Ab welcher Impedanz den HiZ nutzen?

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ich geh mit der Gitarre ins Interface und mache den Sound direkt am Rechner über Plugins. da kam mir jetzt die blöde frage:

Passive Pickups schließt man ja üblicherweise an den HiZ eingang ans interface, soweit klar. Allerdings habe ich aktive Pickups (Fishman Fluence Modern) die laut Herstellerangabe eine Impedanz von 2K haben.
Ist da jetzt Line oder Hiz Stellung am Interface sinnvoller? in der Anleitung der Soundkarte ist der Instrument-in mit 1MOhm und der Mic-in mit 3kOHM angegeben, ich mutmaße jetzt, dass das auch für den die Nutzung als Line in gilt.

hat jemand ne Ahnung?
 
Genau die Frage hatte ich mir kürzlich auch gestellt. Bei Internetrecherchen kam ich zu der Antwort, dass man mit aktiven PU auf Line Pegel stellen soll. Habe die letzten Aufnahmen mit Seymour Duncan blackouts AHB 2B und Loomis Blackouts und EMG 81-7 über Line Pegel (Focusrite 2i4 Gen2) gemacht und einwandfreie Ergebnisse erzielt. Hier wäre eine Info-Quelle: https://www.delamar.de/audio-interface/audio-interface-gitarre-55632/
 
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Top, Danke :heartbeat:

in meinem Alter und bei der Akustischen Vorbelastung meiner 20er Jahre kann ich mich nicht mehr ganz auf meine Ohrwaschl verlassen, da dachte ich frag ich lieber :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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Für mich ist nicht so klar, was das für eine Information in der Anleitung der Soundkarte ist. Der Innenwiderstand eines Eingangs in der Soundkarte hat ja nichts mit dem Widerstand in der Quelle zu tun - außer, dass bestimmte Kombinationen erwünscht sind; aber da bin ich wieder überfragt.
 
Ist nicht so schwierig:
es gibt Quell-Impedanz (zB Pickup, Mikrofon, etc) und Last-Impedanz (Eingang des Verstärkers, Effektgeräts, etc).
Aus „Sicht“ des Pickups belastet der Verstärker den PU.
Üblicherweise wird als Last der 5-10fache Wert der Quelle gewählt.
Das ist aber keineswegs in Stein gemeisselt: ich kenne Mikrofone, die mit nur 2-3 fachem Last-Wert tadellos arbeiten.
Letztlich entscheidet das Gehör und Abweichungen können auch bewusst eingesetzt werden.

Bei Übertragern im Signalweg sieht das allerdings deutlich anders (bzw etwas komplexer) aus. Da habe ich die Mathematik nicht abrufbereit... ;)
 
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in der Anleitung der Soundkarte ist der Instrument-in mit 1MOhm und der Mic-in mit 3kOHM angegeben, ich mutmaße jetzt, dass das auch für den die Nutzung als Line in gilt.
Line-Eingänge haben üblicherweise eine höhere Impedanz als Mikrofoneingänge, typisch sind 10-20k (Kiloohm).
Damit das Eingangssignal nicht zu stark belastet wird und damit einbricht (was zudem nicht linear geschieht über den ganzen Frequenzumfang, diesen also sozusagen "verbiegt", also Klangverfälschungen hervorruft), ist gefordert, dass die Eingangsimpedanz der Last mindestens um den Faktor 5 über der Impedanz der Quelle liegt. Das nennt sich "Spannungsanpassung" und die ist in der Audiotechnik über den ganzen Signalweg von Mikro/Pickup bis zu Endstufe/Lautsprecher üblich. Meistens ist der Faktor höher, z.B. 10 und noch mehr.
Wenn der Fishman Fluence Modern also eine Ausgangsimpedanz von 2k hat, und der Line-Eingang der Soundkarte mindestens 10k, passt es prima.
Im Grunde würden aber auch sowohl der Mikrofoneingang mit nur 3k funktionieren als auch der Hi-Z-Eingang mit 1M. Bei ersterem gäbe es aber die Gefahr des ´verbogenen´ Frequenzgangs, also verfälschten Klangs. Bei letzterem besteht die Gefahr, dass er schnell und total übersteuert. Hi-Z-Eingänge haben nämlich eine höhere Empfindlichkeit, was ja auch logisch ist und sein soll, da aus den passiven Pickups nur sehr geringe Spannungen ankommen.
Ideal sollte daher der Line-In sein.
 
