rum auf und geht eigentlich mit jedem High Gain Amp. Gerade mit dem Marshall JVM hamoniert der ganz gut, finde ich zumindest.
 
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Btw. hübsche Klampfe. 👍
 
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Und ich muß noch checken, ob mein E-Fach überhaupt noch Platz für eine 9V-Batterie hat.
Ich finde das Abheben des Pickguards beim Batteriefach nicht so toll und hab mir ein Batteriefach eingebaut. Das ist, wenn man vor hat die Gitarre wieder einmal im Originalzustand zu verkaufen, vielleicht keine gute Option. Ich kauf mir aber keine Gitarren, um sie später wieder zu verkaufen. Darum ist ein Batteriefach für mich die sauberste und beste Lösung. Live würde ich eine Gitarre, bei der man die Saiten lösen muss und das Pickguard abheben muss, um die Batterie zu wechseln, auch nicht mitnehmen.


IMG_20241208_094759.jpg
 
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Für die Gitarre mit dem Ahornkorpus käme der EMG85 also vermutlich ganz gut am Steg. Was nehme ich als Halspickup dazu; welchen EMG?

Soll das auch ein Humbucker sein? EMG 60 (Keramik) oder EMG 60A (Alnico) wären vielleicht eine Idee.

ESP baut gerne die 81/60 Kombi in LP-Style Gitarren, die etwas wärmere Variante dazu wäre dann vermutlich 85/60A.
 
@relact

Weiße Gitarre mit nachgerüstetem Batteriefach! :prost:

IMG_20250325_201041.jpg


Batteriefach kann ich bei aktiven Pickups auch nur empfehlen. Der Gitarrenbauer hat mir sogar ein Deluxe-Fach eingebaut, bei dem die Batterie mit Federkontakten gehalten wird, nicht mit dem üblichen Batterie-Clip.

Soviel besser. Mit einer Batterie im Elektronikfach hatte ich's bei einer anderen Gitarre irgendwie geschafft, eine leitende Konntaktbrücke herzustellen und nix ging mehr. 🙈
 
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Bzgl. EMG bin ich bei meiner Epiphone Les Paul Classic Custom bei zwei 85er gelandet. Der 81er an der Bridge war mir zu fizzelig. Der 60er konnte mich dagegen am Neck wenig überzeugen. Mit der jetzigen Kombi bin ich sehr zufrieden.

@gorephil hat ja meinen Thread zu den Erfahrungen der Fishman bereits in Post #11 verlinkt. Meine Jackson war standardmäßig mit den Fluence Modern (Neck: Alnico / Bridge: Keramik) ausgestattet. Ich tat mir viel Mühe an, um sie für mich gut klingend hinzuschrauben. Gelang mir nicht. Der Austausch des Bridge-Keramik gegen einen Alnico brauchte in meinen Ohren ebenfalls keine Verbesserung. Ich gehen nun den umgekehrten Weg, die Aktiven raus und Passive rein.

@Bowhunter, wenn Du die Fishman einmal ausprobieren willst, kann ich Dir meine drei zum Test zusenden. Wenn sie Dir gefallen, werden wir uns sicher über den Preis einig. Wenn nicht, gibst Du sie mir einfach zurück. Kann Dir auch die Potis mitgeben. Brauch ich ja nicht mehr. Am Donnerstag bringe ich meine Jackson zum Tech. Wird etwa eine Woche dauern, bis ich sie wieder abholen kann. Bis dahin kannst Du Dir das ja mal überlegen. Ansonsten werde ich sie bei den Kleinanzeigen einstellen.
 
Ich finde das Abheben des Pickguards beim Batteriefach nicht so toll und hab mir ein Batteriefach eingebaut
Die Gitarre hat kein Pickguard, nur hinten ein E-Fach.

Das ist, wenn man vor hat die Gitarre wieder einmal im Originalzustand zu verkaufen, vielleicht keine gute Option. Ich kauf mir aber keine Gitarren, um sie später wieder zu verkaufen.
Die Gitarre ist schon lange nicht mehr im Originalzustand, da habe ich schon einiges dran geändert oder ändern lassen:
- ursprünglich war ein Singlecoil am Hals verbaut -> die Singlecoilfräsung habe ich für Humbucker auffräsen lassen
- Hals hinten vom Lack befreit --> Leinölfirniß finisch, flutscht!
- Tremolo getauscht; Schaller Floyd Rose II gegen Schaller Lockmeister, Tremolohebel gelb lackiert
- Originalpickups schon lange nicht mehr vorhanden

Ich kaufe mir Gitarren auch "für die Ewigkeit"; manchmal haut's aber mit dem Vorhaben nicht hin, wenn es sich herausstellt, daß etwas nicht passt (z.B. komme mit dem Hals auf Dauer nicht klar). Die Gitarre ist 'ne Bitch, muß funktionieren und geil klingen; wenn ich sie in die Hand nehme, muß es einfach passen. Schrammen sind mir auch relativ egal. Das heißt aber nicht, daß ich meine Gitarren nicht liebe; im Gegenteil!

Soll das auch ein Humbucker sein? EMG 60 (Keramik) oder EMG 60A (Alnico) wären vielleicht eine Idee.
Ja, auch Humbucker; ich habge auch an den 60er gedacht.

Darum ist ein Batteriefach für mich die sauberste und beste Lösung.
Wenn der Platz im E-Fach für einen 9V-Block nicht ausreicht, lasse ich ein Batteriefach einbauen.
 
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@Bowhunter, wenn Du die Fishman einmal ausprobieren willst, kann ich Dir meine drei zum Test zusenden. Wenn sie Dir gefallen, werden wir uns sicher über den Preis einig. Wenn nicht, gibst Du sie mir einfach zurück.
Will erstmal den 85x probieren; wenn's nicht passen sollte, kann ich mich melden. Aber danke für das Angebot.
 
Aber klar doch. Poste auf jeden Fall mal Deine Erfahrungen mit dem 85X. Den hätte ich noch nicht am Start. Interessiert mich, wie der sich an der Bridge macht.
 

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