Grund: Typo
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Bei letzterem besteht die Gefahr, dass er schnell und total übersteuert. Hi-Z-Eingänge haben nämlich eine höhere Empfindlichkeit, was ja auch logisch ist und sein soll, da aus dem passiven Pickups nur sehr geringe Spannungen ankommen.
So allgemein sollte man das nicht formulieren: Humbucker PUs, die problemlos 500-1000mV Ausgangspegel liefern sind keineswegs Exoten.
Selbst ein SM58 kann bei entsprechendem Stimmeinsatz in diesen Bereich kommen. ;)
 
@Telefunky, danke für die Ergänzung. Als Nicht-Gitarrist habe ich in der Tat keinen vollständigen Überblick über alle Varianten von Pickups usw.
Wobei mich die 1000 mV schon etwas überraschen, jedenfalls bei Pickups, das hätte ich nicht erwartet. Dass ein dynamisches Mikro wie das SM58 verblüffend viel Spannung liefern kann wenn jemand z.B. mit der Kapsel am Mund mit einem fff hinein schmettert war mir hingegen bekannt.
 
Passive Pickups schließt man ja üblicherweise an den HiZ eingang ans interface, soweit klar. Allerdings habe ich aktive Pickups (Fishman Fluence Modern) die laut Herstellerangabe eine Impedanz von 2K haben.
Auch die werden vor dem Amp gespielt und gehen dort in einem Hi-Z-Eingang.
Beim Interface würde ich beide Varianten versuchen, je nachdem ob du mehr oder weniger Gain des Interface nutzen willst.
 
Sehr interessantes Thema und auch hier werden wohl die Meinungen auseinander gehen. Für meinen Teil fahre ich sehr gut mit aktiven Pickups und dem Line Signal. Andere wiederum behaupten ausschließlich den Instrumenteneingang (Hi-Z) zu nutzen und empfinden trotz der aktiven Pickups das Line-Signal als "schwach" oder "kraftlos". Habe sogar von Fällen gelesen wo sich Leute trotz des Hi-Z Eingangs noch eine DI Box angeschlossen hatten :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: Also das soll mir bitte mal einer erklären was der Sinn dahinter ist. Soweit ich weiß macht es keinen Unterschied ob DI Box oder Instrumenteneingang.
 
Soweit ich weiß macht es keinen Unterschied ob DI Box oder Instrumenteneingang.
Im Prinzip stimmt das...
wenn beide Systeme eine „gleichwertige“ Signalverarbeitung liefern... ;)
(und natürlich korrekt angeschlossen sind)

Allerdings gibt es sowohl Dutzende verschiedener „DIs“, wie auch Instrumenten-, Mic- oder Line Eingänge.
Der sprichwörtliche Teufel steckt da im Detail.

Einen krassen Fall von Fehlanapassung habe ich selbst mal vor Jahren produziert, als ein Audient ID22 eintraf. Wollte natürlich mit dem vermeintlich „besten“ Mikro testen, wusste aber nicht, das selbiges intern einen umschaltbaren Übertrager hat.
Die Testaufnahme habe ich umgehend an Audient geschickt, mit der Bemerkung „das IF ist wohl defekt... anders kann ich mir weder einen derart miserablen Ton noch die vielen Störgeräusche erklären“ :D
Im Klartext: ich hatte einen 35kOhm Ausgang auf einen 3k Eingang gelegt.
Ein schlichtes SM57 eingesteckt... und alles war wie versprochen. Habe mich dann natürlich für die gestiftete Verwirrung entschuldigt. Peinlich, peinlich.

Aber es war ausgesprochen lehrreich, vor allem nachdem der interne Übertrager korrekt angeschlossen war. Der Unterschied war im Wortsinn schockierend.

Bei Gitarren ist das idR weniger ausgeprägt, bei Bässen schon deutlich mehr.
Mit Pegel hat das aber nur am Rande zu tun (solange die Vorstufe das Signal noch verarbeiten kann).

Als Impedanz-Wandler reicht 1 simpler FET (Transistor), man kann aber auch einen kompletten Verstärker (quasi Kanalzug) einsetzen.
Oder eine passive DI aus 2 simplen Spulen im Vergleich zu einem hochwertigen Übertrager.
Diese Varianten (kombiniert mit verschiedenen Eingangs-Verstärkern) ergibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, bei denen sich einige im Sound recht drastisch unterscheiden können.
(aber nicht müssen... ) ;)
 
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Habe sogar von Fällen gelesen wo sich Leute trotz des Hi-Z Eingangs noch eine DI Box angeschlossen hatten :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: Also das soll mir bitte mal einer erklären was der Sinn dahinter ist. Soweit ich weiß macht es keinen Unterschied ob DI Box oder Instrumenteneingang.
Bei mir hängt zwischen Gitarre und UA Volt2 auch eine DI-Box. Grund war, dass ich Störgeräusche ohne die Box hatte. Mit ihr nicht, und deswegen habe ich die Box sicherheitshalber immernoch in Betrieb. Frisst ja auch kein Brot ...
Es gibt auch Leute die ihr Signal mit einer DI-Box splitten.
 

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